Posts Tagged ‘Lobgesang’

Lobgesang der drei jungen Männer im Feuerofen

04/03/2010

Gepriesen bist du, Herr, du Gott unserer Väter, gelobt und gerühmt in Ewigkeit.

Gepriesen ist dein heiliger, herrlicher Name, hoch gelobt und verherrlicht in Ewigkeit. Gepriesen bist du im Tempel deiner heiligen Herrlichkeit, hoch gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit. Gepriesen bist du, der in die Tiefen schaut und auf Kerubim thront, gelobt und gerühmt in Ewigkeit. Gepriesen bist du auf dem Thron deiner Herrschaft, hoch gerühmt und gefeiert in Ewigkeit. Gepriesen bist du am Gewölbe des Himmels, gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

Preist den Herrn, all ihr Werke des Herrn; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Himmel; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Engel des Herrn; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, all ihr Wasser über dem Himmel; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, all ihr Mächte des Herrn; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, Sonne und Mond; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Sterne am Himmel; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, aller Regen und Tau; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, all ihr Winde; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, Feuer und Glut; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, Frost und Hitze; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, Tau und Schnee; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, Eis und Kälte; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, Raureif und Schnee; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Nächte und Tage; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, Licht und Dunkel; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Blitze und Wolken; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Die Erde preise den Herrn; sie lobe und rühme ihn in Ewigkeit.

Mont Blanc (A. Buisse)

Preist den Herrn, ihr Berge und Hügel; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, all ihr Gewächse auf Erden; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Quellen; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Meere und Flüsse; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Tiere des Meeres und alles, was sich regt im Wasser; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, all ihr Vögel am Himmel; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, all ihr Tiere, wilde und zahme; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!

Preist den Herrn, ihr Menschen; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Israeliten; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr seine Priester; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr seine Knechte; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Geister und Seelen der Gerechten; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, ihr Demütigen und Frommen; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den Herrn, Hananja, Asarja und Mischaël; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!

Denn er hat uns der Unterwelt entrissen und aus der Gewalt des Todes errettet. Er hat uns aus dem lodernden Ofen befreit, uns mitten aus dem Feuer erlöst. Dankt dem Herrn, denn er ist gütig; denn seine Huld währt ewig. Preist alle den Herrn, ihr seine Verehrer, preist den Gott der Götter; singt ihm Lob und Dank; denn ewig währt seine Güte.

Daniel 3,51-90

Advertisements

Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes!

20/12/2009
(zum Sonntags-Evangelium v. 20. Dezember 2009: Lukas 1, 39-45)

Anstelle Saras erscheint oben an der Treppe an der Hausseite eine sehr betagte Frau voller Runzeln und mit sehr ergrautem Haar, das früher wohl tiefschwarz gewesen sein muss; denn sie hat noch schwarze Wimpern und Augenbrauen. Einen eigenartigen Kontrast zu ihrem offenbaren Alter bildet die trotz des weiten Gewandes sichtbare Schwangerschaft. Sie blickt nach unten, indem sie die Hand zum Schutz gegen die Sonne vor die Augen hält. Da erkennt sie Maria, hebt die Arme mit einem freudigen und erstaunten Ausruf zum Himmel und eilt, so gut sie kann, Maria entgegen. Auch Maria, die sonst in ihren Bewegungen immer ruhig ist, läuft nun schnell wie ein junges Reh und erreicht den Treppenabsatz gleichzeitig mit Elisabeth. Maria umarmt mit lebhafter Herzlichkeit die Base, die bei ihrem Anblick Freudentränen weint.

Carl Bloch - Mariä Heimsuchung

Sie bleiben einen Augenblick umschlungen, dann löst sich Elisabeth von der Umarmung mit einem: „Ah!“, einem Gemisch von Schmerz und Freude, und legt die Hände auf ihren schwangeren Mutterschoss. Sie neigt ihr Antlitz, das abwechselnd erbleicht und errötet. Maria und der Diener strecken ihre Hände aus, um sie zu stützen, denn sie wankt, als fühle sie sich übel. Aber nachdem sie eine Weile wie in sich gesammelt geblieben ist, erhebt sie ihr Gesicht so strahlend, dass sie ganz verjüngt erscheint; lächelnd und mit einer Ehrfurcht, als erblicke sie einen Engel, verneigt sie sich tief und sagt:

„Du bist gebenedeit unter den Frauen! Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes! Wie habe ich es verdient, dass zu mir, deiner Dienerin, die Mutter meines Herrn kommt? Sieh: Beim Ton deiner Stimme jubelte das Knäblein in meinem Schoss, und als ich dich umarmte, hat der Geist der Herrn erhabene Wahrheiten zu meinem Herzen gesprochen. Selig bist du, weil du geglaubt hast, dass bei Gott auch das möglich sei, was dem menschlichen Verstand unmöglich erscheint! Gebenedeit bist du, denn durch deinen Glauben lässt du die Verheissungen in Erfüllung gehen, die der Herr dir gegeben und die von den Propheten für diese Zeit vorausgesagt worden sind! Gebenedeit bist du, weil du meinem Sohn die Heiligkeit gebracht hast; denn ich fühle, dass er aufhüpft wie ein fröhliches Zicklein in meinem Schoss; denn er fühlt sich befreit von der Last der Schuld und dazu berufen, der Vorläufer zu sein, der geheiligt ist vor der Erlösung durch den Heiligen, der in dir heranwächst!“

Maria ruft nun unter Tränen, die wie Perlen aus den Augen zum lächelnden Mund herabfliessen, und mit zum Himmel erhobenem Blick und Händen, in einer Körperhaltung, die später so oft ihr Jesus annehmen wird: „Hochpreise meine Seele den Herrn“, und fährt fort mit dem Lobgesang, so wie er uns überliefert ist. Zum Schluss, beim Vers: „Er hat sich Israels, seines Knechtes, angenommen usw.“, kreuzt sie die Hände über der Brust und verneigt sich bis zur Erde, in die Anbetung Gottes versunken.

Auszug aus “Der Gottmensch“, Band I von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch