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11. Februar: Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes

10/02/2011

Maria Valtorta hat am 4. Februar 1944 eine Vision von der Erscheinung von Lourdes:

(…) Dann taucht aus dem Licht meine süße Herrin, die ich so liebe, auf, die himmlische Mama, die ich nun so gut kenne. Sie lächelt mit ihrem Lilienantlitz, mit ihrem liebenden und keuschen Blick. Sie ist ganz in Weiß gekleidet, so wie ich sie im Paradies (*) geschaut habe, trägt aber eine lange Gürtelschärpe aus leuchtender, himmelblauer Seide, die in der Taille unter dem Herzen geknotet ist und fast bis auf den Saum des sehr langen Gewandes fällt, aus dem die zarten und rosigen Fußspitzen hervorschauen. Zwei Rosen stecken an dem Saum des Gewandes über den Füßen, zwei wundervolle Rosen, die wie aus Goldfiligran gestochen aussehen. Ein langer leichter und doch undurchsichtiger Schleier bedeckt sie vom Kopf bis zu den Füßen. Über den gefalteten Händen hängt ein langer Rosenkranz, der wie aus goldgefassten Perlen zu sein scheint. Es schien mir der vollständige Rosenkranz mit seinen 15 Gesätzen zu sein.

Ich vergaß Ihnen zu sagen, dass in dem Augenblick, als das Licht in der Felsspalte aufleuchtete, die Zweige des Rosenstrauches zu Füßen und längs der rechten Seite der Höhlung sich bewegten, als ob ein Windstoß seine dornigen Zweige und die darin verbliebenen, unter dem Frost eingeschrumpften, wie verrostet aussehenden rot-grünlichen Blätter gebeugt hätte.

Maria lächelt, ohne zu sprechen in dem Nimbus ihres goldenen Lichtes, das sie in dem Gewand und der Farbe ihrer Hände, ihres Halses und des so reinen, wenig älter als mädchenhaften Gesichtes noch schneeiger erscheinen lässt. Man würde ihr Alter höchstens auf zwanzig Jahre schätzen. Maria steigt zu der Öffnung der Felsspalte herab, bis an deren Rand. Ich sehe ihren leicht wiegenden Schritt, wie ich ihn schon andere Male kennen gelernt habe, als ich sie gehen sah; der charakteristische Schritt von jemand, der in absatzlosen Sandalen zu gehen gewohnt ist. Am Rand der Öffnung angelangt, bleibt sie genau über dem Rosenstrauch stehen.

Maria macht ein Kreuzzeichen über sich. Sie lehrt mich, wie man das Kreuzzeichen macht. Man muss sich schämen, wenn man bedenkt, wie wir das tun! Der Engel der Paradiesvision hat mich das „Ave Maria“ zu sprechen gelehrt. Maria lehrt mich nun: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ zu sprechen.

Sie löst nun die zum Gebet gefalteten Hände von einander, legt die linke auf ihr Herz, und berührt mit der vom Rosenkranz freien rechten ihre Stirn und, zum Himmel aufblickend, die Brust, die Schultern, um dann beim „Amen“ das Haupt zu neigen und die Hände wieder wie vordem zu falten. Dann lächelt sie wiederum. Vorher, als sie sich bezeichnete, war sie weder ernst, noch lächelnd: sie war ganz in Gott versunken.

Die Geste machte sie sehr weit ausladend und langsam. Nicht im entferntesten vergleichbar mit den unseren, die so aussehen … als ob wir Fliegen fortscheuchen wollten, und die auch in den Worten verstümmelt sind.

Dann beginnt sie, die Rosenkranzperlen durch ihre Finger gleiten zu lassen. Ganz langsam sagt sie mit lauter Stimme, wobei sie das Haupt wie zu einer Verbeugung neigt, das „Gloria Patri“. Während ich die „Ave“ und die „Paternoster“ spreche. lächelt sie schweigend. Der Wind bewegt ab und zu die Enden ihrer Seidenschärpe. Ein leichter Windhauch. (…)

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(*) Am 10. Januar

Mehr über die Erscheinung von Lourdes

Auszug aus “Die Hefte 1944” von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz:book@parvis.ch, www.parvis.ch


Lourdes-Novene

01/02/2011

Ab morgen, dem 2. Februar, beginnt die Lourdes-Novene, es gibt da mehrere Varianten, zum Beispiel:

kurzer Text Lourdes-Novene

langer Text Lourdes-Novene

Novene auf der lourdes-france.org Seite

11. Februar: Fest Unserer Lieben Frau in Lourdes

11/02/2010

Vor 152 Jahren, am 11. Februar 1858, erblickt die 14-jährige Bernadette Soubirous beim Holzsammeln in der Grotte von Massabielle eine unerwartete Erscheinung: „Ich sah eine in weiß gekleidete Dame. Sie trug ein weißes Kleid, auch einen weißen Schleier, einen blauen Gürtel und eine gelbe Rose auf jedem Fuß.“ sagt Bernadette später. Zitternd macht sie das Kreuzzeichen und betet einen Rosenkranz vor der Dame, die danach verschwindet.

In der folgenden Zeit verspürt Bernadette häufig den inneren Ruf, sich zur Grotte zu begeben, um die schöne unbekannte Dame zu treffen. Am 18. Februar sagt diese zu ihr: „Buße! Buße! Buße! Betet zu Gott für die Sünder. Küßt die Erde zur Buße für die Sünder!“ Nach der neunten Erscheinung, während der 300 Menschen anwesend sind, erzählt Bernadette: „Sie sagte mir, ich solle aus der Quelle trinken (…) Ich habe nur ein wenig schlammiges Wasser gefunden. Beim vierten Versuch konnte ich etwas trinken. Sie ließ mich auch ein Kraut essen, das nahe der Quelle war. Dann verschwand die Vision und ich ging weg.“ Man wirft ihr vor, verrückt geworden zu sein, aber sie sagt, all dies sei für die Sünder.

In der Nacht nach der 12. Erscheinung am 1. März taucht eine Frau aus Lourdes ihren gelähmten Arm in das Wasser der Quelle, daraufhin werden Arm und Hand wieder beweglich. Am nächsten Tag wünscht die weissgekleidete Dame, daß die Priester Prozessionen durchführen und eine Kapelle am Ort der Erscheinung bauen, doch der Dorfpriester will erst einmal den Namen der Dame wissen. Erst drei Erscheinungen später – mittlerweile kommen über 8000 Menschen zu dem Ereignis – sagt die schöne Dame zu Bernadette, wer sie ist: „Que soy era immaculada councepciou – Ich bin die unbefleckte Empfängnis“. Bernadette läuft zum Pfarrer und wiederholt dabei immer wieder diesen Satz ohne den theologischen Inhalt zu verstehen. Der Pfarrer ist daraufhin ziemlich durcheinander- hatte doch erst vier Jahre vorher Papst Pius IX das Dogma der unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria verkündet.

Bernadette Subirous

Bei der achtzehnten und letzten Erscheinung ist der Zugang zur Grotte gesperrt und Bernadette sieht die Jungfrau ein letztes Mal vom gegenüberliegenden Ufer des Flußes: „Es schien mir, ich sei direkt vor der Grotte in gleicher Entfernung wie die anderen Male. Ich sah die Jungfrau diesmal nur- niemals habe ich sie schöner gesehen!“

1862 wurden die Erscheinungen von der katholischen Kirche offiziell anerkannt, jedes Jahr pilgern nun ca. 4-6 Millionen Besucher aus der ganzen Welt nach Lourdes. Bisher sind 67 von den über 7000 gemeldeten leiblichen Wunderheilungen anerkannt, die seelischen Heilungen sind nicht zu zählen. Bernadette Subirous trat 1866 ins Kloster ein und verstarb im Jahr 1879 mit 35 Jahren. 1925 wurde sie selig und 1933 heilig gesprochen, ihr Gedenktag ist der 18. Februar.

Die Quelle in der Grottes von Lourdes

„Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“ Joh 4,14

Vision von Maria Valtorta über die Erscheinung von Lourdes