Posts Tagged ‘Luzifer’

„Wisst ihr nicht, dass Maria Mein Tempel ist?“

10/03/2012

zum Evangelium des 3. Fastensonntags 2012: Joh 2,13-25

3. Juni [1943]

Jesus sagt:

„Viele verlangen von Mir ein Zeichen. Was für ein Zeichen? Ein Zeichen der Zeit oder ein Zeichen meiner Allmacht?

Das Zeichen der Zeit habt ihr bereits. Ich wiederhole: „Ich bin nicht gekommen, um das Gesetz abzuändern.“ Ihr seid es, die es geändert habt. Ich nehme auch Mein Wort nicht zurück. Was Ich gesagt habe, habe Ich gesagt. Alles, was von dem Moment an, da Ich als Mensch unter den Menschen lebte, geschehen soll, bis zu dem Moment meiner Wiederkunft als Gott – Ich, der Sohn Gottes -, um die Menschen zu richten, ist in Meinem Evangelium enthalten.

Ihr seid es, ihr Toren, die ihr den Kopf mit tausenden unnützen Geräuschen und perversen Gedanken angefüllt habt, die nicht mehr verstehen, was Ich gesagt habe. Seid ihr denn vielleicht nicht mit Feuer gesalzen,  mit demselben Feuer, das meine Feinde in Ewigkeit salzen wird? Das, was euch jetzt brennt und das auf euch herabkommt, um euch zu zerstören und euch immer mehr zur Gotteslästerung und zur Häresie führt, ist nur eine Vorwegnahme desjenigen, von dem Ich rede, das denen bestimmt ist, die Ärgernis erregen und sich nicht bekehren. Ihr gehört zu denen. 

Ihr beschäftigt euch nur mit eurem Körper und mit ungerechtem Reichtum und tretet die Gewissen und die Altäre mit Füßen; ihr profaniert alles, was ihr anrührt und tötet Mich noch einmal in euch selbst.

Das sind die Geschenke, die euch Luzifer, unter dessen Fahne ihr euch geschart habt, zu geben weiß. Das Tier bläst aus seinem Maul Feuer, nachdem es euch in die Sünde der Verderbnis getaucht hat. Das sind seine Geschenke. Anderes kann es euch nicht geben. Während Ich euch, zusammen mit Mir Selbst, alle Schätze der Gnade geschenkt habe.

Wollt Ihr ein Zeichen Meiner Allmacht? Ich gebe euch doch seit 20 Jahrhunderten dieses Zeichen. Wozu hat es gedient? Ich habe die Ströme Meiner Gnaden über euch ausgegossen und sie in tausenden und zehntausenden Wundern vom Himmel auf euch herabkommen lassen. Ich habe eure Kranken geheilt, habe eure Kriege zum Stillstand gebracht, habe euren Geschäften Gelingen gegeben, habe auf eure Zweifel, auch in Dingen des Glaubens, geantwortet, weil Ich eure Schwachheit kenne, die nicht glaubt, wenn sie nicht sieht; bin gekommen, um Meine Lehre zu wiederholen, habe Meine Mutter gesandt, damit sie mit ihrer Sanftmut euch zu Buße und Liebe geneigt mache. Wozu hat es genützt?

Ihr habt mich wie einen tumben Trottel behandelt, Meine Allmacht und Meine Geduld ausgenutzt und gemeint, dass Ich, nachdem Ich das Wunder gewirkt habe, nicht weiter daran denken würde. Nein, ihr Kinder Meines Schmerzes. Alles ist in dem großen Buch meines Gedächtnisses aufgezeichnet, und nicht mit Tinte, sondern der glühenden Kohle der göttlichen Liebe. Und alles wird ins Gedächtnis zurückgerufen.

Ihr habt das Kommen Meiner Mutter für menschliche Zwecke ausgenutzt, habt es zum Gegenstand des Spottes und zum Gelderwerb gemacht. Wisst ihr nicht, dass Maria Mein Tempel, und dass Mein Tempel ein Haus des Gebets und nicht eine Räuberhöhle ist? Ihre so liebevollen, so flehenden, unter Tränen vorgebrachten Worte an euch, die ihr den göttlichen Sohn umgebracht habt und noch nicht einmal um dieses großen Opfers willen Frucht zu bringen wißt, sie klangen euch wie ein unnützes Lied. Ihr seid weiter auf der Straße des Verderbens gegangen. (…)

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Maria kann die Zweitgeborene des Vaters genannt werden
Um Fleisch zu werden, bedurfte Ich einer Mutter
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„Im Vaterunser ist die ganze Vollkommenheit eines Gebetes vorhanden“ (5)

28/02/2012

Jesus sagt (Fortsetzung):

„Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“.

Gott führt euch nicht in Versuchung. Gott versucht euch nur mit guten Gaben, und um euch an Sich zu ziehen. Ihr legt meine Worte falsch aus, wenn ihr meint, Gott führe euch in Versuchung, um euch zu prüfen. Nein. Der gütige Vater im Himmel läßt das Böse zu, aber er erschafft es nicht. Er ist das Gute, aus dem alles Gute hervorquillt. Aber es gibt das Böse. Es existiert seit dem Augenblick, in dem Luzifer sich gegen Gott erhob. Es steht bei euch, aus dem Bösen etwas Gutes zu machen, indem ihr es besiegt und vom göttlichen Vater die Kraft erbittet, es zu besiegen.

Das ist es, was ihr mit der letzten Anrufung erbittet. Dass Gott euch die Kraft gebe, um der Versuchung widerstehen zu können. Ohne Seine Hilfe würdet ihr der Versuchung erliegen, denn sie ist listig und stark, ihr hingegen seid blöde und schwach. Aber das göttliche Licht des Vaters erleuchtet euch, die Allmacht des Vaters stärkt euch, die Liebe des Vaters schützt euch, so dass das Böse erstirbt und ihr davon befreit werdet.

Das also ist es, was ihr mit dem Vaterunser, das Ich euch gelehrt habe, erbittet. Darin ist alles enthalten, alles aufgeopfert, alles erbeten, was gerechterweise erbeten und gewährt werden kann. Wenn die Welt das Vaterunser zu leben wüßte, wäre das Reich Gottes schon in der Welt. Die Welt versteht jedoch nicht zu beten. Sie versteht nicht zu lieben. Sie versteht nicht, sich zu retten. Sie weiß nur zu hassen, zu sündigen und sich zu verdammen.

Ich habe hingegen dieses Gebet nicht gegeben und nicht für diejenige Welt verfaßt, die es vorgezogen hat, Reich Satans zu sein. Ich habe dieses Gebet für diejenigen gegeben und verfaßt, welche der Vater Mir gegeben hat, weil sie Sein sind, und habe es gemacht, damit sie schon von diesem Leben an eines mit dem Vater und mit Mir sein können, um darauf in dem anderen die ganze Fülle der Vereinigung zu erlangen.“

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Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

 

Der Engelssturz

07/05/2011

Luzifer trat bei seiner Erschaffung im Schmuck blitzender Herrlichkeit und im Gewand lichter Schönheit ins Dasein. Und mit ihm sprühten alle Funken auf, die seine Heerschar bildeten.

Doch Luzifer neigte sich gleich nach seiner Erschaffung zum Bösen. Er und seine Trabanten verachteten in ihrem Stolz den Herrscher des Himmels. Sie schauten auf Gott nicht mit dem Blick erkennender Liebe, sondern mit dem Verlangen, sich über ihn emporzuschwingen. Sofort erloschen sie und wurden schwarz wie Kohle.

Doch bei ihrem Erlöschen kehrte der lichte Glanz, das klare, strahlende Licht zu Gott zurück. Gott barg diese Herrlichkeit und bewahrte das Lichtkleid des gefallenen Engels für den Lehm, den er zu Menschen bilden wollte.

(Hl. Hildegard v. Bingen)

  

Besondere Aufgaben Mariä für die letzten Zeiten (4)

08/04/2010

2. Der Kampf Mariä und ihrer Kinder gegen Satan und seinen Anhang

Hauptsächlich von jenen letzten grausamen Angriffen des Teufels, welche sich bis zur Herrschaft des Antichristen von Tag zu Tag vermehren, ist jene erste und berühmte Weissagung und jener Fluch Gottes zu verstehen, der schon im irdischen Paradies gegen die Schlange geschleudert wurde. Es ist sicher angebracht, in diesem Zusammenhang zum Ruhme der allerseligsten Jungfrau, zum Heile ihrer Kinder und zur Beschämung des bösen Feindes näher auf die erste frohe Botschaft einzugehen. „Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deiner Nachkommenschaft und ihrer Nachkommenschaft; sie wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihrer Ferse nachstellen.“ (Gen. 3,15).

Nur einmal hat Gott eine Feindschaft und zwar eine unversöhnliche Feindschaft gestiftet, welche fortdauern, ja sogar zunehmen soll bis ans Ende der Zeiten: die Feindschaft zwischen Maria, der Mutter Gottes, und dem Teufel und damit auch zwischen ihren beiderseitigen Anhängern.

Die furchtbarste und stärkste Gegnerin, welche Gott dem Satan gegenüberstellen konnte, ist Maria, die gebenedeite Jungfrau und Mutter des Erlösers. Gott verlieh ihr schon vom Paradiese an, obgleich sie damals nur in seiner Idee existierte, einen solchen Haß gegen diesen verfluchten Feind Gottes, einen so großen Eifer, die Bosheit dieser alten Schlange aufzudecken, und so große Macht, um diesen stolzen und ruchlosen Geist zu besiegen, niederzuwerfen und zu zertreten, daß dieser Maria mehr fürchtet, als alle Engel und Menschen, ja in einem gewissen Sinn sogar mehr als Gott selbst.

 
 
 
 
 

Botticelli: Madonna Magnifikat

Damit soll gewiss nicht gesagt sein, daß die Feindschaft, der Haß und die Macht Gottes nicht unendlich größer wären, als die der heiligen Jungfrau, deren Vollkommenheiten begrenzt sind.  Es soll vielmehr besagen, daß Satan in seinem Hochmut unendlich mehr leidet, von einer geringen und demütigen Magd des Herrn als von diesem selbst besiegt und bestraft zu werden, und daß ihre Demut für ihn vernichtender wirkt, als die Allmacht Gottes. Zudem hat Gott der allerseligsten Jungfrau eine solche Gewalt über die Teufel verliehen, daß diese einen ihrer Seufzer zugunsten einer Seele mehr fürchten als die Fürbitten aller übrigen Heiligen und durch eine einzige ihrer Drohungen mehr zu leiden haben als durch alle anderen Qualen, wie dies die Teufel selbst schon oft genug wider Willen durch den Mund der Besessenen bekennen mußten.

Was Luzifer durch seinen Stolz verloren hat, das hat Maria durch ihre Demut zurückerobert. Was Eva durch ihren Ungehorsam verdorben und eingebüßt hat, das hat Maria durch ihren Gehorsam wieder gutgemacht. Indem Eva der Schlange folgte, hat sie alle ihre Kinder mit sich ins Verderben gerissen und sie der Schlange überliefert; indem Maria sich vollständig Gott unterwarf, hat sie alle Kinder und Diener gerettet und mit sich der göttlichen Majestät geweiht.

 †

Auszug aus “Das Goldene Buch” vom hl. Ludwig Maria Grignion v. Montfort, zu beziehen über den Lins-Verlag,  A-6804 Feldkirch

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Apokalypse und Antichrist (2)

04/09/2009

20. August 1943

Jesus sagt: „Ja, der jetzige Schrecken ist groß, Meine Geliebten; aber um wieviel größer muss er noch werden, um das Grauen der letzten Zeiten zu werden! Und wenn es scheint, dass sich Wermut in das Brot, den Wein, den Schlaf des Menschen gemischt hat, so muss noch viel, viel, viel mehr Wermut in eure Gewässer, auf eure Tische, auf eure Lagerstätten tropfen, bevor ihr die völlige Bitterkeit schmecken werdet, die die Gefährtin der letzten Tage des von der göttlichen Liebe erschaffenen und von der göttlichen Liebe geretteten Geschlechts sein wird, das sich jedoch dem teuflischen Hass ausgeliefert hat.

Wenn schon Kain unstet über die Erde irrte, weil er unschuldiges Blut umgebracht hatte, das immerhin von der Schuld verseuchtes Blut war, und wenn er niemand fand, der ihn aus der Qual der Erinnerung befreite, denn das göttliche Malzeichen war ja auf ihm – und wenn er in Bitterkeit zeugte und lebte und andere so leben sah und in Bitterkeit starb -, was muss dann erst das Menschengeschlecht erleiden, das tatsächlich das allerunschuldigste Blut, seinen Erlöser, umgebracht hat und es weiterhin umzubringen wünscht?

Glaubt also nur: Dieses sind jetzt die Vorzeichen, aber die Stunde ist noch nicht da.

Jetzt sind die Vorläufer desjenigen da (1), der sich, wie Ich sagte, nennen könnte: „Verneinung“, „das fleischgewordene Böse“, „Grauen“, „Gotteslästerung“, „Satanssohn“, „Rache“, „Zerstörung“; Ich könnte fortfahren, ihm Namen klarer und angsterregender Bedeutung zu geben. Aber er ist noch nicht da.

Er wird eine sehr hochgestellte Persönlichkeit sein, hochgestellt wie ein Stern. Kein menschlicher Stern, der an einem menschlichen Himmel glänzte. Nein, ein Stern einer übernatürlichen Sphäre, der, nachdem er den Schmeichelreden des Feindes erlegen ist, sich nach anfänglicher Bescheidenheit dem Hochmut ergeben wird, nach anfänglichem Glauben dem Atheismus, nach anfänglicher Keuschheit der Ausschweifung, nach evangelischer Armut dem Goldhunger, nach einem Leben in der Verborgenheit der Ruhmsucht.

Albrecht Dürer: Der Drache und das Tier

Albrecht Dürer: Der Drache und das Tier

Es ist weniger angsterregend, einen Stern vom Firmament fallen, als dieses einst erwählte Geschöpf in die Schlangenwindungen Satans stürzen zu sehen, das die Sünde seines Wahlvaters noch einmal begehen wird. Luzifer ist aus Hochmut zu dem Verfluchten und Finsteren geworden. Der Antichrist wird, nachdem er ein Stern in meiner Heerschar war, nur um sich eine Stunde im Hochmut zu sonnen, zum Verfluchten und Finsteren werden.

Zur Belohnung für sein Abschwören, das die Himmel in einem Erbeben des Schreckens erschüttern und die Säulen Meiner Kirche im Entsetzen über seinen Absturz erzittern lassen wird, wird er die ganze Hilfe Satans erhalten: Dieser wird ihm die Schlüssel zum Brunnen des Abgrunds übergeben, damit er ihn öffne. Soll er ihn doch aber vollständig öffnen, damit die Werkzeuge des Schreckens, die Satan in den Jahrtausenden zubereitet hat, hervorkommen, die Menschen so zur völligen Verzweiflung bringen sollen, dass sie von sich aus Satan als ihren König anrufen und dem Antichristus folgen, der allein die Pforten des Abgrunds öffnen und den Herrscher des Abgrunds hervorgehen lassen kann, so wie Christus die Pforten des Himmels geöffnet hat, um Gnade und Vergebung daraus hervorgehen zu lassen, die die Menschen zu Gotteskindern und zu Königen eines ewigen Reiches machen, in dem Ich König der Könige bin.

Wie der Vater Mir alle Macht übergeben hat, so wird Satan jenem jede Macht geben, und vor allem jede Macht der Verführung, um die Schwachen und die vom Fieber des Ehrgeizes Verzehrten – so wie er selbst es als ihr Anführer ist – hinzureißen, ihm zu folgen. In seinem zügellosen Ehrgeiz wird er jedoch die übernatürlichen Hilfen Satans noch für zu geringfügig erachten und wird bei den Feinden Christi weitere Hilfe suchen; sie werden ihn mit immer todbringenderen Waffen unterstützen, die ihre Lüsternheit nach dem Bösen sie hat erfinden lassen, um die Menge der Menschen zur Verzweiflung zu bringen, bis Gott Sein „Genug!“ rufen und sie mit dem Feuer Seines Anblicks in Asche legen wird (2).“

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(1) Im Jahr 1943! (Anm. d. Übers.)
(2) Auf einer Schreibmaschinenkopie notiert M. Valtorta mit Bleistift: Niederlage des Antichristus, jedoch nicht das Jüngste Gericht.

zu Teil 1

Auszug aus dem Band “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta, mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.