Posts Tagged ‘Mariä Heimsuchung’

„Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes!“

22/12/2012

zum 4. Adventssonntag 2012: Lukas 1,39-45

Maria und Elisabeth

 

… den Du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast.

18/05/2012

Weiter mit unserer kleinen Betrachtung des Freudenreichen Rosenkranzes aus dem Goldenen Buch des hl. Grignion de Montfort:

Zweites Geheimnis: Mariä Heimsuchung –

Frucht des Geheimnisses: Nächstenliebe

Folge der Heiligen Jungfrau zu ihrer Base Elisabeth. Bete Jesus an, welcher durch Maria seine ersten Gnaden austeilt. Ein Gruß Mariens genügt, um das ganze Haus mit den Gnaden des Heiligen Geistes zu erfüllen. Jesus will für die Zukunft durch Maria wirken und durch sie Allen seine Gnaden spenden. Die Liebe zum Nächsten drängt Maria, dieses Apostolat auszuüben. Bitte Maria um die Nächstenliebe zur Übung der leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit.

Wir opfern Dir auf, Herr Jesus Christus, diesen zweiten Zehner zu Ehren der Heimsuchung Deiner heiligen Mutter bei ihrer Base Elisabeth und der Heiligung des hl. Johannes des Täufers; wir bitten Dich durch dieses Geheimnis und durch die Fürbitte Deiner heiligen Mutter um die Liebe für den Nächsten. Amen.

Vater unser im Himmel…, 10 Gegrüßet seist du Maria…, Ehre sei dem Vater…, O Jesus…

Durch das Geheimnis der Menschwerdung steige herab, o Heiliger Geist, in unsere Seelen. Amen.

zur entsprechenden Valtorta-Vision

Anleitung zum Rosenkranzbeten

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Mariä Heimsuchung

31/05/2011

wird heute gefeiert. Hier geht’s zum entsprechenden Valtorta-Auszug. 


Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes!

20/12/2009
(zum Sonntags-Evangelium v. 20. Dezember 2009: Lukas 1, 39-45)

Anstelle Saras erscheint oben an der Treppe an der Hausseite eine sehr betagte Frau voller Runzeln und mit sehr ergrautem Haar, das früher wohl tiefschwarz gewesen sein muss; denn sie hat noch schwarze Wimpern und Augenbrauen. Einen eigenartigen Kontrast zu ihrem offenbaren Alter bildet die trotz des weiten Gewandes sichtbare Schwangerschaft. Sie blickt nach unten, indem sie die Hand zum Schutz gegen die Sonne vor die Augen hält. Da erkennt sie Maria, hebt die Arme mit einem freudigen und erstaunten Ausruf zum Himmel und eilt, so gut sie kann, Maria entgegen. Auch Maria, die sonst in ihren Bewegungen immer ruhig ist, läuft nun schnell wie ein junges Reh und erreicht den Treppenabsatz gleichzeitig mit Elisabeth. Maria umarmt mit lebhafter Herzlichkeit die Base, die bei ihrem Anblick Freudentränen weint.

Carl Bloch - Mariä Heimsuchung

Sie bleiben einen Augenblick umschlungen, dann löst sich Elisabeth von der Umarmung mit einem: „Ah!“, einem Gemisch von Schmerz und Freude, und legt die Hände auf ihren schwangeren Mutterschoss. Sie neigt ihr Antlitz, das abwechselnd erbleicht und errötet. Maria und der Diener strecken ihre Hände aus, um sie zu stützen, denn sie wankt, als fühle sie sich übel. Aber nachdem sie eine Weile wie in sich gesammelt geblieben ist, erhebt sie ihr Gesicht so strahlend, dass sie ganz verjüngt erscheint; lächelnd und mit einer Ehrfurcht, als erblicke sie einen Engel, verneigt sie sich tief und sagt:

„Du bist gebenedeit unter den Frauen! Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes! Wie habe ich es verdient, dass zu mir, deiner Dienerin, die Mutter meines Herrn kommt? Sieh: Beim Ton deiner Stimme jubelte das Knäblein in meinem Schoss, und als ich dich umarmte, hat der Geist der Herrn erhabene Wahrheiten zu meinem Herzen gesprochen. Selig bist du, weil du geglaubt hast, dass bei Gott auch das möglich sei, was dem menschlichen Verstand unmöglich erscheint! Gebenedeit bist du, denn durch deinen Glauben lässt du die Verheissungen in Erfüllung gehen, die der Herr dir gegeben und die von den Propheten für diese Zeit vorausgesagt worden sind! Gebenedeit bist du, weil du meinem Sohn die Heiligkeit gebracht hast; denn ich fühle, dass er aufhüpft wie ein fröhliches Zicklein in meinem Schoss; denn er fühlt sich befreit von der Last der Schuld und dazu berufen, der Vorläufer zu sein, der geheiligt ist vor der Erlösung durch den Heiligen, der in dir heranwächst!“

Maria ruft nun unter Tränen, die wie Perlen aus den Augen zum lächelnden Mund herabfliessen, und mit zum Himmel erhobenem Blick und Händen, in einer Körperhaltung, die später so oft ihr Jesus annehmen wird: „Hochpreise meine Seele den Herrn“, und fährt fort mit dem Lobgesang, so wie er uns überliefert ist. Zum Schluss, beim Vers: „Er hat sich Israels, seines Knechtes, angenommen usw.“, kreuzt sie die Hände über der Brust und verneigt sich bis zur Erde, in die Anbetung Gottes versunken.

Auszug aus “Der Gottmensch“, Band I von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch