Posts Tagged ‘Menschenrechte’

Bericht über Christenverfolgung

10/12/2010

Die Organisation „Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe“ legt erstmalig einen Fünfjahresbericht zur Christenverfolgung innerhalb Europas vor. Die Direktorin des Observatorys meint „… dass man den Christen z.B. das Recht der freien Meinungsäußerung sowie der Gewissensfreiheit verwehrt.“ und stellt fest, dass die Religionsfreiheit besonders im öffentlichen und institutionellen Bereich in Gefahr ist. Auch bekämen sie zunehmend Meldungen über die Entfernung von christlichen Symbolen, die verzerrte Darstellung von Christen in den Medien und Benachteiligung von Christen am Arbeitsplatz.

http://www.intoleranceagainstchristians.eu/

Iran: Todesurteil für Pfarrer

03/12/2010

Pfarrer Nadarkhani

Der iranische Pfarrer Yousef Nadarkhani ist wegen „Apostasie“, also Glaubensabfall vom islamischen „Glauben“ zum Tode verurteilt worden. Seiner Frau, die mit ihm zum christlichen Glauben (Pfingstgemeinde) konvertiert war, droht die für Frauen vorgesehene Strafe bei Apostasie: lebenslange Haft und tägliche Auspeitschung zu den fünf islamischen Pflichtgebeten. Das Ehepaar hat zwei Söhne (6 und 8 Jahre). Wie die IGfM berichtet, droht noch einem weiteren Pfarrer die Hinrichtung im Iran.

Was ist das nur für eine „Religion“, dieser Islam? Hass, niemals Verzeihung/ Vergebung siehe Asia Bibi in Pakistan, wo gegen eine Begnadigung oder einen Freispruch der mehrfachen Familienmutter protestiert und ihrem Mörder sogar eine finanzielle Belohnung versprochen wird. So ist also Allah: unnachgiebig, hasserfüllt, stolz, grausam und er wünscht seinen Gegnern den Tod. Er hat rein gar nichts mit unserem Gott gemeinsam, das sollten wir nie vergessen bei dem ganzen Multikultigetue.

Eine Bekannte von mir war neulich mehrere Tage im Krankenhaus, sie trug auch dort ihre Kette mit einem grossen Kreuz und wurde darauf von einer anderen Patientin, einer Muslimin, angesprochen. Die beiden kamen ins Gespräch, die muslimische Frau wollte gerne mehr über Jesus und Maria wissen. Daraufhin lieh ihr meine Bekannte ein christliches Büchlein (weiss nicht mehr welches), jedenfalls gab die Muslimin ihr das einige Tage später zurück und sagte, sie habe es zusammen mit einer Freundin gelesen und sie haben beide geweint dabei. Ich vermute, die beiden waren berührt von der Güte/ Liebe, Verzeihung und Barmherzigkeit, die sie dort gefunden haben, so etwas gibt’s ja gar nicht bei denen.

Wenn auch immer ich mit Muslimen diskutiere (und das hier in Europa!) – Verzeihung ist für die ein Fremdwort. Wenn man dann noch davon redet, dass wir auch unsere Feinde lieben sollen (ich sag ja nicht, dass das leicht ist), dann stösst man auf das allergrösste Unverständnis. Der Islam hat rein gar nichts mit dem Christentum gemein und die schönen Phrasen im Koran, die uns irreführen sollen, verblassen gegenüber den zur Gewalt aufrufenden Suren und zählen gar nichts angesichts der Tatsachen.

Wo es lebensgefährlich ist, Christ zu werden

Exklusiv-Interview mit dem pakistanischen Minderheitenminister Bhatti

Kirche in Not: Bericht über Religionsfreiheit 2010

26/11/2010

Laut der diese Woche veröffentlichten Studie von 194 Ländern bleiben laut KiN die Christen die grösste aus religiösen Gründen verfolgte Gruppe (mind. 75% aller aus religiösen Gründen verfolgten Menschen).

Hauptsächlich betroffen sind der Mittlere Osten (Irak, Saudi Arabien, Ägypten), Asien (Nordkorea, China, Indien, Pakistan, Vietnam), Afrika (Nigeria, Sudan) und auf dem amerikanischen Kontinent Kuba.

In den westlichen/ europäischen Ländern wird eine zunehmende „Christenphobie“ festgestellt. Die Religionsfreiheit werde durch durch eine säkulare Ideologie bedroht.

Die CD mit dem Bericht kann demnächst bei Kirche in Not bestellt werden, wer es eilig hat, kann sie schon über den französischen Zweig des Netzwerks bestellen, bitte gewünschte Sprache angeben: aed@aed-france.org (CD rapport 2010 sur la liberté religieuse dans le monde)

etwas detaillierterer Bericht in engl. Sprache

Bundestag debattiert über Religionsfreiheit

08/07/2010

Der Bundestag hat sich am heutigen Donnerstag in einer Debatte mit dem Thema Religionsfreiheit beschäftigt. Die Fraktionen von CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen fordern die Bundesregierung in einem gemeinsamen Antrag auf, die Religions- und Glaubensfreiheit weltweit zu schützen und zu stärken.

Die Regierungskoalition hat dabei die Lage der christlichen Minderheiten im Blick; Bündnis 90/Die Grüne verlangt die vollständige rechtliche Gleichstellung aller Religionsgemeinschaften.

Union und FDP fordern, dass auch auf internationaler Ebene für das elementare Recht auf Religionsfreiheit eingetreten werden müsse. Vor allem Christen und Anhänger der Bahai-Religion seien von Verfolgung getroffen.

Besonders dramatisch sei die Lage für religiöse Minderheiten im Irak, aber auch in Staaten des Nahen und Mittleren Ostens, in Nordafrika oder China komme es zu Einschränkungen der Religionsfreiheit. Das Recht auf Wechsel der Religion und auf das öffentliche Bekenntnis werde in zahlreichen Staaten nicht berücksichtigt.

Überreste einer Kirche im Irak nach einem Anschlag

Überreste einer Kirche im Irak nach einem Anschlag

Daher fordern einige Abgeordnete, dass die Bundesregierung sich im internationalen Kontext für die Glaubens- und Religionsfreiheit einsetzt. Auch in der Außen- und Entwicklungshilfepolitik müssten die Anstrengungen verstärkt werden. Die Europäische Union solle zudem eine Strategie zum Schutz der Religionsfreiheit entwickeln. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen weist daraufhin, dass sich die Lage der Bahai im Iran und der Kopten in Ägypten dramatisch verschlechtert habe.

Sie mahnt an, nicht nur auf das entfernte Ausland zu schauen, sondern auch die alltägliche Diskriminierung religiöser Minderheiten in Deutschland und Europa nicht aus den Augen zu verlieren. Daher fordert sie die Regierung auf, sich für eine vollständige Gleichstellung aller Religionsgemeinschaften in allen Politikbereichen einzusetzen.

In dem parteiübergreifenden Antrag heißt es abschließend, dass der Schutz der Religions- und Glaubensfreiheit eine zwingende Voraussetzung für den Beitritt in die Europäische Union sein solle.

Das Parlament hat beschlossen, die Anträge unter anderem an den Menschenrechtsausschuss weiterzuleiten. Die Debatte über die Religionsfreiheit ist eine der letzten Sitzungen des Bundestags vor der Sommerpause gewesen.

Quelle: KIRCHE IN NOT

Brutaler Angriff Israels auf die Hilfsflotille

31/05/2010

Heute in den frühen Morgenstunden hat ein israelisches Elitekommando die internationale Flotille, die den in Gaza eingeschlossenen Menschen  (1.5 Millionen) wichtige Hilfsgüter bringen wollte, brutal angegriffen. Der Journalist Jamal Elshayyal, der sich an Bord eines der sechs Schiffe befindet, berichtet, dass die israelischen Soldaten sofort scharf geschossen haben. Laut Angaben des türkischen Organisators des navalen Hilfskonvois sollen mindestens 16 Menschen ums Leben und mehr als 30 verletzt worden sein. Genaue Zahlen sind nicht zu erhalten, da Israel die Schiffe nun nach Haifa abschleppt und die Berichterstattung zensiert. Der Angriff ereignete sich in internationalen Gewässern vor Gaza und stellt klar einen Bruch internationalen Rechts dar.

Von israelischer Seite liess der Industrie- und Handelsminister Elieser verlauten, dass die Soldaten mit Äxten und Messern erwartet worden sein „und wenn dann noch jemand versucht, Ihnen Ihre Waffe  wegzunehmen, dann fängt man an, die Kontrolle zu verlieren.“ Dieser Darstellung widerspricht die «Free Gaza»-Sprecherin Audrey Bomse: Die Besatzung der Hilfsflotille habe der Übernahme durch das israelische Militär ausschließlich gewaltfreien, «passiven» Widerstand entgegengesetzt.

Der Kanzler des Lateinischen Patriarchates von Jerusalem, Weihbischof William Shomali, sagte gegenüber KNA, die israelische Armee hätte sich unbedingt darum bemühen müssen, Blutvergießen zu verhindern. Gewalt werde niemals Frieden hervorbringen, sondern nur neue Gewalt.

Nachdem in Gaza vor drei Jahren die Hamas in einem demokratischen Verfahren gewählt worden ist, hat Israel den Gazastreifen von der Aussenwelt abgeschnitten und blockiert Warenlieferungen, Strom- und Wasserzufuhr, sowie Ein- und Ausreisen. Im Januar letzten Jahres wurde das Gebiet durch Israel gnadenlos bombadiert, dabei wurden 1400 der dort eingeschlossenen Zivilisten getötet und die Infrastruktur fast völlig zerstört.

Die Schiffe der Hilfsflotille hatten nach Angaben des Organisators u.a. Rollstühle, Fertighausteile, Wasserreinigungsanlagen und andere wichtige Güter an Bord.

Auch wenn Frankreichs Aussenminister jetzt „hochgradig schockiert“ ist und der Sprecher der deutschen Bundesregierung Aufklärung über diesen Vorfall fordert, ist damit zu rechnen, dass Israel eine Version der Sache präsentieren wird, die den Angriff rechtfertigt und einmal mehr (siehe z. B. Goldstone-Report) ungeschoren davon kommt, wenn es Menschenrechte und internationale Rechte brutal mit Füssen tritt. Diesem Land scheint alles erlaubt zu sein, wie lange noch?

Dänischer Psychologe über seine Erfahrung mit kriminellen Muslimen

26/05/2010

Der dänische Psychologe Nicolai Sennels hat mehrere Jahre mit jungen, kriminellen Muslimen in einem Kopenhagener Gefängnis sowohl Gruppen- als auch Einzeltherapien durchgeführt. Er sagt in einem Interview mit dem Frontpage Magazin, dass seine 150 muslimischen Klienten spezielle psychologische Charakteristika hatten, die seine 100 nicht-muslimischen Klienten – überwiegend Dänen – nicht hatten.

Unter anderem kommt er zu dem Schluss, dass das Aufwachsen in einer muslimischen Umgebung, d.h. mit muslimischen Eltern und Traditionen, das Risiko beinhaltet, bestimmte antisoziale Verhaltensmuster zu entwickeln. Ausserdem stellt er fest, dass die Kultur, die unter islamischem Einfluss entwickelt wurde (unabhängig von der nationalen Identität und unabhängig von der tatsächlichen praktischen Ausübung dieser Religion), die Entwicklung bestimmter psychologischer Charakteristika begünstigt und zwar im Bereich Aggression, Selbstbewusstsein, individueller Verantwortung und Identität:

Während Wut in unserer westlichen Gesellschaft eher als ein Zeichen von Unbeherrschheit und Schwäche angesehen wird, erwarte man in der muslimischen Kultur, „dass man ein wütendes oder bedrohendes Verhalten zeigt, wenn man kritisiert oder geneckt wird. Wenn ein Muslim nicht aggressiv reagiert, wenn er kritisiert wird, wird er als schwach angesehen, nicht wert, dass man ihm vertraut, und so verliert er sofort seinen sozialen Status.“

Was das Selbstbewusstsein betrifft, so sei das Konzept der Ehre in der muslimischen Kultur ebenfalls konträr zu unserer westlichen Sicht. In der muslimischen Kultur sei es üblich, „dass man sich in hohem Maße seines Status in der Gruppe bewusst ist, dem Blick anderer Menschen auf einen selbst und jedes Zeichens jeder Art von Kritik. Die aggressive Antwort auf alles, das einen verunsichern kann, wird als Ausdruck eines ehrenhaften Verhaltens angesehen.“ Weiter sagt Sennels: „Nachdem ich mehr als Hundert muslimischen Teenagern zugehört hatte, die mir ihre Geschichten erzählten, über Gefühle, Gedanken, Reaktionen, Familien, Religion, Kultur, das Leben in ihren muslimischen Ghettos und in ihren Heimatländern, wurde es mir deutlich, dass für einen Muslim solch ein Verhalten der eigentliche Kern ist, um seine Ehre zu verteidigen. Aber mit den Augen eines westlichen Psychologen gesehen, ist das alles der Ausdruck eines mangelnden Selbstbewusstseins. Unserer Ansicht nach ist die Basis einer authentischen und ehrenvollen Persönlichkeit das Wissen um die Stärken und Schwächen und diese zu akzeptieren.“

So schlussfolgert der Psychologe, dass „das muslimische Konzept der Ehre die Männer in zerbrechliche, Glas-ähnliche Persönlichkeiten [verwandelt], die sich selbst schützen müssen, indem sie ihre Umgebung mit ihrer aggressiven Art und Weise in Angst und Schrecken versetzen. Das Zeigen der sogenannten narzisstischen Wut ist unter Muslimen sehr verbreitet. Ihre Angst vor Kritik liegt in vielen Fällen nicht weit entfernt von Paranoia. Es geschieht nicht ohne Grund, dass Selbstironie und Selbstkritik in muslimischen Gesellschaften komplett fehlt. Aus der psychologischen Perspektive betrachtet – deren Ziel es ist, selbstbewusste, glückliche, freie, liebende und produktive Individuen zu erzeugen, und nicht einem hasserfüllten Gott oder kulturellen Traditionen zu gefallen – ist die muslimische Kultur in vielerlei Hinsicht psychologisch ungesund als Umgebung zum Aufwachsen.“

Was die individuelle Verantwortung betrifft, so sei es in der westlichen Welt üblich, mithilfe psychologischer Methoden an sich zu arbeiten, um sein Bewusstsein zu fördern und das eigene Leben in die Hand zu nehmen. In der muslimischen Gesellschaft dagegen haben Psychologie und Pädagogik keine Wurzeln, sondern seien Gebiete, die aus dem Westen importiert wurden. Dementsprechend schwierig gestaltete sich die therapeutische Arbeit mit den jungen Muslimen: „Unter normalen Umständen kommunizieren westliche Menschen und Muslime vergleichsweise leicht miteinander – so lange dies keine Kritik beinhaltet. Aber in einer Umgebung, in der sich das gesamte Konzept darum dreht, dass der muslimische Klient über seine eigenen Gefühle und Gedanken sprechen muss, weil der Psychologe denkt, dass ihm dies hilft glücklicher zu werden und sein Leben konstruktiv zu leben, „springt ihnen die Kette ab“ wie wir in Dänemark zu sagen pflegen. Sie schütteln die Köpfe: wie können sie glücklicher werden, wenn sie Schwäche zeigen, etwas, von dem sie schon seit ihrer Geburt gelernt haben, dass man es versteckt, um die Ehre zu bewahren? Auf gar keinen Fall.“

Sennels ist der Meinung, dass Integration niemals in dem nötigen Mass erfolgen wird. Eine Untersuchung in Dänemark zeige, dass nur14 Prozent der Muslime, die dort leben, sich selbst als Dänen betrachten und demokratisch gesinnt sind. „Meine Erfahrung mit meinen muslimischen Klienten ist, dass sie ihre muslimische Identität nicht vergleichbar sehen mit dem westlichen Lebensstil. Ein Muslim zu sein bedeutet auch, sich selbst als ganz anders anzusehen und selbstverständlich als ein besserer Mensch als der Nicht-Muslim. Diese Mentalität führt zu Apartheid und Rassismus. (…) Die meisten meiner muslimischen Klienten sahen ihren religiösen und kulturellen Hintergund als den höchsten Gipfel der Zivilisation und Moral – diesen zu verlassen wäre eine Art kultureller und religiöse Apostasie ihrer Landleute. Solche Aktionen haben oft ernsthafte Konsequenzen nicht nur in Gangs wie den Hells Angels und anderen Stammesgemeinschaften sondern auch – und insbesondere – bei den Muslimen.“

Und so warnt der Psychologe: „Es gibt zwei existierende Gruppen, Muslime und Nicht-Muslime, die die Islamisierung als islamischen Dschihad ansehen – aber es ist mehr als das: es ist die menschliche Natur. Menschen, die sich nicht zu Hause fühlen dort wo sie wohnen, werden natürlich danach streben ihre Umgebung zu verändern. Der muslimische Versuch, unsere Gesellschaften zu islamisieren, hat gerade erst begonnen – weil sie sich auch zahlenmäßig immer stärker fühlen. Dieser Prozess wird von muslimischen Führern vorangetrieben innerhalb und außerhalb Europas und wird auf seinem Weg unterstützt von einer Art kollektiver Feigheit, die sich Political Correctness nennt. (…) Nur die massenhafte Konvertierung würde die Regeln des Korans und seiner Prediger zufriedenstellen. Und auch wenn die muslimischen Führer immer wieder fordern, dass es der einzige Weg ist, um einen weltweiten Frieden und Moralität für die Menschheit zu sichern, wenn man Anhänger des Propheten wird, bin ich nicht sicher: muslimische Länder sind definitiv weniger friedlich und die Moralität hinsichtlich Redefreiheit, Menschenrechte und Respekt vor dem menschlichen Leben ist ganz klar geringer unter islamischer Herrschaft als irgendwo anders.“

Palästina: Kirchenführer rufen um Hilfe

04/05/2010

16  führende palästinensische Christen – darunter der frühere lateinische Patriarch Sabbah – haben im Dezember 2009 eine Schrift zu ihrer Lage veröffentlicht, sie heisst  „Ein Moment der Wahrheit: Ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, das aus dem Herzen des palästinensischen Leidens kommt“.

Nach der Beschreibung ihrer aktuellen Situation rufen sie zu internationalen Boykottmassnahmen gegen Israel und zum friedlichen Widerstand gegen die Besetzung der palästinensischen Gebiete auf: „Widerstand ist für Christen ein Recht und eine Pflicht, doch das Grundprinzip des Widerstandes ist die Liebe. “ Es wird ausdrücklich betont, dass der Widerstand nicht den Tod bringen darf. Weiterhin wird jede Theologie, „die die Besetzung rechtfertigt und dabei vorgibt, sich auf die Bibel oder auf den Glauben oder die Geschichte zu stützen“ verworfen.

Nachfolgend ein Auszug aus der Schrift, der vollständige Text kann HIER nachgelesen werden:

1.1 „Sie sagen ‚Frieden! Frieden!‘ und es gibt keinen Frieden“ (Jr 6,14). Tatsächlich sprechen alle von Frieden und vom Friedensprozess im Mittleren Orient, doch das sind bis jetzt nichts als Worte. Die Realität ist die israelische Besatzung des palästinensischen Territoriums, die Einschränkung unserer Freiheit und alles, was dies mit sich bringt:

1.1.1 Die Trennungsmauer, die auf palästinensischem Land gebaut worden ist, hat von diesem einen grossen Teil konfisziert, unsere Städte und Dörfer in Gefängnisse verwandelt und daraus getrennte und verstreute Gebiete gemacht. Gaza lebt nach dem grausamen, durch Israel im Dezember 2008 und Januar 2009 ausgelösten Krieg weiterhin unter unmenschlichen Bedingungen, unter permanentem Embargo und bleibt geographisch vom restlichen palästinensischen Territorium isoliert.

1.1.2 Die israelischen Siedlungen, die uns im Namen Gottes oder der Macht unserer Erde berauben, kontrollieren die Bodenschätze, vor allem das Wasser und die landwirtschaftlichen Böden, die sie Hundertausenden von Palästinensern vorenthalten. Diese Siedlungen sind heute ein Hindernis für jede Art von politischer Lösung.

1.1.3 Die Demütigung, der wir täglich an den militärischen Kontrollpunkten ausgesetzt sind, um uns zu unserer Arbeitsstelle, in unsere Schulen oder unsere Krankenhäuser zu begeben.

1.1.4 Die Trennung der Mitglieder einer Familie, die ein Familienleben für Tausende von Palästinensern unmöglich macht sobald einer der Eheleute nicht im Besitz eines israelischen Ausweises ist.

1.1.5 Die religiöse Freiheit selbst, d.h. der freie Zugang zu den heiligen Orten wird unter dem Vorwand der Sicherheit eingeschränkt. Die heiligen Orte in Jerusalem sind für eine grosse Zahl der Christen und Moslems des Westjordanlandes und aus Gaza nicht zugänglich. Die Bürger Jerusalems können ihre heiligen Orte nur an bestimmten Feiertagen aufsuchen und einige unserer arabischen Priester können nur unter grossen Schwierigkeiten nach Jerusalem.

1.1.6 Die Flüchtlinge sind Teil unserer Realität. Die meisten von ihnen leben immer  noch in Lagern mit inakzeptablen Bedingungen für Menschen. Sie haben das Recht auf Rückkehr und erwarten diese Rückkehr seit Generationen. Was wird ihr Schicksal sein?

1.1.7 Tausende von Menschen, die in israelischen Gefängnissen festgehalten werden sind auch Teil unserer Realität. Die Israelis setzen Himmel und Erde für einen einzigen Gefangenen in Bewegung, aber wann werden die Tausenden von palästinensischen Gefangenen, die in den israelischen Gefängnissen dahinvegitieren, die Freiheit sehen?

1.1.8 Jerusalem ist das Herz unserer Realität. Es ist gleichzeitig Symbol des Friedens und Zeichen des Konfliktes. Seitdem die „Mauer“ eine Trennung zwischen den palästinensischen Vierteln der Stadt gezogen hat, hören die israelischen Behörden nicht auf, palästinensische, christliche und muslimische Bewohnern zu vertreiben. Man konfisziert ihre Ausweise, d.h. ihr Recht, in Jerusalem zu wohnen. Ihre Häuser werden abgerissen oder beschlagnahmt. Jerusalem, die Stadt der Versöhnung, ist eine Stadt der Diskriminierung und des Ausschlusses, eine Quelle des Konfliktes anstelle einer Quelle des Friedens geworden.

1.2 Ausserdem verhöhnt Israel das internationale Recht und die internationalen Resolutionen zusammen mit der Unfähigkeit der arabischen Welt und der internationalen Gemeinschaft gegenüber dieser Verachtung. Die Menschenrechte werden verletzt. Trotz vielfacher Berichte lokaler und internationaler Menschenrechtsorganisationen geht die Unterdrückung weiter.