Posts Tagged ‘Migranten’

abgründe der woche

29/01/2011

+++ unruhewelle: proteste gegen mubarak versetzen ägypten in ausnahmezustand + seit donnerstag abend landesweit internet und handyverbindungen gekappt, um zu verhindern, dass sich demonstranten organisieren + polizei hat schiessbefehl, militär seit freitag eingeschritten + landesweit hunderte demonstranten verhaftet, während der unruhen am freitag ca. tausend verletzte u. 80 tote + mubarak entlässt regierung + kopten rufen dazu auf, sich nicht an den demonstrationen zu beteiligen, da herrschaft der oppositionellen muslimbruderschaft verschlechterung der lage der christen bedeuten würde  +++ beunruhigend: aktuelle studie der britischen consulting-firma control risks bestätigt weltweit verschlechterte sicherheitslage + insgesamt 173 länder untersucht + als riskant gelten neben afghanistan pakistan und somalia zahlreiche weitere afrikanische länder, mexiko und mittelamerika + als am sichersten gilt die region westeuropa mit ländern wie der schweiz, luxemburg, den skandinavischen staaten sowie portugal +++ mit offenen armen: deutschland wirbt derzeit im eu-ausland arbeitslose migrationswillige an + u.a. will man arbeitslose fachkräfte aus spanien, ab mai auch aus polen ins land holen, da deutschland angeblich sonst seines dauerhaften wirtschaftsaufschwunges nicht herr werden würde – trotz millionen einheimischer hartz iv-empfänger +++ verzweifelt: weit über 100.000 inder begingen 2009 selbstmord + kein ende des trends in sicht + über 10% sind farmer, die nach missernten keinen anderen ausweg sehen als die verzweiflungstat + die indische gesellschaft, bekannt für ihr traditionelles undurchlässiges kastensystem, ist ebenso gnadenlos in ihrem materialistischen anspruch + misserfolge gelten als nicht akzeptabel + menschen, die es nicht zu wohlstand bringen oder scheitern im leben, werden als wertlos betrachtet +++ bald ausgesummt?: bienensterben in europa und amerika hält seit jahren unverändert an + 2010 verendeten über 15% der bienenvölker in europa + 85% der erträge im pflanzen- und obstbau hängen von der bestäubung durch bienen ab + ursachen weiter ungeklärt +++ verquer: norddeutscher evangelischer pfarrer und vater von sieben kindern aus zwei ehen will eine frau werden + seine transsexualität habe sich im zuge jahrelanger identitätsfindung herausgestellt +++

“So wahr mir Gott helfe”

28/04/2010

Mit diesen Worten wurde Aygül Özkan gestern zur niedersächsischen Ministerin vereidigt. Katholische Kirchenvertreter und Vertreter evangelischer Bekenntnisse  reagierten irritiert darauf, dass sie die Zusatzformel bei ihrer Vereidigung gesprochen hatte.

Welchen Gott nämlich meint Frau Özkan? Das Ministerium lässt dazu verlauten, sie habe sich bei der Vereidigung “ausdrücklich auf den einen und einzigen Gott“ berufen, der Juden, Christen und Muslimen gemeinsam sei. Der eine gemeinsame Gott – eine falsche Behauptung, die in die Irre leiten will, von Befürwortern eines multireligiösen Relativismus verbreitet und befeuert.

Özkans vorangegangene Forderung, Kreuze in Schulen abzuschaffen, verdeutlicht hingegen die Diskrepanz  im Gottesverständnis von Muslimen und Christen, die auch bei Frau Özkan tief verankert ist. Das Kreuz ist das Herzstück des christlichen Glaubens, im Kreuz ist alle Glaubenswahrheit zu finden. Jesus Christus ist der hingeopferte und auferstandene Gottessohn – doch weder Muslime noch Juden erkennen ihn als solchen an.


Ulrich Lota, der Sprecher des Bistums Essen, stellt klar, dass der Gott des Christentums und der des Islam “theologisch nicht gleichzusetzen” seien. Zwar sei “Allah” das arabische Wort für Gott, jedoch ergänzten etwa syrische Christen im Gebet “Vater unseres Herrn Jesus Christus”, um eine klare Grenze zum islamischen “Allah” zu ziehen.

Jesus Christus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. (Joh 14,6). Diese Worten machen unmissverständlich klar, dass, wer Gott finden will, an seinem Sohn nicht vorbeikommt. Weiter sagt Jesus: Ich und der Vater sind eins. (Joh 10,30) Der eine, allmächtige Gott ist gleichzusetzen mit Jesus Christus, seinem einzigen Sohn. Es kann also nicht sein, dass andere Religionen Christus verleugnen, aber den “einen” Gott anbeten, wie soll das gehen?

Frau Özkan ist in der CDU, da sie sich mit deren Werten identifizieren könne. Anscheinend hat sie sich aber keine Gedanken über das christliche Fundament gemacht, das diesen Werten zugrunde liegt. Seltsam auch die Naivität der CDU, die erst als christliche Partei blauäugig Muslime aufnimmt und deren Karriere nach Kräften fördert, um sich dann zu empören, dass die muslimische Ministeranwärterin Kreuze abschaffen will. So groß kann die Empörung außerdem nicht gewesen sein, da für die CDU nach Özkans Entschuldigung und ihrer braven Rezitation der Vereidigungsformel alles wieder im Lot ist.

Vielleicht wäre Deutschlands umjubelte erste “Migranten-Ministerin” besser in einer atheistisch gefärbten Partei aufgehoben. Ein Angebot vom Berliner SPD-Bürgermeister Wowereit hat sie schon, von uns aus darf sie es gerne wahrnehmen.

Vive la France:Militärparade vs. Brennende Autos

14/07/2009

Während der französische Präsident eine opulente Militärparade aufführen lässt, zelebrieren die Jugendlichen aus den Vorstädten des Landes den Nationalfeiertag auf ihre Weise: Hunderte Autos wurden in der Nacht zum Mittwoch in Brand gesteckt.

Es scheint, als habe sich das revolutionäre Erbe der Franzosen, dem alljährlich am 14. Juli mit Stolz gedacht wird, längst in Wegen kanalisiert, die weniger Stolz, sondern ernsthafte Besorgnis hervorrufen. Den Ausschreitungen wird mit hohem Polizeiaufgebot und drakonischen Strafen für die Täter begegnet, was diese aber nicht abschreckt. Die aufgestaute Wut der -überwiegend- jugendlichen Migranten ist zu gross, als dass sie sich von derlei Drohungen beeindrucken liesse.

Der Stolz auf die Errungenschaften der Revolution von 1789 jedoch macht die Franzosen blind für die Tatsache, dass es dieselbe revolutionäre Energie ist, die Frankreich immer häufiger wegen seiner Strassenkrawalle in die Schlagzeilen bringt. Sicher tragen noch andere Faktoren zur Gewaltbereitschaft der Jugendlichen bei. Doch ist es längst überfällig für die Franzosen anzuerkennen, dass ihre so hoch gehaltene Revolution eine blutige Revolte war, deren negative Auswüchse bis heute in der französischen Gesellschaft wild umeinander wuchern.