Posts Tagged ‘Missbrauch’

„Habt Achtung vor der Seele des Kindes und vor seinem Körper“

30/09/2012

zum Evangelium v. 30. September 2012: Mk 9,38-43.45.47-48. 

„… Bei niemandem soll man Anstoß erregen. Aber wehe, dreimal wehe dem, der den unschuldigen Glanz der Kinder verletzt. Lasst sie Engel bleiben, solange ihr könnt! Zu abstoßend sind Welt und Fleisch für die Seele, die aus den Himmeln kommt, und ein Kind ist durch seine Unschuld noch ganz Seele. Habt Achtung vor der Seele des Kindes und vor seinem Körper, wie ihr Achtung habt vor dem heiligsten Ort. Heilig ist das Kind auch, weil es Gott in sich hat. In jedem Körper ist der Tempel des Geistes. Aber der Tempel des Kindes ist der heiligste und tiefste, er ist jenseits des doppelten Vorhangs. Bewegt nicht einmal den Vorhang der heiligsten Unkenntnis der Begehrlichkeit mit dem Wind eurer Leidenschaften. Ich wollte, dass in jeder Familie, in jeder Menschengruppe ein Kind wäre, das den Leidenschaften der Menschen als Zügel diente.

Das Kind heiligt, es gibt Erquickung und Frische, allein schon durch die Strahlen seiner Augen ohne Bosheit. Aber wehe jenen, die dem Kinde durch ihr skandalöses Benehmen die Heiligkeit rauben! Wehe jenen, die durch ihre Worte und ihren Spott das Vertrauen der Kinder in mich beeinträchtigen! Es wäre besser für sie, wenn ihnen ein Mühlstein an den Hals gehängt und sie ins Meer versenkt würden, damit sie mit ihrer Unreinheit ertrinken. Wehe der Welt wegen der Ärgernisse, die sie den Unschuldigen gibt! Denn, wenn es auch unvermeidlich ist, dass Ärgernisse vorkommen, wehe jedoch dem Menschen, der sie bewusst hervorruft.

Niemand hat das Recht, seinem Körper und seinem Leben Gewalt anzutun, denn Leben und Körper kommen von Gott, und er allein hat das Recht, Teile davon oder das Ganze zu nehmen. Aber ich sage euch, wenn euch eure Hand zum Ärgernis wird, ist es besser, dass ihr sie abhaut, und wenn euer Fuß euch dazu führt, Ärgernis zu erregen, dann ist es besser, dass ihr ihn abhaut. Denn es ist besser, verkrüppelt oder hinkend ins ewige Leben einzugehen, als mit zwei Händen und zwei Füßen ins ewige Feuer geworfen zu werden. Wenn es nicht genügt, eine Hand oder einen Fuß abzuhauen, dann lasst euch auch die andere Hand oder den anderen Fuß abhauen, damit ihr kein Ärgernis mehr erregen könnt und Zeit habt zu bereuen, bevor ihr dorthin geworfen werdet, wo das Feuer nicht erlischt und in Ewigkeit bohrt wie ein Wurm. Wenn euer Auge Ursache eines Ärgernisses ist, dass reisst es euch aus. Es ist besser, mit einem Auge zu leben, als mit beiden Augen in der Hölle zu sein. Mit nur einem Auge oder mit gar keinem in den Himmel zu kommen, wird euch nicht daran hindern, das Licht zu sehen, während ihr mit zwei sündhaften Augen in der Hölle Finsternis und Schrecken sehen werdet, und nichts anderes.

Erinnert euch an all das. Verachtet die Kleinen nicht, erregt bei ihnen kein Ärgernis und verlacht sie nicht. Sie sind besser als ihr, denn ihre Engel schauen immerfort Gott, der ihnen die Wahrheit sagt, die sie den Kindern und jenen, die kindlichen Herzens sind, enthüllen sollen. …“

Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. VI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Irlands Bischöfe waschen Füße

21/02/2011

Radiovaticana berichtet, dass Irlands Bischöfe bereits mehrmals Missbrauchsopfern während einer Bußliturgie die Füße wuschen. Das hört sich echt gut an. Wie auch zu lesen ist, planen die deutschen Bischöfe für ihre Vollversammlung Mitte März ebenfalls einen „besonders gestalteten Bußakt“, vielleicht sollten sie einfach die irischen Bischöfe (bzw. Jesus) nachahmen?


Zwischenbericht der Missbrauchs-Anlaufsstelle der Bundesregierung

26/11/2010

Die Missbrauchs-Anlaufsstelle der Bundesregierung hat gestern (25. November 2010) ihren Zwischenbericht vorgelegt: bisher sind dort rund 8200 Meldungen eingegangen, nach der im September gestartete Kampagne „Sprechen hilft“ habe sich die Zahl der Anrufer verdoppelt.

44% der Meldungen betreffen den Missbrauch im familiären Umfeld, 34% verschiedene Institutionen. Davon wiederum entfallen weniger als die Hälfte (47%) auf katholische Institutionen. Was bedeutet – das muss man sich allerdings selbst ausrechnen – dass knapp 16% der Meldungen die katholische Kirche betreffen. Schlimm genug, wir wollen hier nichts beschönigen, aber die Zahl steht in keinem Verhältnis zu dem medialen Kreuzzug vom letzten Jahr, in dem der Eindruck vermittelt wurde, Missbrauch finde fast ausschliesslich in katholischen Einrichtungen statt!

Was noch ins Auge sticht: 92% der gemeldeten Fälle betreffen vergangene Jahrzehnte, nur 8% die Gegenwart. 63% der Betroffenen sind Frauen, 37% Männer. Was das in den Medien suggerierte Bild von den heutigen Priestern als Homosexuelle, die sich an kleinen Jungs vergreifen, als üble Hetzerei bestätigt. Übrigens stammen 88% der Meldungen aus den alten Bundesländern – wo bekanntlich ein kommunistisches, atheistisches Regime geherrscht hat.

Pravda verteidigt Papst Benedikt

08/04/2010

Laut kath.net hat die russische Zeitung Pravda in ihrer portugiesischen Online-Ausgabe vom 30. März die Medienkampagne gegen die katholische Kirche und den Papst angeprangert. Der Autor Artur Rosa Teixeira begründet u.a. die hetzerische Kampagne der New York Times folgendermassen:

„Der aktuelle Pontifex hat in Übereinstimmung mit den Prinzipien der Katholischen Kirche einen zähen Widerstand gegen die spaltenden Absichten entwickelt, die von säkularen Institutionen ermutigt worden sind. Diese versuchen eine sexistische und hedonistische Sicht der Gesellschaft durchzusetzen, indem sie den Menschen auf seine menschliche Natur reduzieren und ihm seine geistliche Dimension abstreiten. Diese Organisationen sind natürlich nicht ‘spontan’ entstanden, noch leben sie von der Luft. Diese sind geschaffen und unterstützt worden von der Wiege solcher philanthropischen Stiftungen wie der Familie Rockefeller.“

Weitere Auszüge aus dem Artikel  HIER

Missbrauch – ein katholisches Problem?

24/03/2010

Die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche sind für sämtliche Medien ein gefundenes Fressen. Die Berichterstattung trägt Züge einer Hetzkampagne. Wagt es jemand, das auszusprechen oder gar einen Vergleich zu Verleumdungskampagnen des NS-Regimes zu ziehen, wie etwa der Regensburger Bischof Müller am vergangenen Wochenende, hagelt es Proteste.

Der Medientenor suggeriert, Missbrauch finde vor allem in der katholischen Kirche statt. Und weiter: der Zölibat sei schuld und gehöre endlich abgeschafft. Untersucht man den Tatbestand jedoch genauer, stellt sich heraus, dass sich der Grossteil aller Missbrauchsfälle im Familienkreis ereignet. Kriminalstatistiken belegen, dass in den bekanntgewordenen Fällen zwischen 1995 und 2009 nur 0,1 % der Täter Priester waren.

Wie scheinheilig die Debatte ausserdem geführt wird, zeigt sich am Beispiel der  Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, die zwar besonders laut gegen die katholische Kirche wettert, aber gleichzeitig Vorsitzende der “Humanistischen Union” ist, einem Verein, der Pädophilie unterstützt und gegen den bereits strafrechtlich vorgegangen wurde.

Der Präsident des deutschen Kinderschutzbundes Hilgers kritisiert, dass die Medien Fälle fokussierten, die Jahre oder Jahrzehnte zurückliegen. Er erinnert daran, dass Kindesmissbrauch weiterhin täglich geschieht, bis zu 120 000 Fälle pro Jahr allein in Deutschland, hauptsächlich innerhalb der Familien.

Unerwähnt bleibt die Rolle, die das allmähliche Wegbrechen traditioneller Familienstrukturen bei häuslichen Vergehen spielt. Den oftmals wechselnden Stiefvätern in so lässig betitelten “Patchworkfamilien” fehlt die gesunde Bindung, die ein leiblicher Vater zu seinen Kindern aufbaut. Es würde daher nicht verwundern, wenn oben erwähnte Statistiken entsprechende Zusammenhänge aufzeigten.

Doch Diskurse über Quantität helfen nicht weiter. Was geschehen ist, und handelte es sich auch nur um einen einzigen Fall, verursacht nicht bloss immenses Leid auf Seiten der Opfer, ist Betrug am Priesteramt und an der Kirche Christi.

Die jahrzehntelange Vertuschungstaktik der Kirche hat das Übel nicht an der Wurzel packen können. Vielmehr scheint sie darauf hinzuweisen, dass in den Reihen der Kirche einiges im Argen liegt. Umso wichtiger, dass nun die Wahrheit ans Licht kommt. Die Katharsis der Kirche könnte Vorreiter für einen gesamtgesellschaftlichen Reinigungsprozess sein, da der Umgang mit dem Geschlechtlichen heutzutage immer weiter verkommt und pervertiert wird.

Papst Benedikt schreibt in seinem Hirtenbrief an das irische Volk von “nicht ausreichender menschlicher, moralischer, intellektueller und geistlicher Ausbildung in Seminarien und Noviziaten“. Der einzige Weg aus dem Sumpf führt folglich über präventive Massnahmen, etwa in Form von gründlicher Selbsterforschung, wie sie in der Primärtherapie durchgeführt wird. Es gilt, die dunklen Seiten, die im Unterbewusstsein schlummern, aufzuarbeiten, damit jene Energien des Jung’schen Schattens nicht unkontrolliert über uns hereinbrechen.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass wir bei aller Bestürzung und dem Schmerz über das Vorgefallene nicht vergessen dürfen, dass die katholische Kirche an sich, trotzdem sie mit den Folgen menschlicher Sündhaftigkeit aus der eigenen Mitte zu kämpfen hat, den alleinigen Weg zum ewigen Heil weist.

Herr, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche.

Weiterführende Lektüre zu primärtherapeutischer Selbsterfahrung:

Fühlen, und was dann?‘ Die Primärtherapie nach Munk, Shaker Media 2009

Missbrauchsskandal

08/02/2010

In Niedersachsen und in Berlin sind letzter Zeit mehrere Fälle von Missbrauch an Kindern/ Jugendlichen durch katholische Priester in den 70er und 80er Jahren bekannt geworden. Die Fälle müssen untersucht werden und die betroffenen Priester ggf. straf- und kirchenrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden. Priester, die doch um das Seelenheil ihrer Schutzbefohlenen bemüht sein sollten, richten mit solch abscheulichen Taten großen Schaden an.

Die Vorkommnisse sind Wasser auf die Mühlen der Feinde der katholischen Kirche, die sich anscheinend auch innerhalb derselben befinden. So wirft der Jesuitenpater Mennekes dem Papst u.a. Hetze gegen die Gleichstellung von Homo-Lebensgemeinschaften vor, was sich gerade in diesem Zusammenhang äußerst seltsam ausnimmt. Die katholische Kirche vertritt – Gott sei Dank – immer noch und hoffentlich immer die Position, daß die Ehe als sakramentale Lebensgemeinschaft von Mann und Frau niemals mit andersartigen Modellen gleichzustellen ist und stellt sich schützend vor die Familie. Pater Mennekes scheint auf Abwege geraten zu sein.

Durch die einseitige Berichterstattung in den Medien soll in der Öffentlichkeit der Eindruck hervorgerufen werden, daß Missbrauch ein spezifisches Problem katholischer Geistlicher sei, die durch den „Zwangszölibat“ ihrer „Triebe“ nicht Herr würden. Der Berliner Kriminalpsychiater Prof. Kröber stellt die 94 vom ‚Spiegel‘ seit 1995 ermittelten Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche den 210.000 deutschlandweit erfassten Fällen gegenüber und sagt, die Zahlen verdeutlichen, daß Missbrauch bei Mitarbeitern der katholischen Kirche viel seltener vorkommt als bei anderen Männern. Die Geisteshaltung, in der Priester lebten, so seine Schlußfolgerung, schütze sie weitgehend davor, Täter zu werden. Aber das möchte kaum einer hören.

 

Der Petersdom

Jede Verfehlung der katholischen Kirche wird von ihren Feinden triumphierend als Beweis dafür angeführt, daß der Zölibat nicht praktizierbar sei (und rechtfertigt letztendlich triebgesteuertes Verhalten). Wahr ist jedoch, daß der größte Teil der katholischen Priester (ca. 99%) den Zölibat so leben, wie es die Nachfolge Christi verlangt. Die Priester, die die Wege Gottes verlassen  und die schlammigen Pfade Satans beschreiten, werden vor Gott dafür Rechenschaft ablegen müssen.

Der Zölibat ist eine freiwillig übernommene Verpflichtung, die Keuschheit in Form von lebenslanger Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen zu bewahren (Mt 19,12). In der heutigen Zeit, in  der triebhafte Geschlechtlichkeit allgegenwärtig und selbstverständlich geworden ist, bildet er einen störenden Stolperstein, weil er auf die Möglichkeit einer reinen, gottgefälligen und menschenwürdigen Lebensweise durch die erfolgreiche Bekämpfung der Leidenschaften hinweist.

Der moralische Aufschrei, der gerade durch Deutschland geht, ist verlogen und scheinheilig- weisen diese kirchlichen Vorkommnisse doch auf den sittlichen Verfall der gesamten Menschheit hin. Sie halten uns einen Spiegel vor, in den wir nicht hineinschauen möchten, lieber verdrängen wir unser eigenes Schuldgefühl und zeigen (einmal mehr) anklagend nach Rom.