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Sieben Sendschreiben

10/02/2011

Verschiedentlich werden die sieben Gemeinden der Sendschreiben der Johannesoffenbarung kirchengeschichtlichen Epochen zugeschrieben. Wir haben nach den Übersetzungen/ Wortbedeutungen der Städtenamen gesucht und versuchen nun auch eine grobe Zuordnung der aufeinander-folgenden Epochen:

1. EPHESUS (= Verlangen, erstrebenswert): die Zeit des Urchristentums nach Christi Himmelfahrt/ Pfingsten, in der sich die Verkündigung/ die Völkermission weltweit ausdehnt

2. SMYRNA (= Myrrhe, die Bittere, die Pflanze war bekanntlich eins der Geschenke der Hl. Drei Könige und wurde zur Einbalsamierung verwendet): die Zeit der blutigen Christenverfolgungen bis zu den Toleranzedikten von Nikodemia und Mailand im 4. Jahrhundert

3. PERGAMON (= Höhe, Turmbau, Blütezeit): die stetige Ausbreitung und immer grössere Blüte des katholischen Glaubens bis zum 16. Jahrhundert

4. THYATIRA (= zügelloses Fortrennen): Reformation, Abspaltung der Protestanten im 16. Jahrhundert

5. SARDES (= Überrest, Entronnene): die Zeit nach der Reformation mit den treu gebliebenen Gläubigen der katholischen Kirche

6. PHILADELPHIA (= Geschwisterliebe): das Aufkommen der Ökumene, bzw. die Bedrängung der katholischen Kirche durch die ökumenische Bewegung im 20. Jahrhundert

7. LAODIZEA (= Aufbegehren, Recht des Volkes): Aufbegehren des Kirchenvolkes gegen die Autorität des Papstes und Forderung nach Mitsprache

Demnach wären wir also heute in dieser letzten Epoche angekommen, denn ganz offensichtlich werden die revolutionären Stimmen mit den zerstörerischen Forderungen nach Mitsprache und „Demokratie“ innerhalb der katholischen Kirche immer lauter.

Erst kürzlich vermeldete der Kulturminister der Türkei Günay, man habe die Überreste der Kirche von Laodizea bei Grabungen mittels Radarmessungen geortet. Die Kirche könnte noch diesen Sommer freigelegt werden.

In der Johannesoffenbarung folgt nach den Sendschreiben die Öffnung der Sieben Siegel durch das Lamm, könnte es also sein, dass die Öffnung der Sieben Siegel bald bevorsteht?

Asche über Europa

16/04/2010

Der erste Engel blies seine Posaune. Da fielen Hagel und Feuer, die mit Blut vermischt waren, auf das Land. Es verbrannte ein Drittel des Landes, ein Drittel der Bäume und alles grüne Gras. Offenbarung des Johannes 8,7

Als am 21. März der Vulkan Eyjafjallajökull in Island ausbrach, hätten wohl die wenigsten von uns mit derart schwerwiegenden Folgen für ganz Europa gerechnet, liegt die kleine Insel doch scheinbar weit ab vom Schuss. Seit Donnerstag aber nun steht der Flugverkehr an immer mehr nordeuropäischen Flughäfen teils oder ganz still, da die Aschewolke des Vulkans die Stratosphäre erreicht hat und sich in südöstlicher Richtung ausweitet. Die Eruptionen können laut dem isländischen Professor für Geophsik Magnus Tumi Gudmundsson bis zu über einem Jahr andauern.

Prognose der Aschenverteilung für Samstag, 17. April 2010. Quelle: www.metoffice.gov.uk

Prognose der Aschenverteilung über Europa für 16./17. April 2010. Quelle: http://www.metoffice.gov.uk

Der letzte isländische Vulkanausbruch von vergleichbarer Tragweite ereignete sich 1783. Der Ausbruch der 25 km langen Lakispalte dauerte acht Monate und gilt als eine der größten Eruptionen seit Beginn der Geschichtsschreibung. Der fluoridhaltige Aschenniederschlag vergiftete Trinkwasser und Böden nicht bloß in Island, auch Großbritannien und Frankreich waren stark betroffen. Das Klima veränderte sich durch den hohen Anteil an vulkanischen Staubpartikeln in der Atmosphäre. Extrem kalte Winter und dürre Sommer führten zu Missernten und Hungersnöten. Die genauen Zahlen sind nicht klar bestimmbar, da nicht genügend Aufzeichnungen von damals existieren, aber vermutlich starben über hunderttausend Menschen in Europa an den Folgen des Vulkanausbruchs.

In einem zeitgenössischen Bericht von 1783/84 heißt es: „Der faule Geschmack der Luft, bitter wie Seetang und nach Fäulnis stinkend, war tagelang so intensiv, dass die Menschen kaum atmen konnten. Außerdem drang das Sonnenlicht nicht mehr durch. Alles war von Dunst eingehüllt.“ (Quelle: Bernd Nebel, siehe auch Link unten).

Auffällig in diesem Zusammenhang stehen zunächst die Gründung des Illuminatenordens und parallel dazu die Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika 1776. Die Illuminaten mit ihrem aufklärerischen Streben hatten zudem bei der Französischen Revolution von 1789 die Finger im Spiel und wussten die katastrophale Lage jener Zeit geschickt für ihre Zwecke zu nutzen.

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Webseite Bernd Nebel

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