Posts Tagged ‘Pakistan’

„Jesus Christus“ ist verbotenes Wort in Pakistan

22/11/2011

Der französische Zweig von ‚Kirche in Not‘, AED, berichtet, dass der Name Jesus Christus zu den 1600 verbotenen Wörtern in Pakistan gehört, die nicht in einer SMS verwendet werden dürfen. Die pakistanische Behörde für Telekommunikation hat diese Wörter verboten, weil sie als vulgär, obszön oder schädlich eingestuft werden. 

Nach der kürzlich erfolgten Ermordung eines christlichen pakistanischen Familienvaters stellt dies einen weiteren Angriff auf die Christen dar. In Pakistan leben ungefähr 3 Millionen Christen, das sind knapp 2 % der Bevölkerung. Die Kirche und Menschenrechtsorganisation legen Protest ein, die Frage ist nur, ob sie damit etwas erreichen. Die Welt steht Kopf!

UPDATE VOM 22/11 abends: Nach dem Einspruch des pakistanischen Ministers für religiöse Minderheiten, Gill, darf der Name unseres Heilands jetzt doch in SMS verwendet werden (Fides-Pressedienst). 

Bischof Coutts: Situation „so schlimm wie nie zuvor“

Islamischer Rechtsgelehrter: Mord an Christen war richtig

abgründe der woche

19/03/2011

+++   prekär (I) : während im japanischen erdbebengebiet die menschen zusätzlich durch den erneuten wintereinbruch an der kälte leiden, gelingt es im kernkraftwerk fukushima weiterhin nicht, die überhitzten brennelemente zu kühlen + radioaktiv verseuchte lebensmittel in der region festgestellt + ausländer verlassen japan scharenweise + japanische regierung zeigt sich noch immer stoisch und spielt tragweite des unfalls herunter +++ prekär (II) : alle welt schaut auf japan, während sich in libyen die lage ebenfalls zuspitzt + un-resolution beschliesst flugverbotszone über libyen + frankreich bereit für militärschlag gegen gaddafi-regime + gaddafi reagiert mit versprechen auf waffenstillstand + greift aber offenbar trotzdem weiter rebellen an, auch mit kampfflugzeugen   +++   verzweiflungstat: in irland steigt die selbstmordrate im zuge der wirtschaftskrise dramatisch an, um fast 25 % gegenüber vorjahren + viele iren sind noch aus den erfolgreichen „celtic tiger“-zeiten hoch verschuldet und können nun wegen arbeitsverlust ihre raten nicht mehr zahlen + 10 suizide pro woche + auch zeichen von rückgang des katholischen glaubens auf der insel   +++   aug um auge, zahn um zahn : als reaktion auf einen mordanschlag auf jüdische siedler gibt israelische regierung grünes licht für bau hunderter neuer häuserblocks in besetzten gebieten in der west bank + usa zeigen sich besorgt um friedensprozess   +++   verdächtig : wegen blasphemie inhaftierter christ in pakistan stirbt unvermittelt angeblich an herzinfarkt + christliche menschenrechtsaktivisten fordern klärung der todesumstände + familie des toten berichtet von wiederholten angriffen auf ihn durch mithäftlinge und gefängnispersonal   +++

Pakistan: „Mit Gottes Gnade halten wir durch“

12/03/2011

Eine Meldung von Kirche in Not:

Nach der Ermordung des pakistanischen Ministers für Minderheiten, Shabaz Bhatti, sehen die Christen in Pakistan ihre Zukunft düster. Der Erzbischof von Lahore, Lawrence Saldanha, sagte gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“, mit Bhatti seien die Christen eines „großen Führers“ beraubt worden. Die Stimmung unter den Gläubigen beschrieb er als „eingeschüchtert, unterdrückt und depressiv“. Ein neuer „starker Mann“ sei für die Christen nicht in Sicht. Der Anschlag auf Bhatti habe gezeigt, wie sehr religiöse Parteien die Oberhand über eine „sehr schwache“ Regierung gewonnen hätten, betonte Saldanha.

Erzbischof Lawrence Saldanha

Die 2,5 Millionen Christen Pakistans seien nun verstärkt der Gewalt und Einschüchterung durch Muslime ausgesetzt, deren Denkweise sich zunehmend im extremistischen Islam verankert sehe. „Die Christen Pakistans fühlen sich wie Bürger zweiter Klasse. Wir dürfen uns nicht einmal zu Wort melden!“ kritisierte Saldanha. Mit Minderheitenminister Bhatti und dem Gouverneur von Punjab, Salman Taseer, seien nun in kurzer Zeit zwei der wortgewaltigsten Gegner der pakistanischen Anti-Blasphemiegesetze von Fanatikern ermordet worden, beklagte der Erzbischof.

Das Anti-Blasphemiegesetz sieht die Todesstrafe oder lebenslange Haft für die Schmähung des islamischen Propheten Mohammed sowie des Korans vor. Es wird nach Aussage Saldanhas oft gegen Christen instrumentalisiert und von Denunzianten missbraucht, um ihnen missliebige Personen aus dem Weg zu räumen.

Die Sicherheitsvorkehrungen für christliche Gebäude in Pakistan sind deutlich verstärkt worden. Nach den Worten von Erzbischof Saldanha gleiche seine Kathedrale in Lahore inzwischen „Fort Knox“. „Die Polizei hat Kameras, Betonbarrieren, Sandsäcke und Mauern um das Gotteshaus errichtet“, berichtet er.

Saldanha betonte: „Unsere Gläubigen sind widerstandsfähig und entschlossen. Seit Jahrhunderten werden sie unterdrückt und leiden. Aber mit Gottes Gnade halten wir durch!“ Dringend gebraucht würden mutige Menschen, die den Opfern der Gewalt helfen, und dafür sorgen, dass die Christen in Pakistan frei von Angst und ohne die Bedrohung weiterer Angriffe leben könnten.

Um solche Menschen heranzuziehen, unterstützt „Kirche in Not“ Erzbischof Saldanha seit Jahren bei der Ausbildung von Priestern, Ordensleuten und Laien. Das Hilfswerk ruft seine Unterstützer zum Gebet für die Christen in Pakistan auf und bittet um Spenden für die Mut machende Ausbildungs- und Versöhnungsarbeit der Kirche im Land.

Online spenden:
https://www.kirche-in-not.de/spenden-online.html

Spendenkonto:
KIRCHE IN NOT
Kennwort: „Pakistan“
Kto.-Nr.: 215 2002
BLZ: 750 903 00
LIGA Bank München

Shabaz Bhatti ermordet!

02/03/2011

Während in Deutschland unliebsame Minister mit Psychoterror aus dem Weg geräumt werden, geht es in Pakistan ganz anders zur Sache: Dort ist heute morgen der mutige Minderheitenminister Shabaz Bhatti von Islamisten erschossen worden!

Immer wieder hatte es Todesdrohungen gegeben, besonders seit sich der Katholik für die Freilassung der Christin Asia Bibi und die Abschaffung des Blasphemie-Gesetzes einsetzte. Die islamistische Organisation Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) hat sich denn auch dazu bekannt, den Anschlag durchgeführt zu haben, weil „Bhatti sich gegen das Blasphemie-Gesetz ausgesprochen hat.“

Nach der Ermordung des Gouverneurs Taseer im Januar hatte Bhatti bei der pakistanischen Regierung immer wieder vergeblich um ein gepanzertes Fahrzeug gebeten. Wir sind zutiefst bestürzt und angewidert.

Shabaz Bhatti - Friede seiner Seele

Kommt Asia Bibi mit dem Leben davon?

Blasphemie-Gesetz: Mörder wird als Held gefeiert

Pakistan: Proteste gegen den Papst geplant

13/01/2011

Wie Asianews berichtet, versuchen pakistanische Islamisten nun den Papst einzuschüchtern, bzw. zum Schweigen zu bringen. Er hatte am Montag vor den Diplomaten des Vatikan die Abschaffung des Blasphemiegesetzes gefordert. Seine Aussage könne „die ganze Welt in einen blutigen Krieg“ stürzen, seine Forderung sei „ungesund und ein Handlungsschema, um die Sicherheit der christlichen Minderheit Pakistans zu gefährden“ behauptet ein islamistischer Politiker des Landes. Was für eine Verdrehung der Wahrheit!


Derweil meldet der Fidesdienst, dass das islamische Netzwerk „Allianz zum Schutz der Ehre des Propheten“ für morgen, Freitag den 14. Januar, landesweit Proteste gegen unseren Papst geplant hat. Man kann sich jetzt schon vorstellen, wie hasserfüllt die ausfallen werden.

Blasphemie-Gesetz: Mörder wird als Held gefeiert

11/01/2011

Nachdem letzte Woche Salman Taseer, der pakistanische Gouverneur des Punjab, der sich gegen das Blasphemie-Gesetz und für die Begnadigung der Christin Asia Bibi eingesetzt hatte, von seinem eigenen Leibwächter (!) getötet worden ist, berichtet asianews, dass derzeit in Pakistan Beifallskundgebungen für den Mörder (und Verräter) stattfinden.

Salman Taseer

Während am Sonntag die pakistanischen Christen des Ermordeten in der Messe gedachten und für ihn beteten, demonstrierten rund 50.000  aufgebrachte und teilweise mit Stöcken bewaffnete Menschen in Karachi gegen eine Änderung des Blasphemie-Gesetzes. Die während der Kundgebung auftretenden Redner hetzten die Menge weiter auf, indem sie sagten, der Gouverneur sei selbst für seinen Mord verantwortlich und das Blasphemie-Gesetz sei göttlich und niemand dürfe es ändern. Gleichzeitig riefen sie zu weiteren Kundgebungen auf.

Papst Benedikt XVI hat gestern in seiner Neujahrsansprache zu dem beim beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomatischen Corps das Blasphemie-Gesetz besonders erwähnt und die pakistanischen, Verantwortungsträger erneut aufgefordert, „die nötigen Anstrengungen zu unternehmen, es aufzuheben, um so mehr, da es offensichtlich als Vorwand dient, um Ungerechtigkeit und Gewalt gegen die religiösen Minderheiten zu provozieren“.

Für die inhaftierte Christin Asia Bibi gibt es bisher keinen weiteren Hoffnungsschimmer. Da ein Selbstmordattentat auf das Gefängnis befürchtet wird, wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, was aber – wie im Fall Taseer erneut bewiesen – keinerlei Garantie für ihr Überleben bedeutet.

Iran: Todesurteil für Pfarrer

03/12/2010

Pfarrer Nadarkhani

Der iranische Pfarrer Yousef Nadarkhani ist wegen „Apostasie“, also Glaubensabfall vom islamischen „Glauben“ zum Tode verurteilt worden. Seiner Frau, die mit ihm zum christlichen Glauben (Pfingstgemeinde) konvertiert war, droht die für Frauen vorgesehene Strafe bei Apostasie: lebenslange Haft und tägliche Auspeitschung zu den fünf islamischen Pflichtgebeten. Das Ehepaar hat zwei Söhne (6 und 8 Jahre). Wie die IGfM berichtet, droht noch einem weiteren Pfarrer die Hinrichtung im Iran.

Was ist das nur für eine „Religion“, dieser Islam? Hass, niemals Verzeihung/ Vergebung siehe Asia Bibi in Pakistan, wo gegen eine Begnadigung oder einen Freispruch der mehrfachen Familienmutter protestiert und ihrem Mörder sogar eine finanzielle Belohnung versprochen wird. So ist also Allah: unnachgiebig, hasserfüllt, stolz, grausam und er wünscht seinen Gegnern den Tod. Er hat rein gar nichts mit unserem Gott gemeinsam, das sollten wir nie vergessen bei dem ganzen Multikultigetue.

Eine Bekannte von mir war neulich mehrere Tage im Krankenhaus, sie trug auch dort ihre Kette mit einem grossen Kreuz und wurde darauf von einer anderen Patientin, einer Muslimin, angesprochen. Die beiden kamen ins Gespräch, die muslimische Frau wollte gerne mehr über Jesus und Maria wissen. Daraufhin lieh ihr meine Bekannte ein christliches Büchlein (weiss nicht mehr welches), jedenfalls gab die Muslimin ihr das einige Tage später zurück und sagte, sie habe es zusammen mit einer Freundin gelesen und sie haben beide geweint dabei. Ich vermute, die beiden waren berührt von der Güte/ Liebe, Verzeihung und Barmherzigkeit, die sie dort gefunden haben, so etwas gibt’s ja gar nicht bei denen.

Wenn auch immer ich mit Muslimen diskutiere (und das hier in Europa!) – Verzeihung ist für die ein Fremdwort. Wenn man dann noch davon redet, dass wir auch unsere Feinde lieben sollen (ich sag ja nicht, dass das leicht ist), dann stösst man auf das allergrösste Unverständnis. Der Islam hat rein gar nichts mit dem Christentum gemein und die schönen Phrasen im Koran, die uns irreführen sollen, verblassen gegenüber den zur Gewalt aufrufenden Suren und zählen gar nichts angesichts der Tatsachen.

Wo es lebensgefährlich ist, Christ zu werden

Exklusiv-Interview mit dem pakistanischen Minderheitenminister Bhatti

Kommt Asia Bibi mit dem Leben davon?

24/11/2010

Ob Asia Bibi nun frei ist oder nicht, ist momentan noch unklar. Radio Vatikan meldete gestern, sie sei aus der Haft entlassen und an einen unbekannten Ort gebracht worden, um sie vor Lynchjustiz zu schützen. Laut der in Asianews heute Mittag zitierten Aussage des pakistanischen Ministers für Minderheiten Bhatti ist sie allerdings bisher noch nicht frei.

Der Minister will sich heute mit Präsident Zardari treffen und ihm das Gnadengesuch überreichen. Er wurde selbst auch mit dem Tod bedroht, falls die Christin frei käme. „Ich habe keine Angst vor diesen Drohungen“, sagt der mutige Mann. „Ich bin bereit, alles für die Gerechtigkeit, an die ich glaube, zu opfern“. Hut ab.

Derweil hetzen islamistische Vereinigungen das Volk weiter auf und organisieren Demonstrationen gegen die Regierung und gegen Gouverneur Taseer, der sich ebenfalls für die Christin einsetzt und für sie die überlebenswichtige Ausreise in die USA erwirken will. Die Islamisten forden die sofortige Entlassung des Gouverneurs und beschuldigen ihn, Teil einer internationalen Verschwörung gegen das „vom Propheten Mohammed geschaffene“ Blasphemiegesetz zu sein. Wie die ganze Sache ausgeht, ist ungewiss.


Dänischer Psychologe über seine Erfahrung mit kriminellen Muslimen

Islamischer Rechtsgelehrter: Mord an Christen war richtig


Unterstützung für Asia Bibi

18/11/2010

Die fünffache Mutter und pakistanische Christin Asia Bibi wurde wegen angeblicher Prophetenbeleidigung zum Tod verurteilt. Asianews startet eine Kampagne, um ihr Leben zu retten und gleichzeitig weiter gegen das Anti-Blasphemie-Gesetz vorzugehen. Bisher sind laut Asianews noch keine Angeklagten aufgrund des Gesetzes hingerichtet worden, allerdings wurden 33 Angeklagte im Gefängnis von den Wärtern oder auf dem Weg zum/ vom Gericht umgebracht.

Asianews-Seite mit email-Adressen

kath.net-Artikel mit Aufruf des Papstes

Christen werden „Kakerlaken“ genannt

09/10/2010

Veranstaltung mit „Kirche in Not“ im Europäischen Parlament über Christenverfolgung

Über die schwierige Lage der Christen im Vorfeld des Referendums über die mögliche Teilung des Sudan hat Bischof Edward Hiiboro Kussala aus der Diözese Tombura-Yambio bei einer Veranstaltung des Europäischen Parlaments in Brüssel gesprochen. Die Christen, die vorrangig im Süden des Sudan lebten, würden in den muslimisch geprägten nördlichen Landesteilen kaum beachtet und sogar als Kakerlaken bezeichnet, so Kussala.

Bei der internationalen Tagung über die weltweite Christenverfolgung, bei der auch das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ vertreten war, sagte er, dass derzeit nicht absehbar sei, wie das Referendum ausgehen könnte: das Ergebnis könnte einerseits Frieden bringen, andererseits aber auch die Stabilität der Region gefährden und einen Krieg auslösen.

Veranstalter der Tagung im Europäischen Parlament in Brüssel waren die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE), die Europäischen Konservativen und Reformisten (ECR) sowie die Europäische Volkspartei (EVP). Berthold Pelster, Menschenrechtsexperte des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“, stellte zu Beginn vor rund 100 Zuhörern im vollbesetzten größten Sitzungssaal des Hauses die Arbeit des Hilfswerks vor und schilderte in einem Impulsreferat die schwierige Lage der Christen in China, Indien und Pakistan.

Neben Bischof Kussala berichteten drei weitere Vertreter aus Staaten, in denen die Einschränkung der Religionsfreiheit besonders gravierend ist, aus erster Hand über die Situation der Christen in ihrem Land. Eindringlich riefen sie in ihren Referaten die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung der christlichen Minderheiten in ihren Heimatländern auf.

zerstörte Kirche im Irak

Louis Sako, Erzbischof von Kirkuk (Irak), befürchtet das langsame Aussterben des Christentums in seinem Heimatland, da hunderttausende Christen wegen der andauernden Übergriffe durch radikale Islamisten das Land bereits verlassen hätten. In den vergangenen sieben Jahren seien über 50 Kirchen zum Teil zerstört, drei Priester und ein Bischof entführt und 900 unschuldige Christen getötet worden, berichtete er. Den von den USA geführten alliierten Truppen warf er vor, dass deren Einmarsch im Irak ein großes Desaster für die irakischen Familien gewesen sei. Derzeit sei die Lage chaotisch und von Angst geprägt. Christen müssten sich nach seiner Ansicht entweder für die Auswanderung entscheiden oder sich damit abfinden, Bürger zweiter Klasse zu sein. Bischof Sako sprach sich für den Verbleib der Truppen aus, aber wünschte sich klare und präzise Pläne der internationalen Gemeinschaft.

Dr. T. M. Joseph, Vorsitzender des Newman College im südwestindischen Staat Kerala, erhofft sich mehr Rechte für die Dalits, die keiner hinduistischen Kaste angehören und von höheren Kasten ausgebeutet würden. Unter den Dalits befänden sich viele Christen. Radikale Hindu-Gruppierungen hätten in der Vergangenheit christliche Dörfer angegriffen. Doch der Staat unternehme nichts gegen diese Ungerechtigkeit, so Joseph. Im Sommer 2008 kam es zum Beispiel zu blutigen Übergriffen auf Kirchen und kirchliche Einrichtungen, bei denen zahlreiche Menschen ums Leben kamen.

Das kommunistisch regierte Vietnam gehe derzeit gewalttätig gegen Christen vor, berichtete Kok Ksor, Präsident der Bergvolk-Stiftung. Er berichtete von Überfällen von Regierungstruppen im Juli und August dieses Jahres auf über 200 Dörfer in Vietnam, in denen viele Christen lebten. Menschen seien verschleppt und ins Gefängnis gebracht worden, manche seien spurlos verschwunden. Obwohl in der vietnamesischen Verfassung die Religionsfreiheit festgeschrieben sei, gehe die Regierung weiterhin gegen die christlichen Bergvölker vor, so Ksor.

Zum Abschluss stellte die COMECE eine Stellungnahme zur Religionsfreiheit vor, dass die europäischen Institutionen bei ihren Auslandsbeziehungen auch die Förderung der Religionsfreiheit im Blick haben sollten. In den nächsten Wochen soll dazu eine schriftliche Erklärung im Plenum des Europäischen Parlaments vorgelegt werden.

Berthold Pelster lobte die Veranstaltung zur Christenverfolgung im Haus des Europäischen Parlaments als gehaltvoll und gut organisiert. Das große und parteiübergreifende Interesse zeige die Brisanz des Themas. Eindrücklich hätten die Referenten aus den besonders betroffenen Staaten ihre Situation geschildert.

(Quelle: Kirche in Not)