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Palmsonntag

29/03/2015

Hier geht es zur Palmsonntags-Vision von Maria Valtorta

Palmsonntag Valtorta

Palmsonntag

23/03/2013

zum Palmsonntag 2013: Lukas 22,14-71.23,1-56.

Hier ist die Valtorta-Vision zum Einzug Jesu in Jerusalem zu finden

Palmsonntag

1. April 2012: Palmsonntag

31/03/2012

Die Vision der Maria Valtorta zum Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag ist HIER NACHZULESEN. 

Palmsonntag

16/04/2011

Die Schilderung Maria Valtortas vom Einzug Jesu in Jerusalem findet ihr hier.

Palmsonntag – Der Einzug Jesu in Jerusalem

27/03/2010

Jesus hat gerade das Haus betreten, dessen Bewohner er segnet, als draussen heiteres Schellengeläut und fröhliche Stimmen hörbar werden. Bald darauf erscheint das hagere, blasse Gesicht Isaaks im Türspalt. Der getreue Hirte kommt herein und kniet vor seinem Herrn Jesus nieder.

Durch die nun offene Tür kann man eine Unzahl von Köpfen sehen, und hinter ihnen noch mehr… Man stösst sich, drängelt, will sich durchzwängen… Frauen rufen, Kinder, die mitten ins Gedränge geraten sind, weinen. Begrüssungen, festlicher Lärm: „Glücklich dieser Tag, der dich wieder zu uns bringt! Der Friede sei mit dir, Herr! Willkommen, Meister, der du unsere Treue belohnst!“

Jesus steht auf und gibt ein Zeichen, dass er reden will. Alle schweigen, und klar erklingt die Stimme Jesu.

„Der Friede sei mit euch! Drängelt nicht so. Wir gehen jetzt miteinander zum Tempel hinauf. Ich bin gekommen, um mit euch zusammen zu sein. Friede! Friede! Tut euch nicht weh. Macht Platz, meine Lieben! Lasst mich hinaus und folgt mir, dann wir wollen zusammen in die heilige Stadt einziehen.“

Die Leute gehorchen wohl oder übel und gehen etwas zur Seite, so dass Jesus herauskommen und das Eselsfüllen besteigen kann. Der er wählt das Füllen, auf dem noch nie jemand geritten ist, als sein Reittier. Einige reiche Pilger in der Menge haben ihre prächtigen Mäntel über den Rücken des Tierchens gebreitet, und einer der Männer setzt ein Knie auf den Boden und bietet dem Herrn das andere als Steigbügel an. Er steigt auf das Füllen, und der Zug setzt sich in Bewegung. Auf der einen Seite des Meisters geht Petrus, Isaak auf der anderen. Dieser hält die Zügel des nicht zugerittenen Tieres, das jedoch friedlich dahintrottet, als hätte es nie etwas anderes getan, und auch nicht erschrickt über die Blumen, die man Jesus zuwirft und die oft das weiche Maul und die Augen des Eselchens treffen. Es scheut auch nicht vor den Oliven- und Palmzweigen, die man ringsum und vor ihm schwenkt oder auf den Boden wirft, um einen Blumenteppich zu bilden; noch vor den immer lauter werdenden Rufen „Hosanna dem Sohne Davids!“, die zum heiteren Himmel aufsteigen, während die Menge immer dichter und zahlreicher wird durch die neu Hinzukommenden.

Es ist nicht leicht, durch die engen, gewundenen Gässlein von Bethpage zu kommen. Die Mutter müssen ihre Kinder auf den Arm nehmen und die Männer ihre Frauen vor zu heftigen Stössen schützen. Manche Väter lassen den kleinen Sohn auf den Schultern reiten oder halten ihn über die Köpfe der Menschen, während die Kinderstimmen sich wie das Blöken der Lämmer oder das Gezwitscher der Schwalben anhören und ihre Händchen Blumen und Olivenblätter streuen, die die Mütter ihnen reichen. Viele werfen dem gütigen Jesus Kusshändchen zu…

Als er die Enge der kleinen Ortschaft verlassen hat, ordnet sich der Zug und lockert sich auf, und viele Freiwillige begeben sich an die Spitze, um die Strasse freizumachen, und andere folgen ihnen und streuen Zweige auf den Boden. Einer breitet als erster seinen Mantel als Teppich aus, dann ein anderer, dann tun es ihnen vier, zehn, hundert, tausend nach. In der Mitte der Strasse liegt nun das bunte Band der ausgebreiteten Mäntel, und nachdem Jesus vorübergeritten ist, hebt man sie wieder auf und trägt sie, zusammen mit immer neu Hinzukommenden, voraus. Und Blumen, Zweige, Palmblätter werden geschwenkt und geworfen, und immer lautere Rufe ertönen zu Ehren des Königs von Israel, des Sohnes Davids und seines Reiches.

 

Gustave Doré: Einzug Jesu in Jerusalem

Die Wachsoldaten am Tor kommen heraus, um nachzusehen, was geschieht. Aber es ist kein Aufruhr, und so bleiben sie, auf ihre Lanzen gestützt, an den Seiten des Tores stehen und betrachten erstaunt oder spöttisch lächelnd das eigenartige Gefolge dieses Königs, der auf einem Eselsfüllen daherreitet, schön wie ein Gott und demütig wie der ärmste der Menschen, sanftmütig und Segen spendend… umgeben von Frauen, Kindern und unbewaffneten Männern, die „Friede, Friede!“ rufen; dieses Königs, der vor seinem Einzug in die Stadt einen Augenblick auf der Höhe der Gräber der Aussätzigen von Hinnom und Siloe verweilt (ich hoffe, dass ich die Namen dieser Orte, an denen ich Jesus schon mehrmals Wunder an Aussätzigen habe wirken sehen, richtig schreibe) und sich etwas aufrichtet in dem einen Steigbügel, in dem er einen Fuss hat, da er nicht rittlings, sonder seitlich auf dem Eselchen sitzt. Er richtet sich auf, öffnet die Arme weit und ruft in die Richtung dieser schrecklichen Hänge, an denen sich furchterregende Gesichter und Körper zeigen. Sie sehen Jesus an und lassen den klagenden Ruf der Aussätzigen erschallen: „Unrein, unrein“, um Unvorsichtige abzuschrecken, die sogar auf die verseuchten, verpesteten Felsen steigen würden, um Jesus besser zu sehen. „Wer an mich glaubt, rufe meinen Namen an, und er wird durch ihn geheilt werden!“ Dann segnet Jesus sie, setzt seinen Weg fort und gebietet Judas von Kerioth: „Du wirst Lebensmittel für die Aussätzigen kaufen und sie ihnen vor dem Abend zusammen mit Simon bringen.“

Als der Zug durch das Tor von Siloe zieht und sich wie ein Strom durch den Vorort Ophel in die Stadt ergiesst, gleicht jede Terrasse einem kleinen, in der Luft schwebenden Platz voller Menschen, die Blumen werfen und duftende Essenzen auf die Strasse hinunterschütten und versuchen, den Meister damit zu treffen. Die Luft ist erfüllt vom Duft der unter den Füssen des Volkes sterbenden Blüten und der Essenzen, die ihren Wohlgeruch verbreiten, bevor sie in den Staub der Menge fallen. Das Geschrei der Volksmenge scheint lauter zu werden und es hört sich an, als ob jeder in ein Horn blase, denn die zahlreichen Gewölbe von Jerusalem verstärken die Rufe durch ihren Widerhall.

Ich höre Rufe und mir scheint, es ist das: „Schalom, Schalom, Melech!“ das sich auch bei den Evangelisten findet. Das Geschrei nimmt kein Ende und gleicht dem Brausen einer stürmischen See. Das Tosen einer Sturzwelle, die den Strand und die Klippen peitscht, ist noch nicht vorüber, da folgt schon die nächste Welle, setzt es fort und verstärkt das Getöse, pausenlos. Ich bin halb taub davon.

Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. XI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz:book@parvis.ch, www.parvis.ch