Posts Tagged ‘Papst’

Unerhört: Papst diskriminiert Kaninchen!

20/01/2015

Anscheinend hat unser Papst während des Rückflugs von den Philippinen Journalisten gegenüber folgenden Ausspruch getan (laut kathpress): „Einige glauben – entschuldigt bitte das Wort -, um gute Katholiken zu sein, müssen wir sein wie Kaninchen, nicht wahr? Nein. Verantwortete Elternschaft. Das ist klar.“

Aber natürlich entschuldigen wir das Wort, nur welches meint er eigentlich, unser Papst? Glauben? Katholiken? Oder gar Kaninchen? Das ginge allerdings entschieden zu weit! Die armen Kanickel müssten wieder mal herhalten!

Wir sind Herrn Leowsky, dem Präsident des Zentralverbandes Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter sehr dankbar, dass er diese unschuldigen Tierlein sofort verteidigt und gleichzeitig noch andere tolle Vorschläge macht: „Er sollte vielleicht mal darüber nachdenken, solche Redensarten gehen zu lassen und dafür die Verhütung freigeben.“ Jawollja, lasse er sie doch gehen oder von mir aus auch fahren oder hoppeln, diese cuniculophoben Redensarten! Freie Verhütung für die Kaninchen!

Der Stolz eines jeden Züchters - wir brauchen mehr davon!

Der Stolz eines jeden Züchters – wir brauchen mehr davon!

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Papstbeleidigung

10/07/2012

Unter

info [ät] presserat.de

kann beim Deutschen Presserat, der u.a. dafür da ist, „Missstände im Pressewesen festzustellen und auf deren Beseitigung hinzuwirken“, Beschwerde gegen die beiden Titanic-Coverbilder eingelegt werden. Immerhin hat der Vatikan eine einstweilige Verfügung erreicht, d.h. das „Satiremagazin“ darf die Ausgabe mit den beleidigenden Bildern nicht mehr verbreiten (siehe kath.net).

Trotzdem sollten wir Katholiken uns zahlreich zu Wort melden und unserem Missfallen deutlich Ausdruck verleihen!

Unser Papst, der Stellvertreter Christi

31. Januar: Gedenktag Hl. Johannes Bosco

31/01/2012

Die Vision des Hl. Don Bosco vom Mai 1862

„Stellt euch vor, wir befinden uns an der Küste des Meeres oder besser noch auf einer einsamen Klippe und sehen kein Land außer dem Boden unter unseren Füssen. Auf dem weiten Meer erkennen wir eine unzählbare Menge von Schiffen, die sich für eine Seeschlacht geordnet haben. Sie verfügen über eiserne Schiffsschnäbel und sind mit Kanonen, Gewehren, sonstigen Waffen jeglicher Art und Brandsätzen ausgerüstet. Sie nähern sich einem Schiff, das viel größer ist als das ihrige und versuchen, dieses mit ihren spitzigen Schnäbeln zu beschädigen, es anzuzünden und ihm jeden nur möglichen Schaden zuzufügen. Das große Schiff wird von vielen kleinen Booten begleitet, die von ihm Befehle empfangen und das majestätische Schiff gegen die feindliche Flotte verteidigen. Sie haben starken Gegenwind und das aufgewühlte Meer scheint die Angreifer zu begünstigen.

Don Bosco im Jahr 1886

Mitten im weiten Meer stehen in geringem Abstand voneinander zwei mächtige Säulen. Die eine wird von einer Statue der Immaculata gekrönt, zu deren Füssen steht: „Auxilium christianorum“ (Helferin der Christen), auf der zweiten, viel höheren und mächtigeren Säule sehen wir eine übergroße Hostie, darunter auf einem Schild die Worte: „Salus credentium“ (Heil der Gläubigen).

Der Papst als Kommandant des großen Schiffes erkennt die Wut der Feinde und damit die Gefahr, in der sich seine Getreuen befinden. Er ruft deshalb die Steuermänner der Begleitboote zur Beratung auf sein Schiff. Der Sturm wird immer heftiger; die Kommandanten müssen auf ihre Boote zurückkehren. Nach Beruhigung der See ruft der Papst die Kommandeure ein zweites Mal zu sich. Plötzlich bricht der Sturm von Neuem los. Der Papst steht am Steuer und versucht mit aller Kraft sein Schiff zwischen die beiden Säulen zu lenken, an denen viele Anker und große Haken angebracht sind. Die feindlichen Schiffe beginnen nun mit dem Angriff und wollen das päpstliche Schiff versenken. Immer wieder versuchen sie Brandmaterial an Bord des großen Schiffes zu schleudern und feuern mit ihren Bordgeschützen aus allen Rohren. Trotz des leidenschaftlichen Kampfes der feindlichen Schiffe und des Einsatzes aller Waffen scheitert jedoch der Angriff, und das päpstliche Schiff durchpflügt, obwohl auf beiden Seiten bereits schwer angeschlagen, frei und sicher das Meer, denn kaum getroffen, schließt ein sanfter Wind, der von den beiden Säulen ausgeht, sofort jedes Leck.

Auf den Schiffen der Angreifer platzen jetzt die Kanonenrohre, die Schiffsschnäbel zerbrechen, viele Schiffe bersten auseinander und versinken im Meer. Plötzlich wird jedoch der Papst von einer feindlichen Kugel getroffen. Seine Helfer stützen ihn und richten ihn wieder auf, wenig später trifft ihn erneut ein feindliches Geschoss, und er sinkt tot zu Boden.

Bei der feindlichen Flotte erhebt sich ein Freuden- und Siegesgeschrei. Die auf dem päpstlichen Schiff versammelten Kommandeure wählen in solcher Eile einen neuen Papst, dass die Nachricht vom Tod des Steuermanns zugleich mit der Nachricht von der Wahl des Nachfolgers bei den Feinden ankommt. Jetzt verlieren diese plötzlich allen Mut, das päpstliche Schiff aber überwindet alle Hindernisse und fährt sicher zwischen die beiden Säulen, wo es vor Anker geht. Die Feinde flüchten, rammen sich gegenseitig und gehen zugrunde. Die kleinen Begleitboote des päpstlichen Schiffes rudern mit voller Kraft ebenfalls zu den beiden Säulen und machen dort fest. Auf dem Meer tritt eine große Stille ein.“

An dieser Stelle fragte Don Bosco seinen späteren Nachfolger als Generaloberer, Don Michael Rua: „Was hältst Du von dieser Erzählung?“ Don Rua antwortete: „Mir scheint, das Schiff des Papstes ist die Kirche, deren Oberhaupt er ist. Die andern Schiffe sind die Menschen, das Meer ist die Welt. Jene, die das große Schiff verteidigen, sind die treuen Anhänger des Papstes, die anderen seine Feinde, die mit allen Mitteln die Kirche zu vernichten suchen. Die beiden Säulen bedeuten, wie mir scheint, die Verehrung Mariens und der hl. Eucharistie.“

Don Bosco sagte: „Du hast gut gesprochen. Nur ein Ausdruck muss richtig gestellt werden: Die feindlichen Schiffe bedeuten die Verfolgungen der Kirche. Sie bereiten schwerste Qualen für die Kirche vor. Das, was bisher war, ist beinahe nichts im Vergleich zu dem, was noch kommen wird. Die Schiffe symbolisieren die Feinde der Kirche, die das Hauptschiff zu versenken versuchen, wenn es ihnen gelänge. Nur zwei Mittel verbleiben uns zur Rettung in dieser Verwirrung: Die Verehrung der Gottesmutter und die häufige hl. Kommunion.“

Kurzbiografie Don Bosco

Valtorta-Auszug: „Das Heil der Welt liegt in Maria

Valtorta-Auszug: „Meine durch die eigenen Priester aus den Angeln gehobene Kirche“

Das Gleichnis vom König, der seinem Sohn die Hochzeit bereitet

09/10/2011

zum Sonntags-Evangelium vom 9. Oktober 2011: Mt 22,1-14

„… Die Verbündeten, die Freunde, die Großen seines Volkes hat Gott wirklich durch seine Diener eingeladen, und er wird sie immer dringender einladen, je näher die Stunde der Hochzeit rückt. Aber sie werden die Einladung nicht annehmen, denn sie sind falsche Verbündete, falsche Freunde und nur dem Namen nach Große; denn Niederträchtigkeit steckt in ihnen.“

Jesus läßt seine Stimme immer mehr anschwellen; seine Augen sind wahre Lichtbündel im Schein des Feuers, das für ihn und die Zuhörer angezündet worden ist, um den Abend zu erhellen, da der im letzten Viertel stehende Mond erst spät aufgeht. „Ja, Niederträchtigkeit steckt in ihnen, und daher verstehen sie nicht, dass es eine Pflicht und eine Ehre für sie ist, der Einladung des Königs zu folgen.

Hochmut, Härte und Fleischeslust bilden ein Bollwerk in ihren Herzen. Und – Unglückliche, die sie sind! – sie hassen mich und wollen daher nicht zur Hochzeit kommen. Sie wollen nicht kommen. Sie ziehen der Hochzeit schmutzige Verbindungen mit der Politik, schmieriges Geld und schmutzige Sinnenlust vor. Sie ziehen die schmählichen Berechnungen, Verschwörungen, heimtückische Verschwörungen, die Täuschung und das Verbrechen vor.

Dies alles verurteile ich im Namen Gottes. Und gerade deshalb hasst man die Stimme, die spricht, und die Feste, zu welchen sie einlädt. In diesem Volk werden Henker der Diener Gottes, der Propheten gesucht. Die Propheten waren die Diener Gottes bis jetzt; meine Jünger sind die Diener von jetzt an. In diesem Volk werden Spötter gesucht, die sagen: „Ja, wir kommen“, während sie im Innern denken: „Nie und nimmer.“ Das geschieht in Israel.

Damit der Sohn eine würdige Hochzeitsfeier habe, schickt der König des Himmels seine Diener an die Wegkreuzungen, um jene einzuladen, die keine Freunde, keine Vornehmen und keine Verbündeten sind, sondern einfaches, vorüberziehendes Volk. Durch meine Hand, die Hand des Sohnes und Dieners Gottes, ist schon mit der Ernte begonnen worden.

Wer es auch sein mag, kann kommen… Es sind ihrer schon gekommen. Ich helfe ihnen, sich rein und schön für das Hochzeitsfest zu machen. Aber es sind Menschen darunter, die zu ihrem Unglück von der Hochherzigkeit Gottes Wohlgerüche und königliche Gewänder annehmen, um sich selbst erscheinen zu lassen, was sie nicht sind: als reich und würdig; sie missbrauchen die Güte, um in unwürdiger Weise zu verführen und zu verdienen… Individuen mit niederträchtiger Seele in den Fängen des abstoßenden Polyps der Laster. Sie unterschlagen wohlriechende Essenzen und Gewänder, um unerlaubten Gewinn daraus zu ziehen und sie nicht für die Hochzeit des Königssohnes, sondern für ihre Hochzeit mit dem Satan zu verwenden.

Dies alles wird geschehen, denn viele sind berufen, aber nur wenige, die in der Berufung auszuharren verstehen, auserwählt. 

Es wird aber auch geschehen, dass diese Hyänen, die das Aas der lebendigen Nahrung vorziehen, zur Strafe aus dem Festsaal in die Finsternis des ewigen Sumpfes geworfen werden, in welchem Satan bei jedem Sieg über eine Seele sein schreckliches Gelächter ausstößt, und in dem auf ewig das Klagen der Verzweiflung der Törichten ertönt, die dem Bösen folgten statt der Güte, die sie gerufen hatte.

 


Erhebt euch und lasst uns zur Ruhe gehen. Ich segne euch alle, ihr Bewohner von Bethanien, alle. Ich segne euch und schenke euch meinen Frieden. Und ich segne besonders dich, Lazarus, mein Freund, und dich, Martha. Ich segne meine alten und meine neuen Jünger, die ich in die Welt sende, um zur Hochzeit des Königs einzuladen. Kniet euch alle nieder, ich will euch segnen.

Petrus, sag das Gebet, das ich euch gelehrt habe; sage es hier, an meiner Seite stehend, denn so muss es von dem gesagt werden, der von Gott dazu bestimmt ist.“

Die ganze Versammlung kniet nieder im Heu. Nur Jesus steht in seinem Leinenkleid groß und schön da, Petrus neben ihm, ist aufgeregt, beinahe zitternd. Er betet mit seiner nicht schönen, aber männlichen Stimme langsam, aus Angst, einen Fehler zu machen: „Vater unser…“

Man hört vereinzelt Schluchzen… von Männern, von Frauen… 

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band IV von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Weiche von mir…!“

28/08/2011

zum Sonntagsevangelium am 28. August 2011: Mt 16,21-27

… Jesus, der sich etwas zu Petrus geneigt hat, um sein Geflüster anzuhören, richtet sich nun ernst auf, seine Augen funkeln verärgert, und er ruft so laut, dass alle hören können, was allen gilt: „Weiche von mir, der du in diesem Augenblick ein Satan bist und mir rätst, dem Vater im Himmel meinen Gehorsam zu verweigern! Um ihm zu gehorchen, bin ich gekommen, nicht um der Ehren willen! Du, der du mir zum Hochmut, zum Ungehorsam und zur lieblosen Härte rätst, versuchst, mich zum Bösen zu verführen. Geh, du bist mir ein Ärgernis! Du verstehst nicht, dass die Größe nicht in den Ehren, sondern im Opfer besteht, und dass es nichts bedeutet, in den Augen der Menschen ein Wurm zu sein, wenn Gott uns als Engel erachtet! Du törichter Mensch verstehst nicht, worin die Größe Gottes und die Weisheit Gottes bestehen, und siehst, urteilst, fühlst und sprichst aus dem, was des Menschen ist!“

Der arme Petrus, vernichtet von diesem strengen Tadel, entfernt sich beschämt und weint… und es sind nicht Tränen der Freude, wie vor einigen Tagen, sondern es ist das trostlose Weinen eines Menschen, der begreift, dass er Schuld auf sich geladen und den betrübt hat, den er liebt. Jesus lässt ihn weinen, löst die Riemen seiner Sandalen, hebt sein Gewand etwas hoch und watet durch den Bach. Die anderen machen es ihm schweigend nach. Niemand wagt, ein Wort zu sagen. Als letzter folgt Petrus, der vergeblich von Isaak und dem Zeloten getröstet wird. Andreas wendet sich mehr als einmal nach ihm um und flüstert Johannes, der sehr betrübt ist, etwas zu. Doch Johannes schüttelt nur den Kopf.

Da faßt Andreas Mut, eilt nach vorn und holt Jesus ein. Leise ruft er, mit einem merklichen Zittern in der Stimme: „Meister, Meister…!“

Jesus läßt ihn mehrmals rufen, und schließlich dreht er sich um und fragt streng: „Was willst du?“

„Meister, mein Bruder ist betrübt… Er weint…“

„Er hat es verdient!“

„Das ist wahr, Herr. Aber er ist doch nur ein Mensch… und kann nicht immer richtig reden.“

„In der Tat, heute hat er sehr schlecht geredet“, antwortet Jesus. Er ist schon weniger streng, und ein Anflug von Lächeln mildert das göttliche Auge.

Andreas faßt Mut und fährt mit seiner Fürsprache zugunsten seines Bruders fort: „Doch du bist gerecht und weißt, dass es die Liebe zu dir war, die ihn hat irren lassen…“

„Die Liebe muss Licht sein und nicht Finsternis. Er hat sie in Finsternis gewandelt und seinen Geist damit umhüllt.“

„Das ist wahr, Herr. Aber die Binden kann man entfernen, wenn man den Willen dazu hat. Es ist nicht dasselbe, wie wenn im Geist selbst Finsternis herrscht. Die Binden sind eine Hülle. Der Geist ist das Innere, der lebendige Kern… Das Innere meines Bruders ist gut.“

„Er soll also die Binden entfernen, mit denen er seinen Geist umhüllt hat.“

„Er wird es gewiss tun, Herr, und er tut es schon. Dreh dich um und schau, wie sein Gesicht entstellt ist vom Weinen, weil du ihn nicht tröstest. Warum bist du so streng mit ihm?“

„Weil er die Pflicht hat, der ‚Erste‘ zu sein, da ich ihm diese Ehre verliehen habe. Wer viel empfängt, muss auch viel geben…“

„Oh, Herr, das ist wahr. Aber erinnerst du dich nicht an Maria des Lazarus? An Johannes von Endor? An Aglaia? An die Schöne von Chorazim? An Levi? Diesen hast du alles gegeben, und sie haben dir noch nichts anderes gegeben als die Absicht, sich erlösen zu lassen… Herr…! Du hast mich erhört zugunsten der Schönen von Chorazim und der Aglaia. Willst du mich nicht für deinen und meinen Simon erhören, der aus Liebe zu dir gesündigt hat?“

Hl. Andreas

Jesus senkt seinen Blick zu dem Sanften, der eifrig und eindringlich für seinen Bruder bittet, so wie er es schweigend für Aglaia und die Schöne von Chorazim getan hat, und sein Antlitz erstrahlt. „Geh und rufe mir deinen Bruder und bringe ihn her zu mir!“ sagt er.

„Oh, danke, mein Herr! Ich gehe… „, und er eilt davon, behende wie eine Schwalbe.

„Komm, Simon! Der Meister grollt dir nicht mehr. Komm, er will dir etwas sagen.“

„Nein, nein. Ich schäme mich… Es ist noch nicht lange her, dass er mich getadelt hat… Er ruft mich, um mich noch einmal zu tadeln…“

„Wie schlecht du ihn kennst! Auf, komm! Meinst du, ich würde dir ein neues Leid antun? Wenn ich nicht sicher wäre, dass dich bei ihm eine Freude erwartet, würde ich nicht darauf bestehen. Komm!“

„Aber was soll ich ihm denn sagen?“ fragt Petrus und begibt sich etwas widerstrebend zu Jesus. Seine Menschlichkeit hält ihn zurück, jedoch sein Geist, der nicht ohne Willfährigkeit gegenüber Jesus und seiner Liebe sein kann, spornt ihn an.

„Was soll ich ihm sagen?“ fährt er fort zu fragen.

„Nichts! Zeig ihm dein Gesicht, das wird genügen“, ermuntert ihn der Bruder.

Alle Jünger, an denen die Brüder vorübergehen, schauen sie lächelnd an, denn sie verstehen, was vor sich geht.

Sie haben Jesus nun eingeholt, aber im letzten Augenblick bleibt Petrus stehen.

Andreas macht keine Geschichten mehr, und mit einem energischen Ruck, wie er es bei einem Boot tut, wenn er es ins Wasser schiebt, stößt er ihn vorwärts. Jesus bleibt stehen. Petrus erhebt sein Gesicht… Jesus senkt seinen Blick… Sie schauen einander an. Zwei dicke Tränen rollen über die geröteten Wangen des Petrus…

„Komm her, du großes, unbedachtes Kind, dass ich dir als Vater die Tränen trockne“, sagt Jesus, hebt seine Hand, auf der noch das Mal des Steinwurfs von Gischala sichtbar ist, und wischt mit seinen Fingern die beiden Tränen ab.

„O Herr, hast du mir verziehen?“ stottert Petrus zitternd, indem er die Hand Jesu in die seine nimmt und ihn mit Augen eines treuen Hündleins anschaut, das sich von seinem erzürnten Herrn verzeihen lassen will.

„Ich habe dich nie verurteilt…“

„Aber vorhin…“

„Habe ich dich geliebt! Es ist Liebe, nicht zu erlauben, dass die Verirrung des Gefühls und der Weisheit in dir Wurzel faßt. Du mußt in allem der erste sein, Simon Petrus!“

„Dann… dann… liebst du mich immer noch? Willst du mich wieder haben? Nicht, dass ich den ersten Platz haben will, weißt du? Mir genügt auch der letzte. Aber ich will bei dir sein, in deinen Diensten… und in deinem Dienste sterben, mein Herr und Gott!“

Jesus legt ihm den Arm um die Schultern und zieht ihn an seine Seite. Da bedeckt Simon, der die andere Hand Jesu noch nicht losgelassen hat, diese mit Küssen. Selig flüstert er: „Wie sehr habe ich gelitten…! Danke, Jesus!“

„Bedanke dich eher bei deinem Bruder, und wisse in Zukunft deine Last mit Gerechtigkeit und Heldenmut zu tragen. Wir wollen nun auf die anderen warten. Wo sind sie?“

Sie sind dort stehengeblieben, wo Petrus Jesus eingeholt hat, um dem Meister die Möglichkeit zu geben, mit seinem gedemütigten Apostel zu reden. Jesus winkt ihnen zu, dass sie herankommen sollen. …

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band VI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Selig, selig, selig die, welche wahrhaftig an Mich zu glauben wissen. Immerdar.“

„Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“

20/08/2011

zum Sonntagsevangelium vom 21. August 2011: Mt 16,13-20

(…) „Doch ihr, was meint ihr, wer ich bin? Sagt es, ohne Rücksicht auf meine Worte oder auf die anderer. Wenn ihr über mich urteilen müßtet, was würdet ihr von mir sagen?“

„Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“, ruft Petrus, indem er sich mit zum Himmel erhobenen Armen niederkniet und zu Jesus aufschaut, der mit strahlendem Antlitz auf ihn niedersieht und sich über ihn neigt, um ihm wieder aufzuhelfen und ihn zu umarmen mit den Worten:

„Selig bist du, Simon, Sohn des Jonas! Denn nicht Fleisch und Blut haben dir das geoffenbart, sondern mein Vater, der im Himmel ist. Vom ersten Augenblick an, da du zu mir gekommen bist, hast du dir diese Frage gestellt, und da du einfach und redlich bist, hast du die Antwort, die dir der Himmel eingab, verstanden und angenommen. 

Bevor du mir begegnet bist, hattest du keine übernatürlichen Zeichen erfahren, wie dein Bruder und Johannes und Jakobus. Du kanntest meine Heiligkeit als Sohn, als Arbeiter, als Bürger nicht, wie Judas und Jakobus, meine Brüder. Bevor du mein Jünger wurdest, hattest du kein Wunder gesehen, noch hatte ich dir ein Zeichen meiner Macht gegeben, wie ich es bei Philippus, Nathanael, Simon dem Kananäer, Thomas und Judas tat. Du wurdest nicht von meinem Willen überwältigt wie Levi, der Zöllner, und dennoch hast du vom ersten Augenblick an ausgerufen: „Er ist der Gesalbte!“. Von der ersten Stunde an, da du mich gesehen hattest, glaubtest du, und nie wurde dein Glaube durch etwas erschüttert. Deshalb habe ich dich Kephas genannt, und deshalb werde ich auf dir, dem Felsen, meine Kirche erbauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben, und was immer du auf Erden binden wirst, wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, wird auch im Himmel gelöst sein, o du getreuer und kluger Mensch, dessen Herz ich erproben konnte. Jetzt, von diesem Augenblick an, bist du das Haupt, dem Gehorsam und Achtung gebührt, wie mir selbst. Dazu ernenne ich ihn vor euch allen.“

Pietro Perugino

Wenn Jesus Petrus unter einem Hagel von Vorwürfen niedergeschmettert hätte, wäre sein Weinen nicht so heftig gewesen. Er weint, von Schuchzen geschüttelt, das Antlitz an der Brust Jesu. Ein Weinen ist es, das sich nur wiederholt hat, als ihn der Schmerz über die Verleugnung Jesu übermannte. Jetzt ist es ein Weinen, das tausend demütigen und guten Gefühlen entspringt… Ein weiteres kleines bisschen des alten Simon – des Fischers von Bethsaida, der bei der ersten Verkündigung von Seiten seines Bruders lachend und ungläubig geantwortet hat: „Ausgerechnet dir soll der Messias erscheinen…! Ausgerechnet dir!“ – Ein weiteres kleines bisschen des alten Simon bröckelt ab unter diesen Tränen und läßt unter der dünner werdenden Kruste seiner Menschlichkeit immer klarer den Petrus, das Oberhaupt der Kirche Christi, erscheinen.

Als er sein Haupt scheu und verwirrt erhebt, weiss er nur eines zu tun, um alles auszudrücken, alles zu versprechen und sich Kraft zu holen für seine neue Aufgabe: er wirft seine kurzen, muskulösen Arme um den Hals Jesu und zwingt ihn so, sich zu ihm herabzuneigen und ihn zu küssen, wobei seine etwas struppigen und graumelierten Haare und sein Bart sich mit den weichen, goldfarbenen Haaren und dem Barte Jesu vermischen. Dann schaut er ihn anbetend, liebevoll und flehend an mit seinen großen, leuchtenden und von den Tränen geröteten Augen, während er mit den mit Schwielen bedeckten, breiten, kurzen Händen das asketische Antlitz des Meisters ergreift, das sich über das seinige neigt, als wäre es ein Gefäß, aus dem Lebenssäfte fließen… und er trinkt, trinkt, trinkt Süßigkeit und Gnade, Sicherheit und Stärke aus diesem Antlitz, aus diesen Augen, aus diesem Lächeln…

Schließlich trennen sie sich und setzen ihren Weg nach Caesarea Philippi fort, und Jesus sagt zu allen: „Petrus hat die Wahrheit gesagt. Viele ahnen sie, ihr kennt sie. Aber sagt vorläufig niemandem, was dieser Christus gemäß der vollen Wahrheit, die ihr erkennt, ist. Laßt Gott in den Herzen sprechen, wie er in den euren spricht. Wahrlich, ich sage euch, dass alle, die meine oder eure Aussagen mit einem vollkommenen Glauben und einer vollkommenen Liebe verbinden, dahin gelangen werden, den wahren Sinn der Worte ‚Jesus, Christus, das Wort, der Sohn des Menschen und Gottes‘ zu verstehen.“

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band VI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Pakistan: Proteste gegen den Papst geplant

13/01/2011

Wie Asianews berichtet, versuchen pakistanische Islamisten nun den Papst einzuschüchtern, bzw. zum Schweigen zu bringen. Er hatte am Montag vor den Diplomaten des Vatikan die Abschaffung des Blasphemiegesetzes gefordert. Seine Aussage könne „die ganze Welt in einen blutigen Krieg“ stürzen, seine Forderung sei „ungesund und ein Handlungsschema, um die Sicherheit der christlichen Minderheit Pakistans zu gefährden“ behauptet ein islamistischer Politiker des Landes. Was für eine Verdrehung der Wahrheit!


Derweil meldet der Fidesdienst, dass das islamische Netzwerk „Allianz zum Schutz der Ehre des Propheten“ für morgen, Freitag den 14. Januar, landesweit Proteste gegen unseren Papst geplant hat. Man kann sich jetzt schon vorstellen, wie hasserfüllt die ausfallen werden.

Blasphemie-Gesetz: Mörder wird als Held gefeiert

11/01/2011

Nachdem letzte Woche Salman Taseer, der pakistanische Gouverneur des Punjab, der sich gegen das Blasphemie-Gesetz und für die Begnadigung der Christin Asia Bibi eingesetzt hatte, von seinem eigenen Leibwächter (!) getötet worden ist, berichtet asianews, dass derzeit in Pakistan Beifallskundgebungen für den Mörder (und Verräter) stattfinden.

Salman Taseer

Während am Sonntag die pakistanischen Christen des Ermordeten in der Messe gedachten und für ihn beteten, demonstrierten rund 50.000  aufgebrachte und teilweise mit Stöcken bewaffnete Menschen in Karachi gegen eine Änderung des Blasphemie-Gesetzes. Die während der Kundgebung auftretenden Redner hetzten die Menge weiter auf, indem sie sagten, der Gouverneur sei selbst für seinen Mord verantwortlich und das Blasphemie-Gesetz sei göttlich und niemand dürfe es ändern. Gleichzeitig riefen sie zu weiteren Kundgebungen auf.

Papst Benedikt XVI hat gestern in seiner Neujahrsansprache zu dem beim beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomatischen Corps das Blasphemie-Gesetz besonders erwähnt und die pakistanischen, Verantwortungsträger erneut aufgefordert, „die nötigen Anstrengungen zu unternehmen, es aufzuheben, um so mehr, da es offensichtlich als Vorwand dient, um Ungerechtigkeit und Gewalt gegen die religiösen Minderheiten zu provozieren“.

Für die inhaftierte Christin Asia Bibi gibt es bisher keinen weiteren Hoffnungsschimmer. Da ein Selbstmordattentat auf das Gefängnis befürchtet wird, wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, was aber – wie im Fall Taseer erneut bewiesen – keinerlei Garantie für ihr Überleben bedeutet.

Papst im Bundestag

17/12/2010

Also, das ist doch klasse, dass unser Papst dort reden wird während seiner Deutschlandreise im September 2011! Und wenn die grünen Kasper aus Protest den Bundestag verlassen wollen, dann sollen sie das doch tun. Wie meinte der CDU Generalsekretär Gröhe über die Grünen ganz richtig? Sie sind „einfach nur noch gegen alles und jeden.“ Die Bundesregierung weiss anscheinend noch nicht, was sie von der ganzen Sache halten soll: „man ist noch im Meinungsbildungsprozess“. Na, dann bildet mal schön.

Sieg der streitenden Kirche über ihre Feinde (3)

30/11/2010

Die stigmatisierte Ordensschwester Anna Katharina Emmerich (1774-1824) aus Westfalen hatte sowohl Visionen aus dem Alten und Neuen Testament, als auch prophetische Visionen über die Zukunft der katholischen Kirche. Der Film „Die Passion Christi“ von Mel Gibson basiert hauptsächlich auf den Visionen der Seherin aus dem Buch „Das bittere Leiden unseres Herrn Jesu Christi“.  2004 wurde sie selig gesprochen.

Wir veröffentlichen hier einige Auszüge aus dem Band „Geheimnisse des Alten und des Neuen Bundes“ mit freundlicher Genehmigung des CHRISTIANA-Verlags, CH-8260 Stein am Rhein, www.christiana.chinfo@christiana.ch, Tel. +41-527 414 131.

Vision vom 10. August 1820

„Ich sehe den Heiligen Vater in großer Bedrängnis. Er bewohnt einen andern Palast und läßt nur wenige Vertraute vor sich.

Würde die schlechte Partei ihre große Stärke kennen, sie wäre schon losgebrochen. Ich fürchte, der Heilige Vater wird vor seinem Ende noch große Drangsale leiden müssen. Die schwarze Afterkirche sehe ich im Wachsen und in üblem Einfluß auf die Gesinnung. Die Not des Heiligen Vaters und der Kirche ist wirklich so groß, daß man Tag und Nacht zu Gott flehen muß. Es ist mir viel zu beten aufgetragen für die Kirche und den Papst…

Ich ward diese Nacht nach Rom geführt, wo der Heilige Vater in großer Bedrängnis noch verborgen ist, um üblen Zumutungen zu entgehen. Er ist sehr schwach und von Trauer, Sorge und Gebet ganz erschöpft. Er hat sich hauptsächlich verborgen, weil er vielen nicht mehr trauen kann. Es ist aber ein alter, einfältiger, sehr frommer Priester bei ihm, der sein Freund ist, und den man als einfältig gar nicht der Mühe wert gehalten, ihn aus seiner Nähe wegzuschaffen. Dieser Mann aber hat viele Gnade von Gott. Er sieht und merkt vieles und teilt es dem Heiligen Vater treulich mit.

Diesem mußte ich mehreres im Gebet eröffnen über Verräter und schlecht Gesinnte unter den vertrautesten hohen Beamten des Heiligen Vaters, das er ihm hinterbringen mußte. Auf diese Weise ist er vor dem gewarnt, der bis jetzt alles machte, und er wird nichts mehr machen. Der Papst ist so schwach, daß er allein nicht mehr gehen kann.“


Sieg der streitenden Kirche über ihre Feinde (1)

Sieg der streitenden Kirche über ihre Feinde (2)