Posts Tagged ‘Paris’

Viele Ungereimtheiten bei der Charlie-Geschichte

13/01/2015
Mund der Wahrheit, Rom

Mund der Wahrheit, Rom

 

Man muss kein sogenannter „Verschwörungstheoretiker“ sein, um mitzukriegen, dass vieles unstimmig ist bei den von offizieller Seite verbreiteten Versionen über die Anschläge in Paris. Wer sich nur etwas im Netz auf die Suche macht, findet jede Menge Stolpersteine: die von einer Zeugin beschriebenen blauen Augen eines Attentäters, der „vergessene“ Ausweis, der (angebliche) Selbstmord des ermittelnden Kommissars, der Bericht des Druckereibesitzers, der den Terroristen Kaffee gekocht hat und sagt, dass sie um ihn besorgt waren, weil er keine kugelsichere Weste anhatte, das Vorgehen der Spezialeinheiten beim Erschießen der verschanzten Männer und so einiges mehr.

Zusätzliches Unbehagen: Millionen Menschen, die plötzlich Charlie sind und jene daneben finden, die nicht Charlie sein wollen. Politiker, die untergehakt wie die besten Freunde einträchtig für „die Freiheit“ demonstrieren, aber Edward Snowden seinem Schicksal überlassen haben. Eine Abstimmung der Leser auf der Figaro-Seite, die mit 84% dafür stimmen, eine Ausnahmegesetzgebung für Terrorismus einzuführen usw.

Parallelen zum World Trade Center sind unverkennbar. Auch damals waren anscheinend offensichtlich islamistische Täter am Werk, trotzdem bezweifeln noch immer Millionen von Menschen die offiziell verbreitete Version zu den Hintergründen des Anschlags. Wir kennen auch die Wahrheit von Paris nicht, aber so simpel-dimpel wie uns die Geschichte verkauft wird, verhält sich das mit Sicherheit alles nicht.

Sind wir Charlie?

08/01/2015

Eine Welle der Solidarität geht durch das zerbröckelnde Frankreich und die Politiker schüren und nutzen sie einstimmig. Es war schon verwunderlich, dass es so lange ruhig blieb in diesem Land, in dem rund 7,5% der Bevölkerung Muslime sind (Tendenz rapide steigend) und von denen wiederum viele zu den knapp 25% Arbeitslosen unter 25 Jahren zählen. Während Nicolas Sarkozy gewisse Problemzonen noch mit dem Karcher reinigen wollte und sich daher unter den meisten Immigranten keiner großen Beliebtheit erfreute, gelang es François Hollande mit schleimigen Versprechungen deren Wählerstimmen einzufangen.

Spätestens nach dem Einstieg der Grande Nation in den Kampf gegen die IS-Kämpfer im September 2014 (angeblich um den islamistischen Terrorismus zu bekämpfen) war klar, dass in Frankreich jederzeit ein Pulverfass hochgehen kann, und das ist nun gestern in Paris geschehen. Getroffen hat es Mitarbeiter einer satirischen Zeitschrift, die sich gerne an den großen Religionen gütlich taten und gelegentlich durchaus die Grenzen des Humors in Richtung Gehässigkeit überschritten. Während beleidigte Christen sich meist nicht einmal verbal zur Wehr setzen, weiss heute jeder, dass man sich in Lebensgefahr begibt, wenn man sich an den Inhalten des Islam vergreift. Die Mitarbeiter von ‚Charlie Hebdo‘ haben diese Gefahr vielleicht unterschätzt und sind nun dem kaltblütigen Hass zum Opfer gefallen.

Charlie

???

Und schon geht es von allen Seiten los: Einflussreiche aller Religionen und Nationen spulen wie unter Hypnose die übliche Floskel ab: solche extremistischen Terrorakte hätten mit dem Islam nichts zu tun. Man kann es nicht mehr hören! Wo sind die öffentlichen Personen, die sich trauen, das Kind beim Namen zu nennen? Wird nicht grade großsprecherisch die Meinungs- und Pressefreiheit verteidigt, sind wir nicht alle Charlie, wie es in Frankreich allenthalben tönt? Die Empörung über das Attentat unter den Franzosen ist groß und vermutlich auch ein Ventil dafür, was in diesem Land schon lange vor sich hin gärt und leider außer von der extremen Rechten nicht thematisiert wird: die Unzufriedenheit bzw. Angst und Unsicherheit großer Teile der Bevölkerung gegenüber den nordafrikanischen, muslimischen Immigranten. Bereits heute kommt es zu wütenden Gegenangriffen an Moscheen, einer zweiten Schießerei in Paris usw. und alles könnte sich weiter hochschaukeln. 

Traurig ist auch sehr, dass die verabscheuungswürdigen Gewalttaten durch Muslime an Zigtausenden von friedlichen christlichen Kindern, Frauen und Männern in großen Teilen der Welt, vor allem in jüngster Zeit im Irak, in der Mainstream-Presse und in der Bevölkerung so gut wie keinen Widerhall erfahren, während die gestern ermordeten Journalisten bereits als Märtyrer bezeichnet werden. Was hat sich eigentlich geändert in den letzten 2000 Jahren?