Posts Tagged ‘Priester’

Der gute Hirte

29/04/2012

zum Sonntagsevangelium vom 30. April 2012: Joh 10,11-18

„Ich allein bin das Tor“

„Ich und der Vater sind eins“

„Wehe den Hirten, die sich selbst weiden“

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Siebenundsiebzigmal verzeihen

10/09/2011

zum Sonntagsevangelium vom 11. Sept. 2011: Mt 18,21-35

„… So wird auch mein Vater mit euch verfahren, wenn ihr unbarmherzig gegen die Brüder seid; denn nachdem ihr so viel von Gott erhalten habt, seid ihr ihm mehr schuldig als ein einfacher Gläubiger. Bedenkt, dass ihr mehr als alle anderen die Pflicht habt, ohne Sünde zu sein. Bedenkt, dass Gott euch eine große Summe vorstreckt, aber auch verlangt, dass ihr Rechenschaft darüber ablegt. Denkt daran, dass niemand mehr als ihr Liebe üben und verzeihen können muss. 


Seid keine Knechte, die viel für sich haben wollen, aber nichts denen abgeben, die sie darum bitten. Wie ihr tut, so wird auch euch getan werden. Und es wird von euch auch Rechenschaft gefordert über die Taten derjenigen, die durch euer Beispiel zum Guten oder zum Bösen angeleitet worden sind. Oh, wahrlich, wenn ihr andere heiligt, werdet ihr eine große Herrlichkeit im Himmel besitzen! Aber wenn ihr Verderber oder träge im Heiligen seid, werdet ihr hart bestraft werden.

Ich sage es euch noch einmal! Wenn einer von euch sich nicht bereit fühlt, Opfer seiner eigenen Mission zu sein, soll er weggehen, aber nicht gegen sie fehlen. Er lasse es weder an seiner eigenen Ausbildung noch an der der anderen fehlen, wo es sich um wahrhaft schwerwiegende Dinge handelt. Er muss sich Gott zum Freund machen, indem er in seinem Herzen immer Vergebung für die Schwachen hegt. Denn seht, jeder, der dem Nächsten zu verzeihen weiss, wird auch von seinem Vater Verzeihung erlangen. …“

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Der Zölibat ist gottgewollt

05/07/2011

18. Mai 1944 

Jesus sagt:

Wenn in der Wandlung die Gestalten Fleisch und Blut werden, inkarniere Ich mich wie damals. Nicht im Schoß der hl. Jungfrau. Aber in den Händen eines Jungfräulichen. Deshalb sollen Meine Priester von engelgleicher Jungfräulichkeit sein. Wehe den Entweihern (Profanierern), die mit von fleischlicher Vereinigung besudeltem Körper den Leib Gottes berühren!

Wenn nämlich euer Körper der Tempel des Heiligen Geistes ist und deshalb heilig und keusch gehalten werden soll, so muss der Körper des Priesters, auf dessen Befehl hin Ich vom Himmel herabsteige, um göttliches Fleisch und Blut zu werden, und Mich wie in eine Wiege in seine Hände lege, reiner als eine Lilie sein. Und mit dem Körper der Sinn, das Herz und die Zunge.

Auszug aus “Die Hefte 1944″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz:book@parvis.ch, www.parvis.ch

Der Gehorsam ist das Kennzeichen eines Dieners Gottes

29/05/2011
(zum Sonntags-Evangelium vom 29. Mai 2011: Johannes 14,15-21)

16. Dezember [1943]

Numeri, Kap. 23,12.19.21

Jesus sagt:

„Der wahre Diener Gottes erwidert auf jedweden Druck menschlicher Kräfte, die ihn von den Wegen Gottes abbringen wollen: „Kann ich denn vielleicht anderes sagen oder tun, als das, was der Herr mir aufgetragen hat?“

Der Gehorsam auf den göttlichen Befehl, was auch immer dieser Befehl sei, ist das Kennzeichen eines Dieners Gottes. Es gibt unendlich viele göttliche Anforderungen, und alle sind durch eine Liebesabsicht gerechtfertigt. Dem einen auferlege Ich zu schweigen, dem anderen zu reden, wieder einem, sich zu isolieren, und einem anderen, sich zum Anführer von Seelen zu machen. Dem einen gebe ich übernatürliche Schauungen und dem anderen eine übernatürliche Stimme. Also:  Meine Diener sollen nach meinem Willen handeln, dann werden sie Mir in ihren Verdiensten ohne Unterschied sein.

Ich übe keinen Zwang in der Weise aus, dass ihr mir nicht euren Gehorsam verweigern könntet. Nein, nicht einmal die, welche so weich wie ein zum Spinnen fertiges Baumwollflöckchen in Meiner Hand sind, werden von Mir zum Gehorsam gezwungen. Aber je mehr sie „Mir“  angehören, desto leichter fällt ihnen der Gehorsam und ist ihnen lieb,  so dass sie auch auf Kosten der Gefährdung – denn die Welt hasst ja die, die sich Gott zu eigen geben – und ihrer Leiden – denn die Welt lässt ihren Hass in Leiden für Meine „Heiligen“ Blüten treiben – Meinem Auftrag treubleiben. (…)“

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

„Wehe den Hirten, die sich selbst weiden“

04/02/2011

28. Oktober [1943]

Jesus sagt:

„(…) Tochter, schreibe: „Wehe den Hirten, die sich selbst weiden“ (1). Seelenhirten und Menschenhirten, Meine Priester und die Oberhäupter der Nationen.

Die furchtbare Verantwortung, Verwalter von Menschenleben und von ewigen Menschenleben zu sein, kann nicht anders als in Heiligkeit und Gerechtigkeit wahrgenommen werden, nicht anders als wenn ihr in Meiner Heiligkeit und Meiner Gerechtigkeit verbleibt. Es gibt keine anderen. Ausserhalb Gottes und Seines Gesetzes gibt es keine beständige Ehrlichkeit in den Werken. Ihr könnt für einige Zeit an der Herrschaft bleiben, aber dann stürzt ihr und seid euer eigener und der Ruin der anderen.

Ihr entstellt eure Mission; ihr weidet euch selbst statt die anderen zu weiden. Ihr verausgabt euch nicht in der heiligen und anmutigen Aufgabe, die Seelen zu stärken und zu heilen, ihr, ihre ersten Hirten, und in der rechten und gesegneten Aufgabe, eure Untertanen zu schützen, ihr, ihre zweiten Hirten. Ihr habt sie verfolgt oder habt sie vernachlässigt. Ihr habt sie verurteilt oder habt sie umgebracht. O furchtbares Urteil, das euch erwartet!

Ich wiederhole es (2): die Verzweiflungen der Untertanen fallen auf die zurück, die diese hervorgerufen haben. Jede Verirrung, jeder Fluch auf den, der ihn auf dem Gewissen hat. Jede seelische Todesnot auf jene Priester, die nur lieblose Rigoristen zu sein verstehen.


Wehe, wehe, wehe euch Mächtigen! Aber sieben Mal wehe euch Priestern! Wenn die Ersteren eher den Leibern als den Seelen den Tod bringen, so seid ihr für den Tod der Seelen verantwortlich, angefangen von denen der Mächtigen, die ihr nicht zurückzuhalten versteht oder wenigstens nicht mit einem entschiedenen „Es ist dir nicht erlaubt“ zurückzuhalten sucht, die ihr sie durch eine verlogene Ehrerbietung ruhig ihr Böses wirken lasst; das ist Verrat an Christus.

Ich habe es euch gesagt: „Der gute Hirte gibt sein Leben hin für das seiner Schafe“. Ihr achtet darauf, das eure zu bewahren; und die Schafe, die grossen und die kleinen, haben sich als Beute der wilden Tiere verstreut und sind verendet, weil sie sich auf ungesunden Weiden ernährt haben.

Ihr müsst die Axt an den grossen schädlichen Baum zu setzen wissen, nicht aber das Risiko erwägen, ob dieser oder seine Ableger sich mit dem Messer gegen euch empören werden, um euch das Leben zu nehmen, sondern handeln, um das ewige Leben zu bewahren. Das tut ihr immer weniger, und der Niedergang verwüstet die Erde, und der Niedergang verwüstet die Geister. (…)“

_____________________

(1) Mit Bleistift angefügt: Vers 2.

(2) Schon in früheren Diktaten, besonders in denen vom 22. Juli und 5. August.

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Selig die Diener, die der Herr wachend findet, wenn er kommt“

07/08/2010
(zum Sonntagsevangelium vom 8. August 2010: Lk 12,32-48)

„… Fürchte dich nicht, meine kleine Herde! Meinem Vater hat es gefallen, euch zum Reich zu berufen, damit ihr dieses Reich besitzt. Ihr könnt daher nach ihm streben und dem Vater mit eurem guten Willen und eurem heiligen Tun helfen. Verkauft eure Güter und gebt Almosen, wenn ihr allein seid. Laßt den Euren das Nötige, wenn ihr das Haus verlaßt, um mir zu folgen; denn es ist gerecht, den Kindern und den Frauen das Brot nicht vorzuenthalten.

Wenn ihr euer Geld nicht opfern könnt, dann opfert den Reichtum des Mitgefühls. Auch das sind Münzen, die Gott als solche bewertet, und zwar wie reinstes Gold und Perlen, die kostbarer sind als die des Meeres; wie Rubinen, die seltener sind als die aus dem Schoß der Erde. Denn meinetwegen auf die eigene Familie verzichten bedeutet Liebe, die vollkommener ist als lauteres Gold, eine Perle aus Tränen und ein Rubin aus Blut, das aus der Wunde des Herzens quillt, das zerrissen wurde durch die Trennung von Vater und Mutter, von Frau und Kindern.

Und diese Börsen bekommen keine Löcher, dieser Schatz geht nie verloren. Diebe können nicht in den Himmel eindringen. Die Motte zerstört nicht, was dort aufgehoben ist. Habt den Himmel im Herzen und das Herz im Himmel bei eurem Schatz. Denn das Herz, sei es gut oder böse, ist immer dort, wo es glaubt, daß sich sein Schatz befindet. So wie das Herz also dort ist, wo der Schatz ist – im Himmel – so ist der Schatz dort, wo das Herz ist – also in euch -; ja, der Schatz ist im Herzen, und mit dem Schatz der Heiligen ist im Herzen der Himmel der Heiligen.

Seid immer bereit wie einer, der auf Reisen gehen will oder auf seinen Herrn wartet. Ihr seid Diener Gottes, des Herrn. Jede Stunde kann er euch zu sich rufen oder dorthin kommen, wo ihr seid. Seid daher immer bereit, aufzubrechen oder ihm mit zur Reise oder zur Arbeit gegürteten Lenden und mit brennenden Lampen Ehre zu erweisen. Beim Verlassen des Hochzeitssaales mit einem, der euch in den Himmel, oder bei der Weihe an Gott auf Erden, vorausgegangen ist, kann Gott sich euer, die ihr wartet, erinnern und sagen: ‚Gehen wir zu Stephanus oder Johannes, zu Jakobus oder Petrus.‘ Gott kommt unversehens und sagt: ‚Komm!‘ Seid daher bereit, ihm die Tür zu öffnen, wenn er kommt, oder aufzubrechen, wenn er euch ruft.

Selig die Diener, die der Herr wachend findet, wenn er kommt. Wahrlich, um sie für ihre treue Erwartung zu belohnen, wird er sein Gewand schürzen und sie am Tisch Platz nehmen lassen, um sie zu bedienen. Das kann zur ersten, zur zweiten oder zur dritten Nachtwache geschehen. Ihr wißt es nicht. Seid daher immer wachsam! Selig seid ihr, wenn euch der Herr wachend findet! Täuscht euch nicht, indem ihr sagt ‚Es ist noch Zeit! Heute Nacht wird er nicht kommen.‘ Es könnte schlecht ausgehen. Ihr wißt es nicht. Wenn einer wüßte, wann der Dieb kommt, würde er das Haus nicht unbewacht und den Bösewicht nicht die Türe und die Schlösser aufbrechen lassen. Seid auch ihr wachsam, denn wenn ihr am wenigsten daran denkt und darauf vorbereitet seid, wird der Menschensohn kommen und sagen: ‚Die Stunde ist gekommen.‘ „

Petrus, der sogar vergessen hat, fertigzuessen, um dem Herrn zuzuhören, fragt nun: „Was du da sagst, gilt das für uns oder für alle?“

Jesus und Petrus

„Es gilt für euch und für alle. Doch mehr für euch, denn ihr seid wie Aufseher, die der Herr an die Spitze seiner Diener gestellt hat; ihr seid doppelt verpflichtet, bereit zu sein, als Aufseher und als einfache Gläubige.

Wie muss der vom Herrn an die Spitze der Diener bestellte Aufseher sein, um jedem zur rechten Zeit den gerechten Anteil zu geben? Er muß gewissenhaft und treu sein. Um seine Pflicht zu erfüllen und um die Untergebenen ihre Pflicht erfüllen zu lassen. Sonst würden die Angelegenheiten des Herrn, der dafür bezahlt, daß der Aufseher ihn vertritt und in seiner Abwesenheit die Geschäfte abwickelt, Schaden leiden. Selig der Knecht, den der Herr bei seiner Rückkehr treu, eifrig und gerecht vorfindet. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn auch zum Aufseher über andere Güter, alle seine Güter, machen und sich ausruhen und sich in seinem Herzen freuen über die Sicherheit, die ein solcher Diener ihm gibt.

Wenn aber dieser Knecht sich sagt: ‚Oh, gut! Der Herr ist weit fort und hat mir geschrieben, daß sich seine Rückkehr verzögern wird. So kann ich tun, was ich will, und wenn seine Ankunft bevorsteht, werde ich mich um alles kümmern‘; wenn er dann zu essen und zu trinken beginnt, bis er betrunken ist, und betrunken Anordnungen gibt, und die guten Knechte, die ihm unterstellt sind, sich weigern, ihm zu gehorchen, um dem Herrn keinen Schaden zuzufügen; wenn er dann anfängt, Diener und Dienerinnen zu schlagen, so daß sie krank werden und dahinsiechen; wenn er glaubt, glücklich zu sein und sagen zu können: ‚Endlich kann ich einmal verkosten, was es heißt, Herr zu sein und von allen gefürchtet zu werden‘, was wird dann geschehen? Es wird geschehen, daß der Herr zurückkehrt, wenn er es am wenigsten erwartet; vielleicht in eben dem Augenblick, da er Geld einsteckt oder einen der schwächeren Knechte besticht. Dann – das sage ich euch – wird der Herr ihn von seinem Posten als Aufseher und sogar aus den Reihen seiner Diener verjagen, denn es ist nicht statthaft, Untreue und Verräter unter den Redlichen zu lassen. Und je mehr der Herr ihn zuvor geliebt und unterwiesen hatte, desto mehr wird er bestraft werden.

Denn je besser man die Absichten und den Willen des Herrn kennt, desto mehr ist man gehalten, alles mit äußerster Sorgfalt auszuführen. Wer nicht alles ausführt, was der Herr ihm ausführlich gesagt hat, wird schwer bestraft werden, während ein geringerer Diener, der wenig weiß und Fehler macht im Glauben, das Richtige zu tun, weniger bestraft werden wird.

Von dem, dem viel gegeben wurde, wird auch viel verlangt werden, und wer beauftragt war, viel zu verwalten, wird viel geben müssen; denn von meinen Verwaltern wird auch die Seele des Kindes gefordert werden, das nur eine Stunde gelebt hat. …“

Auszug aus “Der Gottmensch“, Bd. V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

3. Juni: Fronleichnam – Hochfest des Leibes und Blutes Christi

03/06/2010

“Die Heilige Messe wiederholt die drei wichtigsten Punkte meines Lebens.”

18. Mai 1944

Jesus sagt:

“ (…) Mein Blut hört nicht auf, sich auf die Erde zu ergießen. Schon zwanzig Jahrhunderte erglänzt es als Zeugnis der Liebe vor der Schöpfung und fällt wie Tau überall dorthin, wo ein Kreuz steht und sagt: „Hier ist Christi Territorium“.

Die Engel eines jeden Gläubigen, ja, die jedes Menschen, der den Namen „Christ“ trägt, tun nichts anderes als zwischen Himmel und Erde einher zu eilen, um für jeden ihrer Schutzbefohlenen aus den göttlichen Schatzkammern zu schöpfen. Aber das macht nicht das ganze Wirken der Engel aus. denn auch das übrige ungezählte Engelvolk betet auf ewige Anordnung für die Nichtchristen an, die nicht den wahren Gott verehren, und fleht mein Göttliches Blut an, sich auf alle Geschöpfe zu ergießen, damit Es von diesen angebetet wird.

Die Engel der Gerechten beten frohlockend an, vereint mit den Seelen derer, die schon auf Erden die ewige Anbetung vorwegnehmen. Die Engel der Nichtchristen beten hoffend an; sie hoffen, im Zeichen des Kreuzes deren Beschützer werden zu können. Die Engel der Sünder, die nicht mehr Gotteskinder sind, beten weinend an. Und weinend flehen sie das göttliche Blut an, es möge jene Herzen durch seine Kraft erlösen. Und schließlich beten die Engel alle auf der Erde verstreuten Kirchen an, indem sie das in jeder hl. Messe Mir zum Gedächtnis erhobene Blut zu Gott tragen.

In unaufhörlichem Rhythmus fließt das Kostbare Blut herab und steigt wieder zum Himmel hinauf. Es gibt keinen Augenblick des Tages, in dem nicht Mein Blut zu Gott hinaufsteigt und in dem es nicht von Gottes Thron auf die Erde herabfließt.

Darüber hast du niemals nachgedacht, Maria. Die hl. Messe wiederholt die drei wichtigsten Punkte Meines Lebens als Jesus Christus, das Fleischgewordene Wort Gottes.


Simone Martini

Wenn in der Wandlung die Gestalten Fleisch und Blut werden, inkarniere Ich Mich wie damals. Nicht im Schoss der hl. Jungfrau. Aber in den Händen eines Jungfräulichen. Deshalb sollen Meine Priester von engelgleicher Jungfräulichkeit sein. Wehe den Entweihern (Profanierern), die mit von fleischlicher Verunreinigung besudeltem Körper den Leib Gottes berühren!

Wenn nämlich euer Körper der Tempel des Heiligen Geistes ist und deshalb heilig und keusch gehalten werden soll, so muss der Körper des Priesters, auf dessen Befehl hin Ich vom Himmel herabsteige, um göttliches Fleisch und Blut zu werden, und Mich wie in eine Wiege in seine Hände lege, reiner als eine Lilie sein. Und mit dem Körper der Sinn, das Herz und die Zunge.

In der Erhebung (der hl. Gestalten) geschieht die Kreuzigung. „Wenn ich erhöht sein werde, werde ich alles an mich ziehen“ (vgl. Joh 12,32), und wenn Ich von einem Altar erhoben werde, ziehe Ich alle Herzschläge der Anwesenden, alle ihre Bedürfnisse, alle ihre Schmerzen, alle ihre Gebete an Mich und stelle Mich so dem himmlischen Vater vor und sage: „Hier bin Ich, der von der Liebe Verzehrte bittet Dich, Vater, diesen ‚Meinen‘ alles zu gewähren, denn Ich habe für sie alles hingegeben“.

Und wenn das Opfer mit dem Verzehr der hl. Gestalten beendet wird, dann kehre Ich zu Meinem Vater zurück und sage euch wie am Morgen der Himmelfahrt: „Ich segne euch. Ich bleibe bei euch bis ans Ende der Welt“.

Aus Liebe nehme Ich Fleisch an, aus Liebe verzehre Ich Mich, aus Liebe fahre Ich zum Himmel auf. Um zu euren Gunsten zu beten. Immer ist es die Göttliche Liebe, die in allen Meinen Werken vorherrscht. (…)“

Diktat Jesu an Maria Valtorta am 18. Mai 1944. Auszug aus „Die Hefte 1944“ , veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Das Brot, das Gott ist und der Wein, der Blut ist“

„Meine durch die eigenen Priester aus den Angeln gehobene Kirche!“

19/05/2010

Auszug aus einer Rede Jesu vor den Aposteln und Jüngern in der Zeit zwischen seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt:

„… Wehe, dreimal wehe, wenn es keine wahren Priester mehr geben wird, um die letzten Christen zu trösten, so wie es sie für die ersten Christen geben wird. Wahrlich, die letzte Verfolgung wird furchtbar sein, da es keine Verfolgung durch Menschen, sondern durch die Söhne Satans und ihre Anhänger sein wird. Priester? Mehr als Priester werden jene der letzten Stunde sein müssen, so furchtbar wird die Verfolgung durch die Horden des Antichrist sein. Gleich dem in Linnen gekleideten Mann, der so heilig ist, daß er an der Seite des Herrn steht in der Vision des Ezechiel, müssen sie unermüdlich in ihrer Vollkommenheit ein Tau auf die Seelen der wenigen Gläubigen zeichnen, damit die Flammen der Hölle diese Zeichen nicht auslöschen. Priester? Engel! Engel, die das mit dem Weihrauch ihrer Tugenden gefüllte Weihrauchfaß schwingen, um die Luft von den Miasmen Satans zu reinigen. Engel? Mehr als Engel: andere Christusse, andere Ichs, damit die Gläubigen der letzten Zeit ausharren können bis ans Ende.

Das werden sie sein müssen. Doch das künftige Gute und Böse hat seine Wurzel in der Gegenwart. Die Lawinen beginnen mit einer Schneeflocke. Ein unreiner, unwürdiger, häretischer, untreuer, ungläubiger, lauer oder kalter, erloschener, kraftloser, unzüchtiger Priester verursacht hundertmal mehr Schaden als ein einfacher Gläubiger, der dieselben Sünden begeht, und zieht viele andere nach sich in die Sünde. Die Nachlässigkeit im Priesteramt, die Annahme unreiner Lehren, der Egoismus, die Gier und die Unzucht im Priesterstand, ihr wißt, wo sie enden: im Gottesmord. Der Sohn Gottes kann zwar nicht mehr getötet werden in späteren Jahrhunderten, aber der Glaube an Gott, die Vorstellung von Gott. Und so wird ein Gottesmord begangen, der noch viel weniger gutzumachen ist, da keine Auferstehung folgt. Oh, man kann ihn begehen, ja. Ich sehe… Man wird ihn begehen können wegen der vielen Judasse von Kerioth der künftigen Jahrhunderte. Schrecklich…!

Meine durch die eigenen Priester aus den Angeln gehobene Kirche! Ich stütze sie mit Hilfe der Sühnopfer. Und sie, die Priester, die nur das Gewand, aber nicht die Seele des Priesters haben, tragen dazu bei, die von der höllischen Schlange aufgerührten Wellen noch höher gegen dein Schiff schlagen zu lassen, o Petrus. Steh auf! Erhebe dich! Übermittle diesen Befehl deinen Nachfolgern: „Hand ans Steuer! Stoße die Schiffbrüchigen zurück, die Schiffbruch erleiden wollen und auch das Schiff Gottes versenken wollen.“ Bestrafe, aber rette, und fahre weiter. Sei streng, denn die Strafe für die Piraten ist gerecht. Verteidige den Schatz des Glaubens. Halte hoch die Lampe über die aufgebrachten Wellen wie einen Leuchtturm, damit alle, die deinem Schiff folgen, sehen und nicht untergehen. Hirte und Seemann dieser furchtbaren Zeiten, sammle, leite und halte mein Evangelium hoch, denn in ihm und in keiner anderen Wissenschaft liegt das Heil.(…)

Dein Kompaß sei das Evangelium. In ihm ist das Leben und das Heil. Und alles steht in ihm geschrieben. Jeder Artikel des heiligen Gesetzbuches, jede Antwort auf die vielfältigen Fragen bezüglich der Seele ist in ihm enthalten. Und sorge dafür, daß Priester und Gläubige nicht davon abweichen. Sorge dafür, daß keine Zweifel aufkommen, dass nichts verändert, nichts ersetzt wird durch Sophistereien. Das Evangelium bin ich selbst, von der Geburt bis zum Tod. Im Evangelium ist Gott. Denn in ihm offenbaren sich die Werke des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Das Evangelium ist Liebe. Ich habe gesagt: Mein Wort ist Leben.“ Ich habe gesagt: „Gott ist die Liebe.“ Daher sollen die Völker mein Wort kennen und Liebe, also Gott, in sich haben, um das Reich Gottes zu besitzen. Denn wer nicht in Gott ist, der hat das Leben nicht in sich. Und wer das Wort des Vaters nicht aufnimmt, kann nicht eins sein mit dem Vater, mit mir und mit dem Heiligen Geist im Himmel, und er kann auch nicht zu dem einen Schafstall gehören, der so heilig ist, wie ich es will. Er wird keine Rebe am Weinstock sein, denn wer mein Wort ganz oder teilweise ablehnt, ist ein Glied, durch das der Saft des Lebens nicht mehr fließt. Mein Wort ist der Saft, der nährt, wachsen und Früchte bringen läßt…“

Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. XII von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Missbrauch – ein katholisches Problem?

24/03/2010

Die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche sind für sämtliche Medien ein gefundenes Fressen. Die Berichterstattung trägt Züge einer Hetzkampagne. Wagt es jemand, das auszusprechen oder gar einen Vergleich zu Verleumdungskampagnen des NS-Regimes zu ziehen, wie etwa der Regensburger Bischof Müller am vergangenen Wochenende, hagelt es Proteste.

Der Medientenor suggeriert, Missbrauch finde vor allem in der katholischen Kirche statt. Und weiter: der Zölibat sei schuld und gehöre endlich abgeschafft. Untersucht man den Tatbestand jedoch genauer, stellt sich heraus, dass sich der Grossteil aller Missbrauchsfälle im Familienkreis ereignet. Kriminalstatistiken belegen, dass in den bekanntgewordenen Fällen zwischen 1995 und 2009 nur 0,1 % der Täter Priester waren.

Wie scheinheilig die Debatte ausserdem geführt wird, zeigt sich am Beispiel der  Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, die zwar besonders laut gegen die katholische Kirche wettert, aber gleichzeitig Vorsitzende der “Humanistischen Union” ist, einem Verein, der Pädophilie unterstützt und gegen den bereits strafrechtlich vorgegangen wurde.

Der Präsident des deutschen Kinderschutzbundes Hilgers kritisiert, dass die Medien Fälle fokussierten, die Jahre oder Jahrzehnte zurückliegen. Er erinnert daran, dass Kindesmissbrauch weiterhin täglich geschieht, bis zu 120 000 Fälle pro Jahr allein in Deutschland, hauptsächlich innerhalb der Familien.

Unerwähnt bleibt die Rolle, die das allmähliche Wegbrechen traditioneller Familienstrukturen bei häuslichen Vergehen spielt. Den oftmals wechselnden Stiefvätern in so lässig betitelten “Patchworkfamilien” fehlt die gesunde Bindung, die ein leiblicher Vater zu seinen Kindern aufbaut. Es würde daher nicht verwundern, wenn oben erwähnte Statistiken entsprechende Zusammenhänge aufzeigten.

Doch Diskurse über Quantität helfen nicht weiter. Was geschehen ist, und handelte es sich auch nur um einen einzigen Fall, verursacht nicht bloss immenses Leid auf Seiten der Opfer, ist Betrug am Priesteramt und an der Kirche Christi.

Die jahrzehntelange Vertuschungstaktik der Kirche hat das Übel nicht an der Wurzel packen können. Vielmehr scheint sie darauf hinzuweisen, dass in den Reihen der Kirche einiges im Argen liegt. Umso wichtiger, dass nun die Wahrheit ans Licht kommt. Die Katharsis der Kirche könnte Vorreiter für einen gesamtgesellschaftlichen Reinigungsprozess sein, da der Umgang mit dem Geschlechtlichen heutzutage immer weiter verkommt und pervertiert wird.

Papst Benedikt schreibt in seinem Hirtenbrief an das irische Volk von “nicht ausreichender menschlicher, moralischer, intellektueller und geistlicher Ausbildung in Seminarien und Noviziaten“. Der einzige Weg aus dem Sumpf führt folglich über präventive Massnahmen, etwa in Form von gründlicher Selbsterforschung, wie sie in der Primärtherapie durchgeführt wird. Es gilt, die dunklen Seiten, die im Unterbewusstsein schlummern, aufzuarbeiten, damit jene Energien des Jung’schen Schattens nicht unkontrolliert über uns hereinbrechen.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass wir bei aller Bestürzung und dem Schmerz über das Vorgefallene nicht vergessen dürfen, dass die katholische Kirche an sich, trotzdem sie mit den Folgen menschlicher Sündhaftigkeit aus der eigenen Mitte zu kämpfen hat, den alleinigen Weg zum ewigen Heil weist.

Herr, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche.

Weiterführende Lektüre zu primärtherapeutischer Selbsterfahrung:

Fühlen, und was dann?‘ Die Primärtherapie nach Munk, Shaker Media 2009

Missbrauchsskandal

08/02/2010

In Niedersachsen und in Berlin sind letzter Zeit mehrere Fälle von Missbrauch an Kindern/ Jugendlichen durch katholische Priester in den 70er und 80er Jahren bekannt geworden. Die Fälle müssen untersucht werden und die betroffenen Priester ggf. straf- und kirchenrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden. Priester, die doch um das Seelenheil ihrer Schutzbefohlenen bemüht sein sollten, richten mit solch abscheulichen Taten großen Schaden an.

Die Vorkommnisse sind Wasser auf die Mühlen der Feinde der katholischen Kirche, die sich anscheinend auch innerhalb derselben befinden. So wirft der Jesuitenpater Mennekes dem Papst u.a. Hetze gegen die Gleichstellung von Homo-Lebensgemeinschaften vor, was sich gerade in diesem Zusammenhang äußerst seltsam ausnimmt. Die katholische Kirche vertritt – Gott sei Dank – immer noch und hoffentlich immer die Position, daß die Ehe als sakramentale Lebensgemeinschaft von Mann und Frau niemals mit andersartigen Modellen gleichzustellen ist und stellt sich schützend vor die Familie. Pater Mennekes scheint auf Abwege geraten zu sein.

Durch die einseitige Berichterstattung in den Medien soll in der Öffentlichkeit der Eindruck hervorgerufen werden, daß Missbrauch ein spezifisches Problem katholischer Geistlicher sei, die durch den „Zwangszölibat“ ihrer „Triebe“ nicht Herr würden. Der Berliner Kriminalpsychiater Prof. Kröber stellt die 94 vom ‚Spiegel‘ seit 1995 ermittelten Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche den 210.000 deutschlandweit erfassten Fällen gegenüber und sagt, die Zahlen verdeutlichen, daß Missbrauch bei Mitarbeitern der katholischen Kirche viel seltener vorkommt als bei anderen Männern. Die Geisteshaltung, in der Priester lebten, so seine Schlußfolgerung, schütze sie weitgehend davor, Täter zu werden. Aber das möchte kaum einer hören.

 

Der Petersdom

Jede Verfehlung der katholischen Kirche wird von ihren Feinden triumphierend als Beweis dafür angeführt, daß der Zölibat nicht praktizierbar sei (und rechtfertigt letztendlich triebgesteuertes Verhalten). Wahr ist jedoch, daß der größte Teil der katholischen Priester (ca. 99%) den Zölibat so leben, wie es die Nachfolge Christi verlangt. Die Priester, die die Wege Gottes verlassen  und die schlammigen Pfade Satans beschreiten, werden vor Gott dafür Rechenschaft ablegen müssen.

Der Zölibat ist eine freiwillig übernommene Verpflichtung, die Keuschheit in Form von lebenslanger Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen zu bewahren (Mt 19,12). In der heutigen Zeit, in  der triebhafte Geschlechtlichkeit allgegenwärtig und selbstverständlich geworden ist, bildet er einen störenden Stolperstein, weil er auf die Möglichkeit einer reinen, gottgefälligen und menschenwürdigen Lebensweise durch die erfolgreiche Bekämpfung der Leidenschaften hinweist.

Der moralische Aufschrei, der gerade durch Deutschland geht, ist verlogen und scheinheilig- weisen diese kirchlichen Vorkommnisse doch auf den sittlichen Verfall der gesamten Menschheit hin. Sie halten uns einen Spiegel vor, in den wir nicht hineinschauen möchten, lieber verdrängen wir unser eigenes Schuldgefühl und zeigen (einmal mehr) anklagend nach Rom.