Posts Tagged ‘Rosenkranz’

15. September: Gedächtnis der Sieben Schmerzen Mariens

15/09/2011

Die Sieben Schmerzen Mariens: 1. die Weissagung Simeons; 2. die Flucht nach Ägypten; 3. das dreitägige Suchen nach Jesus bei der Wallfahrt zum Tempel; 4. der Weg nach Golgota; 5. die Kreuzigung Jesu; 6. die Abnahme Jesu vom Kreuz; 7. die Grablegung Jesu.

Rosenkranz der Sieben Schmerzen Mariä

13. September: Fatimatag

13/09/2011

Aus den Erinnerungen der Schwester Lucia, Band I, über den 13. September 1917:

Als die erwartete Stunde sich näherte, ging ich mit Jacinta und Francisco zwischen zahlreichen Personen hindurch, die uns kaum vorbeiließen. Die Wege waren voll von Leuten. Alle wollten uns sehen und mit uns sprechen. Es gab dort keine Menschenfurcht. Zahlreiche Leute, sogar vornehme Damen und Herren, drängten sich durch die Menge hindurch, die uns umgab. Sie warfen sich vor uns auf die Knie und baten uns, Unserer Lieben Frau ihre Anliegen vorzutragen. Andere, die nicht bis zu uns gelangen konnten, riefen von weitem:

– Um der Liebe Gottes willen bittet Unsere Liebe Frau, sie möge meinen verkrüppelten Sohn heilen.

Ein anderer rief:

– Sie möge mein blindes Kind heilen.

Wieder ein anderer:

– Und das meine, das taub ist;

– Sie möge meinen Mann und meinen Sohn aus dem Krieg heimbringen;

– Sie möge einen Sünder bekehren;

– Sie möge mich von der Tuberkulose heilen usw.

Dort zeigte sich all das Elend der armen Menschheit, und einige riefen von den Bäumen und Mauern herab, auf die sie gestiegen waren, um uns vorbeigehen zu sehen. Während wir es einigen versprachen und anderen die Hände reichten, um ihnen vom Boden aufzuhelfen, gingen wir mit Hilfe einiger Männer weiter, die uns einen Durchgang durch die Menge bahnten.

Wenn ich jetzt im Neuen Testament die wunderbaren Dinge lese, die sich ereigneten, als der Heiland durch Palästina wanderte, erinnere ich mich dieser Ereignisse, die ich als kleines Kind auf den armseligen Wegen und Straßen von Aljustrel nach Fatima und zur Cova da Iria erleben durfte. Ich danke Gott und opfere Ihm den Glauben unseres guten portugiesischen Volkes auf. Ich denke, wenn diese Leute sich vor drei armen Kindern niederwarfen, nur weil ihnen barmherzigerweise die Gnade geschenkt wurde, mit der Gottesmutter zu sprechen, was würden sie erst tun, wenn sie Jesus Christus selbst vor sich sähen? Schön, aber das gehört nicht hierher. Es war eher eine Abschweifung der Feder, die mir dorthin entglitt, wohin ich nicht wollte. Geduld, wieder etwas Unnützes! Ich reiße es aber nicht heraus, um das Heft nicht zu ruinieren.

Wir kamen schließlich in der Cova da Iria bei der Steineiche an und begannen, mit dem Volk den Rosenkranz zu beten. Kurz darauf sahen wir den Lichtschein und danach Unsere Liebe Frau über der Steineiche.

– Betet weiter den Rosenkranz, um das Ende des Krieges zu erlangen. Im Oktober wird auch Unser Herr kommen, Unsere Liebe Frau von den Schmerzen und vom Karmel, der Heilige Josef mit dem Jesuskind, um die Welt zu segnen. Gott ist mit euren Opfern zufrieden, aber Er will nicht, dass ihr mit dem Strick schlaft (die Seherkinder trugen als Bußübung grobe Stricke um den Leib gebunden, Anm. d. Red.). Tragt ihn nur tagsüber.

– Man hat mich gebeten, vieles von Ihnen zu erflehen: die Heilung einiger Kranker und die eines Taubstummen.

 – Ja, einige werde ich heilen, andere nicht. Im Oktober werde ich ein Wunder wirken, damit alle glauben.

Und sie begann sich zu erheben und verschwand wie gewöhnlich. 

Die frühen Erinnerungen von Schwester Lucia können auf Deutsch über das Secretariado dos Pastorinhos bezogen werden. Wir bedanken uns dort auch dafür, dass wir hier Auszüge aus dem Buch „Schwester Lucia spricht über Fatima – Erinnerungen der Schwester Lucia, Band I“ wiedergeben dürfen.

weitere Erinnerungen Sr Lucias

13. Mai: Gedenktag erste Marienerscheinung in Fatima

13/05/2011

Schwester Lucia schreibt in ihren Erinnerungen über den 13. Mai 1917:

Ich spielte mit Francisco und Jacinta auf dem Gipfel des Abhanges der Cova da Iria. Wir bauten eine kleine Mauer rund um ein Gebüsch, da sahen wir plötzlich etwas wie einen Blitz. 

– Es ist besser, wenn wir nach Hause gehen – sagte ich zu meinen kleinen Verwandten – es blitzt und könnte ein Gewitter geben.

– Also gut!

Wir begannen den Abhang hinunterzusteigen und trieben die Schafe in Richtung auf die Straße. Als wir ungefähr in der Mitte des Abhangs waren, fast neben einer großen Eiche, sahen wir wieder einen Blitz und nach einigen Schritten erblickten wir über einer Steineiche eine Dame, ganz in Weiß gekleidet, strahlender als die Sonne. Sie verbreitete ein noch helleres Licht als die hellsten Sonnenstrahlen, die durch ein mit Wasser gefülltes Kristallglas scheinen. Überrascht durch diese Erscheinung blieben wir stehen. Wir standen so nahe, dass wir innerhalb des Lichtes blieben, welches sie umgab, oder das sie ausstrahlte. Der Abstand betrug etwa eineinhalb Meter. Dann sagte Unsere Liebe Frau:

– Habt keine Angst! Ich tue euch nichts Böses!

– Woher kommen Sie? – fragte ich sie.

– Ich bin vom Himmel!

– Und was wollen Sie von mir?

 – Ich bin gekommen, euch zu bitten, dass ihr in den folgenden sechs Monaten, jeweils am Dreizehnten zur selben Stunde hierherkommt. Dann werde ich euch sagen, wer ich bin und was ich will. Ich werde danach noch ein siebtes Mal hierher zurückkehren.*

– Komme ich auch in den Himmel?

– Jawohl!

– Und Jacinta?

– Auch!

– Und Francisco?

– Auch, aber er muss noch viele Rosenkränze beten.

Ich erinnerte mich daran, nach zwei Mädchen zu fragen, die kurz vorher gestorben waren. Sie waren meine Freundinnen gewesen und hatten bei meiner älteren Schwester weben gelernt.

– Ist Maria das Neves schon im Himmel?

– Jawohl.

(Ich glaube, sie war ungefähr 16 Jahre alt gewesen).

-Und Amelia?

– Sie bleibt bis zum Ende der Welt im Fegfeuer.

(Ich glaube, sie wurde etwa 18 bis 20 Jahre alt).

– Wollt ihr euch Gott anbieten, um alle Leiden zu ertragen, die Er euch schicken wird, zur Sühne für alle Sünden, durch die Er beledigt wird und als Bitte um die Bekehrung der Sünder?

– Ja, wir wollen es!

– Ihr werdet also viel leiden müssen, aber die Gnade Gottes wird eure Stärke sein!

Als sie diese letzten Worte sagte (die Gnade Gottes usw.), öffnete sie zum ersten Mal die Hände und übermittelte uns ein so starkes Licht, das wie ein Widerschein von ihren Händen ausging. Es drang uns in die Brust und bis in die tiefste Tiefe der Seele und wir erkannten uns selber in Gott, der dieses Licht war, viel klarer, als wir uns im besten Spiegel sehen konnten. Durch eine innere Anregung, die uns ebenfalls mitgeteilt wurde, fielen wir nun auf die Knie und wiederholten ganz innerlich:

– O Heiligste Dreifaltigkeit, ich bete dich an. Mein Gott, mein Gott, ich liebe Dich im heiligsten Sakrament.

Nach einigen Augenblicken fügte Unsere Liebe Frau hinzu:

Betet täglich den Rosenkranz, um den Frieden der Welt und um das Ende des Krieges zu erlangen!

Daraufhin begann sie sich langsam zu erheben und in Richtung des Sonnenaufgangs aufzusteigen, bis sie in der Unendlichkeit der Ferne verschwand. Das Licht, das sie umgab, schien einen Weg durch die Himmelswölbung zu öffnen. Aus diesem Grunde haben wir zuweilen erklärt, wir hätten den Himmel sich öffnen sehen.

Ich glaube, dass ich schon in der Schrift über Jacinta oder in einem Brief dargelegt habe, dass wir eigentlich nicht vor Unserer Lieben Frau Angst hatten, sondern vor dem Gewitter, das wir erwarteten und und vor dem wir flüchten wollten. Die Erscheinungen Unserer Lieben Frau flößten uns weder Angst noch Schrecken ein, sondern überraschten uns nur. Wenn ich die Frage bejahte, ob ich Angst gehabt hätte, meinte ich die Angst, die ich vor den Blitzen und vor dem nahenden Gewitter hatte; vor diesem wollten wir flüchten, denn wir sahen gewöhnlich Blitze nur bei einem Gewitter. 

Die Blitze waren keine eigentlichen Blitze, sondern ein Widerschein des Lichtes, das sich näherte. Wenn wir dieses Licht sahen, sagten wir manchmal, wir sähen Unsere Liebe Frau kommen. Aber Unsere Liebe Frau konnten wir in diesem Licht erst erkennen, wenn sie schon über der Steineiche war. Da wir dies nicht zu erklären vermochten und auch lästigen Fragen ausweichen wollten, sagten wir mehrmals, wir sähen sie kommen, und andere Male, wir sähen sie nicht kommen. Wenn wir sagten, ja, wir sähen sie kommen, meinten wir damit, dass wir dieses Licht näherkommen sahen, welches schließlich sie war. Und wenn wir sagten, wir sähen sie nicht kommen, meinten wir damit, dass wir Unsere Liebe Frau erst dann sahen, wenn sie schon über der Steineiche war.

* Dieses siebte Mal fand schon am 16. Juni 1921 statt, am Vorabend ihrer Abreise nach Vilar in Porto. Es handelt sich um eine Erscheinung mit einer persönlichen Botschaft für Lucia.

Die frühen Erinnerungen von Schwester Lucia können auf Deutsch über das Secretariado dos Pastorinhos bezogen werden. Wir bedanken uns dort auch dafür, dass wir hier Auszüge aus dem Buch „Schwester Lucia spricht über Fatima – Erinnerungen der Schwester Lucia, Band I“ wiedergeben dürfen.

Die Weihe Russlands ist noch immer nicht erfolgt

Unsere Liebe Frau von Akita

18/03/2011

1973 vernahm in Japan eine taube junge Schwester, Mitglied des Instituts der Dienerinnen der Heiligen Eucharistie, drei verschiedene Botschaften, die von einer Marienstatue im Kloster von Akita ausgingen. In den folgenden Jahren ging von der Statue eine duftende Flüssigkeit aus, ausserdem blutete sie an der rechten Hand und weinte über hundert mal. Diese 1988 vom Vatikan durch Kardinal Ratzinger anerkannte Erscheinung fand 150 Kilometer vom Epizentrum des Erdbebens der vergangenen Woche statt. Danach erfolgten Wunder und Bekehrungen, besagte Schwester Agnes wurde z. B. von ihrer Taubheit geheilt (wie von der Gottesmutter in der ersten Botschaft versprochen).

Die Botschaften weisen grosse Parallelen zu Fatima und La Salette auf: die Heilige Jungfrau ruft zu Buße und Rosenkranzgebet auf, warnt vor teuflischen Machenschaften innerhalb der Kirche („Die Kirche wird erfüllt sein von Menschen, die Kompromisse annehmen“, „Altäre und Kirchen wird man verwüsten“) und vor einer fürchterlichen Strafe, falls die Menschen nicht bereuen und sich nicht bessern: „Die einzigen Waffen, die uns bleiben werden, sind der Rosenkranz und das Zeichen, das der Sohn zurückgelassen hat“.

Die drei Botschaften im Wortlaut:

6. Juli 1973: „Meine Tochter, meine Novizin, du hast gut daran getan, alles zu verlassen, um mir nachzufolgen. Leidest du sehr an deiner Taubheit? Du wirst geheilt werden, sei dessen gewiß. Habe Geduld, es ist die letzte Prüfung. Schmerzt dich die Wunde an deiner Hand? Bete zur Sühne für alle Sünden der Menschen. Jedes Mitglied dieser Gemeinschaft ist mir eine unersetzbare Tochter. Verrichtest du gewissenhaft das Gebet der Dienerinnen der Hl. Eucharistie? Komm, beten wir es zusammen … Bete viel für den Papst, die Bischöfe und die Priester.“

3. August 1973: „Meine Tochter, meine Novizin, liebst du den Herrn? Wenn du den Herrn liebst, dann höre, was ich dir zu sagen habe: es ist sehr wichtig. Du sollst es deinen Vorgesetzten mitteilen. Viele Leute betrüben den Herrn. Ich erwarte Seelen, die ihn trösten wollen. Mit dem Sohn erwarte ich Seelen, die, um den Zorn des himmlischen Vaters zu beschwichtigen, anstelle der Sünder und der Undankbaren leiden und durch ihre Armut (Opfer) Sühne leisten. Um seinen Zorn gegen die Welt zu offenbaren, beabsichtigt der Vater, über die ganze Menschheit eine schwere Strafe zu verhängen. Ich habe schon mehrmals mit dem Sohn versucht, seinen Zorn zu mildern. Ich habe den Vater zurückgehalten, in dem ich ihm das Leiden und das Blut seines Sohnes zeigte und ihm die kostbaren Sühneseelen darbrachte, die unseren Vater trösten. Gebet, Buße, Armut, mutige Opfer können den Zorn des Vaters beschwichtigen. Ich wünsche, daß dein Institut in diesem Sinne handle, daß es seine Armut schätze, daß es sich bekehre und bete, um den Undank und die Beleidigungen vieler, vieler Menschen zu sühnen. Verrichtet fleißig das Gebet des Institutes. Setzt es in die Tat um und bringt es als Sühne dar. Möge sich jede von euch entsprechend ihrer Fähigkeit und ihrer Aufgabe völlig dem Herrn hingeben! Auch in einem Säkularinstitut ist das Gebt notwendig. Die Seelen, die beten wollen, sind bereits vereinigt. Ohne euch allzusehr um die Form zu kümmern, seid treu und eifrig im Gebet, um den Herrn zu trösten.“

Sr. Agnes Sasagawa

 

13. Oktober 1973 [Anm: 13. Oktober 1918 = letzte Erscheinung in Fatima, Sonnenwunder]: „Meine geliebte Tochter, höre gut auf das, was ich dir zu sagen habe. Du sollst deinen Oberen davon berichten. Wie ich dir schon früher sagte, wird der himmlische Vater, wenn die Menschen nicht bereuen und sich nicht bessern, eine schwere Strafe über die ganze Menschheit verhängen; eine Strafe, die fürchterlicher sein wird als die Sintflut: eine Strafe, wie man sie noch nie erlebt hat. Feuer wird vom Himmel fallen und einen großen Teil der Menschheit vernichten. Die Guten wie die Bösen werden sterben, und weder Priester noch Gläubige werden verschont. Die Überlebenden werden so sehr leiden, daß sie die Toten beneiden. Die einzigen Waffen, die uns bleiben werden, sind der Rosenkranz und das Zeichen, das der Sohn zurückgelassen hat. Betet täglich den Rosenkranz. Betet den Rosenkranz für die Bischöfe und die Priester. Teuflische Machenschaften werden sogar in die Kirche eindringen, und Kardinäle werden sich gegen Kardinäle erheben und Bischöfe gegen Bischöfe. Die Priester, die mich verehren, werden von ihren Mitbrüdern verachtet und bekämpft werden. Altäre und Kirchen wird man verwüsten. Die Kirche wird erfüllt sein von Menschen, die Kompromisse annehmen. Durch den Teufel verführt, werden zahlreiche Priester und Ordensleute den Dienst am Herrn aufgeben. Der Teufel wird sich besonders um die gottgeweihten Seelen bemühen. Es betrübt mich, daß so viele Seelen verlorengehen. Wenn man weiter sündigt, wird es keine Vergebung mehr geben.“


Hirtenbrief des zuständigen Bischofs, der die Ereignisse schildert

Botschaft der Gottesmutter bei ihrer Erscheinung in La Salette (1846)

11. Februar: Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes

10/02/2011

Maria Valtorta hat am 4. Februar 1944 eine Vision von der Erscheinung von Lourdes:

(…) Dann taucht aus dem Licht meine süße Herrin, die ich so liebe, auf, die himmlische Mama, die ich nun so gut kenne. Sie lächelt mit ihrem Lilienantlitz, mit ihrem liebenden und keuschen Blick. Sie ist ganz in Weiß gekleidet, so wie ich sie im Paradies (*) geschaut habe, trägt aber eine lange Gürtelschärpe aus leuchtender, himmelblauer Seide, die in der Taille unter dem Herzen geknotet ist und fast bis auf den Saum des sehr langen Gewandes fällt, aus dem die zarten und rosigen Fußspitzen hervorschauen. Zwei Rosen stecken an dem Saum des Gewandes über den Füßen, zwei wundervolle Rosen, die wie aus Goldfiligran gestochen aussehen. Ein langer leichter und doch undurchsichtiger Schleier bedeckt sie vom Kopf bis zu den Füßen. Über den gefalteten Händen hängt ein langer Rosenkranz, der wie aus goldgefassten Perlen zu sein scheint. Es schien mir der vollständige Rosenkranz mit seinen 15 Gesätzen zu sein.

Ich vergaß Ihnen zu sagen, dass in dem Augenblick, als das Licht in der Felsspalte aufleuchtete, die Zweige des Rosenstrauches zu Füßen und längs der rechten Seite der Höhlung sich bewegten, als ob ein Windstoß seine dornigen Zweige und die darin verbliebenen, unter dem Frost eingeschrumpften, wie verrostet aussehenden rot-grünlichen Blätter gebeugt hätte.

Maria lächelt, ohne zu sprechen in dem Nimbus ihres goldenen Lichtes, das sie in dem Gewand und der Farbe ihrer Hände, ihres Halses und des so reinen, wenig älter als mädchenhaften Gesichtes noch schneeiger erscheinen lässt. Man würde ihr Alter höchstens auf zwanzig Jahre schätzen. Maria steigt zu der Öffnung der Felsspalte herab, bis an deren Rand. Ich sehe ihren leicht wiegenden Schritt, wie ich ihn schon andere Male kennen gelernt habe, als ich sie gehen sah; der charakteristische Schritt von jemand, der in absatzlosen Sandalen zu gehen gewohnt ist. Am Rand der Öffnung angelangt, bleibt sie genau über dem Rosenstrauch stehen.

Maria macht ein Kreuzzeichen über sich. Sie lehrt mich, wie man das Kreuzzeichen macht. Man muss sich schämen, wenn man bedenkt, wie wir das tun! Der Engel der Paradiesvision hat mich das „Ave Maria“ zu sprechen gelehrt. Maria lehrt mich nun: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ zu sprechen.

Sie löst nun die zum Gebet gefalteten Hände von einander, legt die linke auf ihr Herz, und berührt mit der vom Rosenkranz freien rechten ihre Stirn und, zum Himmel aufblickend, die Brust, die Schultern, um dann beim „Amen“ das Haupt zu neigen und die Hände wieder wie vordem zu falten. Dann lächelt sie wiederum. Vorher, als sie sich bezeichnete, war sie weder ernst, noch lächelnd: sie war ganz in Gott versunken.

Die Geste machte sie sehr weit ausladend und langsam. Nicht im entferntesten vergleichbar mit den unseren, die so aussehen … als ob wir Fliegen fortscheuchen wollten, und die auch in den Worten verstümmelt sind.

Dann beginnt sie, die Rosenkranzperlen durch ihre Finger gleiten zu lassen. Ganz langsam sagt sie mit lauter Stimme, wobei sie das Haupt wie zu einer Verbeugung neigt, das „Gloria Patri“. Während ich die „Ave“ und die „Paternoster“ spreche. lächelt sie schweigend. Der Wind bewegt ab und zu die Enden ihrer Seidenschärpe. Ein leichter Windhauch. (…)

_________________

(*) Am 10. Januar

Mehr über die Erscheinung von Lourdes

Auszug aus “Die Hefte 1944” von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz:book@parvis.ch, www.parvis.ch


Fatima, Erscheinungskapelle live

08/02/2011

Vielleicht kennt sie der ein oder andere noch nicht, die Seite, auf der die Erscheinungskapelle in Fatima live per Webcam zu sehen ist. Dort kann z.B. der Rosenkranz mitgebetet werden, Zeiten ebenfalls auf der Seite:

http://www.santuario-fatima.pt/portal/index.php?id=14924

„Opfert euch auf…“ (1)

10/11/2010

In der ‚Blogoszese‘ wird überlegt, was wir tun können, um die verfolgten Christen, insbesondere im Irak, zu unterstützen. Es gibt viele gute Wege, die über Gebete, Briefe, Spenden, Petitionen, Solidaritätsmärsche usw. gehen. Wir wollen hier noch in Erinnerung rufen, daß unsere Jungfrau in Fatima Opfer bringen als ein wesentliches Mittel zur Bekehrung der Sünder (und das sind christenverfolgende Muslime sicherlich) bezeichnet und gewünscht hat:

1941 schrieb Schwester Lucia, die Seherin von Fatima, dass bereits der Engel, der den Erscheinungen der Jungfrau vorausging, bei seiner zweiten Erscheinung 1916 die spielend angetroffenen Hirtenkinder ermahnte:

„- Was tut ihr? Betet! Betet viel! Die Herzen Jesu und Mariä haben mit euch Pläne der Barmherzigkeit vor. Bringt dem Allerhöchsten unaufhörlich Gebete und Opfer dar.

– Wie sollen wir Opfer bringen? – fragte ich.

– Macht aus allem, was ihr könnt, ein Opfer zur Sühne für die Sünden, durch die Er beleidigt wird und als Bitte um die Bekehrung der Sünder. So werdet ihr den Frieden auf euer Vaterland herabziehen. Ich bin sein Schutzengel, der Engel Portugals. Vor allem nehmt die Leiden, die euch der Herr schicken wird, in Ergebung an und tragt sie geduldig.

Diese Worte des Engels prägten sich in unseren Geist ein wie ein Licht, das uns erkennen ließ, wer Gott ist, wie sehr Er uns liebt und von uns wiedergeliebt sein will. Wir erkannten den Wert des Opfers und wie es Ihm wohlgefällig ist; und wie Er um des Opfers willen Sünder bekehrt. Von dieser Zeit an begannen wir dem Herrn alles aufzuopfern, was uns kränkte, doch suchten wir damals keine anderen Abtötungen oder Bußübungen, als stundenlang auf die Erde niedergeworfen das Gebet des Engels zu wiederholen.“ (*)

Mit Gebet des Engels ist das folgende gemeint: „Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben.“

In der ersten Erscheinung der Jungfrau dann am 13. Mai 1917 forderte Maria die drei Hirtenkinder Lucia, Jacinta und Francisco dazu auf, täglich den Rosenkranz zu beten und fragte sie, ob sie sich Gott anbieten wollen, um alle Leiden zu ertragen, die Er ihnen schicken wird, zur Sühne für alle Sünden, durch die Er beleidigt wird und als Bitte um die Bekehrung der Sünder. Die Kinder bejahten. In der Folge begannen sie, ihre Mittagsbrote regelmässig an die Schafe oder an andere Kinder zu verteilen und statt dessen höchstens einige bittere Eicheln und Oliven von den Bäumen zu essen.

Die Seherkinder unmittelbar nach der Höllenvision

Während der Erscheinung am 13. Juli 1917, bei der die Kinder auch die Höllenvision hatten, sagte Maria erneut zu den Seherkindern: „Opfert euch auf für die Sünder und sagt oft, besonders wenn ihr ein Opfer bringt: O Jesus, das tue ich aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne für die Sünden gegen das Unbefleckte Herz Mariens.“ Die Vision der Hölle erfüllte die Kinder dermaßen mit Entsetzen, dass sie ihre Gebete, Bußübungen und Abtötungen verstärkten und begannen, auch auf Spiele/ Vergnügungen zu verzichten und Leiden wie Traurigkeit, Verlassenheit, Verleumdungen (und in der Folge auch ihre Krankheiten) auf sich zu nehmen und aufzuopfern. Auch banden sie sich einen rauhen Strick um die Hüften, der ihnen manchmal schreckliche Schmerzen verursachte und verzichteten oft mehrere Tage hintereinander (im portugiesischen Sommer wohlgemerkt!) auf das Trinken.

(weiter zu Teil 2)

(*) Die frühen Erinnerungen von Schwester Lucia können auf Deutsch über das Secretariado dos Pastorinhos bezogen werden. Wir bedanken uns dort auch dafür, dass wir hier Auszüge aus dem Buch „Schwester Lucia spricht über Fatima – Erinnerungen der Schwester Lucia, Band I“ wiedergeben dürfen.

15. September: Gedächtnis der Schmerzen Mariens

15/09/2010

Die Sieben Schmerzen Mariens sind:

1. die Weissagung Simeons; 2. die Flucht nach Ägypten; 3. das dreitägige Suchen nach Jesus bei der Wallfahrt zum Tempel; 4. der Weg nach Golgota; 5. die Kreuzigung Jesu; 6. die Abnahme Jesu vom Kreuz; 7. die Grablegung Jesu.

Mater Dolorosa (Jusepe de Ribera)

Allmächtiger Gott,

du hast der Mutter Jesu die Kraft verliehen,

unter dem Kreuz zu stehen

und das Leiden ihres Sohnes zu teilen.

Hilf uns, täglich unser Kreuz anzunehmen,

damit wir auch an der Auferstehung

unseres Herrn Jesus Christus teilhaben,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

Die Kreuzigung unseres Herrn Jesus Christus

Rosenkranz von den Sieben Schmerzen

7. Oktober – Rosenkranztag

07/10/2009

Heute, am 7. Oktober, ist das Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, der ganze Monat Oktober ist der Rosenkranzmonat.

Am 7. Oktober 1571 besiegten die christlichen Mittelmeermächte das Osmanische Reich in der Seeschlacht von Lepanto, wodurch das christliche Europa vom Islam verschont blieb. Da die Schlacht durch die Übermacht der Türken anfangs schlecht verlief, rief Papst Pius V. alle Katholiken zum Rosenkranzgebet auf. In einer Vision sah er daraufhin den Sieg der christlichen Flotte. Als Dank für die Hilfe Marias führte er das Fest ‚Maria vom Siege‘ im römischen Festkalender ein. Nach einem erneuten Sieg über die Türken in Ungarn im Jahr 1716 dehnt Papst Clemens XI. dieses Fest auf die gesamte Kirche aus und ordnet für den gesamten Monat Oktober das tägliche Beten des Rosenkranzes an.

Die Jungfrau Maria hat uns bei ihren Erscheinungen in Fatima aufgefordert, täglich den Rosenkranz zu beten. Eine Anleitung zum Beten des Rosenkranzes haben wir hier hinterlegt.

B. Murillo: Maria mit dem Jesuskind und Rosenkranz

Bartolomé Murillo: Maria mit dem Jesuskind und Rosenkranz

„Die Natur selbst hat aus dem süßesten aller Namen einer Mutter und aus der mütterlichen Liebe, den Urtyp einer zärtlichen und zuvorkommenden Liebe gemacht; auch spürt die fromme Seele, so tief, wie eine Sprache es niemals ausdrücken könnte, wie sehr in Maria die Flamme einer wohlwollenden und tätigen Liebe brennt. Deshalb, weil Maria unsere Mutter ist, nicht nur auf natürlicher Ebene, sondern durch Jesus Christus.

Sie kennt besser, als jeder andere und sieht auf das Wundervollste, alles was uns berührt: die Hilfe, die wir im Leben brauchen; die öffentlichen und privaten Gefahren, die uns bedrohen; die Ängste und Leiden, die uns umgeben; vor allem die Schwierigkeit des Kampfes, den wir für das Heil unserer Seele gegen die erbittertsten Feinde austragen. In all diesen und noch anderen Prüfungen, hat sie, mehr und besser als irgendein anderer, die Fähigkeit und das Verlangen, ihren vielgeliebten Kindern, Trost, Kraft und Hilfe jeder Art zu spenden.

Wenden wir uns deshalb an Maria, furchtlos und sehnsuchtsvoll; rufen wir sie flehentlich an, im Namen ihres mütterlichen Bandes, das sie so eng mit Jesus und mit uns vereint; bitten wir sie mit einer tiefen Frömmigkeit um ihre Hilfe durch das Gebet, das sie uns selbst gelehrt hat und das sie so sehr liebt, dann können wir, mit gutem Grund in Sicherheit und Freude unter dem Schutz der besten aller Mütter leben.“

Hl. Papst Leo XIII. (1810 – 1903): Brief „Der Rosenkranz Mariens“ vom 7. September 1892



Die Geheimnisse von Fatima (I) : Höllenvision und der Botschaft erster und zweiter Teil

13/07/2009

Am 13. Juli 1917 erscheint die Heilige Jungfrau den drei Hirtenkindern Lucia, Jacinta und Francisco in der Cova da Iria nahe Fatima, Portugal zum dritten Mal. Erneut betont sie, dass wir täglich 5 Gesätze des Rosenkranzes beten sollen.

Auch sollen wir uns für die Bekehrung der Sünder aufopfern, und öfters, insbesondere bei jeder Aufopferung, sprechen:

“Oh Jesus, aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder und als Sühne für die Beleidigungen, die dem unbefleckten Herzen Mariae zugefügt werden.”

Im Anschluss offenbart Maria Lucia ein Geheimnis:

Sie zeigt den Kindern die Hölle. Der Anblick ist so schrecklich, dass die Kinder das Gefühl haben, sie wären augenblicklich gestorben vor Furcht, hätte Maria ihnen nicht vorher zugesichert, dass sie in den Himmel kämen.

Die kleinen Seher von Fatima, Lucia, Francisco und Jacinta (v.l.n.r.)

Die kleinen Seher von Fatima, Lucia, Francisco und Jacinta (v.l.n.r.)

Im zweiten Teil des Geheimnisses wünscht Maria die Andacht zu ihrem Unbefleckten Herzen, um den Zorn Gottes über die unaufhörlichen Beleidigungen durch die Menschen zu besänftigen. Sie kündigt einen weiteren, schlimmeren Krieg an, falls die Beleidigungen nicht aufhören. Um diesen und weiteres Unheil zu verhindern, bittet sie um die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats, und die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz durch den Papst gemeinsam mit allen Bischöfen.

“Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.“

Der dritte Teil des Geheimnisses wurde offiziell in 2000 durch den Vatikan veröffentlicht. Da der Text vom Stil eher wie die Beschreibung einer Vision anmutet und es auch sonst etliche Ungereimtheiten gibt, ist davon auszugehen, dass der wahre Wortlaut bis heute unbekannt ist.

Betrachtet man darüber hinaus die Geschehnisse in der Welt und die allgemeine Tendenz zu noch mehr Brutalität, Gewissenlosigkeit und Ausschweifungen, liegt es auf der Hand, dass ganz offensichtlich auch den Forderungen des zweiten Teils des Geheimnisses nicht nachgekommen wurde.

Anmerkung: Auch wenn häufig von „Drei Geheimnissen“ oder dem „Dritten Geheimnis“ von Fatima zu lesen ist, gab es korrekt immer nur ein einziges „Geheimnis“, welches sich aber in drei Teile gliedern lässt.


Weiterlesen:

Das Sonnenwunder von Fatima vom 13. Oktober 1917

Teil II: Widersprüche um das „dritte Geheimnis“

Teil III: Was geschah mit Schwester Lucia?

Literatur: William T. Walsh “Our Lady of Fatima“