Posts Tagged ‘Seelenheil’

„Opfert euch auf…“ (2)

17/11/2010

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Wir möchten daran erinnern, dass die Himmelsmutter 1917 in Fatima wünschte, dass wir täglich den Rosenkranz für den Frieden beten und Opfer für die Bekehrung der Sünder bringen.

In ihrer vierten Erinnerung aus dem Jahr 1941 schreibt Schwester Lucia: „Eines Tages fragte man mich, ob Unsere Liebe Frau uns aufgetragen hätte, für die Sünder zu beten. Ich verneinte. Während die Leute Jacinta befragten, rief er [Francisco] mich, sobald er konnte und sagte:

– Jetzt hast du gelogen! Wie konntest du nur sagen, daß Unsere Liebe Frau uns nicht aufgetragen habe, für die Sünder zu beten?

– Für die Sünder nicht! Sie wünschte, daß wir um den Frieden und die Beendigung des Krieges beten sollten. Für die Sünder sollten wir Opfer bringen.

– Ja wirklich! Ich habe schon gedacht, du hättest gelogen.“ (*)

Pater Augustin Fuentes (damals Postulator im Seligsprechungsprozess für Jacinta und Francisco) führte am 26. Dezember 1957 mit Schwester Lucia, die sich seit 9 Jahren im Karmel in Coimbra befand, ein Gespräch. Pater Fuentes berichtet, daß die Seherin ihn sehr traurig empfing:

„Pater, die Selige Jungfrau ist sehr traurig weil niemand ihre Nachricht beachtet; weder die Guten noch die Schlechten. Die Guten führen weiterhin ihr Leben der Tugend und des Apostolats, aber sie vereinigen ihr Leben nicht mit der Botschaft von Fatima. Die Sünder folgen weiterhin dem Weg des Bösen, weil sie die furchtbare Züchtigung, die dabei ist über sie zu kommen, nicht sehen. Glauben Sie mir, Pater, Gott wird die Welt züchtigen und das sehr bald. Die Strafe des Himmels wird kommen und sie wird sehr groß sein. Sagen Sie den Seelen nicht nur die materielle Strafe zu fürchten, die über uns kommen wird, wenn wir nicht beten und Buße tun, sondern vor allem, daß Seelen in die Hölle kommen werden.“ Mehrmals wiederholte sie: „Viele Nationen werden von der Erde verschwinden und Russland wird das Werkzeug der Züchtigung sein, falls wir nicht alle durch Gebet und Opfer die Bekehrung dieser armen Nation erreichen. Pater, sagen Sie den Seelen, daß der Teufel mit der Jungfrau Maria eine entscheidende Schlacht führt.“

 

 

 

 

 

Schwester Lucia um 1930

 

Im folgenden betont Schwester Lucia wieder, dass die beiden Waffen, die die Jungfrau uns gegeben hat, Gebet und Opfer sind. Sie erklärt dem Pater: „Gebet ist eine Unterhaltung mit Gott, unserem himmlischen Vater. Aber es ist nicht notwendig in der Kirche oder vor einem heiligen Bild zu sein, um mit ihm zu sprechen. Wir können überall beten, auf der Straße, in der Schule, im Büro, in der Werkstatt- überall. Der Teufel, der sehr darunter leidet, nie wieder Gott zu sehen, wird alles tun, um uns vom Beten und Opferbringen abzubringen. Wir alle, egal wer wir sind, müssen leiden. Wir müssen leiden wegen der Erbsünde und auch als wahre Nachfolger Christi. Jeder hat eine Art Kummer, Beschwernis, Krankheit oder ein Problem zu ertragen. Unser Herr bietet sein Kreuz allen an, wir sollten es also lieben und umarmen. Aber wir sollten nicht nur die Leiden annehmen, die er uns schickt – wir sollten auch die Großzügigkeit besitzen, viele Opfer zu bringen. Jeder Christ ist ein ‚anderer Christus‘  und als solcher sollte er bereitwillig für die Seelen beten und leiden. Jetzt sollten wir unsere Selbstsucht wie niemals zuvor beiseite lassen. Wir müssen unsere Seelen retten oder wir verlieren sie, zusammen mit anderen Seelen. Das Heil vieler Seelen hängt davon ab, ob wir der Gnade entsprechen werden. Falls wir unsere Seelen verlieren, werden auch viele andere Seelen verloren sein.“

Und weiter: „Pater, lassen Sie uns nicht darauf warten, daß der Heilige Vater eine allgemeine Aufforderung zur Buße erläßt, lassen Sie uns auch nicht solch einen Aufruf von unseren Bischöfen oder Oberen abwarten. Lassen Sie jeden von uns selbst anfangen, sich zu verändern. Es ist eine persönliche Verantwortung Gott gegenüber. Mit Gebet und Buße werden wir nicht nur uns selbst, sondern auch andere retten. Erinnern wir uns daran, daß wir mit vielen anderen Seelen in den Himmel eingehen sollen und daß, wenn wir unsere Seele verlieren, andere Seelen sagen hören werden: ‚Durch deine Schuld bin ich in der Hölle.‘ „

 


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(*) Die frühen Erinnerungen von Schwester Lucia können auf Deutsch über das Secretariado dos Pastorinhos bezogen werden. Wir bedanken uns dort auch dafür, dass wir hier Auszüge aus dem Buch „Schwester Lucia spricht über Fatima – Erinnerungen der Schwester Lucia, Band I“ wiedergeben dürfen.

2. November: Allerseelen

02/11/2010

Die in die Flammen des Fegefeuers getauchten Seelen leiden einzig und allein aus Liebe

17. Oktober [1943]

Jesus sagt:

„(…) Wenn sie [Anm: die Seelen] dann in den Reinigungsort eingetaucht sind, werden sie den sühnenden Flammen ausgesetzt. 

Soweit sagen diejenigen, die über den Reinigungsort sprechen, das Rechte. Worin sie jedoch nicht Recht haben, ist, dass sie jenen Flammen verschiedene Namen geben wollen.

Sie sind ein göttlicher Liebesbrand. Sie reinigen, indem sie die Seelen vor Liebe entbrennen lassen. Sie verleihen göttliche Liebe, weil sie nämlich dann, wenn die Seele in den Flammen die in ihrem Erdenleben nicht geübte Liebe erreicht hat, daraus befreit wird und sich im Himmel der göttlichen Liebe verbindet.

Diese Lehre kommt dir anders als die bekannte vor, nicht wahr? Bedenke aber:

Was wünscht der Eine und Dreifaltige Gott für die von Ihm erschaffenen Seelen? Das Gute.

Welche Gefühle hegt der für das Geschöpf, der das Gute für es erwünscht? Gefühle der Liebe.

Welches ist das erste und zweite Gebot, die zwei wichtigsten, von denen ich sagte, dass es keine größeren gebe und diese der Schlüssel zum ewigen Leben seien? Es ist das Liebesgebot: „Liebe Gott mit allen deinen Kräften; liebe den Nächsten wie dich selbst“.

Was habe Ich euch durch Meinen und den Mund der Propheten und Heiligen unendlich oft gesagt? Dass die Liebe die größte Absolution ist. Die Liebe verzehrt die Schuld und die Schwächen des Menschen, denn der, der liebt, lebt in Gott, und wenn er in Gott lebt, sündigt er wenig, und wenn er sündigt, bereut er das sofort, und der Reumütige erfährt die Vergebung des Allerhöchsten.

Worin haben sich die Seelen [im Fegefeuer] verfehlt? In der Gottesliebe. Hätten sie viel geliebt, hätten sie wenige und leichte Sünden begangen, die eurer Schwachheit und Unvollkommenheit zuzuschreiben sind. Die Seelen hätten sich jedoch nie in einem bewussten Beharren auch in den lässlichen Sünden versteift. Sie wären eifrig darum bemüht gewesen, ihren göttlichen Liebhaber nicht zu betrüben, und angesichts ihres guten Willens hätte der göttliche Liebhaber ihnen auch ihre lässlichen Sünden verziehen.


Wie macht man auf Erden eine Schuld wieder gut? Man sühnt sie, und wenn man irgend kann, durch das selbe Mittel, mit dem man sie begangen hat. Wer Schaden angerichtet hat, soll wiedererstatten, was er gewaltsam weggenommen hat. Wer verleumdet hat, soll die Verleumdung zurückziehen, und so weiter.

Wenn das schon die armselige menschliche Justiz verlangt, wie sollte dann die heilige göttliche Gerechtigkeit darauf verzichten? Und welches Mittel wird Gott anwenden, um die Wiedergutmachung zu erlangen? Sich Selbst, das heißt, die göttliche Liebe, und wird auch vom Sünder Liebe verlangen.

Dieser Gott, den ihr beleidigt habt, der euch doch so väterlich liebt, der sich mit seinen Geschöpfen verbinden will, hält euch dazu an, diese Verbindung durch Ihn Selbst zu erlangen.

Alles dreht sich um den Angelpunkt der göttlichen Liebe, Maria, außer für die wahren „Toten“: die Verdammten. Für diese „Toten“ ist auch die göttliche Liebe gestorben. Für die drei Reiche – das von Materie beschwerte: die Erde; dasjenige, das die Schwere der Materie abgestreift hat, nicht jedoch das Gewicht der Sünde: das Purgatorium; und schließlich jenes, dessen Bewohner die von jeder Last befreite geistige Natur mit ihrem himmlischen Vater teilen – ist die göttliche Liebe der alleinige Beweggrund. Indem ihr auf Erden liebt, arbeitet ihr für den Himmel. Indem ihr im Purgatorium liebt, erobert ihr den Himmel, den ihr im Leben nicht zu verdienen wusstet. Indem ihr im Paradies liebt, genießt ihr den Himmel.

Eine Seele, die im Fegefeuer ist, tut nichts anderes als zu lieben, nachzudenken und im Licht der göttlichen Liebe zu bereuen; es ist ja die Liebe, die für sie diese Flammen angezündet hat, die ihr jedoch zu ihrer Bestrafung Gott verbergen.

Darin besteht die Qual. Die Seele erinnert sich an die Gottesschau, die ihr bei ihrem Einzelgericht zuteil wurde. Sie nimmt die Erinnerung daran mit, und da allein schon der kurze Augenblick der Gottesschau eine Seligkeit ist, die alles Geschaffene übertrifft, ist die Seele begierig, diese Seligkeit wieder zu genießen. Diese Erinnerung an Gott und der Lichtstrahl, in den sie bei ihrem Erscheinen vor Gott getaucht wurde, bewirken, dass die Seele die von ihr begangenen Verfehlungen gegen ihr höchstes Gut in ihrem ganzen Umfang „einsieht“, und in dieser „Einsicht“ besteht die Pein ihrer Reinigung, zusammen mit der Erkenntnis, dass sie sich selbst freiwillig den Besitz des Himmels und die Vereinigung mit Gott auf Jahre oder Jahrhunderte hinaus versagt hat.

Die Liebe und die Gewissheit, die göttliche Liebe beleidigt zu haben, sind die Qualen der in der Reinigung Befindlichen. Je mehr eine Seele sich im Leben verfehlt hat, desto mehr ist sie von einem „grauen Star“ befallen, der ihr das Erwecken der vollkommenen Liebesreue, jener ersten Wirkkraft ihrer Reinigung und ihres Eintritts in das Reich Gottes, erschwert. Je mehr eine Seele sie durch die Sünde niedergehalten hat, desto mehr wird die Liebe in ihrer Lebendigkeit beschwert und behindert. Je mehr sie sich allmählich durch die Macht der göttlichen Liebe reinigt, beschleunigt sich ihre Auferstehung zur Liebe und schließlich ihre Eroberung der göttlichen Liebe, die in dem Augenblick, in dem ihre Sühneleistung zu Ende geht, vollständig ist, und sie nach Erreichen der Vollkommenheit der Liebe in die Stadt Gottes eingelassen wird.

Viele Gebete sind nötig, damit die Seelen, die, um die himmlischen Freuden zu erlangen, leiden, geschwind diese vollkommene Liebe erreichen, welche sie losspricht und sie Mir vereint. Eure Gebete, eure Fürbitten sind andererseits Verstärkungen jenes Liebesfeuers. Sie verstärken die Glut. Aber – o selige Qual! – sie verstärken ebenso die Liebesfähigkeit. Sie beschleunigen den Reinigungsprozess. Sie heben jene in dieses Feuer getauchten Seelen auf eine immer höhere Stufe. Sie bringen sie an die Schwelle des göttlichen Lichtes. Sie öffnen schließlich die Pforten des göttlichen Lichtes und führen die Seele in den Himmel.


Einer jeden solchen von eurer Liebe bewirkten Operation zu Gunsten derer, die euch in das zweite Leben vorausgegangen sind, korrespondiert ein Aufschwung der Gegenliebe zu euch. Der Liebe Gottes, die euch dankt, dass ihr euch um Seine sühnenden Kinder kümmert, sowie der Liebe der Büßenden, die euch danken, dass ihr euch dafür einsetzt, sie in den Genuß Gottes zu bringen.

Eure teuren Angehörigen lieben euch nie so sehr wie nach dem irdischen Tod, denn ihre Liebe ist von da an in das göttliche Licht getaucht, und in diesem Licht verstehen sie, wie ihr sie liebt und wie sie euch hätten lieben sollen.

Sie dürfen euch keine Worte mehr sagen, die eure Vergebung erbitten und Liebe schenken. Aber sie sagen sie Mir für euch, und Ich trage euch die Worte eurer Toten zu, die euch nunmehr so zu sehen und zu lieben verstehen, wie es recht ist. Ich trage sie euch zusammen mit ihrer Bitte um Liebe und mit ihrem Segen zu. Beides ist schon vom Fegefeuer aus gültig, da es ihnen bereits von der in ihnen erglühten und sie reinigenden Liebe eingegeben wurde. Ihre Bitte erreicht dann die vollkommene Gültigkeit, wenn sie, schon befreit, euch auf der Schwell des ewigen Lebens entgegenkommen werden, oder sich euch vereinen, falls ihr ihnen ins Reich der göttlichen Liebe vorausgegangen seid. (…)

Auszug aus “Die Hefte 1943“ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Gebet für die Verstorbenen (Diktat Jesu an Maria Valtorta)

Vaterunser für die Verstorbenen nach der hl. Mechthild

Litanei für die Verstorbenen u. zum Trost der armen Seelen

Ablass zu Allerseelen

Gedenktafel der armen Seelen


Danke, Eva Herman,

26/07/2010

für Ihre deutlichen Worte bzgl. der sogenannten „Love-Parade„! Sie trauen sich, die Dinge beim Namen zu nennen, was heutzutage eine Seltenheit ist.

Stellungnahme unsererseits, nachdem einige Kommentare zu dem Artikel eingetroffen sind:

Frau Herman zu unterstellen, sie empfände kein Mitleid, ist daneben, sie drückt ihr Beileid für die betroffenen Familien und Angehörigen in dem Artikel aus. Wenn jemand mutig Klartext schreibt, der im Widerspruch zum vorherrschenden Meinungsdiktat steht, wird er gleich als Unmensch oder Nazi abgestempelt, das ist die übliche Masche, um jemanden mundtot zu machen. Sünder sind wir, nebenbei bemerkt, alle, deshalb müssen wir aber nicht unseren Mund halten.

Eva Herman hat mit ihrem Artikel in ein Wespennest gestochen: indem sie die sog. Love-Parade charakterisiert und aufzeigt, wie dekadent es dort zugeht, werden wir mit unserer heutigen verqueren, selbstgefällig-triebhaften Lebensweise konfrontiert, das ruft empörte aufgebrachte Reaktionen hervor. Da wird unschuldig und harmlos getan, aber diese Veranstaltung ist keineswegs ein friedliches, fröhliches Fest für junge Menschen, und es ist gleichzeitig naiv und überheblich zu glauben, dass solche Art Zusammenkünfte keine unguten Auswirkungen haben. Auch wenn da sicher nicht alle unter Drogeneinfluss stehen, die allgemeine Energie geht in eine ungute Richtung- im Ernst: würden Sie Ihre Kinder da guten Gefühls hinlassen?

Das vorherrschende Denken und Benehmen ist so, als gäbe es keinen Gott und keine verbindliche Wahrheit, sprich Gebote, die doch in unser Herz gelegt sind, das sich mit der Stimme des Gewissens meldet. Die empörten Reaktionen zeigen, dass es aktiv ist, sonst würde dieser Artikel nicht so hohe Wellen schlagen, so viel Interesse finden, wie auch der überlastete Server des Kopp-Verlags zeigt. Wenn es diese verbindlichen Gebote gibt, ist es unmöglich, dass es keine Auswirkungen hat, wenn diese übertreten werden. Aus Ordnung entsteht dann Unordnung/ Chaos mit verheerenden, selbst eingebrockten Konsequenzen, das können wir heute an allen Ecken und Enden sehen.

Geleugnet wird heute allgemein auch die Existenz Satans, des gefallenen Engels. Es fehlt das Bewusstsein dafür, dass ein Kampf zwischen Gut und Böse im Gang ist, dass dieser Feind uns hasst und den ewigen Tod für unsere Seelen will. Er greift uns über unsere Schwachstellen an: Gier nach Macht, Geld und Sinnlichkeit. Zur letzten Kategorie gehört eindeutig die sog. Love-Parade mit ihrem Missbrauch des Begriffs „Liebe“, wo es doch um Triebe geht.

Missbrauchsskandal

08/02/2010

In Niedersachsen und in Berlin sind letzter Zeit mehrere Fälle von Missbrauch an Kindern/ Jugendlichen durch katholische Priester in den 70er und 80er Jahren bekannt geworden. Die Fälle müssen untersucht werden und die betroffenen Priester ggf. straf- und kirchenrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden. Priester, die doch um das Seelenheil ihrer Schutzbefohlenen bemüht sein sollten, richten mit solch abscheulichen Taten großen Schaden an.

Die Vorkommnisse sind Wasser auf die Mühlen der Feinde der katholischen Kirche, die sich anscheinend auch innerhalb derselben befinden. So wirft der Jesuitenpater Mennekes dem Papst u.a. Hetze gegen die Gleichstellung von Homo-Lebensgemeinschaften vor, was sich gerade in diesem Zusammenhang äußerst seltsam ausnimmt. Die katholische Kirche vertritt – Gott sei Dank – immer noch und hoffentlich immer die Position, daß die Ehe als sakramentale Lebensgemeinschaft von Mann und Frau niemals mit andersartigen Modellen gleichzustellen ist und stellt sich schützend vor die Familie. Pater Mennekes scheint auf Abwege geraten zu sein.

Durch die einseitige Berichterstattung in den Medien soll in der Öffentlichkeit der Eindruck hervorgerufen werden, daß Missbrauch ein spezifisches Problem katholischer Geistlicher sei, die durch den „Zwangszölibat“ ihrer „Triebe“ nicht Herr würden. Der Berliner Kriminalpsychiater Prof. Kröber stellt die 94 vom ‚Spiegel‘ seit 1995 ermittelten Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche den 210.000 deutschlandweit erfassten Fällen gegenüber und sagt, die Zahlen verdeutlichen, daß Missbrauch bei Mitarbeitern der katholischen Kirche viel seltener vorkommt als bei anderen Männern. Die Geisteshaltung, in der Priester lebten, so seine Schlußfolgerung, schütze sie weitgehend davor, Täter zu werden. Aber das möchte kaum einer hören.

 

Der Petersdom

Jede Verfehlung der katholischen Kirche wird von ihren Feinden triumphierend als Beweis dafür angeführt, daß der Zölibat nicht praktizierbar sei (und rechtfertigt letztendlich triebgesteuertes Verhalten). Wahr ist jedoch, daß der größte Teil der katholischen Priester (ca. 99%) den Zölibat so leben, wie es die Nachfolge Christi verlangt. Die Priester, die die Wege Gottes verlassen  und die schlammigen Pfade Satans beschreiten, werden vor Gott dafür Rechenschaft ablegen müssen.

Der Zölibat ist eine freiwillig übernommene Verpflichtung, die Keuschheit in Form von lebenslanger Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen zu bewahren (Mt 19,12). In der heutigen Zeit, in  der triebhafte Geschlechtlichkeit allgegenwärtig und selbstverständlich geworden ist, bildet er einen störenden Stolperstein, weil er auf die Möglichkeit einer reinen, gottgefälligen und menschenwürdigen Lebensweise durch die erfolgreiche Bekämpfung der Leidenschaften hinweist.

Der moralische Aufschrei, der gerade durch Deutschland geht, ist verlogen und scheinheilig- weisen diese kirchlichen Vorkommnisse doch auf den sittlichen Verfall der gesamten Menschheit hin. Sie halten uns einen Spiegel vor, in den wir nicht hineinschauen möchten, lieber verdrängen wir unser eigenes Schuldgefühl und zeigen (einmal mehr) anklagend nach Rom.

Obama verliert strategische Mehrheit im Senat

20/01/2010

Bei den Wahlen in Massachusetts, die gestern wegen dem Ausfall des im August 2009 verstorbenen Demokraten Ted Kennedy abgehalten wurden, haben die Demokraten eine Niederlage hinnehmen müssen. Massachussets ist seit seit über 40 Jahren eine demokratische Hochburg gewesen, nun geht der Senatorenposten an einen Republikaner.

Somit haben Obamas Demokraten die strategische Mehrheit im Senat, der 100 Sitze hat, verloren: sie haben nur noch 59 Sitze und die Republikaner jetzt 41. Da zur Durchsetzung der Gesetzesvorhaben eine Mehrheit von 60 Stimmen notwendig ist, können Obamas Gesetze nun blockiert werden, und seine umstrittene Gesundheitsreform, die u.a. vorsieht, Abtreibungen mit staatlichen Mitteln zu finanzieren, steht auf wackligen Füssen. Das finden wir gut!

Anscheinend wachen die Amerikaner langsam auf. Nichtsdestotrotz ist zu befürchten, dass durch die grosse Enttäuschung, die die Amerikaner und einen grossen Teil der Erde erfassen wird, das Terrain für den antichristlichen „Retter“ mit seinen vermeintlich pazifistischen und sozialen Versprechungen weiter bereitet wird.

Der amerikanische Präsident hat gestern beim Besuch einer Koordinationsstelle für die Haiti-Hilfe seine allererste Twitter-Botschaft gesendet, die lautet: „Präsident Obama und die First Lady besuchen gerade das Rettungszentrum“. Bleibt zu hoffen, dass sich das Ehepaar genauso viel Gedanken um die Rettung der eigenen Seelen macht, um die es bei dem bisherigen Lug und Trug sehr schlecht bestellt ist.

Seelenheil in Gefahr

30/08/2009

In protestantischen und freikirchlichen Kreisen ist die Luther’sche Meinung vorherrschend, dass wir uns nicht durch unsere Werke die Vergebung unserer Schuld verdienen, sondern allein durch den Glauben an die Gnade Gottes gerettet werden. Diese Lehre bringt die Seele in grösste Gefahr, denn durch unsere Sünden können wir die Gnade Gottes verlieren, selbst wenn wir an dieselbe glauben!

Mit dem Argument, zur Vergebung reiche das Erlösungswerk Christi, wird behauptet, wir hätten keine weiteren Mittel zur Gnadenerlangung und zur Rettung unserer Seelen nötig, dies stelle eine Beleidigung Christi dar usw. Es ist richtig, dass Jesus uns durch seine Passion von der Sünde und von der Verdammnis vollkommen erlöst hat. Er hat uns die nach dem Sündenfall verlorene Gnade Gottes und das Anrecht auf den Himmel wiedererlangt. Aber hat sich die Menschheit seitdem bekehrt? Leben wir tatsächlich nach den Zehn Geboten  („Wenn du aber das Leben erlangen willst, halte die Gebote !“ Mt 19,17)?

Auch nach der Kreuzigung bleibt der freie Wille des Menschen bestehen, und auch nach der Kreuzigung folgt der Mensch dem Ruf Satans statt dem Ruf Gottes und dies in zunehmendem Maβe. Wir treten das Erlösungswerk mit Füssen und fahren fort zu sündigen in Gedanken, Worten, Taten und Unterlassungen. Wer aber ein Gebot Gottes in einer wichtigen Sache mit Wissen und Willen übertritt, begeht eine Todsünde und verliert die heiligmachende Gnade, die Jesus uns wiedererschlossen hat. Wer ohne Reue im Stand einer Todsünde stirbt, kommt in den Ort der ewigen Verdammnis, auch Hölle genannt, wo er „heulen und mit den Zähnen knirschen“ wird (Mt 8,12 ; 13,42 ; 13,50 ; 22,13 ; 24,51; 25,30 ; Lk 13,28). Die mit ‚leichteren‘ (lässlichen) Sünden belastete Seele, die zwar in der Gnade gestorben, aber nicht ganz rein ist, ist gerettet, geht aber zuerst zur Läuterung in das Fegefeuer, den Reinigungsort. Gott ist barmherzig und geduldig, aber er lässt seiner nicht spotten und urteilt immer gerecht.

 

Gustave Doré: Das Paradies

Gustave Doré: Das Paradies

Jesus, der unsere schwache Natur kennt, hat uns aus aus diesem Grund die Gnadenmittel hinterlassen : die Sakramente (Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Krankensalbung, Ehe, Priesterweihe), die Sakramentalien (geweihte Gegenstände, Segen und Weihungen) und das Gebet. Wir haben sie  zur Stärkung und Reinigung unserer Seele bitter nötig. Der Apostel Paulus fordert uns zur tätigen Mitwirkung an unserer Erlösung auf, indem er sagt : „Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt.” (Kol 1,24).

Es reicht nicht, vage ‘in Christus’ zu sein. Es reicht auch nicht, getauft zu sein, um in Christus zu leben und gerettet zu werden. Man muss dort zu verbleiben wissen, und das ist ein ständiger harter Kampf gegen den raffinierten Feind, der unser Verderben will und uns u.a. vorgaukelt, dass wir der Eigenverantwortung enthoben seien. Wer ihm Gehör schenkt, muss um sein Seelenheil, um das Ewige Leben, fürchten.