Posts Tagged ‘Seherin’

Siebenundsiebzigmal verzeihen

10/09/2011

zum Sonntagsevangelium vom 11. Sept. 2011: Mt 18,21-35

„… So wird auch mein Vater mit euch verfahren, wenn ihr unbarmherzig gegen die Brüder seid; denn nachdem ihr so viel von Gott erhalten habt, seid ihr ihm mehr schuldig als ein einfacher Gläubiger. Bedenkt, dass ihr mehr als alle anderen die Pflicht habt, ohne Sünde zu sein. Bedenkt, dass Gott euch eine große Summe vorstreckt, aber auch verlangt, dass ihr Rechenschaft darüber ablegt. Denkt daran, dass niemand mehr als ihr Liebe üben und verzeihen können muss. 


Seid keine Knechte, die viel für sich haben wollen, aber nichts denen abgeben, die sie darum bitten. Wie ihr tut, so wird auch euch getan werden. Und es wird von euch auch Rechenschaft gefordert über die Taten derjenigen, die durch euer Beispiel zum Guten oder zum Bösen angeleitet worden sind. Oh, wahrlich, wenn ihr andere heiligt, werdet ihr eine große Herrlichkeit im Himmel besitzen! Aber wenn ihr Verderber oder träge im Heiligen seid, werdet ihr hart bestraft werden.

Ich sage es euch noch einmal! Wenn einer von euch sich nicht bereit fühlt, Opfer seiner eigenen Mission zu sein, soll er weggehen, aber nicht gegen sie fehlen. Er lasse es weder an seiner eigenen Ausbildung noch an der der anderen fehlen, wo es sich um wahrhaft schwerwiegende Dinge handelt. Er muss sich Gott zum Freund machen, indem er in seinem Herzen immer Vergebung für die Schwachen hegt. Denn seht, jeder, der dem Nächsten zu verzeihen weiss, wird auch von seinem Vater Verzeihung erlangen. …“

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Das neue Gesetz über die Beziehungen zum schuldigen Bruder

03/09/2011

zum Sonntagsevangelium am 4. September 2011: Mt 18,15-20

„… Und ich sage euch, dass Abneigung, Abkehr und Gleichgültigkeit schon Hass sind, und zwar aus dem einfachen Grund, weil sie nicht Liebe sind. Das Gegenteil von Liebe ist Hass. Könnt ihr der Abneigung einen anderen Namen geben? Der Abkehr von einem Menschen? Der Gleichgültigkeit? 

Wer liebt, empfindet Zuneigung zum Geliebten; wenn er ihm also abgeneigt ist, liebt er ihn nicht mehr. Wer liebt, bleibt ihm, auch wenn das Leben ihn räumlich vom Geliebten entfernt, geistig nah. Wer sich daher geistig von jemandem trennt, liebt ihn nicht mehr. Wer liebt, kennt keine Gleichgültigkeit gegen den Geliebten, sondern er interessiert sich für alles, was ihn betrifft. Wenn daher jemand einem anderen gegenüber gleichgültig wird, so ist dies ein Zeichen dafür, dass er keine Liebe mehr für ihn empfindet.

Ihr seht also, dass diese drei Dinge Äste eines einzigen Baumes sind: des Hasses. Was geschieht, sobald uns jemand, den wir lieben, beleidigt? In neunzig von hundert Fällen empfinden wir, wenn auch nicht gleich Hass, so doch Abneigung oder Gleichgütligkeit. Nein, handelt nicht so. Laßt euer Herz nicht erkalten in diesen drei Formen des Hasses. Liebt!

Aber ihr werdet euch fragen: „Wie können wir das?“ Ich antworte euch: „So wie Gott es kann, der auch den liebt, der ihn beleidigt. Eine schmerzliche, aber immer gute Liebe!“ Ihr fragt weiter: „Und wie sollen wir es machen?“ Ich gebe euch das neue Gesetz über die Beziehungen zum schuldigen Bruder und sage: „Wenn dein Bruder dich beleidigt, dann kränke ihn nicht durch öffentlichen Tadel, sondern gehe in deiner Liebe so weit, dass sie vor den Augen der Welt den Fehler verbirgt.“ Denn es wird dir als großes Verdienst in den Augen Gottes angerechnet, wenn du deinem Stolz jegliche Genugtuung vorenthälst.

Oh! Wie sehr gefällt es dem Menschen, andere wissen zu lassen, dass er beleidigt wurde und darunter leidet! Wie ein törichter Bettler geht er nicht zum König, um eine Goldmünze zu erbitten, sondern zu anderen törichten Bettlern, um sich eine Handvoll Asche, Schmutz und einen giftigen, brennenden Trunk zu erbetteln. Denn das gibt die Welt dem Beleidigten, der sich beklagt und um Trost bettelt. Gott, der König, aber gibt dem pures Gold, der nach einer Beleidigung ohne Groll zu seinen Füßen weint und von ihm, der Liebe und Weisheit ist, Kraft der Liebe und Unterweisung erbittet. Wenn ihr also getröstet werden wollt, dann geht zu Gott und handelt mit Liebe.

Ich sage euch und vervollständige damit das alte Gesetz: „Wenn dein Bruder gegen dich gefehlt hat, geh und versuche, ihn unter vier Augen auf seinen Fehler aufmerksam zu machen. Wenn er dich anhört, hast du deinen Bruder wiedergewonnen. Und gleichzeitig hast du viele Segnungen Gottes erworben. Wenn er dich aber nicht anhört, sondern zurückweist, und in seiner Schuld verharrt, dann hole…“

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Bemüht euch um eine Approbation

02/08/2011

Der Herr sagt:

„Allzu viele Seelen haben im Glauben einfach deswegen kein Nest mehr, weil sie nichts wissen, weil sie Mich nicht kennen. Die armselige Erinnerung an einen Mensch-Gott, der an einem Kreuz gestorben ist, ist keine Kenntnis von mir. Kenntnis von mir haben, heißt: alle Formen der Evangelisation Christi, des Opfers Christi, der Liebe Christi, des Menschen und Gottes, zu kennen. Die Kirchen sind leer oder halb leer? Dann sollt ihr in die Häuser gehen! Steht doch auf, ihr Schläfer! Steht auf, ihr Zaghaften! Es ist keine Zeit zu schlafen. Muss Ich es denn sein, der euch Schlafenden zuruft, während das Boot Schiffbruch zu erleiden droht: „Steht auf, sonst geht ihr zu Grunde!“ Muss Ich es sein, der sagt: „Vermehrt euren Glauben!“ Das sei ferne! Schaut doch, wie viele zu Grunde gehen oder verführt werden, weil sie nur das vergiftete Brot der Häresien aller Art erhalten, oder von den Stimmen der falschen Apostel, die Diener des Tieres sind, betäubt werden. Helft dem göttlichen Meister, der Mitleid mit dieser Volksmenge hat und euch das Brot schenkt, das die Menge nicht in die Wüste sterben lassen soll. Teilt dieses Brot aus. Wie? Das habe ich seit langem gesagt und wiederhole es:

I. Bemüht euch um eine Approbation, die das Werk verteidigt und eine Garantie dafür abgibt. Bemüht euch sofort darum und lasst nicht ab, bis ihr sie gefunden habt.

II. Gebt den Evangelienzyklus, der aus drei Teilen besteht, in Druck: 1) Empfängnis, Geburt, Kindheit und Vermählung Mariens. 2) Meine Verkündigung, Empfängnis, Geburt, Kindheit und Adoleszenz. 3) Die drei Jahre des Evangelienlebens.

 

Valtorta: Der Gottmensch

Die beiden ersten Teile will Ich haben, weil das Ausmaß der unendlichen Güte Gottes, Seiner Allmacht, Seiner Vergebung, in Wahrheit bereits seit sich im Schoße Annas die Makellose gebildet hatte, ihren Anfang nehmen. Die Frohe Botschaft tut ihren ersten Herzschlag des embryonalen Herzens Mariens, der Tochter Joachims und Annas. Und ihr, Servi di Maria, solltet mehr als jeder andere Orden begreifen und fest glauben, dass es die Kenntnis Mariens ist, die die Kenntnis Christi vorbereitet. Maria ist die Siegerin. Satan entfernt sich von dem, der Maria liebt und kennt. Und wenn Satan sich entfernt, trete Ich ein und vermag zu handeln. Johannes, der Sohn des Zacharias, wird der Vorläufer genannt. Und das wurde er für kurze Jahre. Maria ist es in Ewigkeit.  Die Zwölf wurden Apostel genannt. Sie wurden es für eine mehr oder weniger lange Zeit. Maria ist Apostelin in Ewigkeit. Deshalb soll Maria Christus voraus gehen und die Seelen auf die wahre Kenntnis Christi vorbereiten.
Ich möchte, dass dieses Werk sich von dieser Nation ausgehend, über die Ich so viel Gnade ausgegossen habe, wo der Apostolische Stuhl sich befindet, wo so viel wieder aufzubauen ist, damit sie gerettet werde, verbreite.“

Petition an die Glaubenskongregation/Vatikan für die Approbation und Verbreitung des Werkes der Valtorta

Auszug aus “Die Hefte 1945-1950″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Die erste wunderbare Brotvermehrung (Teil 1)

31/07/2011

(zum Sonntags-Evangelium vom 31. Juli 2011: Mt 14,13-21)

(…) „Meister, der Abend nähert sich. Der Ort ist einsam, fern von Häusern und Dörfern, dunkel und feucht. Bald wird man sich hier nicht mehr sehen und nicht einmal mehr gehen können. Der Mond geht spät auf. Entlasse die Menschen, damit sie nach Tarichäa oder in die Dörfer am Jordan gehen und sich Nahrung kaufen und ein Obdach suchen können.“

„Es ist nicht nötig, dass sie weggehen. Gebt ihr ihnen zu essen. Sie können hier schlafen, wie sie hier geschlafen haben, als sie auf mich warteten.“

„Wir haben nur noch fünf Brote und zwei Fische, Meister. Du weißt es.“

„Bringt sie mir!“

„Andreas, geh und suche den Knaben. Er hat die Aufsicht über die Tasche. Soeben war er noch mit dem Sohn des Schriftgelehrten und zwei anderen Knaben zusammen; sie haben sich Blumenkränze gemacht, weil sie König spielen.“

Andreas geht rasch weg. Auch Johannes und Philippus suchen Margziam in der Menge, die ständig in Bewegung ist. Sie finden ihn fast gleichzeitig, mit dem Sack mit den Lebensmitteln auf dem Rücken, einem blühenden Zweig um den Kopf und einem Gürtel von Waldreben, von dem als Schwert ein Schilfrohr herabhängt. Bei ihm sind sieben weitere, ebenso aufgeputzte Kinder. Sie bilden das Gefolge des Sohnes des Schriftgelehrten, eines sehr zarten Knaben mit ernstem Blick, der viel gelitten haben muss. Er ist reichlicher geschmückt als die anderen und spielt den König.

„Komm, Margziam, der Meister will dich haben!“

Margziam läßt die Freunde stehen und eilt weg, ohne seine blumigen Ehrenzeichen abzulegen. Aber die anderen folgen ihm, und bald darauf ist Jesus von einer kleinen Gruppe blumengeschmückter Knaben umgeben. Er liebkost sie, während Philippus aus dem Sack ein Bündel mit dem Brot und zwei dicken Fischen holt; etwa zwei Kilo Fisch. Sie würden nicht einmal für die siebzehn, mit Margziam eigentlich achtzehn Personen des Gefolges Jesu reichen. Sie bringen Brot und Fisch zu Jesus.

„Gut! Bringt mir jetzt Körbe. Siebzehn, so viele ihr seid. Margziam soll an die Kinder Brot und Fisch austeilen…“ Jesus blickt den Schriftgelehrten scharf an, der immer noch in seiner Nähe steht, und fragt ihn: „Willst auch du unter die Hungrigen Speisen verteilen?“

„Ich würde es gerne tun, doch ich habe selbst nichts.“

„Gib von dem Meinen, ich erlaube es dir.“

„Aber… hast du denn die Absicht, fünftausend Männer und dazu noch die Frauen und die Kinder mit diesen zwei Fischen und fünf Broten zu speisen?“

„Ohne Zweifel! Sei nicht ungläubig! Wer glaubt, sieht, wie das Wunder geschieht!“

„Oh, dann möchte ich auch helfen, die Speisen zu verteilen!“

„So lass dir einen Korb geben.“

Die Apostel kommen mit hohen, schmalen, niedrigen und breiten Körben zurück. Der Schriftgelehrte bringt einen ziemlich kleinen Brotkorb. Man sieht, dass sein Glaube oder sein Unglaube ihn diesen hat aussuchen lassen, da er meint, keinen größeren zu brauchen.

„Gut! Stellt sie alle vor mich hin. Die Leute sollen sich in Reihen hinsetzen, so gut es geht.“

Während dies geschieht, hebt Jesus das Brot mit den Fischen darauf zum Himmel, opfert beides auf, betet und segnet es. Der Schriftgelehrte lässt ihn keinen Moment aus den Augen. Dann bricht Jesus die fünf Brote in achtzehn Teile, mach auch aus den Fischen achtzehn Stücklein und legt davon je eines in jeden Korb. Aus den Brotstücken macht er je zwanzig Brocken, nicht mehr, und legt sie wieder in die Körbe. 

„Nun nehmt die Körbe, verteilt, bis alle satt sind. Geh, Margziam, und teile an deine Spielgefährten aus.“

„Uh, wie schwer er ist!“ sagt Margziam, als er seinen Korb nimmt und damit gleich zu seinen kleinen Freunden geht. Er geht gebeugt, als sei er schwer beladen.

Die Apostel, die Jünger, Manaen und der Schriftgelehrte sehen ihm, unsicher geworden, nach… Dann nehmen auch sie ihre Körbe, blicken sich kopfschüttelnd an und sagen: „Das Kind scherzt! Sie wiegen nicht mehr als zuvor.“

Der Schriftgelehrte schaut in seinen Korb und greift mit der Hand hinein; denn es ist bereits dunkel im Dickicht, in dem Jesus sich befindet, während es auf der Lichtung noch halbwegs hell ist. Trotz der Bestätigung ihrer Zweifel gehen sie auf das Volk zu und beginnen auszuteilen. Und sie verteilen, verteilen und verteilen. Ab und zu wenden sie sich erstaunt um, und blicken auf Jesus, der in immer größerer Entfernung und mit verschränkten Armen an einem Baum lehnt, während er über ihr Erstaunen fein lächelt.

Sie verteilen lange und reichlich… Margziam, der einzige, der nicht verblüfft ist, lacht fröhlich, während er den Schoß vieler armer Kinder mit Brot und Fischen anfüllt. Er ist auch der erst, der zu Jesus zurückkommt und sagt: „Ich habe viel, viel, sehr viel gegeben… denn ich weiss, was Hunger ist…!“ Er hebt sein jetzt nicht mehr mageres Gesichtlein, erbleicht und reißt die Augen auf… Doch Jesus liebkost ihn, und das Lächeln kehrt wieder auf das Kindergesicht zurück, das sich vertrauensvoll an Jesus, seinen Lehrer und Beschützer, schmiegt.

Langsam kommen auch die Apostel und Jünger zurück, stumm vor Staunen. Der letzte ist der Schriftgelehrte, der auch nichts sagt, aber eine Geste macht, die mehr ausdrückt als eine lange Rede. Er kniet nieder und küßt den Saum des Gewandes Jesu. 

weiter zu Teil 2: Das Gespräch zwischen Jesus und den Jüngern nach der ersten Brotvermehrung

Auszug aus “Der Gottmensch″ Bd. V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Gleichnis vom Unkraut – Die Verantwortung des Verräters

16/07/2011

(zum Sonntags-Evangelium vom 17. Juli 2011: Mt 13,24-43)

[Anm: Jesus deutet das Gleichnis zuerst wie in Mt 13 – d.h. er bezieht es auf das Jüngste Gericht. Dann aber ergänzt er, dass es für die Apostel noch eine andere Bedeutung habe, insbesondere sei es die Antwort auf die am Vorabend gestellte Frage, ob es in der Schar der Jünger einen Verräter geben könne. Jesus sagt, dass es Verräter geben kann, dessen sei er sicher. Dann deutet er die Äcker des Gleichnisses als seine Jünger:]

„… Zu den Jüngern, den Äckern des Meisters, kommen die Feinde. Es sind ihrer viele. Der erste ist Satan, die anderen seine Diener: also die Menschen, die Leidenschaften, die Welt und das Fleisch. Somit ist der Jünger am meisten gefährdet, der nicht ganz auf der Seite des Meisters, sondern zwischen dem Meister und der Welt steht. Er kann und will sich nicht von all dem trennen, was Welt, Fleisch, Leidenschaften und Satan ist, um ganz dem anzugehören, der ihn zu Gott führt. So streuen die Welt, das Fleisch, die Leidenschaft und der Teufel ihre Samen auf einen solchen Jünger aus; es ist das Gold, die Macht, das Weib, der Stolz, die Angst vor einem abfälligen Urteil und das Nützlichkeitsdenken. „Die Großen sind die Stärkeren. Also werde ich ihnen dienen, damit sie meine Freunde seien.“ So wird man um elender Dinge willen zum Verbrecher und zum Verworfenen!… 

Warum aber entlässt der Meister, der die Unvollkommenheit des Jüngers sieht, auch wenn er nicht dem Gedanken nachgeben will: „Er wird mein Mörder sein“, ihn nicht sofort aus den Reihen der Seinen? So werdet ihr euch fragen. Weil es nichts nützen würde. Selbst wenn er es tun würde, könnte er nicht verhindern, ihn sich zum Feind zu machen, nur um so früher; ausserdem zum zweifachen Feind; dies aus Zorn oder Schmerz, erkannt und fortgejagt worden zu sein; denn das Wirken des Teufels ist so subtil, dass der Mensch es nicht merkt. Satan ergreift von ihm zunehmend Besitz, und der Mensch ahnt nichts von seinem Einfluss. 

Aus Zorn! Ja, aus Zorn darüber, dass er erkannt wurde als das, was er wirklich ist, wenn er um das Wirken Satans und seines Gefolges weiss; eines Gefolges aus den Menschen, die ihn, den Schwachen, in seinen Schwächen versuchen, um den Heiligen aus der Welt zu schaffen, dessen Güte sie kränkt, da sie im deutlichen Gegensatz zu ihrem eigenen Leben steht. Dann kann der Heilige nur noch beten und sich Gott übergeben: „Was du geschehen lassen willst, soll geschehen“, sagt er, und fügt einzig diesen Vorbehalt bei: „Vorausgesetzt, es dient deinem Ziel.“ 

Der Heilige weiss, dass die Stunde kommen wird, da aus seiner Ernte das Unkraut ausgeschieden wird. Von wem? Von Gott selbst, der nur noch zulässt, was dem Triumph seines liebenden Wirkens dient.“

„Aber wenn du zugibst, dass es immer Satan und seine Anhänger sind… dann scheint mir, dass du der Verantwortung des Jüngers eine geringe Bedeutung zuschreibst“, sagt Matthäus.

„Das darfst du nicht denken. Wie das Böse existiert, existiert auch das Gute, und ebenso besitzt der Mensch Unterscheidungsvermögen und die Freiheit.“

„Du sagst, dass Gott nur zulässt, was dem Triumph seiner liebenden Absichten nützt. Also ist auch dieser Irrtum nützlich, wenn er ihn zulässt, und er dient dem Triumph seines göttlichen Willens“, sagt Iskariot.

„So urteilst du wie Matthäus, dass dies das Verbrechen des Jüngers rechtfertigt. Gott hatte den Löwen ohne Raubgier und die Schlange ohne Gift erschaffen. Nun ist der eine wild und die andere giftig. Gott aber hat sie deswegen vom Menschen abgesondert. Denk darüber nach und wende es an. Gehen wir ins Haus. Die Sonne brennt schon zu stark, wie vor dem Ausbruch eines Gewitters, und ihr seid müde nach der schlaflosen Nacht.“

„Das Haus hat ein geräumiges, kühles Obergemach. Dort könnt ihr euch ausruhen“, sagt Elias.

Sie steigen die äussere Treppe hinauf. Aber nur die Apostel legen sich auf die Matten zur Ruhe. Jesus geht auf die von einer hohen Eiche beschattete Terrasse hinaus, setzt sich in einen Winkel und vertieft sich in seine Gedanken.

Auszug aus “Der Gottmensch″ Bd. III von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Jesus und die Kinder: Alexander von Askalon

14/06/2011

(Jesus und die Apostel haben die Küstenstadt Askalon betreten und Jesus sagt:)

„Wir wollen uns in vier Gruppen teilen. Ich gehe, das heisst, ich lasse euch gehen. Dann wähle ich. Geht! Nach der neunten Stunde treffen wir uns am Tor, durch das wir gekommen sind. Seid klug und geduldig!“

Jesus schaut ihnen nach. Er ist mit Judas Iskariot allein geblieben, der erklärt hat, dass er hier nicht reden wird, da die Leute schlimmer als die Heiden sind.

Als er aber hört, dass Jesus da und dorthin gehen will, ohne zu reden, überlegt er es sich anders und sagt: „Missfällt es dir nicht, allein zu bleiben? Ich möchte mit Matthäus, Jakobus und Andreas gehen; sie sind die Unbeholfensten…“

„Geh nur! Leb wohl!“

Und Jesus wandelt allein durch die Stadt. Er durchschreitet sie der Länge und der Breite nach, ohne dass die geschäftigen Menschen auf ihn aufmerksam werden. Nur zwei oder drei Kinder heben neugierig den Kopf, und eine nachlässig gekleidete Frau kommt ihm entschlossen und mit einem zweideutigen Lächeln entgegen. Doch Jesus blickt sie so streng an, dass sie purpurrot wird und, weitergehend, die Augen niederschlägt. An der Ecke wendet sie sich noch einmal um, und da ein Mann, der die Szene beobachtet hat, ihr beissende Worte des Spottes für ihre Niederlage zuwirft, hüllt sie sich in ihren Mantel und eilt davon.

Die Kinder jedoch umringen Jesus, sehen zu ihm auf und erwidern sein Lächeln. Das mutigste unter ihnen fragt: „Wer bist du?“

„Jesus“, antwortet er, indem er es liebkost.

„Was machst du?“

„Ich warte auf Freunde.“

„Von Askalon?“

„Nein, aus meinem Dorf und aus Judäa.“

„Bist du reich? Ich bin es. Mein Vater hat ein schönes Haus, in dem er Teppiche anfertigt. Komm, ich will es dir zeigen; es ist in der Nähe.“

Jesus folgt dem Kind in einen langen Hausflur, der wie eine überdachte Gasse ist. Im Hintergrund des halbdunklen Hausflurs glänzt ein Stückchen Meer in der Sonne. Sie begegnen einem schmächtigen Mädchen, das weint.

„Das ist Dina. Sie lebt arm, weisst du? Meine Mutter gibt ihr zu essen. Ihre Mutter kann nichts mehr verdienen. Der Vater ist schon gestorben, auf dem Meer. Bei einem Gewitter, als er von Gaza zum Hafen des grossen Flusses fuhr, um Waren abzuliefern und andere zu holen. Da die Waren meinem Vater gehörten und der Vater der Dina einer unserer Seeleute war, sorgt meine Mama nun für sie. Doch viele sind auf diese Weise ohne Vater geblieben… Was sagst du dazu? Es muss schlimm sein, ein Waisenkind und arm zu sein. 

Hier ist mein Haus. Sage nicht, dass ich auf der Strasse war. Ich hätte in der Schule sein müssen; aber man hat mich weggeschickt, weil ich die Kameraden mit dem da zum Lachen brachte…“ Er zieht ein wirklich lustiges, geschnitztes Püppchen aus dem Gewand, mit einem wahrhaft karikaturistischen, vorstehenden Kinn und einer langen Nase.

Jesus hat ein Lächeln auf den Lippen, aber er beherrscht sich und sagt: „Das ist doch nicht der Lehrer, nicht wahr? Und auch kein Verwandter! Das wäre nicht recht.“

„Nein, es ist der Synagogenvorsteher der Juden. Er ist alt und hässlich; wir ärgern ihn immer.“

„Auch das ist nicht recht. Er ist bestimmt viel älter als du und…“

„Oh, er ist ein sehr alter Mann, bucklig und blind; aber er ist so hässlich… Ich kann doch nichts dafür, dass er so hässlich ist!“

„Nein. Aber es ist schlecht, über einen Alten zu spotten. Auch du wirst als alter Mann hässlich sein; denn du wirst gebückt gehen, wenig Haare auf dem Kopf haben, halb blind sein; du wirst an Stöcken gehen und genauso ein Gesicht haben… Und dann? Würde es dir gefallen, von einem respektlosen Jungen verspottet zu werden?

Warum ärgerst du den Lehrer und störst die Kameraden? Das ist nicht recht! Wenn dein Vater es wüsste, würde er dich strafen und deine Mutter würde es schmerzen. Ich sage ihnen nichts. Aber du musst mir sofort zwei Dinge geben: das Versprechen, nicht mehr solche Spässe zu machen und diesen Hampelmann. Wer hat ihn gemacht?“

„Ich, Herr…“ sagt der Junge beschämt, nunmehr der Schwere seiner Fehler bewusst. Er fügt hinzu: „Ich mache sehr gerne Holzschnitzereien! Manchmal verfertige ich Blumen, wie sie auf Teppichen dargestellt sind, oder Drachen, Sphinxe und andere Tiere…“

„Das sollst du tun. Es ist so viel Schönes auf der Erde. Also gib mir dein Versprechen und den Hampelmann. Sonst sind wir keine Freunde mehr. Ich behalte ihn als Andenken an dich und werde für dich beten. Wie heisst du?“

„Alexander. Und du, was gibst du mir?“

Jesus hat immer so wenig! Aber er erinnert sich, dass er am Gewand eine sehr schöne Schnalle hat. Er sucht in seiner Tasche, findet sie, trennt sie vom Gewand ab und gibt sie dem Knaben. „Und nun gehen wir. Aber pass auf, auch wenn ich fortgehe, weiss ich doch alles. Wenn ich merke, dass du böse bist, dann komme ich zurück und erzähle alles deiner Mutter.“ Das Bündnis ist geschlossen.

Sie treten in das Haus. (…)

Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. IV von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz:book@parvis.chwww.parvis.ch

Der Gehorsam ist das Kennzeichen eines Dieners Gottes

29/05/2011
(zum Sonntags-Evangelium vom 29. Mai 2011: Johannes 14,15-21)

16. Dezember [1943]

Numeri, Kap. 23,12.19.21

Jesus sagt:

„Der wahre Diener Gottes erwidert auf jedweden Druck menschlicher Kräfte, die ihn von den Wegen Gottes abbringen wollen: „Kann ich denn vielleicht anderes sagen oder tun, als das, was der Herr mir aufgetragen hat?“

Der Gehorsam auf den göttlichen Befehl, was auch immer dieser Befehl sei, ist das Kennzeichen eines Dieners Gottes. Es gibt unendlich viele göttliche Anforderungen, und alle sind durch eine Liebesabsicht gerechtfertigt. Dem einen auferlege Ich zu schweigen, dem anderen zu reden, wieder einem, sich zu isolieren, und einem anderen, sich zum Anführer von Seelen zu machen. Dem einen gebe ich übernatürliche Schauungen und dem anderen eine übernatürliche Stimme. Also:  Meine Diener sollen nach meinem Willen handeln, dann werden sie Mir in ihren Verdiensten ohne Unterschied sein.

Ich übe keinen Zwang in der Weise aus, dass ihr mir nicht euren Gehorsam verweigern könntet. Nein, nicht einmal die, welche so weich wie ein zum Spinnen fertiges Baumwollflöckchen in Meiner Hand sind, werden von Mir zum Gehorsam gezwungen. Aber je mehr sie „Mir“  angehören, desto leichter fällt ihnen der Gehorsam und ist ihnen lieb,  so dass sie auch auf Kosten der Gefährdung – denn die Welt hasst ja die, die sich Gott zu eigen geben – und ihrer Leiden – denn die Welt lässt ihren Hass in Leiden für Meine „Heiligen“ Blüten treiben – Meinem Auftrag treubleiben. (…)“

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“

21/05/2011
(zum Sonntags-Evangelium vom 22. Mai 2011: Johannes 14,1-12)

„(…) Wenn Satan Herr der Stunde ist, stirbt das Gute und herrscht das Böse, unterliegt der Geist und gewinnt das Menschliche die Oberhand. Dann werdet ihr führerlosen, vom Feind verfolgten Kriegern gleichen, und mit der Kopflosigkeit von Besiegten werdet ihr euren Rücken vor dem Sieger beugen und den gefallenen Helden verleugnen, damit man euch nicht tötet. Aber ich bitte euch, euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. Glaubt an meine Barmherzigkeit und an die des Vaters, sowohl der, der bleibt, als auch der, der flieht. Sowohl der, der schweigt, als auch der, der den Mund öffnet und sagt: „Ich kenne ihn nicht.“ Und glaubt ebenso an meine Verzeihung. Glaubt, was immer ihr in Zukunft tut, an das Gute und an meine Lehre, an meine Kirche also. So werdet ihr einen Platz im Himmel haben. 

Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wäre es nicht so, hätte ich es euch gesagt. Ich gehe voraus, um euch einen Platz zu bereiten. Machen es die guten Väter nicht so, wenn sie mit ihren Kindern die Wohnung wechseln? Sie gehen voraus, richten das Haus her, stellen die Möbel auf und sorgen für Vorräte. Dann kehren sie zurück und holen ihre lieben Kinder. Sie tun es aus Liebe. Damit es den Kleinen an nichts fehlt und sie sich in der neuen Umgebung wohlfühlen. Ich mache es ebenso. Und aus demselben Grund. Nun gehe ich. Wenn ich für jeden den Platz im himmlischen Jerusalem bereitet habe, komme ich wieder und nehme euch mit mir, damit ihr seid, wo ich bin und wo es keinen Tod und keine Trauer, noch Tränen, Jammer, Hunger, Schmerz, Finsternis oder Betrübnis gibt, sondern nur Licht, Frieden, Seligkeit und Gesänge. Oh, Himmelsklänge, wenn die zwölf Auserwählten mit den zwölf Patriarchen der Stämme Israels auf den Thronen sitzen und im Feuerbrand der geistigen Liebe und im Meer der Seligkeiten das ewige Lied singen werden, begleitet von den Harfenklängen des ewigen Halleluja der Heerscharen der Engel… Ich will, dass auch ihr seid, wo ich sein werde. Und ihr wisst, wohin ich gehe, und kennt den Weg.“

„Aber Herr! Wir wissen nichts. Du sagst uns nicht, wohin du gehst. Wie können wir wissen, welchen Weg wir nehmen müssen, um zu dir zu kommen und die Wartezeit zu verkürzen?“ fragt Thomas.


„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ihr habt es mich oft sagen und erklären gehört, und wahrlich, einige, die nicht einmal wussten, dass es einen Gott gibt, haben sich auf meinen Weg gemacht und sind euch schon vorausgegangen. Oh, wo bist du, verlorenes Schaf Gottes, das ich in den Schafstall zurückgeführt habe? Und wo bist du, auferstandene Seele?“

„Wer? Von wem sprichst du? Von Maria des Lazarus? Sie ist drüben, bei deiner Mutter. Willst du, dass wir sie rufen? Oder Johanna? Sie ist sicher in ihrem Palast. Aber wenn du willst, holen wir sie…“

„Nein, nicht diese… Ich denke an jene, die erst im Himmel entschleiert wird… und an Photinai… Sie haben mich gefunden. Sie haben meinen Weg nicht mehr verlassen. Der einen habe ich den Vater als wahren Gott gezeigt und den Geist als Leviten zu ihrer besonderen Verehrung. Der anderen, die nicht einmal wusste, dass sie eine Seele hat, habe ich gesagt: „Mein Name ist ‚Erlöser‘. Ich rette, die den guten Willen haben, gerettet zu werden. Ich bin der, der die Verlorenen sucht, der das Leben, die Wahrheit und die Reinheit gibt. Wer mich sucht, findet mich.“ Und beide haben Gott gefunden… Ich segne euch, schwache Evas, die ihr stärker als Judith geworden seid… Ich komme dorthin, wo ihr seid, ich komme… Ihr tröstet mich… Seid gesegnet…“

„Zeige uns den Vater, Herr, und wir werden diesen gleich sein“, sagt Philippus.

„Schon so lange bin ich bei euch, und du, Philippus, kennst mich noch nicht? Wer mich sieht, sieht meinen Vater. Wie kannst du also sagen: „Zeige uns den Vater?“ Kannst du glauben, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, sage ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir lebt, tut alle meine Werke. Ihr glaubt nicht, dass ich im Vater bin und er in mir ist? Was muss ich sagen, damit ihr glaubt? Wenn ihr den Worten nicht glaubt, dann glaubt wenigstens den Werken. Ich sage euch, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke tun, die ich tue, und er wird noch grössere tun, denn ich gehe zum Vater. Und alles, um was ihr den Vater in meinem Namen bitten werdet, werde ich tun, damit der Vater in seinem Sohn verherrlicht werde. 

Um was ihr mich in meinem Namen bitten werdet, das werde ich tun. Mein wirklicher Name ist nur mir allein, dem Vater, der mich gezeugt hat, und dem Heiligen Geist, der aus unserer Liebe hervorgeht, bekannt. Und in diesem Namen ist alles möglich. Wer mit Liebe an meinen Namen denkt, liebt mich und wird erhalten, um was er bittet. (…)“

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band XI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch


Jesus erscheint den Jüngern von Emmaus

08/05/2011
(zum Sonntags-Evangelium vom 8. Mai 2011: Lukas 24,13-35)

„… Nun ist er auferstanden. Alles hat er vollbracht. Glorreich ist er vor seiner Menschwerdung gewesen. Dreimal glorreich ist er nun, nachdem er sich so viele Jahre in einem Körper erniedrigt und sich dann selbst geopfert hat im vollkommenen Gehorsam durch seinen Tod am Kreuz, um den Willen Gottes zu erfüllen. Glorreich über alle Maßen wird er nun zusammen mit dem verherrlichten Fleisch zum Himmel auffahren und in die ewige Herrlichkeit eingehen. Dies wird der Beginn des Reiches sein, dessen Bedeutung Israel nicht verstanden hat.

  

Und zu diesem Reich ruft er eindringlicher denn je mit seiner ganzen Liebe und Autorität die Völker der Welt. Sie alle, wie es die Gerechten Israels und die Propheten geschaut und vorausgesagt haben, alle Völker werden zu ihrem Heiland kommen. Und es wird keine Juden oder Römer, Skythen oder Afrikaner, Iberer oder Kelten, Ägypter oder Phrygier mehr geben. Die von jenseits des Euphrat werden sich mit den Quellen des ewigen Flusses vereinigen. Die Völker des Nordens werden an der Seite der Numidier zu seinem Reich kommen; Rassen und Sprachen, Sitten und Hautfarben werden keine Rolle mehr spielen. Es wird ein einziges zahlloses, leuchtendes, reines Volk geben, eine einzige Sprache, eine einzige Liebe. Es wird das Reich Gottes, das Reich des Himmels sein, und der ewige Herrscher, der auferstandene Geopferte, und sein ewiges Volk, die an ihn Glaubenden. Glaubt also, um zu diesem Volk zu gehören!

Hier ist nun Emmaus, Freunde. Ich gehe weiter. Dem Wanderer, der noch einen so weiten Weg zurücklegen muss, ist kein Aufenthalt erlaubt.“

„Herr, du bist gelehrter als ein Rabbi. Wäre er nicht tot, würden wir glauben, dass er zu uns gesprochen hat. Wir möchten noch andere und ausführlichere Wahrheiten von dir hören; denn nun verstehen wir die Worte des Buches nicht mehr, da wir eine Herde ohne Hirten und durch den Hass Israels beunruhigt sind. Willst du, dass wir mit dir kommen? Du könntest uns weiterhin unterweisen und so das Werk des Meisters, der uns genommen wurde, vollenden.“

„Ihr habt ihn so lange gehabt, und es hat nicht genügt, euch zu vollenden? Ist dies hier nicht die Synagoge?“

„Ja. Ich bin Kleophas, der Sohn des Synagogenvorstehers Kleophas, der in der Freude gestorben ist, den Messias kennengelernt zu haben.“

„Und immer noch trüben Zweifel deinen Glauben? Aber es ist nicht eure Schuld. Nach dem Blut braucht es noch das Feuer. Dann werdet ihr glauben, denn ihr werdet verstehen. Lebt wohl.“

„O Herr, es will schon Abend werden, und die Sonne geht bald unter. Du bist müde und durstig. Komm herein. Bleibe bei uns. Du wirst zu uns von Gott sprechen, während wir Brot und Salz teilen.“

Jesus geht hinein und wird mit der üblichen hebräischen Gastfreundschaft bedient. Man bringt Getränke und Wasser für die müden Füsse.

Dann setzen sie sich zu Tisch, und die beiden bitten ihn, die Mahlzeit zu segnen.

Jesus steht auf, hält das Brot auf den flachen Händen, erhebt die Augen zum roten Abendhimmel, dankt für die Speise und setzt sich. Er bricht das Brot und teilt es mit seinen Gastgebern. Und während er dies tut, gibt er sich zu erkennen als der, der er ist: der Auferstandene.

 

Er ist nicht der strahlende Auferstandene, als der er den anderen, die ihm nahestehen, erschienen ist; Aber er ist ein Jesus voller Majestät, und die Wunden an den schmalen Händen sind deutlich zu sehen: rote Rosen auf dem Elfenbein der Haut. Ein sehr lebendiger Jesus in seinem wiederhergestellten Fleisch. Aber auch Gott in der Macht seines Blickes und seiner Erscheinung.

Die beiden erkennen ihn und fallen auf die Knie… Und als sie es wagen, wieder aufzublicken, bleibt von ihm nur noch das gebrochene Brot.

Sie nehmen es und küssen es. Jeder nimmt seinen Anteil und legt ihn, wie eine Reliquie in ein Leinentüchlein gewickelt, auf die Brust.

Sie weinen und sagen: „Er ist es gewesen! Und wir haben ihn nicht erkannt. Und dennoch, brannte nicht auch dir das Herz in der Brust, als er zu uns sprach und uns die Schrift auslegte?“

„Ja. Und nun glaube ich ihn neu zu sehen. Im Licht, das vom Himmel kommt. Dem Licht Gottes. Und ich sehe, dass er der Erlöser ist.“

„Gehen wir. Ich spüre weder Müdigkeit noch Hunger mehr. Wir wollen nach Jerusalem gehen und es seinen Jüngern berichten.“

„Gehen wir. Oh, hätte doch mein alter Vater diese Stunde noch erleben dürfen!“

„Sprich nicht so. Ihm war mehr gegeben als uns. Der Geist des gerechten Kleophas sah den Sohn Gottes in den Himmel zurückkehren ohne den Schleier, der ihn aus Erbarmen mit unserer menschlichen Schwäche verhüllte. Gehen wir! Gehen wir! Wir werden mitten in der Nacht ankommen. Aber wenn er es will, finden wir einen Weg, in die Stadt zu gelangen. Er, der die Tore des Todes geöffnet hat, kann ebenso die Tore der Stadtmauern öffnen. Gehen wir!“

Und in der purpurnen Abenddämmerung machen sie sich eilends auf den Weg nach Jerusalem.

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band XII von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Die Auferweckung des Lazarus

10/04/2011
(zum Sonntags-Evangelium vom 10. April 2011: Johannes 11,1-45)

(…) Jesus betrachtet den schweren Stein, der als Türe dient und und ein ebenso schweres Hindernis bildet zwischen ihm und dem toten Freund. Er weint. Das Weinen der Schwestern und auch das der Nahestehenden und Angehörigen wird stärker.

„Entfernt diesen Stein!“ ruft Jesus plötzlich, nachdem er seine Tränen getrocknet hat.

Eine Bewegung des Erstaunens und ein Flüstern geht durch die Menge, die sich noch um einige Bewohner Bethaniens vergrössert hat, die in den Garten zu den übrigen Besuchern gekommen sind. Ich sehe einige Pharisäer, die sich an die Stirn greifen und den Kopf schütteln, als ob sie sagen wollten: „Er ist verrückt!“

Niemand befolgt den Befehl. Auch die Getreuesten schrecken zurück und zögern.

Jesus wiederholt seinen Befehl noch lauter und versetzt die Anwesenden in noch grössere Bestürzung. Sie schwanken zwischen einander entgegengesetzten Gefühlen, einerseits dem Wunsch zu fliehen, und andererseits dem Wunsch, sich noch mehr zu nähern, um zu sehen, ungeachtet des Geruches, der aus dem Grab dringen wird, das Jesus zu öffnen gebietet.

„Meister, es ist nicht möglich“, sagt Martha, die sich bemüht, die Tränen zurückzuhalten, um sprechen zu können. „Seit vier Tagen ist er schon unter der Erde, und du weisst, an welcher Krankheit er gestorben ist! Nur unsere Liebe konnte ihn pflegen… Nun riecht er gewiss schon viel stärker, trotz aller Salben… Was willst du sehen? Seinen verwesten Leib?… Es geht nicht… auch wegen der Verunreinigung durch die Zersetzung und…“

„Habe ich dir nicht gesagt, dass du die Herrlichkeit Gottes sehen wirst, wenn du glaubst? Entfernt diesen Stein. Ich will es!“

Es ist eine laute Kundgebung göttlichen Willens… Und ein unterdrücktes „Oh!“ kommt aus den Mündern aller. Die Gesichter erbleichen. Einige zittern, als ob eisige Todeskälte sie umweht hätte.

Martha gibt Maximinus ein Zeichen, und dieser gebietet den Dienern, Werkzeuge zu holen, mit denen man den Stein entfernen kann.

Die Diener eilen fort und kommen mit Pickeln und starken Brecheisen zurück. Sie schlagen die glänzenden Spitzen der Pickel zwischen den Fels und die Grabplatte, nehmen dann statt der Pickel die Brecheisen, heben bedächtig den Stein, schieben ihn zur Seite und lehnen ihn vorsichtig an den Fels. Ein pestartiger Gestank dringt aus der dunklen Höhle und lässt alle zurückweichen.

Martha fragt leise: „Meister, willst du hinuntersteigen? Wenn ja, dann lasse ich Fackeln holen…“ Aber sie erbebt bei dem Gedanken, dies tun zu müssen.

Jesus antwortet ihr nicht. Er erhebt die Augen zum Himmel, breitet die Arme in Kreuzform aus und betet mit lauter Stimme, jedes Wort betonend: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast! Ich wusste ja, dass du mich immer erhörst. Aber wegen der hier Anwesenden, wegen des ringsum stehenden Volkes habe ich es gesagt, damit sie glauben an dich, an mich und daran, dass du mich gesandt hast!“

Jesus verweilt noch einige Zeit in derselben Haltung. Er scheint in Ekstase zu sein, so verklärt ist er, während er lautlos noch andere geheime Worte des Gebetes oder der Verehrung spricht, ich weiss es nicht. Was ich weiss, ist, dass Jesus so übermenschlich erscheint, dass einem das Herz in der Brust erzittert, wenn man ihn ansieht. Es sieht aus, als ob sein Körper sich in Licht verwandeln, vergeistigen, grösser werden und über der Erde schweben würde. Obwohl die Farben der Haare, der Augen, der Haut und der Kleider sich nicht verändern wie bei der Verklärung auf dem Tabor, als alles zu blendendem Licht und Glanz wurde, scheint Jesus Licht auszustrahlen und selbst zu Licht zu werden. Das Licht scheint ihn ganz einzuhüllen, besonders das zum Himmel erhobene, gewiss durch die Schauung des Vaters verzückte Antlitz.

Jesus steht eine Weile so da, dann kommt er wieder zu sich: der Mensch, aber nun angetan mit Macht und Majestät. Er begibt sich zur Schwelle des Grabes und streckt die Arme, die er bisher in Kreuzform und mit zum Himmel gekehrten Handflächen gehalten hat, nach vorne. Die Hände sind jetzt schon in der Höhle des Grabes und heben sich hell von deren Dunkel ab. Aus den Augen Jesu sprüht bläuliches Feuer, dessen wundertätiger Schein heute, in dieser stummen Schwärze, unerträglich ist, und mit mächtiger Stimme, mit einem noch lauteren Ruf als dem, mit welchem er auf dem See dem Sturm befahlt, mit einer Stimme, wie ich sie bei keinem anderen Wunder gehört habe, ruft er: „Lazarus, komm heraus!“ Die Stimme hallt als Echo aus der Grabeshöhle wider und verbreitet sich dann durch den ganzen Garten, schallt von den Hügeln Bethaniens zurück, und ich meine, sie erreicht sogar die Hänge jenseits der Felder und kehrt von dort vielstimmig und nur etwas gedämpft wieder, wie in unwiderruflicher Befehl. Von vielen Seiten hört man das Echo: „Heraus! Heraus! Heraus!“

Alle erschauern zutiefst, und wenn auch die Neugierde sie an ihre Plätze bannt, so sind doch die Gesichter bleich, die Augen weit offen, und die Münder öffnen sich unbewusst, während aus den Kehlen Rufe des Staunens dringen.

Martha, die etwas weiter hinten seitlich steht, schaut Jesus verzückt an. Maria fällt auf die Knie, sie, die nie von der Seite ihres Meisters gewichen ist, fällt am Eingang des Grabes auf die Knie. Eine Hand presst sie aufs Herz, um sein heftiges Schlagen zu beruhigen, mit der anderen hält sie unbewusst und krampfhaft einen Zipfel des Mantels Jesu, und man merkt, dass sie zittert, denn eine leichte Erschütterung überträgt sich von der Hand auf den Mantel.

Etwas Weisses scheint aus der dunklen Tiefe der Höhle zu kommen. Erst ist es nur eine schmale geschweifte Linie, dann wird es ein Oval, und schliesslich fügen sich dem Oval breitere und längere, immer länger werdende Linien an. Und der Tote in seinen Binden kommt langsam vorwärts, jetzt immer besser erkennbar, geisterhaft, beeindruckend.

Jesus weicht zurück, weiter zurück, fast unmerklich, doch fortwährend, je weiter Lazarus herauskommt, und so bleibt die Entfernung zwischen beiden immer dieselbe.

Maria ist gezwungen, den Zipfel des Mantels loszulassen, aber sie rührt sich nicht von der Stelle. Die Freude, die Erregung, alles zusammen hält sie an ihrem Platz fest.

Ein immer deutliches „Oh!“ dringt aus den zuvor in gespannter Erwartung wie zugeschnürten Kehlen, und aus dem kaum hörbaren Flüstern werden laute Stimmen, aus den Stimmen mächtige Schreie.

Lazarus hat nun die Schwelle erreicht und bleibt dort stehen, steif und stumm wie eine Gipsstatue, die eben aus der Form kommt… Ein unförmiges, langes Etwas, am Kopf und an den Beinen dünn, am Rumpf etwas breiter, grausig wie der Tod selbst, geisterhaft in den weissen Tüchern vor dem dunklen Hintergrund des Grabes. Im Licht der Sonne scheinen die Bandagen da und dort schon von Fäulnis durchtränkt.

Jesus ruft laut: „Befreit ihn von den Binden und lasst ihn gehen. Gebt ihm Kleider und zu essen!“

„Meister… !“ sagt Martha, und sie würde vielleicht mehr sagen, aber Jesus sieht sie fest an, unterwirft sie mit seinem flammenden Blick und spricht: „Hier! Sofort! Bringt ein Gewand! Kleidet ihn in Gegenwart aller an und gebt ihm dann zu essen!“ Jesus befiehlt und beachtet die neben und hinter ihm Stehenden nicht. Er blickt nur auf Lazarus, auf Maria, die neben dem Auferstandenen steht und sich nicht um den Ekel kümmert, den die fleckigen Binden bei allen hervorrufen, und auf Martha, die keucht, als ob ihr das Herz zerspringen wollte, und nicht weiss, ob sie vor Freude schreien oder weinen soll…

Die Diener beeilen sich, die Befehle Jesu auszuführen. Noemi eilt als erste fort und kommt auch als erste zurück mit den über den Arm geworfenen Gewändern. Einige lösen die Enden der Bandagen, nachdem sie sich die Ärmel aufgekrempelt und die Gewänder geschürzt haben, damit sie nicht mit der durchsickernden Fäulnis in Berührung kommen. Marcella und Sara kommen mit Gefässen voll wohlriechender Salben. Diener folgen ihnen mit dampfend heissem Wasser in Becken und Krügen, Bechern mit Milch und Wein, mit Obst und Honigkuchen.


Die schmalen, sehr langen Binden, mir scheint aus Linnen, mit Borten an beiden Seiten und sicher eigens für diesen Gebrauch gewoben, werden wie Bänder von einer grossen Spule abgerollt und fallen schwer zu Boden, da sie von Essenzen und Fäulnis durchtränkt sind. Die Diener schieben sie mit Stöcken beiseite. Sie haben am Kopf begonnen, und auch dort ist Fäulnis, die wohl aus Nase, Ohren und Mund kommt. Das über das Gesicht gebreitete Schweisstuch ist nass von diesem Ausfluss, und das Antlitz des Lazarus, mit der Salbe auf den geschlossenen Augen, mit den verklebten Haaren und dem spärlichen Bärtchen am Kinn ist ganz und gar nicht schön. Langsam fällt das Leichentuch, das Grabtuch, das um den Körper gewickelt war, so wie auch die Binden immer weiter fallen, allmählich den seit Tagen eng umwundenen Rumpf freigeben und dem, was bisher einer grossen Larve ähnlich war, wieder menschliche Gestalt verleihen. Die knochigen Schultern, die zum Skelett abgemagerten Arme, die kaum von Haut bedeckten Hüften und der eingefallene Leib kommen nach und nach zum Vorschein. Und so wie die Binden fallen, bemühen sich die Schwestern, Maximinus und die Diener, die dicke Schicht von Fäulnis und Salben zu entfernen. Und sie tun es so lange, mit immer wieder erneuertem Wasser, dessen reinigende Wirkung man durch hinzugefügte Essenzen verstärkt hat, bis die Haut vollkommen sauber ist.

Kaum ist sein Gesicht ausgewickelt und gereinigt, so dass er sehen kann, und noch bevor er die Schwestern ansieht, richtet Lazarus mit einem Lächeln der Liebe auf den blassen Lippen und einem feuchten Schimmer in den tiefliegenden Augen seinen Blick auf Jesus. Alles andere, was um ihn herum vorgeht, übersieht er und beachtet es nicht. Auch Jesus lächelt ihm zu, und Tränen glänzen in seinen Augen. Dann weist er wortlos zum Himmel, und Lazarus begreift und bewegt die Lippen in lautlosem Gebet.

Martha glaubt, dass Lazarus etwa sagen will, aber noch nicht fähig ist, und fragt: „Was willst du mir sagen, mein Lazarus?“

„Nichts, Martha. Ich habe dem Allerhöchsten gedankt.“ Seine Stimme ist klar und kräftig.

Das Volk stösst wieder ein erstauntes „Oh!“ aus. (…)

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band X von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Unterweisung Jesu: Gedanken über die Auferweckung des Lazarus