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Schöne neue Welt-Religion? : Die Baha’i

25/02/2011
Gäbe es diese Religion noch nicht, würde sie sicher dieser Tage erfunden werden. Die Lehre der Bahai mit ihren weltweit etwa 8 Millionen Anhängern wirkt auf den ersten Blick wie ein „Best of“ der Weltreligionen. Sie liefert das ideale spirituelle Gerüst für eine politisch korrekte Weltregierung. Ihre ethischen Grundsätze lesen sich wie eine Erweiterung der UN-Charta:

„Die ganze Menschheit ist als Einheit zu betrachten.“

„Mann und Frau haben gleiche Rechte.“

„Vorurteile jeglicher Art müssen abgelegt werden.“

„Der Weltfrieden muss verwirklicht werden.“

„Es muss ein Weltschiedsgerichtshof eingesetzt werden.“

Weiter werden eine Weltsprache und Einheitsschrift, sowie eine allgemeine Schulpflicht gefordert, um allen Kindern eine optimale Bildung (= gemäß Bahai/UN-Weltbild) zuteil werden zu lassen.

Bahai-Schrein auf dem Berg Karmel, Israel

Die hohe Kompatibilität mit den UN-Prinzipien hat zu einer engen Kooperation beider Organisationen geführt: die Bahai International Community ist bei der UN als Nichtregierungsorganisation anerkannt und agiert als Berater bei verschiedenen UN-Gremien wie Wirtschafts- und Sozialrat, Entwicklungs- und Umweltprogramm, Bevölkerungsfonds und WHO. 2008 erklärte die UNESCO die Bahai-Stätten und das Pilgerzentrum, die sich im Heiligen Land (!) auf dem Berg Karmel, in Haifa und Akko befinden, zum Weltkulturerbe.

Auch was das Spirituelle betrifft, gibt sich die Bahai-Religion verführerisch wohlklingend und zieht aus diesem Grund vortrefflich junge Menschen in ihren Bann. Immerzu ist die Rede von Einheit, Gleichheit, Harmonie, gepaart mit dem Versprechen, all dies aus eigener Kraft, im hier und jetzt, verwirklichen zu können:

„Alle Menschen müssen die Wahrheit selbständig erforschen.“

„Alle Religionen haben eine gemeinsame Grundlage.“

„Die Religion muss die Ursache der Einigkeit und Eintracht unter den Menschen sein.“

„Die Religion muss mit Wissenschaft und Vernunft übereinstimmen.“

Die Bahai haben ein monotheistisches Gottesverständnis und folgen damit der jüdisch-islamischen Tradition. Die Betonung des Selbsterlösungsgedankens (es gibt kein Opfer, keine Priester, jeder muss die Wahrheit selbst herausfinden), erinnert an fernöstliche Philosophien wie den Buddhismus.

Aber die Bahai-Religion bedient sich auch aus dem Fundus der Christlichen Lehre, modifiziert sie jedoch zu einem Zerrbild. So gelten die Prinzipien der Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit, und die Heilige Dreifaltigkeit -Vater, Sohn und Heiliger Geist- taucht als Zerrbild, als „dreifache Einheit“ auf: Einheit Gottes, mystische Einheit der göttlichen Offenbarer und Einheit der Menschheit. Die Ähnlichkeiten gehen noch weiter: der Religionsstifter Bab wurde öffentlich hingerichtet, sein Nachfolger Baha’u’llah ins israelische Exil nach Akko verbannt. Ihre Anhänger werden bis heute im Iran verfolgt und mit strengen Repressalien belegt.

Die Bahai glauben an eine „fortschreitende Gottesoffenbarung“. Ähnlich dem islamischen Verständnis werden alle Religionsstifter und Propheten in einen Topf geworfen, d.h. Jesus Christus ist einer von Vielen in einer Reihe von  „Offenbarern“, darunter Moses, Buddha, Mohammed, und eben die Bahai-Religionsstifter.

Die Bahai-Religion ist antichristlich, und zudem explizit anti-katholisch: so ist z.B. die Beichte verboten.

Es wird sich herausstellen, inwieweit die Bahai noch an Bedeutung gewinnen werden im Zuge der fortschreitenden Bemühungen, eine Weltregierung zu installieren. Hält man sich vor Augen, dass der Bahai-Glaube im Iran seit der islamischen Revolution trotz schwerer Verfolgungen regen Zulauf erfahren hat, ist denkbar, dass dieser Glaube mit seinen islamischen Wurzeln für abtrünnige Moslems eine attraktive Alternativreligion darstellt. Angesichts der jüngsten Revolten in der arabischen Welt könnte die Bahai-Gemeinde daher rasant anwachsen und so an Einfluss gewinnen.

Ob der Antichrist tatsächlich mit der Bahai-Religion in Verbindung stehen wird, ist fraglich, seine Irrlehren aber werden sicher die ein oder andere Parallele zu denen der Bahai aufweisen. Es ist wohl auch kein Zufall, dass sich das Bahai-Hauptquartier im Heiligen Land befindet, dem Heimatland Christi, wo auch die anderen monotheistischen Weltreligionen in Erwartung der Dinge verharren. Denn dort liegt schließlich jener Ort Harmagedon (heute: Megiddo), wo die siegreiche Schlacht Christi über den Antichrist stattfinden wird (vgl Offb. 16, 16).

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Quellen und Verweise:

Dokumentation über die Bahai

Wikipedia

1. November: Hochfest Allerheiligen

01/11/2010

„Die Gemeinschaft der Heiligen ist nicht auf die Glaubensbrüder beschränkt“

12. Januar [1944]

Jesus sagt:

(…) Aber wenn ihr „Kinder Gottes“ sein wollt, wahre Kinder, müsst ihr Liebe zu den im Geiste armen, für die im Geiste darbenden, für die im Geiste kranken, für die im Geiste unreinen Brüder haben. Erbärmlich sind ja die Götzendiener und notleidend die Schismatiker, krank die Sünder; unrein die von noch verhängnisvolleren Lehren abtrünnig gemachten als diejenigen der minderen christlichen Religionen, die zwar an Christus glauben, jedoch nicht Zweige des wahren Baumes sind, da sie nicht in Christus eingepfropfte Zweige, also wilde Schößlinge, die saure Frucht bringen, und der himmlischen Tischgemeinschaft nicht würdig sind. Die Güte Gottes beurteilt ja die Werke aller nach der Gerechtigkeit und gibt den „Guten“ ihren Lohn, denn das ist gerecht; dieser Lohn wird allerdings niemals so strahlend und voll sein wie der für die, welche wahre Kinder der wahren Kirche sind.

Viel wird dem vergeben, der viel liebt und auch als Angehöriger einer anderen Religion im Wahren zu sein glaubt. Aber da das Evangelium auch in den von Rom getrennten Ländern verkündet wird, wird auch viel von jenen Tauben verlangt werden, die die göttliche Stimme nicht hören und das göttliche Licht Jesu Christi nicht sehen wollten, das in Seiner Römisch-Apostolischen Kirche lebt.

Es steht euch Katholischen aber nicht zu, zu verurteilen. Ich habe gesagt: „Urteilt nicht“. (1) Ich habe gesagt: „Ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge und dann den Splitter aus dem Auge des Bruders“. Viele Balken sind in euren Augen, o ihr katholischen Christen mit beschädigtem Glauben, mit allzu lauer Liebestätigkeit und den ganz verloschenen vier Kardinaltugenden. Viele. Allzu viele. Gebt Acht, dass euch nicht Götzendiener und Heiden in der Liebe Christi übertreffen und vor euch gelobt zu werden verdienen für ihren sicheren Glauben in der Religion ihrer Väter, für ihre Liebe zu dem ihnen bekannten Gott, für ihre tapfer gelebte Tugend.


Die Liebe reinigt auch das, das unrein und profan ist. Die Liebe hat Maria von Magdala (2) und Levi gereinigt. Wir können die nicht-katholischen Religionen mit diesen beiden im Evangelium genannten Erlösten, die durch ihre Liebe erlöst wurden, vergleichen. Ihr könnt glauben, Meine Kinder, dass die Anhänger dieser Religionen, die in der Gottesliebe leben, wie sie es gelehrt worden sind (Gott wird für den Irrtum ihrer Trennung von Rom allenfalls die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen), in Meinen Augen durch die in ihnen lebende Liebe gereinigt sind. Ich wiederhole: Sie werden danach gefragt werden, warum sie das von Rom gepredigte Evangelium nicht annehmen wollten; aber der Blick Gottes wird sich nicht von ihnen abwenden, da ihr unreiner Altar, der Altar ihres Geistes, durch ihre Liebe gereinigt erscheinen wird.

Haltet euch die Worte des hl. Petrus vor Augen: „Ich erkenne, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern in jeder Nation ist ihm der genehm, der ihn fürchtet und der Gerechtigkeit übt“. (3) Betrachtet also ohne geistige Überheblichkeit und Lieblosigkeit im Herzen die von Rom getrennten Brüder mit übernatürlichem Sinn und gießt eure tätige Liebe auf sie aus, um sie mit dem Rom Christi zu vereinen. Was auch immer ihr Irrtum sei.

Wenn ihr euch über Fleisch und Blut, über menschliches Denken erhoben haltet, können fleischliche und geistige Verbindungen euch nicht schaden, da ihr dann in Sphären lebt, in die keine Ansteckung vordringt. Bleibt in Mir. Ich bin die Verteidigung dessen, der in Mir lebt. Und gießt über alle jene Liebe aus, die ihr in Meinem Herzen für alle lebendig und allen als Lehrmeisterin findet.

Die Gemeinschaft der Heiligen ist nicht auf die Glaubensbrüder beschränkt. Sie ergießt sich über alle Lebenden, denn Ich bin es, der sie als Erster eingesetzt und ausgeübt hat, als Ich für alle Mein göttliches Blut vergossen habe.

Das Gebet für die von Mir Getrennten – für Schismen, Lehren, Sekten, Ungläubige – ist nichts anderes als Eifer für Meine Sache. Es ist nichts anderes als die Nachfolge eures Meisters, der sich keinen Schmerz ersparte, um die von Gott, dem himmlischen Vater getrennten Kinder zu Ihm zurückzubringen. (…)


(1) Vgl. Mt 7,1-5; Lk 6,37.41-42.

(2) Maria von Magdala, die in den valtortianischen Schriften mit der Sünderin identifiziert ist, der vergeben wird; vgl. Lk 7,36-50; Levi wurde bereits am 2. Januar erwähnt

(3) Vgl. Apg 10,34-35

Auszug aus “Die Hefte 1944“ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch