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Die Armen im Geiste

30/01/2011
(zum Sonntags-Evangelium vom 30. Januar 2011: Matthäus 5,1-12)

19. Juli [1944]

Jesus sagt:

“ (…) Die große Kategorie der „Armen im Geiste“, die Ich als erste aufgezählt habe – Ich könnte nämlich auch sagen, dass ohne eine solche Freiheit des Geistes über alle Annehmlichkeiten des Lebens die übrigen Tugenden, durch die man die Seligkeiten erlangt, nicht zu gewinnen sind – diese große Kategorie teilt und unterteilt sich in viele Formen.


Demut des Denkens, das nicht geschwollen daher kommt und sich als ein Superdenken proklamiert, sondern das Geschenk Gottes in Anerkennung seines Göttlichen Ursprungs zum Guten benutzt. Allein dafür.

Hochherzigkeit in den Anhänglichkeiten, und diesen zu entsagen wissen, um Gottes Willen zu folgen. Sogar dem Leben entsagen zu wissen. Das animalische Geschöpf hält dieses ja für den wahrsten und instinktiv festzuhaltendsten Reichtum. Meine Märtyrer sind in dieser Hinsicht alle hochherzig gewesen; ihr Geist hat arm zu werden verstanden, um „reich“ an dem einzigen ewigen Reichtum: an Gott, zu werden.

Rechtschaffenheit hinsichtlich der Liebe zu den eigenen Dingen. Es ist Pflicht, sie als Zeugnis der göttlichen Vorsehung uns gegenüber zu schätzen. Ich habe bereits in früheren Diktaten darüber gesprochen. Sie jedoch nicht mehr als Gott und Seinen Willen selbst zu lieben, sie nicht so zu lieben, dass man Gott flucht, wenn Menschenhand sie diesem entwindet.

Und schließlich wiederhole ich noch einmal: Freiheit von der Sklaverei des Geldes.

Das sind also die verschiedenen Formen der geistigen Armut, von denen Ich sagte, dass sie gerechter Weise das Himmelreich erhalten werden. Alle die labilen Reichtümer des menschlichen Lebens soll man mit Füssen treten, um die ewigen zu erhalten. Die Erde mit dem trügerischen Geschmack ihrer Früchte, die süß an der Oberfläche, aber bitter in ihrem Innern sind, auf den letzten Platz verweisen und an der Eroberung des Himmels arbeiten. Ach! Dort gibt es keine Früchte von täuschender Würze. Dort gibt es nur die unaussprechliche Frucht des Gottesgenusses. (…) „

Auszug aus “Die Hefte 1944″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com,dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Auszug aus „Der Gottmensch“: Die Seligpreisungen


Die Seligpreisungen

31/10/2009
(Entsprechung zum Sonntags-Evangelium vom 1. November 09: Mt 5, 1-12)

Jesus geht durch den Talgrund und steigt etwas höher die Wiese empor, lehnt sich an die Felswand und beginnt zu sprechen:

Carl Bloch: Die Bergpredigt

« … Wie gewinnt man Gott und sein Reich auf einem leichteren Weg als dem mühsamen Pfad des Sinai? » fragt ihr. Es gibt keinen anderen Weg. Nur dieser ist es. Doch lasst ihn uns betrachten, nicht in der Farbe der Drohung, sondern in jener der Liebe. Sagen wir nicht: « Wehe, wenn ich das nicht tue! » während man aus Angst, der Sünde nicht wiederstehen zu können, furchtsam erzittert. Sagen wir: « Selig, wenn ich dies tue »; und schwingen wir uns mit übernatürlicher Freude jubelnd empor, um diese Seligkeiten zu erreichen, die der Befolgung des Gesetzes entspringen, und wie Rosenblüten aus einem Dornenstrauch hervorwachsen.

Selig, wenn ich arm im Geiste bin, denn mein ist das Himmelreich!

Selig, wenn ich sanftmütig bin, denn ich werde das Land erben!

Selig, wenn ich mich nicht gegen den Schmerz auflehne, denn ich werde getröstet werden!

Selig, wenn ich mehr hungere und dürste nach Gerechtigkeit als nach Brot und Wein, um mein Fleisch zu sättigen, denn die Gerechtigkeit wird mich sättigen!

Selig, wenn ich Barmherzigkeit übe, denn ich werde göttliche Barmherzigkeit erfahren!

Selig, wenn ich reinen Herzens bin, denn Gott wird sich über mein reines Herz neigen, und ich werde Gott schauen!

Selig, wenn ich den Geist des Friedens in mir habe, denn ich werde Kind Gottes genannt werden; denn im Frieden ist Liebe, und Gott ist Liebe und er liebt jene, die ihm ähnlich sind.

Selig, wenn ich um der Gerechtigkeit willen verfolgt werde, denn Gott, mein Vater, wird mir als Belohnung für die irdischen Verfolgungen das Himmelreich geben.

Selig, wenn ich geschmäht und verleumdet werde, weil ich dein Kind bin, o Gott! Nicht Trostlosigkeit sondern Freude wird mir daraus erwachsen, denn so werde ich deinen besten Dienern, den Propheten, gleich, die aus demselben Grund verfolgt wurden. Ich glaube beharrlich, dass ich mit ihnen einst an der erhabenen, ewigen Belohnung teilhaben werde: am Himmel, der mein sein wird. »

Auszug aus “Der Gottmensch″, Band III  von Maria Valtorta, mit  der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.