Posts Tagged ‘Sohn Davids’

Palmsonntag

29/03/2015

Hier geht es zur Palmsonntags-Vision von Maria Valtorta

Palmsonntag Valtorta

Advertisements

Heilung des blinden Bartimäus

25/10/2009
(zum Sonntags-Evangelium vom 25. Oktober 09: Mk 10, 46-52)

Jesus will gehen, aber von der schon etwas zurückliegenden Weggabelung, an denen die Leute, denen das Wunder gewährt wurde, ihre Esel gelassen haben, sind zwei klagende Hilferufe in dem so typischen hebräischen Tonfall zu hören: „Jesus, Herr! Sohn Davids, erbarme dich meiner!“ Und dann, um den Geschrei der Menge zu übertönen, die sagt: „Schweigt. Laßt den Meister gehen. Der Weg ist weit, und die Sonne brennt immer stärker. Laßt ihn vor der größten Hitze die Hügel erreichen“, rufen sie noch einmal lauter: „Jesus, Herr! Sohn Davids, erbarme dich meiner!“

Jesus bleibt wieder stehen und sagt: „Geht und holt sie, die mich rufen, und führt sie zu mir.“

Einige Gutwillige gehen. Als sie zu den beiden Blinden kommen, sagen sie: „Kommt, er hat Erbarmen mit euch. Steht auf, denn er will euch erhören. Er hat uns geschickt, um euch in seinem Namen zu holen.“ Und sie versuchen, die beiden Blinden durch die Menge zu führen.

Einer der beiden läßt sich führen; der andere, der jüngere und vielleicht gläubigere, kommt der Aufforderung der Helfer zuvor und geht allein, mit seinem vor sich ausgestreckten Stock und dem charakteristischen Lächeln und Ausdruck der Blinden auf dem nach oben, zum Licht gewandten Gesicht… Und es scheint, dass sein Engel ihn leitet, so rasch und sicher geht er. Wenn seine Augen nicht weiss wären, könnte man kaum glauben, dass er blind ist. Er kommt als erster bei Jesus an, der ihn anhält und sagt: „Was soll ich für dich tun?“

Carl Bloch: Christ healing the blind Bartimeus

Carl Bloch: Christus heilt den blinden Bartimäus

„Ich möchte sehen, Meister. Gewähre, o Herr, dass meine Augen und die Augen meines Gefährten sich öffnen.“ Der andere Blinde ist nun auch da, und man fordert ihn auf, neben seinem Gefährten niederzuknien.

Jesus legt seine Hände auf die zu ihm erhobenen Gesichter und sagt: „Eure Bitte sei euch gewährt. Geht. Euer Glaube hat euch gerettet!“

Er nimmt die Hände weg, und zwei Ausrufe ertönen von den Lippen der Blinden: „Ich kann sehen, Uriel!“ „Ich kann sehen, Bartimäus!“ Und dann beide zusammen: „Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Gepriesen sei, der dich gesandt hat! Ehre sei Gott! Hosanna dem Sohne Davids!“ Nun verneigen sie sich bis zur Erde, um die Füße Jesu zu küssen. Dann stehen die beiden jetzt nicht mehr Blinden auf, und der Uriel genannte sagt: „Ich gehe und zeige mich meinen Verwandten, und dann komme ich zurück und folge dir, o Herr.“ Bartimäus indessen sagt: „Ich verlasse dich nicht mehr. Ich werde die Meinen benachrichtigen lassen. Es wird auch so eine große Freude für sie sein. Aber von dir weggehen? Nein! Du hast mir das Augenlicht geschenkt, und ich weihe dir mein Leben. Erbarme dich des Wunsches deines geringen Knechtes.“

„Komm und folge mir. Der gute Wille macht alle Menschen gleich, und nur der ist groß, der am besten dem Herrn zu dienen versteht.“

Jesus setzt seinen Weg fort, begleitet von den Hosanna-Rufen des Volkes, und Bartimäus schließt sich diesem an, ruft mit den anderen Hosanna und sagt: „Ich bin gekommen, um ein Stück Brot zu erbitten, und ich habe den Herrn gefunden. Ich war arm, und nun bin ich ein Diener des heiligen Königs. Ehre sei dem Herrn und seinem Messias!“

Auszug aus “Der Gottmensch″, Band X  von Maria Valtorta, mit  der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.

… und salbten die Kranken mit Öl und heilten sie.

„Das Gebet ist ein Akt der Liebe“