Posts Tagged ‘Strafe Gottes’

Prophezeiungen einer dreitägigen Finsternis (2)

18/08/2010

Die selige Anna Maria Taigi (1769-1837), die in armen Verhältnissen mitten im unruhigen Rom als  vorbildliche Familienmutter und Ehefrau ein heiligmässiges Leben führte, hatte in einer Art mystischer Sonne Visionen und Erkenntnisse der Gegenwart und der Zukunft. Während der wilden Zeiten nach der französischen Revolution und während der napoleonischen Herrschaft war die Büsserin Beraterin von Päpsten, Kardinälen, Bischöfen und weltlichen Fürsten.

Don Rafaele Natali, der 20 Jahre mit der Seligen und ihrer Familie unter einem Dach wohnte und ihre Briefe und täglichen Offenbarungen niederschrieb, bezeugte unter Eid u.a. ihre Vision über das Strafgericht, das über die Welt kommen soll:

„Es wird über die ganze Erde eine dichte Finsternis kommen, die drei Tage und drei Nächte dauern wird. Diese Finsternis wird es ganz unmöglich machen, etwas zu sehen. Ferner wird die Finsternis mit Verpestung der Luft verbunden sein, die zwar nicht ausschliesslich, aber hauptsächlich die Feinde der Religion hinwegrafft.

Solange die Finsternis dauert, wird es unmöglich sein, Licht zu machen. Nur geweihte Kerzen werden sich anzünden lassen und Licht spenden.

Wer während dieser Finsternis aus Neugierde das Fenster öffnen und hinausschauen oder aus dem Haus gehen wird, wird auf der Stelle tot hinfallen. In diesen drei Tagen sollen die Leute vielmehr in ihren Häusern bleiben, den Rosenkranz beten und Gott um Barmherzigkeit anflehen“.


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Buchempfehlung: Albert Bessières S.J. – Anna Maria Taigi, Seherin und Prophetin

‚Love-Parade‘: ist das Unglück eine Strafe Gottes?

09/08/2010

Eva Herman soll das gesagt haben, nur wo? Vermutlich wird ihr Satz „Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen.“ dementsprechend interpretiert. Eventuell – andere Mächte – dem Treiben ein Ende setzen. Gott hat sie noch nicht einmal genannt.

Zwei Wochen nach dem allgemeinen Aufschrei, der nach E.H.s Artikel durchs Land ging, meldet sich nun der Salzburger Weihbischof Laun in seiner Kolumne „Klartext“ auf kath.net zu Wort. Ganz klar ist allerdings nicht, was er schreibt. Zu Anfang hält er fest, dass es keinem Menschen zusteht zu behaupten, der Tod der Verunglückten sei eine gerechte Strafe Gottes für die Sündigkeit der ‚Love-Parade‘.

Weihbischof Laun

Weihbischof Laun

Danach führt er weiter aus: „Das Mitleid mit den Opfern ist eine Sache, eine andere die Feststellung: ‚Love-Parade‘ und Teilnahme an ihnen sind, abgesehen von ihrem abstoßenden Erscheinungsbild, objektiv eine Art Aufstand gegen die Schöpfung und gegen die Ordnung Gottes, sind Sünde und Einladung zur Sünde! Sie dürfen nicht schöngeredet werden als ‚harmloses Feiern‘ netter junger Menschen!“ Wir freuen uns über so deutliche Worte. Und weiter geht es: „Dazu kommt: So falsch die konkrete, moralische Verurteilung der Toten ist und bleibt, wäre es doch auch höchste Zeit zu fragen, warum viele Menschen heute auf den Begriff  ‚Strafe‘ wie von der Tarantel gebissen reagieren!“

Das fragen wir uns allerdings auch, bzw. scheint der Ausdruck ‚Strafe Gottes‘ unerträglich zu sein. Ein Erklärungsversuch wäre, dass sich das menschliche Gewissen eben doch nicht ganz ausschalten lässt und nun getroffen aufschreit. Der Gedanke, dass unsere heutige Lebensweise Strafe/ Zurechtweisung erfordert und Konsequenzen haben wird, scheint ins Schwarze zu treffen und ruft Angst und heftige Abwehrreaktionen hervor.

Danach werden wir allerdings verwirrt, denn der Herr Weihbischof, der einleitend noch schrieb, niemand dürfe behaupten, es handele sich um Gottes Strafe, schreibt nun, dass das Unglück durchaus im Zusammenhang mit dem sündigen Status der Veranstaltung und folgerichtig auch mit dem richtenden und strafenden Gott in Zusammenhang stehen könnte. Ja, wenn es denn möglich ist, warum darf man diese Meinung nicht vertreten? Das ist doch kein Verurteilen.

Deutlich sagt der Weihbischof, dass die Möglichkeit einer Strafe Gottes durchaus katholisch ist und führt einleuchtende Zitate aus dem Alten und Neuen Testament, sowie von Papst Benedikt an. Gott strafe aus Liebe, um den Menschen zurückzuholen oder aber der Mensch strafe sich selbst durch sein böses Tun und schliesse sich im schlimmsten Fall selbst in die Hölle aus, so der Weihbischof.

Diese Aussagen haben natürlich auch wieder heftige Reaktionen hervorgerufen, Herr Weihbischof Laun hat daraufhin in einer etwas aufgebrachten Klarstellung zurückgerudert und schreibt nun: „Die genannte Idee war und ist zwar eine ‚Denkversuchung‘, aber sie ist weder christlich noch vernünftig!“ Da lässt er uns aber ratlos zurück! Ist die Möglichkeit einer Strafe Gottes trotz seiner angeführten Belege also nur eine (unchristliche!) Theorie, die weder gedacht, geschweige denn öffentlich ausgesprochen werden darf? Hoffentlich äussern sich noch weitere Bischöfe und Priester mit einer klaren Stellungnahme zu diesem aufrüttelnden Thema.

Erster Artikel des Weihbischofs

Zweiter Artikel (Klarstellung)


„Selig die Diener, die der Herr wachend findet, wenn er kommt“

07/08/2010
(zum Sonntagsevangelium vom 8. August 2010: Lk 12,32-48)

„… Fürchte dich nicht, meine kleine Herde! Meinem Vater hat es gefallen, euch zum Reich zu berufen, damit ihr dieses Reich besitzt. Ihr könnt daher nach ihm streben und dem Vater mit eurem guten Willen und eurem heiligen Tun helfen. Verkauft eure Güter und gebt Almosen, wenn ihr allein seid. Laßt den Euren das Nötige, wenn ihr das Haus verlaßt, um mir zu folgen; denn es ist gerecht, den Kindern und den Frauen das Brot nicht vorzuenthalten.

Wenn ihr euer Geld nicht opfern könnt, dann opfert den Reichtum des Mitgefühls. Auch das sind Münzen, die Gott als solche bewertet, und zwar wie reinstes Gold und Perlen, die kostbarer sind als die des Meeres; wie Rubinen, die seltener sind als die aus dem Schoß der Erde. Denn meinetwegen auf die eigene Familie verzichten bedeutet Liebe, die vollkommener ist als lauteres Gold, eine Perle aus Tränen und ein Rubin aus Blut, das aus der Wunde des Herzens quillt, das zerrissen wurde durch die Trennung von Vater und Mutter, von Frau und Kindern.

Und diese Börsen bekommen keine Löcher, dieser Schatz geht nie verloren. Diebe können nicht in den Himmel eindringen. Die Motte zerstört nicht, was dort aufgehoben ist. Habt den Himmel im Herzen und das Herz im Himmel bei eurem Schatz. Denn das Herz, sei es gut oder böse, ist immer dort, wo es glaubt, daß sich sein Schatz befindet. So wie das Herz also dort ist, wo der Schatz ist – im Himmel – so ist der Schatz dort, wo das Herz ist – also in euch -; ja, der Schatz ist im Herzen, und mit dem Schatz der Heiligen ist im Herzen der Himmel der Heiligen.

Seid immer bereit wie einer, der auf Reisen gehen will oder auf seinen Herrn wartet. Ihr seid Diener Gottes, des Herrn. Jede Stunde kann er euch zu sich rufen oder dorthin kommen, wo ihr seid. Seid daher immer bereit, aufzubrechen oder ihm mit zur Reise oder zur Arbeit gegürteten Lenden und mit brennenden Lampen Ehre zu erweisen. Beim Verlassen des Hochzeitssaales mit einem, der euch in den Himmel, oder bei der Weihe an Gott auf Erden, vorausgegangen ist, kann Gott sich euer, die ihr wartet, erinnern und sagen: ‚Gehen wir zu Stephanus oder Johannes, zu Jakobus oder Petrus.‘ Gott kommt unversehens und sagt: ‚Komm!‘ Seid daher bereit, ihm die Tür zu öffnen, wenn er kommt, oder aufzubrechen, wenn er euch ruft.

Selig die Diener, die der Herr wachend findet, wenn er kommt. Wahrlich, um sie für ihre treue Erwartung zu belohnen, wird er sein Gewand schürzen und sie am Tisch Platz nehmen lassen, um sie zu bedienen. Das kann zur ersten, zur zweiten oder zur dritten Nachtwache geschehen. Ihr wißt es nicht. Seid daher immer wachsam! Selig seid ihr, wenn euch der Herr wachend findet! Täuscht euch nicht, indem ihr sagt ‚Es ist noch Zeit! Heute Nacht wird er nicht kommen.‘ Es könnte schlecht ausgehen. Ihr wißt es nicht. Wenn einer wüßte, wann der Dieb kommt, würde er das Haus nicht unbewacht und den Bösewicht nicht die Türe und die Schlösser aufbrechen lassen. Seid auch ihr wachsam, denn wenn ihr am wenigsten daran denkt und darauf vorbereitet seid, wird der Menschensohn kommen und sagen: ‚Die Stunde ist gekommen.‘ „

Petrus, der sogar vergessen hat, fertigzuessen, um dem Herrn zuzuhören, fragt nun: „Was du da sagst, gilt das für uns oder für alle?“

Jesus und Petrus

„Es gilt für euch und für alle. Doch mehr für euch, denn ihr seid wie Aufseher, die der Herr an die Spitze seiner Diener gestellt hat; ihr seid doppelt verpflichtet, bereit zu sein, als Aufseher und als einfache Gläubige.

Wie muss der vom Herrn an die Spitze der Diener bestellte Aufseher sein, um jedem zur rechten Zeit den gerechten Anteil zu geben? Er muß gewissenhaft und treu sein. Um seine Pflicht zu erfüllen und um die Untergebenen ihre Pflicht erfüllen zu lassen. Sonst würden die Angelegenheiten des Herrn, der dafür bezahlt, daß der Aufseher ihn vertritt und in seiner Abwesenheit die Geschäfte abwickelt, Schaden leiden. Selig der Knecht, den der Herr bei seiner Rückkehr treu, eifrig und gerecht vorfindet. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn auch zum Aufseher über andere Güter, alle seine Güter, machen und sich ausruhen und sich in seinem Herzen freuen über die Sicherheit, die ein solcher Diener ihm gibt.

Wenn aber dieser Knecht sich sagt: ‚Oh, gut! Der Herr ist weit fort und hat mir geschrieben, daß sich seine Rückkehr verzögern wird. So kann ich tun, was ich will, und wenn seine Ankunft bevorsteht, werde ich mich um alles kümmern‘; wenn er dann zu essen und zu trinken beginnt, bis er betrunken ist, und betrunken Anordnungen gibt, und die guten Knechte, die ihm unterstellt sind, sich weigern, ihm zu gehorchen, um dem Herrn keinen Schaden zuzufügen; wenn er dann anfängt, Diener und Dienerinnen zu schlagen, so daß sie krank werden und dahinsiechen; wenn er glaubt, glücklich zu sein und sagen zu können: ‚Endlich kann ich einmal verkosten, was es heißt, Herr zu sein und von allen gefürchtet zu werden‘, was wird dann geschehen? Es wird geschehen, daß der Herr zurückkehrt, wenn er es am wenigsten erwartet; vielleicht in eben dem Augenblick, da er Geld einsteckt oder einen der schwächeren Knechte besticht. Dann – das sage ich euch – wird der Herr ihn von seinem Posten als Aufseher und sogar aus den Reihen seiner Diener verjagen, denn es ist nicht statthaft, Untreue und Verräter unter den Redlichen zu lassen. Und je mehr der Herr ihn zuvor geliebt und unterwiesen hatte, desto mehr wird er bestraft werden.

Denn je besser man die Absichten und den Willen des Herrn kennt, desto mehr ist man gehalten, alles mit äußerster Sorgfalt auszuführen. Wer nicht alles ausführt, was der Herr ihm ausführlich gesagt hat, wird schwer bestraft werden, während ein geringerer Diener, der wenig weiß und Fehler macht im Glauben, das Richtige zu tun, weniger bestraft werden wird.

Von dem, dem viel gegeben wurde, wird auch viel verlangt werden, und wer beauftragt war, viel zu verwalten, wird viel geben müssen; denn von meinen Verwaltern wird auch die Seele des Kindes gefordert werden, das nur eine Stunde gelebt hat. …“

Auszug aus “Der Gottmensch“, Bd. V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch