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„Kommt doch, arme Kinder, kommt zu Mir“

13/03/2010
zum Sonntags-Evangelium vom 14. März 2010: Lukas 15,1-3.11-32

22. Juli 1943

Jesus sagt:

„Gott wird nicht geliebt. Weder von den bloßen Namenschristen, noch von denen, die eifrige Christen zu sein scheinen. Sie scheinen es zu sein, sind es aber nicht. Sie geben sich vielen religiösen Praktiken hin, sprechen viele Gebete, aber alles oberflächlich, mehr aus Aberglauben als aus eigentlicher Religion. Viele fürchten, Gott würde sie strafen, wenn sie nicht eine bestimmte Anzahl von Gebeten sprächen, nicht bestimmte Riten vollzögen, oder sogar – wobei sie Gott ganz beiseite lassen – dass ihre Geschäfte dann nicht erfolgreich gingen. Auch hier nur Egoismus.

Sie haben die Liebe des göttlichen Vaters zu seinen Kindern und der Kinder zu ihrem Vater nicht verstanden. Es gibt Gott, das glauben sie schon. Aber Er ist in so weiter Ferne, ganz abstrakt… so, als ob Er gar nicht da wäre. Sie glauben Gott nicht nur in weiter Ferne, sondern finster und geizig. Sie halten Ihn für einen, der Strafen austeilt.

Nein. Euer Gott ist euch immer nahe. Nicht Er entfernt sich, sondern ihr. Nicht er ist geizig und mürrisch, sondern ihr. Nicht Er verschließt die Pforten der Gnade, sondern ihr. Ihr verschließt sie dadurch, dass ihr keinen Glauben, keine Liebe und keine Hoffnung zu Ihm hegt.

Aber kommt doch, arme Kinder, kommt zu Mir, der Ich von dem Verlangen brenne, euch glücklich zu machen. Kommt zu Mir, der ich mich betrübe, euch nicht an Meine Brust ziehen zu können, um eure Tränen zu trocknen. Kommt zu dem Einzigen, der euch Gutes und Frieden und wahre, ewige Liebe schenkt.

In meiner Nähe leben, bedeutet Freude auch im Schmerz. Mit Mir an der Seite sterben, heißt in die Freude eintreten. Wer sich Mir anvertraut, braucht vor nichts auf der Erde und vor nichts in der Ewigkeit Angst zu haben, denn dem, der Mir ein wahrer Sohn ist, öffne ich das Herz eines wahren Vaters voll Verständnis und Verzeihung.“

Rembrandt: Die Rückkehr des verlorenen Sohnes

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Ihr folgt den Stimmen der Unordnung

Bleibt in Mir

Und er konnte dort keine Wunder wirken

Die heilige Fastenzeit (2)

18/02/2010

Ebenso wie die Kirche unter dem Namen Fasten aller Werke christlicher Abtötung begreift, so versteht sie unter dem Namen Gebet alle frommen Übungen, mit welchen sich die Seele an Gott wendet. Der häufige Besuch der Kirche, die tägliche Beiwohnung der heiligen Messe, fromme Lesungen, Betrachtungen über die Heilswahrheiten und das bittere Leiden und Sterben des Erlösers, Gewissenserforschung, der Besuch der Fastenpredigten und vor allem der Empfang der heiligen Sakramente der Buße und des Altares, das sind die wichtigsten Mittel, wodurch die Gläubigen dem Herrn die Huldigung des Gebetes darbringen können. Das Almosen umfaßt alle Werke der Barmherzigkeit gegen den Nächsten (…).

Ein Mittel, um uns der Früchte des Fastens zu versichern, ist der Geist der Zürückgezogenheit und der Trennung von der Welt. Die Bräuche dieser heiligen Zeit sollen sich in allem von dem übrigen Teil des Jahres unterscheiden; sonst würde der heilsame Eindruck, welchen wir in dem Augenblick empfangen, da die Kirche uns mit dem Kreuz von Asche bezeichnete, in wenigen Tagen verwischt sein. Der Christ soll daher die eiteln Vergnügungen, die weltlichen Unterhaltungen und Zusammenkünfte abbrechen.

Zum wahrhaften Fasten gehört auch die Flucht vor der Sünde, die Unterdrückung der bösen Neigungen, der Eifer im Gebete, Tränen und Zerknirschung und die Sorge für die Armen (…). Alle haben die Pflicht, sich ein geistiges Fasten aufzuerlegen, welches in Änderung des Lebens, Flucht vor der Sünde, Streben nach allen guten Werken besteht. Vereinige das wenige, was du dir während der heiligen Fastenzeit zu tun vornimmst, mit allem, was das Haupt aller Büßer während seines 40tägigen Fastens für uns getan.

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tägliche Gewissenserforschung