Posts Tagged ‘Traum’

Padre Pio da Pietrelcina

27/05/2011

„Ich leide immer. Doch am meisten leide ich, wenn ich das hl. Messopfer darbringe, denn dann bin ich auf Golgotha.“

Von Pater Pio wird berichtet, er habe u.a. die Gabe der Bilokation besessen. Seine (sichtbare oder unsichtbare) Anwesenheit wurde oftmals von einem wunderbaren Duft begleitet. Maria Valtorta, eine Zeitgenössin des Paters, ist ihm mehrfach im Traum begegnet. Sie schreibt hierzu:

„Dagegen habe ich (im Traum) Padre Pio aus Pietrelcina gesehen und mit ihm gesprochen. Ich habe ihn immer im Traum gesehen, wie er nach der hl. Messe in Ekstase war; habe seinen durchdringenden Blick gesehen und, als er mich bei der Hand nahm, die Narbe der Stigmen auf seiner Hand bemerkt. Und, nicht im Traum, sondern hellwach, habe ich auch seinen Duft verspürt. Kein noch so blühender Garten kann die paradiesischen Wohlgerüche verströmen, die mein Zimmer in der Nacht vom 25. zum 26. Juli 1941 und am Nachmittag des 21. September 1942 erfüllten, gerade während einer unserer Freunde mit dem Pater über mich sprach (ich wusste gar nicht, dass er nach S. Giovanni Rotondo gereist war). Beide Male habe ich darauf die erbetenen Gnaden erhalten. Der Duft ist auch von Marta* verspürt worden. Er war so stark, dass sie davon erwachte. Dann verschwand er ebenso plötzlich wie er gekommen war.“

*Marta Diciotti kümmerte sich um die schwerkranke Maria Valtorta und lebte auch bei ihr, von 1935 bis zu Valtortas Tod 1961. 

Auszug aus “Die Hefte 1943″  von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Pater Pio im Heiligenlexikon

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Künstler Julian Schnabel über seine Träume

09/12/2010

Der Maler und Regisseur Julian Schnabel spricht in der „ZEIT“ über seine Träume: er begegnet in ihnen manchmal seinem verstorbenen Vater und sagt, er sieht auch oft seine Bilder im Traum bevor er sie malt: „Schon häufig habe ich mich gefragt, ob das Bild während des Malens entsteht oder ob es bereits vorher existiert.“

Weiter sagt er: „Ich empfinde es als großes Glück, dass ich Zugang zu meinen inneren Welten habe. Und dass ich die Möglichkeit habe, meine Träume, meine Erfahrungen, auch die von Schmerz und Verlust, auf diese Weise in mein Leben zu integrieren.“ Interessantes Gebiet, die Traumwelt.

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„Der Himmel sah schön aus“

Wenn der Mann wiederkommt

26/02/2010

Am 26. Februar 2010 wäre Johnny Cash 78 Jahre alt geworden. Eines seiner letzten Lieder heißt „The man comes around“ und handelt von der Wiederkunft Christi. Einige Jahre zuvor hatte der Sänger einen Traum gehabt, in dem er die englische Königin trifft, die in ihrem Palast strickt und näht, in einem Korb neben ihr befinden sich Handarbeiten. Neben der Königin sitzt eine andere Frau mit der sie spricht und lacht. Als der Träumende näher kommt, sieht in die Königin an und sagt zu ihm: „Johnny Cash, you’re thorn bush in a whirlwind – du bist ein Dornbusch im Wirbelwind“. Ein interessanter Traum, vor allem, wenn man die Königin von England als Königin der Engel deutet…

Cash sagte, diese Zeile verwies ihn auf das Buch Hiob 38-41, wo Gott zweimal aus dem Wettersturm zu dem leidgeprüften Hiob spricht, und natürlich an die Stelle im 2. Buch Mose, Kap. 3, wo Gott im brennenden Dornbusch zu Mose spricht. Im Lukasevangelium dann heißt es: „Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt.“ (Lk 20,37). Die Auferstehung der Toten findet bei der Wiederkunft Christi statt und so begann sich der Musiker mit der Offenbarung des Johannes zu beschäftigen. Er schrieb insgesamt 33 Strophen, in denen er Stellen aus den Evangelien, der Offenbarung und der Apostelgeschichte verarbeitete bzw. zitierte und die er dann auf die Endfassung des Liedes kürzte.

Johnny Cash 1969

Johnny Cash, ein sehr gläubiger Christ (Baptist), der in seinen jungen Jahren ein recht wildes Leben geführt hat, war, als er das Lied geschrieben hat, bereits schwer krank und die Todesahnung ist vielleicht auch der Grund, warum er es mit den Worten der Offenbarung aus Kap. 6, Vers 8 enden läßt: „Da sah ich ein fahles Pferd; und der, der auf ihm saß, heißt ‚der Tod‘; und die Unterwelt zog hinter ihm her.“ Nichtsdestotrotz hat ihn die Hoffung auf die Wiederkunft Christi und die Auferstehung der Toten, d.h. der Sieg über den Tod erfüllt, denn danach hat er das Lied und die gesamte CD benannt. Nach dem fahlen Pferd erscheint in der Offenbarung der Reiter auf dem weißen Pferd und es heißt:

„Dann sah ich den Himmel offen, und siehe, da war ein weißes Pferd, und der, der auf ihm saß, heißt ‚Der Treue und Wahrhaftige‘; gerecht richtet er und führt er Krieg. Seine Augen waren wie Feuerflammen und auf dem Haupt trug er viele Diademe; und auf ihm stand ein Name, den er allein kennt. Bekleidet war er mit einem blutgetränkten Gewand; und sein Name heißt ‚Das Wort Gottes‘. Die Heere des Himmels folgten ihm auf weißen Pferden; sie waren in reines, weißes Leinen gekleidet.“ (Offb 19,11-14)

sowie: „Der Tod und die Unterwelt aber wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod: der Feuersee.“ (Offb 20,14)

und: „Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen“. (Offb 21,4)

Johnny Cash: The man comes around

Deutsche Übersetzung (könnte besser sein)

Licinius besiegt Maximin nach einem Traumgesicht

23/10/2009

Schon standen sich die Heere einander nahe, und nächster Tage war die Schlacht zu erwarten. Nun machte Maximin ein Gelübde an Jupiter des Inhaltes: Wenn er den Sieg gewinne, so werde er den Namen der Christen ausrotten und von Grund aus vertilgen.

Da trat zu Licinius in der nächsten Nacht ein Engel Gottes ans Lager und mahnte ihn, schleunigst aufzustehen und zum höchsten Gott mit seinem ganzen Heere zu beten; es werde ihm der Sieg zufallen, wenn er es tue. Nach diesen Worten kam es ihm vor, als ob er aufstünde, und als ob der Engel, der ihn mahnte, zu seiner Seite stehend ihn belehrte, auf welche Weise und mit welchen Worten man beten müsse. Nachdem dann Licinius den Schlaf abgeschüttelt hatte, befahl er, den Geheimschreiber zu rufen und hieß ihn folgende Worte niederschreiben, gerade wie er sie gehört hatte: „Höchster Gott, wir bitten Dich! Heiliger Gott, wir bitten Dich! Alle Gerechtigkeit befehlen wir Dir, unsere Wohlfahrt befehlen wir Dir, unser Reich befehlen wir Dir! Durch Dich leben wir, durch Dich werden wir siegreich und glücklich. Höchster Gott, heiliger Gott, erhöre unsere Bitten! Unsere Arme breiten wir aus zu Dir! Erhöre, heiliger, höchster Gott!“ Diese Worte ließ er auf eine Anzahl Blätter schreiben und an sämtliche Befehlshaber und Tribunen verteilen, damit jeder sie seine Soldaten lehre. Allen wuchs der Mut; denn sie glaubten, es sei ihnen der Sieg vom Himmel verkündigt.

Licinius bestimmte zum Tag der Schlacht den ersten Mai, an dem Maximin sein achtes Regierungsjahr vollendete, damit dieser gerade am Jahrestage seiner Erhebung besiegt würde, wie Maxentius zu Rom war besiegt worden. Maximin wollte zeitiger vorgehen und stellte tags vorher am Morgen sein Heer in Schlachtordnung auf, um am Tage nachher das Fest seiner Erhebung als Sieger zu begehen. Maximins Aufbruch wird ins Lager gemeldet. Die Soldaten greifen zu den Waffen und rücken dem Feinde entgegen. In der Mitte lag eine kahle und unfruchtbare Ebene, das Sonnenfeld genannt.

Beide Schlachtreihen waren sich bereits ansichtig. Die Soldaten des Licinius legen die Schilde ab, lösen die Helme, strecken nach dem Vorgange der Befehlshaber die Hände zum Himmel und sprechen das Gebet für den Kaiser. Das dem Untergange geweihte Heer hört das Gemurmel der Betenden, Jene wiederholen dreimal das Gebet, und nunmehr das Herz voll Mut, setzen sie die Helme wieder auf und erheben die Schilde. Die Kaiser treten zur Unterredung vor. Maximin läßt sich nicht zum Frieden bestimmen. Er war voll Geringschätzung gegen Licinius und erwartete den Abfall seines Heeres. Denn Licinius war im Schenken zurückhaltend, während Maximin verschwenderisch war; und er hatte den Krieg in der Absicht unternommen, das Heer des Licinius ohne Schwertstreich an sich zu ziehen und dann mit verdoppelten Streitkräften sogleich gegen Konstantin aufzubrechen.

Die Heere schreiten sich näher, die Trompeten erschallen, die Feldzeichen rücken vor. Licinius eröffnet den Angriff und stürzt auf die Gegner ein. Diese wissen im ersten Schrecken weder das Schwert zu handhaben noch den Speer zu werfen. Maximin umgeht die Schlachtreihe und sucht das Heer des Licinius durch Bitten und Geschenke zum Abfalle zu reizen. Man hört nirgends auf ihn. Es geschieht ein Ausfall auf ihn, und er flieht zu den Seinigen zurück. Sein Heer ward inzwischen ohne Gegenwehr niedergemacht und eine so große Anzahl Legionen, eine solche Masse Soldaten von geringer Mannschaft niedergemäht. Niemand ist des Namens, niemand der Tapferkeit, niemand der alten Auszeichnungen eingedenk. Gleich als wären sie zum göttergeweihten Opfertode, nicht zum Kampfe gekommen, so hat sie der höchste Gott dem Schwerte der Feinde preisgegeben. Bereits war eine ungeheure Menge niedergemacht.

Maximin sieht die Dinge anders verlaufen, als er erwartete. Da warf er den Purpur von sich, zog ein Sklavenkleid an und floh der Meerenge zu. Von seinem Heere bedeckte die eine Hälfte das Schlachtfeld, der andere Teil ergab sich oder wandte sich zur Flucht.

Quelle: Laktanz († nach 317): Von den Todesarten der Verfolger (De mortibus persecutorum), nachzulesen auf http://www.unifr.ch/bkv/kapitel500.htm