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„Selig, selig, selig die, welche wahrhaftig an Mich zu glauben wissen. Immerdar.“

15/09/2012

zum Evangelium vom 16. September 2012: Mk 8,27-35

28. September [1943]

Jesus sagt:

„Ein Beispiel begrenzten Glaubens und der Folgen davon haben wir in Petrus.

Petrus hatte in der Schwerfälligkeit seines Seins Mein Wort noch nicht vollständig angenommen. Das Feuer des Heiligen Geistes hatte ihn noch nicht entzündet und Meine Hinopferung ihn noch nicht gestärkt, wie das mit ihm und mit allen geschehen sollte – Ich liebte ihn nämlich sehr, Meinen großzügigen, impulsiven, aber auch so menschlichen Petrus, in dem so viele gute Anlagen, aber auch so viel Menschliches war: ein wahres Muster des menschlich guten Menschen, der um heilig zu werden, seine Güte in die göttliche Güte einzupfropfen hatte. Gerade seine große Liebe zu Mir – und diese hat ihn schließlich von jeder Schuld reingewaschen – führte ihn dazu, jene Mir aufgesparten blutigen Wahrheiten, die Ich angekündigt hatte, zurückzuweisen.

„Herr, das sei ferne von dir“, hatte er einmal gesagt. Und wenn er es auch nach Meinem Tadel nicht mehr wiederholte, in seinem Herzensgrund lehnte er sich gegen die Vorstellung auf, dass seinem Herrn ein so grausames Los beschieden sein sollte und dass das Reich seines Königs den Gipfel eines Berges als Palast und ein Kreuz als Thron haben sollte.

Johannes, der reine und liebende Gläubige blieb treu. Petrus, der nur jene Wahrheiten der göttlichen Wahrheit annehmen wollte, die seinen noch allzu sehr mit dem Fleisch verquickten Geist begeisterten, verleugnete Mich. Seine Schuld in jener Stunde war mangelnde Tapferkeit und fehlender Glaube.

Wenn er ganz treu an Mich geglaubt hätte, hätte er verstanden, dass sein Meister niemals so sehr König, Meister und Herr war, wie in jener Stunde, in der er ein gewöhnlicher Verbrecher zu sein schien.

Ich habe also den Höhepunkt des Lehrens dadurch erreicht, dass Ich nicht eine Theorie lehrte, sondern diese zu einer echten Tat machte. 

Da habe Ich die Herrschaft über alle, die vor Mir waren, die waren und die noch sein würden, angetreten, und habe Mich in Purpur und Krone gekleidet, wie Ich glänzendere nicht hätte annehmen können, denn ersterer bestand aus Gottes eigenem Blut und letztere war das Zeugnis dafür, mit welcher Kraft Gott euch liebte, Gott, der den Martertod stirbt, um den Menschen die ewigen Martyrien zu ersparen.

Da habe Ich voll und ganz Meine Investitur als Herr des Himmels und der Erde wieder an Mich genommen, denn nur der Herr des Himmels konnte dem Herrn und Gott Genugtuung leisten, und nur der Herr der Erde konnte die Schuld der Erde tilgen; als Herr über Leben und Tod, denn Ich habe dem Leben geboten, in euch zurückzukehren und dem Tod, nicht mehr umzubringen. Ich spreche von dem geistigen Leben und dem geistigen Tod, denn in Meinen Augen hat nur das, was Geist ist, Wert. 

Selig, selig, selig die, welche wahrhaftig an Mich zu glauben wissen. Immerdar. Was auch immer geschehe, und in welchem Licht es sich zeige. Auch wenn etwas sich wie eine rauhe, schwarze Mauer vor euch auftürmt, um eure Seele zu ängstigen, dann denkt immer, dass hinter diesem kurzfristigen Hindernis immer unwandelbar Gott, Sein Licht, Seine Wahrheit stehen, die unwandelbar zu eurem Heil wirken.

Haltet das mit eurem ganzen Herzen und eurem ganzen Sinn fest, dann versteht ihr als Meine wahren Jünger zu handeln. Und wenn ihr so handelt, werdet ihr die göttliche Wahrheit besitzen. Und die göttliche Wahrheit, die als Leben im Mittelpunkt eures Daseins steht, wird euch in das ewige Leben führen.“

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

„Weiche von Mir…!“

Hl. Rafael Arnaiz Baron (17)

28/03/2012

Am 11. Oktober 2009 wurde der spanische Trappist Rafael Arnaiz Baron (1911-1938) heilig gesprochen. Dieser mit 27 Jahren in der Abtei San Isidro de Duenas verstorbene Mystiker beeindruckt durch seine tiefe Spiritualität und sein einfaches und frohgemutes Wesen, mit dem er vertrauensvoll sein Kreuz auf sich nahm. Dank der freundlichen Genehmigung  der Herausgeberin und des Bernardus-Verlags, bei dem die Gesamtausgabe der Schriften des Heiligen bestellt werden können („Nur Gast auf Erden?“),  veröffentlichen wir hier Auszüge aus denselben.

Leben unter Deinem Kreuz (1)

13. Februar 1938 – Sonntag Septuagesima – im Alter von 26 Jahren

Guter Jesus, wie soll ich Dir sagen, o Herr, welch große Zärtlichkeit meine Seele empfindet angesichts der Milde Deiner Liebe? 

Was habe ich getan, mein Gott, dass Du mich so behandelst? Einmal fühle ich mich überschwemmt von tiefem Kummer, dann wieder erfüllt von überströmender Freude, wenn ich an Dich denke und an das, was Du mir verheisst für das Ende der Zeiten [vgl. Röm 8,18].

Womit habe ich das verdient, Herr? Heute habe ich bei der heiligen Kommunion den Trost erfahren, Deine Nähe zu spüren, obwohl mich alles zu verlassen scheint. Ich wollte, Herr, Deinem Herzen die Worte tief einprägen, die ich täglich spreche: „Lass nicht zu, Herr, dass ich mich von dir trenne!“ [Messliturgie]

Ich umfing Dein Kreuz und ging ins Kapitel… Unter Deinem Kreuz nahm ich die Nahrung, die meine schwache Natur benötigt… Unter Deinem blutüberströmten Kreuz finde ich den Trost, diese Zeilen zu schreiben… „Lass nicht zu, dass ich mich von dir trenne!“

Möge ich immer, Herr, im Schatten des harten Kreuzes stehen! Lass mich dort zu Deinen Füßen meine Zelle, mein Lager haben! Lass mich, Herr, dort meine Freude, meine Ruhe finden! Lass mich den Boden des Kalvarienberges mit meinen Tränen benetzen! Dort unter dem Kreuz möchte ich mein Gebet und meine Gewissenserforschungen verrichten.

„Lass nicht zu, Herr, dass ich mich von dir trenne!“

Welch große Freude bedeutet es, unter dem Kreuz leben zu können! Dort begegne ich Maria, dem hl. Johannes und all denen, die Dich lieben [vgl. Joh 19,25 ff]. Dort gibt es keinen Schmerz, denn angesichts des Deinen, Herr, wer wagt da zu behaupten, dass er leidet?

Dort vergisst man alles; man hat weder den Wunsch sich zu freuen, noch denkt man daran zu leiden… Beim Anblick Deiner Wunden, Herr, beherrscht nur ein Gedanke die Seele: Liebe…, ja, Liebe, um Deinen Schweiss abzutrocknen, Liebe, um Deine Wunden erträglicher zu machen, Liebe, um so viel und so ungeheuren Schmerz zu erleichtern.

„Lass nicht zu, Herr, dass ich mich von Dir trenne!“

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ganz zurück an den Anfang der Bruder Rafael-Auszüge

Papst zur Kondombenutzung

22/11/2010

So, Christkönigssonntag ist vorbei, dann schreiben wir auch mal etwas zu der Kondomgeschichte. Als erstes: wer ist dafür zuständig, dass dieser Auszug im Osservatore Romano veröffentlicht worden ist? Wer suchte den Auszug aus, wer erteilte die Genehmigung für diesen Vorabdruck? Und das ausgerechnet zu Christkönig?

Es war doch von vornherein klar, dass eine Aussage des Papstes zu diesem Thema – und erst recht eine aus dem „halbprivaten“ noch unveröffentlichten Interviewbuch von Peter Seewald – in den Medien grosse Beachtung finden würde. Vorauszusehen war auch, dass in den Medien verbreitete, aus dem Zusammenhang gerissene Zitate ein Eigenleben entwickeln und die ursprüngliche Intention verfälschen würden. Und ebenso ist damit zu rechnen, dass sich ein grosser Teil der Menschen überhaupt nicht genau mit dem Kontext beschäftigen, sondern oberflächlich registrieren wird, dass der Papst/ die katholische Kirche anscheinend jetzt Kondombenutzung befürwortet. Das alles sieht nach abgekartetem Spiel aus und verstärkt den Eindruck, dass in den wichtigen Kommunikations-Schlüsselpositionen des Vatikans Leute sitzen, die bewusst und zielstrebig antikatholische Arbeit leisten (siehe Williamson-Affäre).


Festzuhalten ist erstens, dass der Papst nirgends Kondombenutzung zur Empfängnisverhütung befürwortet hat (und sicher auch niemals befürworten wird). In besagtem Interview geht es um Aids und der Papst bekräftigt hier – genau wie während seiner Afrikareise- , dass Kondome das Aidsproblem nicht lösen können, sondern der gesamte Umgang mit der Sexualität („eine Art Droge“) verändert werden muss. Weiter sagt er: „Es mag begründete Einzelfälle geben, etwa wenn ein Prostituierter ein Kondom verwendet, wo dies ein erster Schritt zu einer Moralisierung sein kann, ein erstes Stück Verantwortung, um wieder ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass nicht alles gestattet ist und man nicht alles tun kann, was man will.“

Festzuhalten ist zweitens, dass der Papst hier nicht die Benutzung von Kondomen für alle Aidskranken propagiert, sondern er spricht von einer Art Übergangslösung, einem vorübergehenden Hilfsmittel auf dem Weg zu einer moralischen und verantwortlichen Lebensweise in einem krassen Fall, wo eine grosse Unordnung herrscht, weiteres Schlimmes vermieden und Lichts ins Dunkel des Bewusstseins fallen soll. Er zeigt, dass er eben kein weltfremder, abgehobener Moralist ist, sondern sehr wohl weiss, wie schwer eine echte Umkehr für unsere schwache menschliche Natur ist und dass diese in den meisten Fällen schrittweise stattfindet.

Dass sündhafte Menschen in der katholischen Kirche auf Milde, Mitgefühl und Unterstützung auf dem Weg der Umkehr treffen, ist jedenfalls für uns nichts Neues, sondern selbst so erlebt und im Übrigen im Neuen Testament immer wieder eindrücklich bezeugt. Auch spricht die Tatsache, dass die katholische Kirche „als einzige Institution ganz nah und ganz konkret bei den Menschen, präventiv, erziehend, helfend, ratend, begleitend“ wie der Papst sagt, in der Aidsbekämpfung tätig ist, ja wohl für sich! Keine andere Institution behandelt so viele Aidskranke. „Die Kirche tut mehr als die anderen, weil sie nicht nur von der Tribüne der Zeitung aus redet, sondern den Schwestern, den Brüdern vor Ort hilft“, so der Papst und recht hat er.

Wir hoffen, dass die schlechten Absichten der Kirchenfeinde durch Gottes Eingreifen in etwas Gutes umgewandelt werden, wie etwa eine Steigerung der Verkaufszahlen des übermorgen erscheinenden Buches, ein grösseres Verständnis für die katholische Lehre und die Aussagen des Papstes, dringend anstehende Veränderungen in den für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Abteilungen im Vatikan usw.


Harvard-Studie bestätigt Papst-Position zu Aids

Gleichnis vom klugen Verwalter

18/09/2010
zum Sonntagsevangelium vom 19. September 2010: Lukas 16,1-13

„… Der Verwalter ging zu einem anderen Schuldner und redete mit ihm mehr oder weniger auf die gleiche Weise. Dieser mußte hundert Scheffel Weizen zurückgeben, denn drei Jahre hintereinander hatte die Dürre sein Getreide vernichtet, und er hatte den Reichen um Weizen bitten müssen, um seine Familie ernähren zu können.

„Aber denk doch nicht daran, das Doppelte von dem zurückzugeben, was er dir gegeben hat! Das Doppelte verlangen von einem, der Hunger leidet und Kinder hat, während das Seine in den Scheunen wurmstichig wird, weil er es im Überfluß hat! Schreibe achtzig Scheffel.“

„Aber wenn er sich daran erinnert, daß er mir zwanzig, dann abermals zwanzig und schließlich zehn gegeben hat?“

„Was wird er sich schon daran erinnern? Ich habe sie dir gegeben, und ich will mich nicht daran erinnern. Mache es so, wie ich gesagt habe, dann ist alles in Ordnung. Gerechtigkeit muß sein zwischen arm und reich! Wenn ich der Herr wäre, würde ich nur fünfzig zurückfordern, und vielleicht würde ich dir sogar auch diese noch schenken.“

„Du bist gut. Wenn nur alle so wären wie du. Denk daran, daß mein Haus dir immer offen steht.“


Der Verwalter ging zu anderen und verfuhr mit ihnen ebenso. Er erklärte sich bereit zu leiden, um alles mit Gerechtigkeit in Ordnung zu bringen, und es regnete Angebote von Hilfeleistungen und Segnungen auf ihn herab. Nachdem er seine Zukunft sichergestellt hatte, ging er beruhigt zum Herrn. Dieser war ihm heimlich gefolgt und hatte sein Spiel entdeckt. Aber er lobte ihn dennoch mit den Worten: „Deine Handlungsweise ist nicht gut, und ich billige sie nicht. Aber ich lobe dich ob deiner Klugheit. Wahrlich, wahrlich, die Kinder dieser Welt sind gegenüber ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.“

Und was der Reiche sagte, sage ich auch zu euch: „Der Betrug ist nie lobenswert, jedoch ermahne ich euch, die Dinge der Welt wenigstens mit Klugheit zu gebrauchen, wie es die Söhne der Welt tun, und sie in Münzen für den Eintritt in das Reich des Lichtes umzuwandeln.“ Das heißt, mit den irdischen Reichtümern, die ungerecht verteilt sind und zum Erwerb eines vorübergehenden Wohlstandes gebraucht werden, der keinen Wert im Ewigen Reich hat, schafft euch Freunde, die euch die Tore dieses Reiches öffnen können. Tut Gutes mit den Gütern, die ihr besitzt. Gebt zurück, was ihr oder andere aus eurer Familie auf ungerechte Weise erworben haben. Macht euch frei von krankhafter und sündhafter Anhänglichkeit an die Reichtümer, und alle diese Dinge werden wie Freunde sein, die euch in der Stunde des Todes die ewigen Pforten öffnen und euch in die seligen Stätten aufnehmen. Wie könnt ihr verlangen, daß Gott euch seine paradiesischen Güter gibt, wenn er sieht, daß ihr nicht einmal von euren irdischen Gütern guten Gebraucht macht? Wollt ihr, daß verschwenderische Elemente in das himmlische Jerusalem aufgenommen werden? Nein, das wird nie geschehen. Dort oben lebt man in Liebe, Großherzigkeit und Gerechtigkeit. Alle für einen, und alle für alle. Die Gemeinschaft der Heiligen ist eine tätige und ehrbare Gesellschaft, eine heilige Gesellschaft, und niemand, der sich als ungerecht und untreu erwiesen hat, kann ihr angehören.

Sagt jedoch nicht: „Aber dort oben werden wir treu und gerecht sein, denn dort werden wir alles haben, ohne das Schicksal fürchten zu müssen.“ Nein! Wer in den kleinen Dingen untreu ist, würde es auch sein, wenn er alles besäße, und wer ungerecht im Kleinen ist, ist es auch im Großen. Gott vertraut die wahren Reichtümer nicht dem an, der gezeigt hat, daß er mit den irdischen Gütern nicht umzugehen weiß. Wie kann euch Gott eines Tages im Himmel die Aufgabe der geistigen Hilfe für die Brüder auf Erden übertragen, wenn ihr bewiesen habt, daß Stehlen und Betrügen oder die gierige Erhaltung eures Reichtums eure grundlegenden Charaktereigenschaften sind?

Er wird euch deshalb den Schatz vorenthalten, der für euch bereitet war, und wird ihn jenen geben, die es verstanden haben, auf Erden Vorsorge zu treffen, indem sie auch das, was ungerecht und ungesund ist, zu Werken benützt haben, die es gerecht und gesund haben werden lassen.

Kein Knecht kann zwei Herren dienen, denn entweder gehört er dem einen an oder dem anderen, und entweder den einen oder den anderen wird er hassen. Die beiden Herren, zwischen denen der Mensch wählen kann, sind Gott und der Mammon. Wenn er dem ersten angehören will, kann er nicht das Zeichen des zweietn tragen, seiner Stimme folgen und seine Mittel in Anspruch nehmen.“

Auszug aus “Der Gottmensch“, Band VII von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com,dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz:book@parvis.ch, www.parvis.ch