Posts Tagged ‘Tsunami’

abgründe der woche

26/03/2011

+++   super-gau : die situation im havarierten kraftwerk fukushima verschlimmert sich  + inzwischen austritt von radioaktiv verseuchtem wasser + kühlung nahezu unmöglich + wasser in reaktorumgebung weist bis zu 10 000-fach erhöhte strahlung auf + zu gefährlich, als dass menschen vor ort noch arbeiten könnten + im nordjapanischen erdbebengebiet machen winterliche temperaturen den überlebenden weiter schwer zu schaffen + insbesondere ältere menschen gefährdet   +++   siedepunkt : auch in vielen arabischen ländern bleibt die lage äusserst angepannt + nach der intervention in libyen diskutiert nato über weiteren einsatz in syrien   +++   unantastbar : schweizer banken verweigern ausländischen kontoinhabern barabhebung grösserer summen + der weg des geldes solle nachzuverfolgen sein + auch in frankreich stellenweise schwierigkeiten bei bargeldabhebungen von über 2000 €   +++   ausspioniert : italienische steuerbehörde nutzt facebook-account, um mögliche steuersünder aufzuspüren + mittels spezifischer software werden datenbestände von facebook genutzt, um diskrepanzen zwischen angaben bei der steuerbehörde und dem tatsächlichen lebensstil auf die spur zu kommen   +++   euro-islam : österreichisches gericht bestätigt anwendung von scharia in einem scheidungsverfahren von saudi-arabischen einwanderern + die in österreich eingebürgerte ehefrau und mutter von fünf kindern erhält gemäss scharia von ihrem exmann künftig keinen unterhalt   +++ vom aussterben bedroht ? : studie amerikanischer universitäten wertet volkszählungsdaten aus und kommt zu dem schluss, dass religion in neun ländern gravierend an bedeutung verlieren und schliesslich ganz verschwinden wird + zu den ländern zählen australien, irland, kanada, die niederlande und die schweiz   +++

abgründe der woche

19/03/2011

+++   prekär (I) : während im japanischen erdbebengebiet die menschen zusätzlich durch den erneuten wintereinbruch an der kälte leiden, gelingt es im kernkraftwerk fukushima weiterhin nicht, die überhitzten brennelemente zu kühlen + radioaktiv verseuchte lebensmittel in der region festgestellt + ausländer verlassen japan scharenweise + japanische regierung zeigt sich noch immer stoisch und spielt tragweite des unfalls herunter +++ prekär (II) : alle welt schaut auf japan, während sich in libyen die lage ebenfalls zuspitzt + un-resolution beschliesst flugverbotszone über libyen + frankreich bereit für militärschlag gegen gaddafi-regime + gaddafi reagiert mit versprechen auf waffenstillstand + greift aber offenbar trotzdem weiter rebellen an, auch mit kampfflugzeugen   +++   verzweiflungstat: in irland steigt die selbstmordrate im zuge der wirtschaftskrise dramatisch an, um fast 25 % gegenüber vorjahren + viele iren sind noch aus den erfolgreichen „celtic tiger“-zeiten hoch verschuldet und können nun wegen arbeitsverlust ihre raten nicht mehr zahlen + 10 suizide pro woche + auch zeichen von rückgang des katholischen glaubens auf der insel   +++   aug um auge, zahn um zahn : als reaktion auf einen mordanschlag auf jüdische siedler gibt israelische regierung grünes licht für bau hunderter neuer häuserblocks in besetzten gebieten in der west bank + usa zeigen sich besorgt um friedensprozess   +++   verdächtig : wegen blasphemie inhaftierter christ in pakistan stirbt unvermittelt angeblich an herzinfarkt + christliche menschenrechtsaktivisten fordern klärung der todesumstände + familie des toten berichtet von wiederholten angriffen auf ihn durch mithäftlinge und gefängnispersonal   +++

Katastrophe in Japan

14/03/2011

Wir alle schauen nach Japan, wie wird es dort weitergehen für die Leute vor Ort, was bedeutet das alles für die anderen Länder der Erde, kommt die Radioaktivität auch zu uns? Das ganze Szenario macht umso betroffener, als das Land bereits in seiner Vergangenheit (als einziges der Erde) unter zwei Atombombenabwürfen zu leiden hatte.

Es ist fast nicht bekannt, dass damals am 6. August 1945 (Fest der Verklärung Christi!) in Hiroshima vier Jesuiten, darunter der Frankfurter Pater Hubert Schiffer, die Atombombenexplosion relativ unversehrt überlebten– und das nur acht Häuserblocks vom Zentrum des Einschlags entfernt. Sie waren die einzigen im Umkreis von 1,5 Kilometern, die mit dem Leben davon kamen, und sie wurden wunderbarerweise und zum permanenten Erstaunen der Mediziner nicht durch radioaktive Strahlung geschädigt. Pater Hubert Schiffer starb erst 1982 siebenundsechzigjährig in Frankfurt.

Er schrieb seine Rettung der Gnade Gottes, dem Rosenkranz und der Jungfrau Maria zu: „Als Missionare wollten wir in unserem Leben einfach die Botschaft der Gottesmutter von Fatima leben und deshalb beteten wir täglich den Rosenkranz“ war seine Antwort, wenn er nach einer Erklärung für das Wunder gefragt wurde. Später wurde an dieser Stelle die Hiroshima Memorial Cathedral for World Peace gebaut.

Marienstatue in der Hiroshima Memorial Cathedral

Das Christentum in Japan hat eine sehr bewegte Zeit hinter sich (man denke an die Kreuzigung der Märtyrer in Nagasaki im 16. Jahrhundert) und leider hat auch die wunderbare Errettung dieser Patres nicht zu vielen Bekehrungen geführt. Laut Wikipedia gibt es dort heute schätzungsweise nur zwischen 1 und 6 % Christen, unwillkürlich fragt man sich, wo die Menschen dort in dieser bedrohlichen Situation Halt finden.

Beten wir also täglich Rosenkränze für unsere Mitmenschen da in Japan… und für uns, denn wer weiss, was da alles auf uns zukommt nun. Oh Maria, hilf!

Die Geheimnisse von Fatima

Rosenkranz beten

Japans Ruhe: A. Riebel erklärt in der Tagespost die japanische Mentalität