Posts Tagged ‘Türkei’

Wie steht es um das Kloster Mor Gabriel?

13/11/2014

Auf der IGfM-Seite gibt es einen neuen Bericht vom 10. Oktober 2014 zur Lage des bedrohten Klosters in der Türkei und zur Situation der Christen in der Türkei: so steht z.B. im Ausweis die Religionszugehörigkeit!

Mor Gabriel

Von der laut Gesetz vorgesehenen Religionsfreiheit keine Spur in diesem Land, in dem rund 98% der Bevölkerung Muslime sind und das sich um einen EU-Beitritt bemüht. Gebe Gott, dass es nie dazu kommt.

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Mor Gabriel gibt nicht auf

Webseite: nordirak-turabdin.de

Mor Gabriel gibt nicht auf

12/07/2012

… Obwohl sich der Rechtsstreit mit der Türkei äußerst langwierig und entmutigend gestaltet. Dem Anwalt des Klosters zufolge sprach der Berufungsgerichtshof in Ankara vor wenigen Tagen ein Urteil zugunsten des türkischen Schatzamtes.

Dem Gerichtsentscheid ging ein langjähriger Prozess voraus, in dem die Besitzrechte von 28 ha Land geklärt werden sollten. Obwohl das syrisch-orthodoxe Kloster mittels Steuerbelegen seine Eigentümerschaft beweisen konnte, wurde sie nun vor dem Berufungsgericht nicht anerkannt.

Der Anwalt des Klosters erwägt nun, vor das Verfassungsgericht oder den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu ziehen. Unterstützen wir die Christen von Mor Gabriel und in der Türkei weiter durch unsere Gebete.

Türkei enteignet Mor Gabriel

abgründe der woche

11/11/2011

+++   eudssr : eu-komissionspräsident barroso fordert einführung des euro für alle eu länder + zerfall und spaltung der eu + eu-länder ohne euro sind derzeit bulgarien, dänemark, lettland, litauen, polen, rumänien, schweden, tschechien, ungarn sowie das vereinigte königreich   +++   wackelkandidat : efsf-chef regling rechnet mit baldigem antrag italiens auf hilfen aus dem euro-rettungsschirm + bis zu einer billion euro würden dann für italien aufgebracht + efsf-schirm soll im dezember nochmals aufgestockt werden   +++   wettrüsten : usa plant lieferung von tausenden fliegerbomben und anderen waffen an seine verbündeten im nahen osten wie die arabischen emirate + derweil warnt auch us-verteidigungsminister panetta vor unvorhersehbaren folgen bei einem angriff auf den iran   +++   big brother : massen-sms-dienst twitter muss nutzerdaten an us-justizbehörden aushändigen, für ermittlungen in der wikileaks-affäre  +++   signalwirkung ? : kirchengeschichtllich bedeutende kirche hagia sophia in izmit (nicäa), schauplatz zweier ökumenischer konzile vor dem morgenländischen schisma, wieder in moschee umgewandelt + die kirche war ab 1331 als moschee genutzt worden + von 1920 an diente sie jedoch als museum + auf antrag durften dort auch christliche gottesdienste gefeiert werden, wie auch in anderen ehemaligen kirchen in der türkei, die jetzt museen sind    +++ 

abgründe der woche

11/06/2011

+++   vogelstrausspolitik : aus fukushima sickern neben radioaktiv verseuchtem wasser sporadisch neue meldungen über den ernst der lage + dananch kam es in einigen reaktoren nicht bloss zu einer kernschmelze, sondern zu einer durchschmelze, bei der das radioaktive material sich durch den boden der sicherheitsbehälter durchfrisst und direkt ins freie gelangen kann + die radioaktive strahlung im kraftwerk beträgt inzwischen 4000 millisievert pro stunde, zulässiger grenzwert für menschen ist eine strahlung von 250 millisivert pro jahr (!) + trotz der kritischen situation wird das thema von den grossen medien ausgeklammert  +++ widersprüchlich : angela merkel wird während ihres usa-besuches vom weissen haus hofiert und bekommt freiheitsmedaille verliehen, höchste zivile auszeichnung der usa + obama bezeichnet merkel als „gute freundin und enge partnerin“ + ausser seiner umstrittenen wahlkampfrede vor dem brandenburger tor hat obama jedoch bislang auf seinen europa-reisen deutschland keinen besuch abgestattet   +++   türken vor wien : türkei legt votum ein gegen ernennung von österreichs ehemaliger aussenministerin plassnick als generalsekretärin des organisation für sicherheit und zusammenarbeit in europa (osze) + türkei begründet veto damit, dass sie keine kandidatin unterstützen könnte, die die „europäische identität“ der türkei „zur diskussion stellt“ + österreich ist einer der vehementesten gegner des eu-beitritts der türkei   +++   „der islam gehört zu deutschland“ : bundespräsident wulff liefert fragwürdiges patentrezept gegen christenfeindlichkeit in muslimischen ländern + auf dem diesjährigen evangelischen kirchentag in dresden fordert er von christen, sie müssten offener gegenüber anderen religionen sein + andernfalls dürften christen auch keine offenheit von islamischen gesellschaften erwarten   +++   undurchsichtig : weltpolitisches „kaffeekränzchen“ der bilderberger nimmt in st. moritz seinen lauf + agenda bleibt geheim + einige der hochrangigen teilnehmer aus finanz, wirtschaft, politik sind hier gelistet   +++   vorsicht facebook (I) : ohne nutzer darüber zu informieren, hat facebook nun gesichtserkennungssoftware installiert + die software identifiziert nutzer auf fotos und fordert die facebook-freunde dieser personen auf, die fotos zu beschriften + die funktion lässt sich aber abschalten, gewusst wie   +++ vorsicht facebook (II) : 16-jährige hamburgerin lud auf facebook zu ihrer geburtstagsparty und vergass, das event als privat zu kennzeichnen + trotz absage der feier fanden sich 1500 jugendliche vor ihrem elternhaus ein + es kam zu ausschreitungen, 100 polizisten waren im einsatz und nahmen einige partygänger fest   +++

abgründe der woche

12/03/2011

+++   super-gau : in japan droht nach heftigem erdbeben und tsunami eine reaktor-kernschmelze + hunderte tote + tausende evakuiert   +++   pleitegeier : weltgrösster anleihen-fonds pimco stösst sämtliche us-anleihen ab  + skepsis gegenüber bonität der usa + drastischer wertverlust bei staatsanleihen absehbar + pimco-chef gross nennt geldpolitik der fed einen teufelspakt + ökonomie-professor der boston university kotlikoff hält usa für bereits bankrott   +++   islamdebatte : bundespräsident wulff wiederholt vor dem nachrichtensender al-jazeera seine aussage, dass der islam zu deutschland gehöre + diese religion dürfe nicht automatisch mit terrorismus in verbindung gebracht werden + neuer bundesinnenminister friedrich hatte wulffs aussage kritisiert und widersprochen   +++   lebensfeindlich : europaparlament verabschiedet berichte zur gleichstellung von frauen und männern und nennt darin ausdrücklich abtreibung als mittel zur familienplanung + eu-länder sollten frauen zugang zu verhütungsmitteln und recht auf abtreibung garantieren   +++   big brother (I) : facebook aktiviert online-formular, mit dem nutzer  andere nutzer bei suizidverdacht anonym anzeigen können + facebook-administratoren entscheiden, ob polizei oder beratungsdienst benachrichtigt werden muss   +++   big brother (II) : web-inhalte von google, facebook, amazon werden zunehmend gefiltert + es wird nur noch angezeigt, was dem nutzer gefallen könnte + auf facebook werden entsprechend nachrichten von „freunden“ mit abweichenden meinungen als der eigenen, nicht länger angezeigt + entwicklung schleichend, nicht sofort ersichtlich, wie manche kontakte aus dem netzwerk aussortiert werden + sie tauchen dann einfach irgendwann nicht mehr auf   +++   rätselhaft (I) : eine neue uno-studie stellt bienensterben als weltweit auftretendes phänomen dar + ursachen weiterhin unklar + gegenmassnahmen ebenfalls + folgen könnten langfristig verheerend sein, da bienen 70 der 100 wichtigsten nutzpflanzen bestäuben   +++   rätselhaft (II) : im kalifornischen redondo beach wurden mehrere millionen verendeter sardellen angeschwemmt + ursache unklar + vögel rührten die toten fische nicht an   +++   ungewöhnlich : in der türkei legen schneefälle den verkehr in einzelnen regionen lahm + schulen bleiben geschlossen + auch im norden griechenlands schneefälle + häfen geschlossen + stromausfälle    +++

Schweizer Bischofskonferenz unterstützt Mor Gabriel

24/02/2011

Die Schweizer Bischofskonferenz und der Schweizerische Evangelische Kirchenbund haben gemeinsam einen Aufruf zum Schutz bedrängter Christen in der Türkei verfasst, indem sie ihre Unterstützung für das Kloster Mor Gabriel zum Ausdruck bringen.

Türkei enteignet Mor Gabriel

Türkei enteignet Mor Gabriel

10/02/2011

Der Grundbesitzstreit um das 1600 Jahre alte syrisch-orthodoxe Kloster im türkischen Tur Abdin (wir berichteten) hat vorläufig ein niederschmetterndes Ende gefunden. In einer Revision eines früheren Urteils wurden nun grosse Teile des Grundbesitzes dem  türkischen Staat zugesprochen, obwohl die Besitzverhältnisse des Klosters aus Urkunden klar hervorgehen. Dem Kloster droht nun der Abriss von Schutzmauern, womit seine Ländereien willkürlicher Fremdnutzung ausgesetzt wären. Sogar strafrechtliche Folgen gegen Kirchenoberhaupt und Vorstand der Klosterstiftung wegen illegitimer Aneignung türkischen Staatseigentums sind denkbar.

Das Kloster zählt zu einem der ältesten Klöster weltweit und ist UNESCO-Welterbe. Scharfe Kritik am Enteignungsurteil gibt es z.B. von der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland. Von Seiten der UNESCO bleibt aber bis dato eine Stellungnahme aus, dieser politisch korrekte Verein würde sich wohl allenfalls dann zu Wort melden, wenn es um den Abriss der Anlage ginge, oder die Türkei auf die Idee käme, Windräder in Sichtweite zu installieren…

Die lange Geschichte des Klosters spricht für dessen Beharrlichkeit und Kämpfergeist: Mor Gabriel will gegen das Urteil Berufung einlegen. Zur geistigen Unterstützung: Bitte schliesst die Klosterbrüder von Mor Gabriel, und alle -verfolgten- Christen der Türkei in euer Gebet mit ein.

Für weltliche Unterstützung: Email an Aussenminister Dr. W. poststelle@auswaertiges-amt.de

Webseite des Klosters

Unterstützung für Mor Gabriel

abgründe der woche

18/09/2010

+++    kompetenzüberschreitung : bericht der faz stellt vorgehen des bundespräsidenten im fall sarrazin in frage + unabhängigkeit der bundesbank sei untergraben worden + wulff habe der „bundesbank die bedingungen“ zur vertragsauflösung von sarrazins mandat diktiert   +++   kontroversen : papstbesuch in grossbritannien stösst auf laute kritik, besonders aus homosexuellenkreisen + mit genugtuung sehen diese, dass benedikt xvi in westminster abbey auch einer anglikanischen priesterin die hand geben wird + schwulenrechtler fordern vehement liberalisierung der katholischen kirche und haltung des papstes + in london finden seit 11 jahren jeden zweiten Sonntag sogenannte „soho masses“ explizit für homosexuelle katholiken statt   +++   datensammelwut (I) : krankenkasse kkh-allianz arbeitet an projekt, um elektronische gesundheitskarte (egk) und e-personalausweis miteinander zu verknüpfen + technisch problemlos möglich + versicherte sollen sich per e-ausweis im internet identifizieren und dann auf ihre in der egk-datenbank befindlichen gesundheitsdaten zugreifen können + um das vorhaben attraktiv zu machen, werden ab oktober die dazu erfoderlichen lesegeräte gratis an die versicherten ausgegeben +++   datensammelwut (II) : innenminister de maiziere plant elektronische identifikationskarte für nicht-eu-bürger in deutschland + auf karte sollen zwei fingerabdrücke und foto gespeichert sein + karte soll auch zur identifikation im internet dienen + einführung ab mai 2011 geplant   +++   eu-erweiterung: türkei stimmt mit überwältigender mehrheit für verfassungsreferendum, welches den weg zur eu-mitgliedschaft ebnen soll + ministerpräsident erdogan sieht sein land längst als weltmacht, wie er auf einem kongress im frühjahr 2010 verkündete + frankreich und finnland wollen sich darüber hinaus für eine erleichterte rasche aufnahme des islamischen staates in die eu einsetzen   +++   undurchsichtig : umstrittenes moscheebauprojekt am new yorker ground zero wirft weiter fragen auf + grundstück eingetragen auf firma soho properties, die von arabischstämmigen geschäftsmännern mit dubioser vergangenheit und verbindungen zur arabischen liga geführt wird + finanzierungshintergrund des moscheeprojekts liegt weiter im dunkeln   +++   aus der luft gegriffen : benediktinermönch anselm grün behauptet in seinem neuen buch „gott, geld und gewissen – mönch und manager im gespräch“, jesus habe für seine „vorträge“ geld verlangt + buch soll zeigen, dass gott und geld keine gegensätze seien + grün beruft sich in seinen thesen auf hinweise in evangelien, wonach jesus eine kasse gehabt habe   +++

Bundesregierung deckt Völkermordleugner

03/03/2010

von Udo Ulfkotte

Stellen Sie sich vor, die Bundesregierung würde den Holocaust an den Juden einfach leugnen und von anderen Staaten erwarten, sich dieser Sichtweise anzuschließen. Stellen wir uns zudem vor, die Bundesregierung würde in Zusammenhang mit dem Holocaust nur von »tragischen Ereignissen« sprechen und viele Jahrzehnte nach dem Genozid einfach wegschauen. Unabhängig von Recht und Gesetzen würde ein klar denkender Mensch das alles ganz sicher nicht zulassen. Es wäre undenkbar.

Doch die Bundesregierung deckt jetzt ganz offen Völkermordleugner. Die Türkei will nämlich nicht, dass Deutschland den barbarischen Völkermord der Türken an christlichen Armeniern von 1914/15 verurteilt. Und feige Bundestagspolitiker haben sich der Auffassung der türkischen Völkermordleugner nun angeschlossen und klein beigegeben – aus Angst vor randalierenden Türken in Deutschland.

Es ist gerade einmal fünf Jahre her, dass die rot-grüne Bundesregierung und der Bundestag in einer fraktionsübergreifend einstimmig verabschiedeten Resolution die »organisierte Vertreibung und Vernichtung von Armeniern« bedauerte. Anschließend wollte man es fraktionsübergreifend vorbereiten, diesen schlimmen Teil der türkischen Geschichte offen auch als Völkermord zu verurteilen. Viele andere europäische Staaten – etwa Frankreich – sprechen ja schon lange ganz offen im Parlament über den türkischen Völkermord an den christlichen Armeniern und verurteilen diesen schlimmen Teil der türkischen Geschichte. Das sollte, so die Planung, in Deutschland nicht anders sein.

Daraus wird aber nun wohl nichts. Denn die sich christlich nennende Bundesregierung macht – unter dem Druck der Türken – einen Rückzieher.

deportierte ArmenierVon 1915 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918 wurde etwa die Hälfte der christlichen armenischen Bevölkerung in der muslimischen Türkei vertrieben und ermordet. Das ist eine historische Tatsache. Und am 19. April 2007 hatten sich unter dem Vorsitz der damaligen deutschen Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) die Justizminister der 27 EU-Staaten auf einen Rahmenbeschluss gegen »Rassismus und Fremdenfeindlichkeit« geeinigt. Danach soll etwa das Leugnen eines Völkermordes mit Gefängnis von bis zu drei Jahren bestraft werden. Die Fakten sind somit klar. Denn darunter fällt nach der Definition auch das Leugnen oder Relativieren des Völkermordes an den Armeniern in der Türkei.

Doch die schwarz-gelbe Bundesregierung will die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich in den Jahren 1915/16 nun auf einmal nicht mehr als Völkermord einstufen. Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper (FDP), schreibt jetzt, die Bundesregierung begrüße eine weitere Untersuchung der damaligen »tragischen Ereignisse«, die Bewertung aber sollte »unabhängigen Historikern« vorbehalten bleiben. Die Aufarbeitung sei »in erster Linie Sache der beiden betroffenen Länder Türkei und Armenien«.

Das Europäische Parlament hat mit den Beschlüssen vom 18. Juni 1987 und vom 15. November 2001 die Anerkennung des Völkermordes durch den heutigen türkischen Staat zu einer Voraussetzung des EU-Beitritts der Türkei erklärt und am 28. Februar 2002 in einer weiteren Beschlussfassung die Türkei zur Einhaltung dieser Vorgabe gemahnt. Das interessiert die verweichlichte und feige Bundesregierung heute nicht mehr.

Die Bundesregierung tritt vielmehr alle Werte, die die Europäer einen, mit Füßen. Und sie macht es all jenen leicht, die in anderen Ländern den Holocaust leugnen, relativieren oder aber verniedlichend als »tragische Ereignisse« abermals von Historikern untersuchen lassen wollen. Die Bundesregierung unterstützt durch diese Politik des Verdrängens und Wegschauens Völkermordleugner. Aus reiner Feigheit. Sie ist moralisch am Ende. Zehntausende Armenier, Nachfahren der türkischen Völkermordopfer, leben heute in Deutschland. Ihnen spuckt die Bundesregierung voll ins Gesicht. Und sie schämt sich nicht einmal dafür.

Wir danken Herrn Ulfkotte für die Erlaubnis, seinen Artikel hier zu veröffentlichen.

Unterstützung für Mor Gabriel

27/11/2009

Das 1600 Jahre alte syrisch-orthodoxe Kloster Mor Gabriel im Südosten der Türkei ist von der Enteignung bedroht: trotz einwandfreier Besitzurkunden machen die türkische Regierung, sowie die umliegenden kurdischen Dörfer und Grossgrundbesitzer seit Monaten den Christen in mehreren Gerichtsprozessen das Land streitig.

Das Christentum wurde höchstwahrscheinlich bereits von den Aposteln Judas Thaddäus und Thomas nach der Kreuzigung Jesu in den Bergen des Tur Abdin verkündet, aus dem Jahr 120 ist ein Bischof bekannt. Ab dem 4. Jahrhundert entstanden ungefähr 80 Klöster und es wuchs ein zutiefst christlich geprägtes Volk heran, das bis heute Aramäisch spricht und mehrfach Verfolgungen ausgesetzt war. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten noch 300.000 Gläubige im Südosten der Türkei, nach mehreren Massakern durch die türkisch/ osmanische Armee und kurdische Banden im 19. und 20. Jahrhundert floh der Grossteil der überlebenden Christen ins Ausland. Für die rund 3000 Aramäer, die heute noch in den Bergen des Tur Abdin leben, wäre die Schliessung des Klosters Mor Gabriel, das das religiöse und soziale Zentrum der Erzdiözese Tur Abdin ist, das Ende ihrer christlichen Glaubensgemeinschaft in einem Land, in dem 99% der Bevölkerung Muslime sind.

In dem Kloster selbst leben zur Zeit drei Mönche und vierzehn Nonnen mit ihrem Abt und Bischof Samuel Aktas, einige bewirtschaftende Arbeiter, drei Lehrkräfte mit ihren Familien, sowie ca. 30 Schüler aus der ganzen Welt, die u.a. in Alt-Aramäisch, der Sprache Jesu und Marias, unterrichtet werden.

Am kommenden Mittwoch, dem 2. Dezember 2009, findet eine weitere Gerichtsverhandlung im Strafverfahren gegen das Kloster statt. Wir bitten die Leser unseres Blogs in den kommenden Tagen verstärkt für die Christen im Tur Abdin und das Kloster zu beten. Die ‚Aktion Mor Gabriel‘ ruft ebenfalls zur Unterstützung per Email oder Brief auf, siehe hier.

Link zur Internetpräsenz des Klosters