Posts Tagged ‘Verdammnis’

25. März: Hochfest Verkündigung des Herrn

24/03/2011

„Hingezogen, geschoben durch seine Liebe, durch deren sich ausdehnende Kraft, vollbringt Gott eine verrückte Tat. Seine Liebe wird verrückt. Er durchbricht die Hindernisse der Vernunft, die Hindernisse, die ihm die Gerechtigkeit auferlegt. Er gehorcht einem Gesetz, das uns neu erscheint: dem der Barmherzigkeit. Er wird sich zur Sünde, zum Versagen hinunter beugen. Er hatte Treue verlangt, er wird der Sünde entgegenkommen. Er wird sein Wort in diese sündige Menschheit hinein projizieren. So steigt also die göttliche, ewige Zeugung auf die Erde in das Geschöpf hinab.

Die beiden Welten, Gott selbst und das Geschöpf, waren gewissermassen getrennt geblieben und hier vereinigen sie sich in der Menschwerdung, im Gottmenschen.“ (Pater Marie-Eugène, Die Freude der Barmherzigkeit)


„Das sind die Worte des Evangelisten: Der Engel trat bei ihr ein -zweifellos bei Maria – und sagte: Sei gegrüsst, du Begnadete, der Herr ist mit dir!

Trat bei ihr ein? Aber wo ein? Es muss, denke ich, in der Verborgenheit ihres einfachen Zimmerchens gewesen sein, wo sie sich, hinter verschlossener Tür aufhielt, um zu ihrem Vater im Himmel zu beten. Es ist die Eigenart der Engel, sich bei jenen aufzuhalten, die beten und die Gesellschaft jener zu lieben, die ihre reinen Hände zum Himmel erheben und mit Freude bringen sie Gott, im lieblichen Duft, das Sühneopfer ihrer heiligen Inbrunst dar.“ (Hl Bernard von Clairvaux, Super Missus)


Die (so wunderschöne) Valtorta-Vision zur Verkündigung des Herrn findet ihr hier

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29. Juni: Hochfest der Hl. Apostel Petrus und Paulus

29/06/2010

Herr, unser Gott,

durch die Apostel Petrus und Paulus

hast du in der Kirche den Grund des Glaubens gelegt.

Auf ihre Fürsprache hin

erhalte und vollende diesen Glauben,

der uns zum ewigen Heil führt.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Amen.

 

Am 11. Januar 1944 um 10 Uhr spricht der Apostel Paulus zu Maria Valtorta über die Theorie der Reinkarnation, die er leidenschaftlich verurteilt. Er sagt ihr, dass die Toten nicht in einem neuen Körper wiederkehren und dass es nur eine Auferstehung gibt: die am Jüngsten Tag.

„(…) Der Körper fällt, wenn sein Lebenszyklus zu Ende ist, wie ein Samenkorn in die Grabesverwesung. Der Geist hingegen kehrt zu seiner göttlichen Quelle zurück, um wie das Fleisch als lebendig oder verfault beurteilt zu werden und, je nach seiner Verfassung, seiner Bestimmung zugewiesen zu werden. (…)

In dem zweiten Leben werdet ihr die sein, als die ihr in diesem (irdischen) Leben gelebt habt. Wenn in euch das Himmelreich vorherrschend war, werdet ihr Gottes Natur in euch erkennen und eine solche Natur besitzen, denn Gott wird euer ewiger Besitz sein. Wenn das Irdische in euch vorherrschend war, werdet ihr auch jenseits des Todes Undurchsichtigkeit, Tod, Frost, Schrecken, Finsternis erfahren, alles das, was dem ins Grab gesenkten Körper eignet; mit dem einzigen Unterschied: dass dieser zweite, wahre Tod ewig währt.

Ihr, die ihr nach Gottes Willen Erben Gottes seid, wollet doch nicht, o meine Brüder, diese Erbschaft verschleudern, um dem Fleisch und dem Blut und dem geistigen Irrtum zu folgen.

Ich selbst hatte ja geirrt und lebte der göttlichen Wahrheit entgegengesetzt (1). Ich hatte Christus verfolgt. Meine Sünde ist mir immer noch vor Augen, sogar in der Herrlichkeit dieses Reiches, dessen Pforten sich mir durch meine Reue, meinen Glauben, mein Martyrium, um Christus und das unsterbliche Leben zu bekennen, öffneten. Als aber das göttliche Licht mich zu Boden warf und sich mir zu erkennen gab, wandte ich mich vom Irrtum ab und folgte dem göttlichen Licht.

Murillo: Bekehrung des Hl. Paulus

Euch hat sich das göttliche Licht zwanzig Jahrhunderte lang durch Wundertaten zu erkennen gegeben, die auch der wildeste und hartnäckigste Verleugner nicht zu bestreiten vermag. Warum also wollt ihr Glücklichen, die ihr zwanzig Jahrhunderte göttlicher Bekundungen zum Zeugnis dieses göttlichen Lichtes habt, im Irrtum verbleiben?

Ich, als Zeuge Christi, schwöre euch das: Weder Fleisch noch Blut können das Reich Gottes erben, sondern einzig und allein der Geist. Und wie es im Evangelium unseres Herrn Jesus gesagt ist (2), sind es nicht die Kinder dieses Säkulums – versteht doch, o meine Brüder, dass hier ‚Säkulum‘ die bezeichnet, die in der Welt, das heisst irdische Menschen sind – denen eine Auferstehung und eine Wiederverheiratung in einem zweiten irdischen Leben bestimmt ist.

Es werden nur die auferstehen, die eines zweiten Zeitalters (Säkulums), des ewigen, würdig sind, die, welche nicht mehr sterben können, da sie bereits gelebt haben, die aber, weil sie ein geistliches Leben geführt haben und den Engeln gleich und Kinder des Allerhöchsten geworden sind, nicht mehr nach menschlicher Hochzeit verlangen, sondern eine einzige geistliche Vermählung anstreben: die mit dem Gott der Liebe; einen einzigen Besitz: den Besitz Gottes; eine einzige Wohnung: die im Himmel; ein einziges Leben: dasjenige im göttlichen Leben.

Amen, amen, amen!

Ich sage euch: Glaubt, um es zu erlangen.“

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(1) Vgl. Apg 9,1-22; das vorstehende Diktat scheint die Interventionen des hl. Paulus aus Apg 17,22-34 und 1 Ko 15, besonders 15, 45-49, wieder aufzunehmen.

(2) In: Mt 22,23-33; Mk 12,18-27; Lk 20,27-40

Auszug aus “Die Hefte 1944” von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Seelenheil in Gefahr

30/08/2009

In protestantischen und freikirchlichen Kreisen ist die Luther’sche Meinung vorherrschend, dass wir uns nicht durch unsere Werke die Vergebung unserer Schuld verdienen, sondern allein durch den Glauben an die Gnade Gottes gerettet werden. Diese Lehre bringt die Seele in grösste Gefahr, denn durch unsere Sünden können wir die Gnade Gottes verlieren, selbst wenn wir an dieselbe glauben!

Mit dem Argument, zur Vergebung reiche das Erlösungswerk Christi, wird behauptet, wir hätten keine weiteren Mittel zur Gnadenerlangung und zur Rettung unserer Seelen nötig, dies stelle eine Beleidigung Christi dar usw. Es ist richtig, dass Jesus uns durch seine Passion von der Sünde und von der Verdammnis vollkommen erlöst hat. Er hat uns die nach dem Sündenfall verlorene Gnade Gottes und das Anrecht auf den Himmel wiedererlangt. Aber hat sich die Menschheit seitdem bekehrt? Leben wir tatsächlich nach den Zehn Geboten  („Wenn du aber das Leben erlangen willst, halte die Gebote !“ Mt 19,17)?

Auch nach der Kreuzigung bleibt der freie Wille des Menschen bestehen, und auch nach der Kreuzigung folgt der Mensch dem Ruf Satans statt dem Ruf Gottes und dies in zunehmendem Maβe. Wir treten das Erlösungswerk mit Füssen und fahren fort zu sündigen in Gedanken, Worten, Taten und Unterlassungen. Wer aber ein Gebot Gottes in einer wichtigen Sache mit Wissen und Willen übertritt, begeht eine Todsünde und verliert die heiligmachende Gnade, die Jesus uns wiedererschlossen hat. Wer ohne Reue im Stand einer Todsünde stirbt, kommt in den Ort der ewigen Verdammnis, auch Hölle genannt, wo er „heulen und mit den Zähnen knirschen“ wird (Mt 8,12 ; 13,42 ; 13,50 ; 22,13 ; 24,51; 25,30 ; Lk 13,28). Die mit ‚leichteren‘ (lässlichen) Sünden belastete Seele, die zwar in der Gnade gestorben, aber nicht ganz rein ist, ist gerettet, geht aber zuerst zur Läuterung in das Fegefeuer, den Reinigungsort. Gott ist barmherzig und geduldig, aber er lässt seiner nicht spotten und urteilt immer gerecht.

 

Gustave Doré: Das Paradies

Gustave Doré: Das Paradies

Jesus, der unsere schwache Natur kennt, hat uns aus aus diesem Grund die Gnadenmittel hinterlassen : die Sakramente (Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Krankensalbung, Ehe, Priesterweihe), die Sakramentalien (geweihte Gegenstände, Segen und Weihungen) und das Gebet. Wir haben sie  zur Stärkung und Reinigung unserer Seele bitter nötig. Der Apostel Paulus fordert uns zur tätigen Mitwirkung an unserer Erlösung auf, indem er sagt : „Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt.” (Kol 1,24).

Es reicht nicht, vage ‘in Christus’ zu sein. Es reicht auch nicht, getauft zu sein, um in Christus zu leben und gerettet zu werden. Man muss dort zu verbleiben wissen, und das ist ein ständiger harter Kampf gegen den raffinierten Feind, der unser Verderben will und uns u.a. vorgaukelt, dass wir der Eigenverantwortung enthoben seien. Wer ihm Gehör schenkt, muss um sein Seelenheil, um das Ewige Leben, fürchten.