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Schmerz, Gebet und Buße Jesu (6 – letzter Teil)

02/04/2015

Vision Maria Valtortas: Mitte Dezember des Jahres 28 müssen zwei neubekehrte Jünger Jesu in Sicherheit gebracht werden, da das jüdische Synedrium nach einem Hinweis des Judas Iskariot diesen nachstellt. Ein Teil der Apostel begleitet ohne das Wissen des Iskariot die Jünger nach Antiochien. Während Jesus auf die Rückkehr der Apostel wartet, zieht er sich alleine für fast drei Wochen zu Buße und Gebet für seinen verräterischen Apostel in eine Höhle bei Jiphtael, in der Nähe des heutigen Yodfat, zurück.

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Jesus am Boden

„Ich wollte, dass niemand mein Verräter wäre…Niemand!… Nicht einmal der Entfernteste in den nördlichsten eisigen Zonen oder im Feuer der heissesten Gegenden… Ich wollte, dass der Opfernde du allein seist… wie du es schon andere Male gewesen bist, als du mit deinem Feuer die Brandopfer entzündet hast. Da ich jedoch durch Menschenhand sterben muss, durch die Henkershand eines verräterischen Freundes, des Schamlosen, der die Fäulnis Satans in sich hat und schon danach trachtet, mir an Macht gleich zu sein – so denkt er in Hochmut und Unzucht – da ich durch Menschenhand sterben muss; Vater, gewähre, dass nicht er es sei, den ich Freund genannt und als solchen geliebt habe. 

Vermehre, Vater, meine Qualen, aber gib mir die Seele des Judas. Ich lege diese Bitte auf den Altar meiner selbst als Sühneopfer… Vater, nimm sie an!…

Der Himmel ist stumm und verschlossen!… Wird dies also das Schweigen und der Kerker sein, in dem ich meinen Geist aushauchen werde?

Der Himmel ist stumm und verschlossen!… Wird dies also die größte Pein des Märtyrers sein?…

Vater, dein Wille geschehe, nicht mein Wille… Doch um meiner Leiden willen, oh, wenigstens dies! Um meiner Leiden willen gib Frieden und Hoffnung dem anderen Märtyrer des Judas, Johannes von Endor (*)! Mein Vater… er ist wahrlich besser als viele andere. Er ist einen Weg gegangen, den wenige gehen und gehen werden können. Für ihn ist die Erlösung schon vollzogen. Verleihe ihm daher deinen vollkommenen Frieden, damit ich ihn einst bei mir in meiner Herrlichkeit habe, wenn auch für mich alles erfüllt sein wird zu deiner Ehre und im Gehorsam gegen dich… Mein Vater…!“

Jesus ist allmählich auf die Knie gesunken und weint, das Gesicht am Boden.

Er betet, während das Licht des kurzen Wintertages in der dunklen Höhle rasch abnimmt und das Rauschen des Gießbaches scheinbar um so lauter wird, je länger die Schatten im Tal werden…

(*) Anm.: Es handelt sich um einen der beiden gefährdeten neubekehrten Jünger, gegen den der Iskariot das jüdische Synedrium aus Eifersucht aufgehetzt hat.

Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Schmerz, Gebet und Buße Jesu (3)

15/03/2015

Vision Maria Valtortas: Mitte Dezember des Jahres 28 müssen zwei neubekehrte Jünger Jesu in Sicherheit gebracht werden, da das jüdische Synedrium nach einem Hinweis des Judas Iskariot diesen nachstellt. Ein Teil der Apostel begleitet ohne das Wissen des Iskariot die Jünger nach Antiochien. Während Jesus auf die Rückkehr der Apostel wartet, zieht er sich alleine für fast drei Wochen zu Buße und Gebet für seinen verräterischen Apostel in eine Höhle bei Jiphtael, in der Nähe des heutigen Yodfat, zurück.

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Lange weint er so, schweigend und regungslos… Dann setzt er sich auf und, das Haupt zwischen den Knien, die er mit beiden Armen umfangen hat, ruft er mit seiner ganzen Seele nach der fernen Mutter: „Mutter! Mutter! Meine Mutter! Meine ewige Wonne! Oh, Mutter! Oh, Mutter, wie gerne hätte ich dich jetzt in meiner Nähe! Warum habe ich dich nicht immer bei mir, dich, den mir von Gott gesandten einzigen Trost?“

mater mea

Nur die Höhle antwortet mit einem leisen Echo auf seine Worte, auf sein Schluchzen, und es scheint, als weine und schluchze auch sie in ihren Winkeln, ihren Felsbrocken und den wenigen und noch kleinen Tropfsteinen, die in der Ecke, die die unterirdischen Gewässer wohl am stärksten benetzen, herabhängen.

Jesus beruhigt sich etwas, als ob das Rufen nach der Mutter ihn schon getröstet hätte, und sein Weinen wird langsam zu einem Selbstgespräch. „Sie sind fortgegangen… Weshalb? Wegen wem? Warum habe ich ihnen diesen Schmerz zufügen müssen? Warum mir selbst, da doch die Welt mir schon den Tag mit Schmerz erfüllt? … Judas!“ Wer weiß, wohin nun die Gedanken Jesu gehen, der das Haupt von den Knien erhebt und vor sich hinschaut mit weit geöffneten Augen und angespanntem Gesicht, wie jemand, der in Schauungen künftiger Ereignisse oder tiefe Betrachtung versunken ist. Er weint nicht mehr, leidet jedoch sichtlich.

Dann scheint er einem unsichtbaren Fragesteller zu antworten und steht auf. „Ich bin Mensch, Vater. Ich bin der Mensch. Die Tugend der Freundschaft ist in mir verwundet und zerrissen, sie krümmt sich und klagt schmerzerfüllt… Ich weiß, dass ich alles erleiden muss. Ich weiß es. Als Gott weiß ich es, und als Gott will ich es auch, zum Heil der Welt. Auch als Mensch weiß ich es, denn mein göttlicher Geist teilt es meiner Menschlichkeit mit, und auch als Mensch will ich es, zum Heil der Welt. Doch welch ein Schmerz, o mein Vater! Diese Stunde ist leidvoller, als jene, die ich mit meinem und deinem Geist in der Wüste erlebt habe… Die jetzige Versuchung, dieses abstoßende und quälende Wesen, das den Namen Judas trägt, nicht mehr an meiner Seite zu dulden und zu ertragen, ist stärker. Er ist die Ursache so vieler Schmerzen, die mich tränken und durchdringen und die Seelen quälen, denen ich den Frieden geschenkt habe.“

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Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Die Rede über das Himmelsbrot: „Ich bin das Brot des ewigen Lebens“ (3)

25/08/2012

zum Evangelium vom 26. August 2012: Johannes 6,60-69

„Aber dieser ist ja wahnsinnig! Wer kann denn auf solche Weise leben? In unserer Religion ist es nur der Priester, der rein sein muss, um das Opfer darzubringen. Dieser hier aber will aus uns lauter Opfer seines Wahnsinns machen. Seine Lehre ist zu mühselig und diese Sprache ist zu hart! Wer kann sie anhören und sie verwirklichen?“ flüstern mehrere Anwesende, und viele von diesen gelten bereits als seine Jünger.

Das Volk geht diskutierend weg und die Anzahl der Jünger scheint sich sehr verringert zu haben, als in der Synagoge nur noch der Meister und seine Getreuesten zurückbleiben. Ich zähle sie nicht, aber ich kann sagen, dass es grob geschätzt kaum mehr als hundert sind. Auch in den Reihen der alten Jünger, die schon im Dienste Gottes standen, muss der Abfall bedeutend gewesen sein. Unter den Übriggebliebenen sind die Apostel, der Priester Johannes und der Schriftgelehrte Johannes, Stephanus, Hermas, Timoneus, Ermastheus, Agapus, Joseph, Salomon, Abel von Bethlehem in Galiläa und Abel, der frühere Aussätzige von Chorazim mit seinem Freund Samuel, Elias (jener, der das Begräbnis seines Vaters der Nachfolge Jesu hintangestellt hatte), Philippus von Arbela, Aser und Ismael von Nazareth. Ferner sind hier noch andere, deren Namen ich nicht kenne. Sie alle reden leise miteinander und machen Bemerkungen über den Abfall der vielen und über die Worte Jesu, der nachdenklich mit verschränkten Armen dasteht und sich an ein hohes Lesepult lehnt.

„Ihr nehmt Anstoß an dem, was ich gesagt habe? Und wenn ich euch sagen würde, dass ihr eines Tages den Menschensohn zum Himmel, wo er zuvor gewesen ist, auffahren und ihn zur Rechten des Vaters sitzen sehen werdet? Was habt ihr denn bis zu dieser Stunde verstanden, aufgenommen und geglaubt? Und womit habt ihr gehört und aufgenommen? Nur mit eurer Menschheit? Der Geist ist es, der lebendig macht und Wert hat. Das Fleisch nützt zu nichts. Meine Worte sind Geist und Leben und müssen mit dem Geist angehört und verstanden werden, um durch sie das Leben zu erlangen. Aber viele sind unter euch, deren Geist abgestorben ist, weil er ohne Glaube ist. Viele von euch glauben nicht wahrhaft, und so folgen sie mir vergeblich. Sie werden nicht das ewige Leben, sondern den Tod ernten. Denn wie ich schon im Anfang gesagt habe, sind sie entweder aus Neugierde, aus menschlichem Interesse, was noch schlimmer ist, oder aus noch viel unwürdigeren Absichten hier.

Sie sind nicht vom Vater hergeführt worden als Belohnung für ihren guten Willen, sondern vom Satan. Wahrlich, niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht von meinem Vater gewährt wird. Geht nur, ihr, da es euch schwer fällt, bei mir zu bleiben und ihr euch nur schämt, mich zu verlassen; die ihr euch aber andererseits noch mehr schämt, weil ihr im Dienste eines Meisters steht, der euch „verrückt und hart“ vorkommt. Geht! Besser ist es, ihr seid weit weg, als dass ihr hier bleibt, um zu schaden!“

Viele weitere Jünger ziehen sich zurück, unter ihnen der Schriftgelehrte Johannes und Markus, der einst besessene Gerasener, der geheilt wurde, nachdem die Dämonen in Schweine gefahren waren. Die guten Jünger beraten sich und laufen hinter diesen Treubrüchigen her, um sie zurückzuhalten. In der Synagoge sind jetzt Jesus, der Synagogenvorsteher und die Apostel…

Jesus wendet sich an die Zwölf, die niedergeschlagen in einer Ecke stehen, und fragt ohne Bitterkeit und Traurigkeit, doch sehr ernst: „Wollt auch ihr gehen?“

Petrus antwortet ihm in einem schmerzlichen Ausbruch: „Herr, wohin sollen wir gehen? Zu wem? Du bist unser Leben und unsere Liebe. Nur du hast Worte des ewigen Lebens. Wir haben erkannt, dass du Christus, der Sohn Gottes, bist. Wenn du willst, jage uns fort. Aber von uns aus werden wir dich nicht verlassen, selbst… selbst, wenn du uns nicht mehr lieben würdest…“ Und Petrus weint lautlos viele Tränen… Auch Andreas, Johannes und die beiden Söhne des Alphäus weinen ohne es zu verbergen, und die anderen, bleich oder rot vor Erregung weinen nicht, leiden jedoch sichtlich.

„Warum sollte ich euch fortjagen? Habe ich euch Zwölft nicht selbst erwählt…?“

Jairus hat sich klugerweise zurückgezogen, um Jesus die Freiheit zu lassen, seine Apostel zu trösten oder zu tadeln. Jesus, der den schweigenden Rückzug bemerkt hat, sagt, indem er sich bedrückt niedersetzt, als ob die Offenbarung seine Kräfte übersteigen würde, müde, angeekelt und schmerzvoll: „Und doch ist einer unter euch ein Dämon.“

Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. VI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

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Judas Iskariot, der Gotteslästerer par excellence, ist in der Hölle

17/04/2012

15. Januar [1944]

Jesus sagt:

„(…) Die Menschen dieser Zeit glauben nicht mehr an die Existenz der Hölle. Sie haben sich ein Jenseits nach ihrem Geschmack ausgedacht, ein solches, das ihrem Gewissen weniger Schrecken erregend ist, obwohl dieses doch viel Strafe verdient. Als mehr oder weniger getreue Jünger des Bösen Geistes wissen sie freilich, dass ihr Gewissen vor bestimmten Übeltaten zurückschrecken würde, wenn es wirklich an die Hölle glaubte, so wie der Glaube es darüber belehrt; sie wissen, dass ihr Gewissen nach begangener Übeltat sich besinnen und im Gewissensbiss Reue erwecken, in der Angst Reue erwecken und mit der Reue den Weg der Umkehr zu Mir finden würde.

Ihre ihnen von Satan eingegebene Bosheit – sie sind ja seine Diener oder Sklaven (je nachdem, wie weit sie sich dem Willen und den Einflüsterungen des Bösen Feindes ergeben haben) – will dieses Zurückschrecken und diese Rückbesinnung nicht. Deshalb gibt man den Glauben an die Hölle auf, die es hingegen wirklich gibt, und fabriziert sich einen anderen – wenn man sich überhaupt einen fabriziert – einen Glauben, dass es da nichts anderes als eine Verschnaufpause gäbe, um darauf wiederum einen Aufschwung zu neuen, künftigen Höhenflügen zu nehmen.

Diese seine Meinung treibt der Mensch so weit, in gotteslästerlicher Weise  zu glauben, dass der größte aller menschlichen Sünder, Satans geliebter Sohn, der, wie das Evangelium sagt, ein Dieb war (*), der, wie Ich  sage, nach menschlichem Ruhm begierig und süchtig war, der Iskariote, der sich aus Lüsternheit zu der dreifachen Begierlichkeit zum Verkäufer des Gottessohnes gemacht und Mich für 30 Silberlinge und mit dem Zeichen eines Kusses – einem lächerlich kleinen Geldwert, aber einem unendlichen affektiven Wert – in die Hände der Henker überliefert hat, dass also dieser erlöst werden und zu Mir (in die ewige Seligkeit) gelangen könnte, indem er aufeinander folgende Lebensphasen durchlaufen würde.

Nein. Wenn er der Gotteslästerer par excellence war, so bin Ich kein solcher. Wenn er der Unredliche par excellence war, so bin Ich kein solcher. Wenn er derjenige war, der Mein kostbares Blut verächtlich vergoss, so bin ich kein solcher. Judas zu verzeihen wäre eine Lästerung Meiner Gottheit, die von ihm verraten wurde; es wäre Unrecht allen anderen Menschen gegenüber, die weniger schuldig als er sind und doch für ihre Sünden bestraft werden, es wäre Verachtung Meines eigenen kostbaren Blutes, und es hieße schließlich, dass Ich Meine eigenen Gebote nicht achtete. (…)“

(*) Judas Iskariot. Vgl. Joh 12,4-6. Und weiter, was den Iskarioten betrifft: Mt 26, 14-16.47-50; Mk 14,10-11.43-46; Lk 22,3-6.47-48; Joh 18,1-3.

Auszug aus “Die Hefte 1944“ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Mir als Jünger nachzufolgen, will heißen…“

04/09/2010
zum Sonntagsevangelium vom 5. September 2010: Lukas 14,25-33

Während die Frauen stehenbleiben, wo es ihnen erlaubt ist, begibt sich Jesus mit den Jüngern zum Gebet an den Ort der Hebräer. Nachdem alle Riten vollzogen sind, kommt er zurück, um mit den im Vorhof der Heiden Wartenden zusammenzutreffen.

Die sehr weiten und hohen Säulenhallen sind voller Menschen, die den Lesungen der Rabbis lauschen. Jesus begibt sich dorthin, wo er die beiden Apostel und die vorausgesandten Jünger warten sieht. Sofort bildet sich eine Gruppe um ihn; zu den Aposteln und Jüngern gesellen sich zahlreiche Personen aus der Menschenmenge im marmornen Hof. Die Neugierde ist so gross, dass auch einige Schüler der Rabbis – ich weiß nicht, ob freiwillig oder von ihren Meistern geschickt – sich der Gruppe um Jesus anschließen.


Jesus fragt ganz unvermittelt: „Warum drängt ihr euch so um mich? Sagt es. Ihr habt doch bekannte und weise Rabbis, die ein großes Ansehen genießen. Ich bin der Unbekannte, der Unerwünschte. Warum kommt ihr also zu mir?“

„Weil wir dich lieben“, sagen einige, und andere: „Weil deine Worte anders sind als die der anderen“, und wieder andere: „Um deine Wunder zu sehen“, und: „Weil wir von dir gehört haben“, und: „Nur du allein hast Worte des ewigen Lebens, und deine Werke entsprechen deinen Worten“, und schliesslich: „Weil wir uns deinen Jüngern anschließen wollen.“

Jesus schaut jeden einzelnen Sprecher an, als wolle er ihn mit seinem Blick durchbohren, um seine verborgensten Gefühle kennenzulernen, und mancher, der dem Blick nicht standhält, entfernt sich oder versteckt sich wenigstens hinter einer Säule oder hinter Leuten, die größer sind als er. Jesus fährt fort:

„Aber wißt ihr auch, was es heißt und was es sein soll, mir nachzufolgen? Ich antworte nur auf diese Worte, denn die Neugierde verdient keine Antwort, und wer nach meinen Worten hungert, hat folglich auch Liebe zu mir und das Verlangen, sich mir anzuschließen. Die Leute, die mit mir gesprochen haben, kann man in zwei Gruppen aufteilen: in die der Neugierigen, denen ich keine Aufmerksamkeit schenke, und in die guten Willens, die ich ohne Täuschung über das Ausmaß dieser Berufung unterrichte.

Mir als Jünger nachzufolgen will heißen, auf jede andere Liebe zu verzichten und nur eine einzige Liebe zu haben: die Liebe zu mir. Eigenliebe, sündige Liebe zu Reichtum, Sinnlichkeit oder Macht, ehrenhafte Gattenliebe, heilige Liebe zur Mutter und zum Vater, natürliche Liebe zu den Kindern und den Geschwistern, all das muß meiner Liebe weichen, wenn einer mir angehören will. Wahrlich, ich sage euch: freier als die Vögel, die in den Lüften umherschweifen, müssen meine Jünger sein, und freier als die Winde, die am Firmament dahinziehen und von niemandem und von nichts aufgehalten werden können. Frei, ohne schwere Ketten, ohne die Bande irdischer Liebe, ohne die feinen Spinngewebe selbst der leichtesten Schranken. Der Geist ist wie ein zarter Schmetterling, der im schweren Kokon des Fleisches eingeschlossen ist, und es genügt das schillernde, feine Gewebe einer Spinne, um seinen Flug zu erschweren oder ganz zu verhindern. Diese Spinne ist die Sinnlichkeit und die Trägheit im Opferbringen. Ich will alles, ohne Rückhalt. Der Geist bedarf dieser Freiheit im Geben, dieser Hochherzigkeit im Schenken, um die Gewißheit zu haben, dass er nicht im Spinngewebe der Zuneigungen, der Gewohnheiten, der Erwägungen und der Befürchtungen hängenbleibt; im dichten Spinngewebe, das von der riesenhaften Spinne, dem Seelenräuber Satan, gewoben wird.

Wenn einer zu mir kommen will und nicht heiligmäßig seinen Vater, seine Mutter, seine Gattin, seine Kinder, seine Brüder und Schwestern, ja, sogar sein eigenes Leben hasst, kann er nicht mein Jünger sein. Ich habe gesagt: „heiligmäßig“. Ihr sagt in eurem Herzen: „Haß kann nie heilig sein, er selbst lehrt es. Daher widerspricht er sich.“ Nein. Ich widerspreche mir nicht. Ich sage, man soll hassen, was die wahre Liebe beschwert: die leidenschaftliche, erdgebundene Liebe zu Vater und Mutter, zu Frau und Kindern, zu Brüdern und Schwestern und zum eigenen Leben. Andererseits verlange ich von euch, dass ihr eure Verwandten und das Leben mit der leichten Freiheit, die der Seele eigen ist, liebt. Liebt sie in Gott und durch Gott, doch zieht sie niemals Gott vor, und seid darum bemüht, sie zu dem Gott zu führen, bei dem der Jünger schon ist, zum Gott der Wahrheit. So werdet ihr die Verwandten und Gott heiligmäßig lieben, die beiden Arten der Liebe miteinander versöhnen, und die Bande des Blutes nicht zur Last, sondern zu Flügeln, nicht zur Schuld, sondern zur Gerechtigkeit werden lassen.

Ihr sollt auch bereit sein, euer Leben zu  hassen, um mir zu folgen. Derjenige haßt sein Leben, der es in meinen Dienst stellt und nicht fürchtet, es zu verlieren oder, menschlich gesprochen, es traurig zu verbringen. Aber es ist nur ein scheinbarer Haß, ein Gefühl, das irrtümlicherweise Haß genannt wird von dem Menschen, der sich nicht über sein rein irdisches Dasein erheben kann und nur wenig über dem Tier steht. In Wirklichkeit ist dieser scheinbare Haß, der im Verzicht auf sinnliche Befriedigungen besteht, um den Geist besser gedeihen zu lassen, Liebe. Liebe, und zwar die höchste und segensreichste Liebe, die es gibt.

Dieser Verzicht auf niedrige Genugtuungen und auf die Sinnlichkeit der Zuneigung, dieses Auf-sich-Nehmen von Tadel und ungerechten Bemerkungen, diese Gefahr, bestraft, verschmäht, verflucht und vielleicht sogar verfolgt zu werden, bedeuten eine Reihe von Qualen für uns. Aber man muß sie umarmen und sie auf sich nehmen wie ein Kreuz, wie einen Schandpfahl, an dem man jede vergangene Schuld sühnt, um gerechtfertigt vor Gott zu erscheinen, von dem wir jegliche Gnade, die wahre, mächtige heilige Gnade Gottes empfangen, auch für jene, die wir lieben. Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nicht nachfolgt, kann nicht mein Jünger sein.

Gustave Doré: Verspottung Jesu

Überlegt es euch daher sehr gut, ihr, die ihr sagt: „Wir sind gekommen, um uns deinen Jüngern anzuschließen.“ Es ist keine Schande, sondern Weisheit, wenn man sich prüft und dann sich selbst und den anderen bekennt: ich habe nicht das Zeug, ein Jünger zu werden. Selbst die Heiden haben als Grundlage einer ihrer Lehren die Notwendigkeit, „sich selbst zu erkennen“, und ihr Israeliten, wäret ihr dazu nicht fähig, um den Himmel zu erringen?

Denn, erinnert euch immer: selig jene, die zu mir kommen werden. Aber besser ist es, nicht zu kommen und Sohn des Gesetzes zu bleiben wie bisher, als mich und den, der mich gesandt hat, zu verraten.

Wehe denen, die gesagt haben: „Ich komme“, und dann Christus schaden, weil sie die christliche Lehre verraten, die den Kleinen und den Guten Ärgernis geben! Wehe ihnen! Dennoch wird es sie geben, und immer wird es sie geben!

Macht es daher wie der Mensch, der einen Turm bauen will. Zuerst berechnet er genau die Kosten und zählt sein Geld, um zu sehen, ob er genügend hat, um ihn fertigzustellen; damit er, wenn die Grundmauern einmal beendet sind, nicht die Arbeit einstellen muß, weil kein Geld mehr da ist. In diesem Fall würde er auch das verlieren, was er zuvor hatte, ohne Turm und ohne Geld bleiben und sich noch dazu den Spott der Menschen zuziehen, die sagen würden: „Dieser hier hat zu bauen angefangen, ohne fertigbauen zu können. Nun kann er sich den Bauch mit den Ruinen seines unvollendeten Bauwerkes füllen.“

Macht es auch wie die irdischen Könige und zieht aus den nichtigen Ereignissen dieser Welt eine übernatürliche Lehre. Wenn ein König Krieg gegen einen anderen König führen will, überlegt er alles, das Für und Wider, ruhig und sorgfältig. Er berechnet, ob der Nutzen, den er von der Eroberung hat, das Lebensopfer seiner Untergebenen wert ist. Er prüft, ob seine Streitkräfte, die zwar tapfer, aber auch geringer an Zahl als die des Gegners sind, einen Ort erobern können; und wenn ein König sich eingestehen muß, dass es unwahrscheinlich ist, dass zehntausend Mann zwanzigtausend besiegen, wird er, bevor er es zum Krieg kommen läßt, dem Gegner eine Gesandtschaft mit reichen Geschenken schicken, um ihn zu besänftigen und den Verdacht zu beseitigen, den er durch seine Kriegsvorbereitungen erweckt hat. Er wird ihn mit Freundschaftsbezeugungen entwaffnen und einen Friedensvertrag mit ihm abschliessen, der tatsächlich immer noch vorteilhafter ist als Krieg, sowohl in menschlicher als auch in geistiger Hinsicht.

So müßt auch ihr es machen, bevor ihr ein neues Leben beginnt und der Welt entgegentretet. Denn dies ist die Aufgabe meiner Jünger: aufzutreten gegen die stürmischen und wilden Strömungen der Welt, des Fleisches und Satans. Wenn es euch an Mut fehlt, aus Liebe zu mir auf alles zu verzichten, dann kommt nicht zu mir, denn ihr könnt nicht meine Jünger sein.“

Auszug aus “Der Gottmensch“, Band V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Das Passahmahl

29/03/2010

Jesus setzt sich. Er streckt sich nicht aus, sondern setzt sich so wie wir und sagt: „Nun, da der alte Ritus beendet ist, feiere ich den neuen Ritus. Ich habe euch ein Wunder der Liebe versprochen. Nun ist die Stunde, es zu wirken. Deshalb habe ich dieses Passahfest herbeigesehnt. Von nun an ist dies die Opfergabe, die in einem ewigen Ritus der Liebe dargebracht wird. Ich habe euch mein ganzes irdisches Leben lang geliebt, meine Freunde. Ich habe euch seit aller Ewigkeit geliebt, meine Kinder. Ich will euch lieben bis ans Ende der Welt. Es gibt nichts Größeres als dies. Denkt daran. Ich gehe von euch. Doch durch das Wunder, das ich nun wirke, werden wir für immer vereint bleiben.“

Jesus nimmt ein noch ganzes Brot und legt es auf den vollen Kelch. Er segnet und opfert beides, bricht dann das Brot in dreizehn Stücke, gibt jedem Apostel eines und sagt: „Nehmet und esset. Das ist mein Leib. Tut dies zu meinem Gedächtnis, denn ich verlasse euch.“

Dann reicht er ihnen den Kelch und sagt: „Nehmet und trinket. Das ist mein Blut. Das ist der Kelch des neuen Bundes in meinem Blut und durch mein Blut, das für euch zur Vergebung eurer Sünden vergossen wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis.“

Jesus ist todtraurig. Jegliche Spur eines Lächelns, aller Glanz und alle Farbe sind aus seinem Gesicht gewichen. Es ist schon von Todesangst gezeichnet. Die Apostel betrachten ihn bange.

Juan de Juanes: Das letzte Abendmahl

Jesus erhebt sich und sagt: „Bleibt sitzen. Ich komme sofort zurück.“ Er nimmt das dreizehnte Brotstückchen und den Kelch und verlässt den Saal.

„Er geht zur Mutter“, flüstert Johannes. Judas Thaddäus seufzt: „Arme Frau!“ Petrus fragt leise: „Glaubst du, sie weiß es?“ „Sie weiß alles. Sie hat immer alles gewusst.“ Alle sprechen sie so leise, als ob ein Toter im Raum wäre.

„Aber glaubt ihr, dass er wirklich…“ fragt Thomas, der es immer noch nicht fassen kann.

„Du zweifelst noch daran? Es ist seine Stunde“, antwortet ihm Jakobus des Zebedäus.

„Gott möge uns die Kraft geben, ihm treu zu bleiben“, sagt der Zelote.

„Oh, ich…“ will Petrus eben sagen. Aber Johannes, der achtgibt, sagt: „Pst! Er kommt.“

Jesus kommt wieder herein. Er hat den leeren Kelch in der Hand. Auf seinem Grund ist noch eine Spur von Wein zurückgeblieben und im Schein der Lampe sieht er wirklich wie Blut aus.

Judas Iskariot, der den Kelch vor sich hat, schaut ihn wie gebannt an und wendet dann den Blick ab. Jesus bemerkt es, und ein Schauer läuft über seinen Körper, den Johannes, der sich wieder an seine Brust gelehnt hat, spürt. „Aber, du zitterst ja…“ ruft er aus.

„Nein, ich zittere nicht im Fieber… Ich habe euch alles gesagt und alles gegeben. Mehr konnte ich euch nicht geben. Mich selbst habe ich euch gegeben.“

Er macht die sanfte Bewegung seiner Hände, bei der er sie zuerst faltet, dann öffnet und etwas ausstreckt, während er das Haupt senkt, als wollte er sagen: „Verzeiht, wenn ich nicht mehr kann. So ist es.“

„Alles habe ich euch gesagt, und alles habe ich euch gegeben. Ich wiederhole euch, der neue Ritus ist erfüllt. Tut dies zu meinem Gedächtnis. Ich habe euch die Füße gewaschen, um euch zu lehren, rein und demütig zu sein, wie euer Meister. Denn wahrlich, ich sage euch, wie der Meister ist, so sollen auch die Jünger sein. Denkt daran, denkt daran. Auch wenn ihr oben sein werdet, denkt daran. Kein Jünger ist mehr als der Meister. Wie ich euch gewaschen habe, so tut es auch gegenseitig. Das heißt, liebt einander wie Brüder, helft einander, achtet euch gegenseitig und gebt einander ein gutes Beispiel. Seid rein. Um würdig das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist, zu essen, damit ihr durch dieses Brot die Kraft erhaltet, meine Jünger zu sein in einer feindlichen Welt, die euch um meines Namens willen hassen wird. Aber einer von euch ist nicht rein. Einer von euch wird mich verraten. Daher ist meine Seele erschüttert… Die Hand meines Verräters ist mit mir auf dem Tisch, und weder meine Liebe, noch mein Fleisch und Blut, noch mein Wort können ihn ändern und zur Reue bewegen. Ich würde ihm verzeihen und auch für ihn in den Tod gehen.“

 

El Greco: Das letzte Abendmahl

Die Jünger sehen sich entsetzt an. Sie prüfen sich gegenseitig misstrauisch. Petrus durchbohrt Judas mit Blicken und erinnert sich an alle seine Zweifel. Judas Thaddäus springt auf die Füße und schaut Iskariot über Matthäus hinweg an.

Aber Judas gibt sich so sicher. Er sieht nun seinerseits Matthäus an, so als würde er ihn verdächtigen. Dann schaut er Jesus lächelnd an und fragt: „Bin ich es etwa?“ Es scheint, dass er seiner eigenen Redlichkeit am allersichersten ist und dies nur sagt, damit die Unterhaltung nicht ins Stocken gerät.

Jesus wiederholt seine Geste von zuvor und sagt: „Du sagst es, Judas des Simon. Nicht ich. Du sagst es. Ich habe dich nicht genannt. Warum klagst du dich an? Frage deinen inneren Warner, dein Gewissen als Mensch, das Gott der Vater dir gegeben hat, damit du dich wie ein Mensch benimmst, und höre, ob es dich anklagt. Du wirst es vor allen anderen wissen. Aber wenn es dich beruhigt, warum sagst du dann ein Wort und denkst an eine Tatsache, die auszusprechen oder zu denken selbst im Scherz schon Gotteslästerung ist?“

Jesus spricht ganz ruhig. Er scheint die aufgestellte These auszuführen, wie es etwa ein Gelehrter vor seinen Schülern tut. Die Aufregung ist groß. Doch durch die Ruhe Jesu legt sie sich.

Aber Petrus, der Judas am meißten misstraut – vielleicht Thaddäus ebenso, obwohl es weniger den Anschein hat, denn die Frechheit des Iskariot ist entwaffnend – zieht Johannes, der sich an Jesus geschmiegt hat, als von Verrat die Rede war, am Ärmel. Und als Johannes sich umdreht, flüstert er ihm zu: „Frage ihn, wer es ist.“

Johannes nimmt seine vorige Stellung wieder ein, hebt nur leicht das Haupt, als wolle er Jesus küssen, und flüstert ihm dabei ins Ohr: „Meister, wer ist es?“

Jesus antwortet ganz leise und küsst Johannes auf den Scheitel: „Der ist es, dem ich den Bissen Brot eintauchen und reichen werde.“

Er nimmt noch ein ganzes Brot, nicht den Rest des für die Eucharistie verwendeten, und bricht einen großen Bissen ab, taucht ihn in den Saft des Lammes in der Schüssel, streckt seinen Arm über den Tisch und sagt: „Nimm Judas. Du magst dies gern.“

„Danke, Meister. Ja, ich mag das gern.“ In Unkenntnis darüber, was dieser Bissen bedeutet, isst er ihn. Johannes schließt entsetzt die Augen, um das grässliche Lachen des Iskariot nicht sehen zu müssen, während dieser mit seinen kräftigen Zähnen in das anklagende Brot beißt.

Carl Bloch: Das letzte Abendmahl

 

„Gut. Nun, da du zufrieden bist, geh“, sagt Jesus zu Judas. „Alles ist hier (er betont dieses Wort ganz besonders) vollbracht. Was anderswo noch zu tun ist, das tue bald, Judas des Simon.“

„Ich gehorche dir sofort, Meister. Später treffe ich dich in Gethsemane. Du gehst doch dorthin, nicht wahr? Wie immer?“

„Ich gehe dorthin… wie immer… ja.“

„Was hast du zu tun?“ fragt Petrus? „Gehst du allein?“

„Ich bin doch kein Kind“, spöttelt Judas, der bereits seinen Mantel anlegt.

„Lass ihn gehen. Er und ich wissen, was zu tun ist“, sagt Jesus.

„Ja, Meister.“ Petrus schweigt. Vielleicht glaubt er, dass er mit seinem Verdacht gegen den Gefährten gesündigt hat. Er legt die Hand an die Stirn und denkt nach.

Jesus drückt Johannes ans Herz und flüstert ihm nochmals ins Haar: „Sage Petrus noch nichts. Es wäre ein unnötiges Ärgernis.“

„Leb wohl, Meister. Lebt wohl, Freunde.“ Judas verabschiedet sich.

„Leb wohl“, sagt Jesus.

Und Petrus: „Leb wohl, Junge.“

Johannes, das Haupt beinahe im Schoss Jesu, murmelt: „Satan!“ Jesus allein hört es und seufzt.

Auszug aus “Der Gottmensch”, Bd. XI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz:book@parvis.ch, www.parvis.ch