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11. Oktober 2012 – 24. November 2013: Jahr des Glaubens

11/10/2012

„Selig die, welche ihren Glauben nicht wandeln“

Heute beginnt es, das Jahr des Glaubens. Dazu veröffentlichen wir den nachstehenden Auszug aus einem Diktat Jesu an Maria Valtorta vom 26. August 1943, in dem er sich zum Glauben äußert:

Jesus sagt:

„Schönheit, Macht, Glaubenskraft sind Dinge, deren Fülle ihr erst im Himmel verstehen könnt. Selbst in den Seelen, die am stärksten vom Glauben durchdrungen sind, habt ihr hinieden nur einen blassen Abglanz davon. Aber dieser Abglanz genügt schon, um einem ganzen Leben Orientierung zu geben und es geraden Wegs zu Mir zu führen.

Ich spreche vom Glauben. Von dem wahren Glauben. Vom Glauben an Mich. Es gibt nur einen Gott, nur einen Christus, nur einen Glauben.

Dieser wahre Glaube, der dem Menschen als Erdbewohner als einzige Blüte in der Wüste der Verbannung des ersten Menschen und seiner Nachgeborenen erstanden ist, und sich in den Jahrhunderten vervollkommnet und mit Meinem Kommen als dem Siegel seiner Wahrheit und seiner Unleugbarkeit seine ganze Fülle erreicht hat, angefangen von dem Glauben der Patriarchen und Propheten, dieser Glaube, dessen Hüterin die Kirche ist, die Verwahrerin der Schätze des Göttlichen Wortes, ist nicht wandelbar, denn er teilt die Attribute seiner Unwandelbarkeit und seiner Vollkommenheit mit seinem göttlichen Schöpfer.

Betrachte es wohl. Was versicherte der Glaube den antiken Vätern? Mein Kommen; das war ein Akt so erhabener Liebe, der für sich allein genügt, um das Dasein Gottes, des Vaters des Menschengeschlechtes, zu bezeugen. Er stellte all denen, die im Herrn gestorben sind, das ewige Leben sicher und kündigte den Übertretern des göttlichen Gesetzes ewige Strafe an. Er bezeugte Unsere Eine und Dreieine Wesenheit. Er bezeugte die Existenz des Heiligen Geistes, von dem jedes übernatürliche geistliche Licht ausgeht.

Was versichert der Glaube schon 20 Jahrhunderte bis jetzt? Die selben Dinge. Habe Ich denn vielleicht den Glauben abgeändert? Nein. Ich habe ihn vielmehr bestätigt und die Felsenburg Meiner katholischen, apostolischen, römischen Kirche um ihn herum errichtet, in der die von Mir Selbst niedergelegte Wahrheit sich befindet.

Der Glaube ist und bleibt bis zum letzten Tag und bis zum letzten Menschen „dieser“. Es kann keinen anderen geben. Wenn ihr Mir sagt, dass die Welt sich doch entwickelt, so erwidere Ich euch, dass eine solche Entwicklung kein Hindernis für den Glauben ist, sondern euch vielmehr den Glauben erleichtern müßte.

Glauben heißt nicht, gutgläubig (leichtgläubig) sein. Glauben heißt, mit dem Licht des Verstandes das annehmen und begreifen, was euch von denen, die nie gelogen haben, gesagt wird: von den Heiligen Gottes, angefangen von den Patriarchen; Glauben heißt, im Licht der Gnade, die Ich euch voll und überreich gebracht habe, verstehen, was dem Verstand noch dunkel bleibt. Glauben heißt vor allem Lieben. Die Gutgläubigkeit ist töricht. Das Glauben ist hingegen heilig, weil es bedeutet, den Geheimnissen des Herrn gegenüber einen gehorsamen Geist zu besitzen. 

Selig die, welche ihren Glauben nicht wandeln. Selig die, welche dem Herrn treu bleiben. Der Glaube ist Licht über Licht in einem Dasein. Die Dinge, alle Dinge: seien sie übernatürlich oder natürlich, enthüllen sich in einem Licht der Wahrheit, das den Ungläubigen unbekannt ist, und die Seele steigt zu Höhen der Liebe, der Verehrung, des Friedens, der Sicherheit auf.

Nein, mit menschlichem Wort läßt sich nicht beschreiben, was der Glaube in einem Herzen ist. Und die, welche glauben, können auch ihrerseits nicht verstehen, welch ein Abgrund an Schrecken, an Finsternis, an Verneinung ein glaubensloses Herz ist.

Aber richte niemals über deine unglücklichen ungläubigen Brüder und Schwestern. Glaube auch für sie mit. Um Sühne für ihre Verneinungen zu leisten. Ich allein richte. Ich allein verdamme. Ich allein belohne. Und Ich allein weiß, wie sehr Ich nur belohnen möchte, weil Ich euch liebe. Ich liebe euch bis zu dem Grade, dass Ich, um euch zu retten, für euch gestorben bin, für euch alle. Und ihr könnt Mir keine größere Freude machen, als eure Seele zu retten: sie durch Mich retten zu lassen. Aber ihr könnt Mir keinen größeren Schmerz bereiten, als eure Seele willentlich verloren gehen zu lassen, indem ihr Mein Geschenk der Rettung abweist.

Nun stelle dir vor, Meine Maria, welch einen Schmerz dein Jesus empfindet. Dein Jesus, der die Seelen wie von einem Feuerwind verbrannte Blumen zu Grunde gehen sieht, einem Wind, der von Tag zu Tag sein zerstörerisches Werk beschleunigt. Ich sage dir in Wahrheit, dass dies schmerzlicher als die barbarische Geißelung ist.

Dein Jesus weint, Maria. Lass uns zusammen über die armen Seelen, die sterben wollen, weinen. Auch, wenn unser Weinen sie nicht retten wird, so bleibt doch immerhin dein Weinen als Trost für deinen Jesus, und für diesen Trost sollst du gesegnet sein.“

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

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Die Erweckung der Tochter des Jairus

30/06/2012

zum Evangelium vom 1. Juli 2012: Markus 5,21-43

(…) Jesus betrachtet sie [Anm: die geheilte Frau, die ihm gerade gestanden hat, heimlich sein Gewand berührt zu haben und nun geheilt zu sein] mit unendlicher Güte. Er lächelt ihr zu und sagt zu ihr: „Geh in Frieden, Tochter! Dein Glaube hat dir geholfen! Sei für immer geheilt. Sei gut und glücklich. Geh!“

Während er noch spricht, kommt ein Mann herbei, anscheinend ein Knecht, der sich an den Vater wendet. Dieser ist die ganze Zeit in einer ehrfürchtigen Erwartung neben Jesus gewandelt, obgleich er ein gequältes Gesicht hat, als stände er auf heissen Kohlen. „Deine Tochter ist tot. Es ist zwecklos, weiterhin den Meister zu belästigen. Sie hat den Geist aufgegeben, und die Frauen halten schon die Totenklage. Die Mutter lässt dir dies sagen und dich bitten, sofort zu kommen.“

Der arme Vater schluchzt laut. Er führt seine Hände zur Stirne, drückt sich die Augen zu und krümmt sich, wie von einem Hieb getroffen.

Jesus, der aufmerksam mit der Frau gesprochen hat und anderes zu sehen und zu hören scheint, dreht sich jetzt um, legt seine Hand auf die gebeugten Schultern des armen Vaters und sagt: „Mann, ich habe es dir doch gesagt, habe Glauben! Ich wiederhole, habe Glauben! Hab keine Angst, dein Kind wird leben. Gehen wir zu ihm.“ Und er geht weiter und drückt den vernichteten Mann an sich. Die Menge bleibt vor diesem Schmerz und der bereits erfolgten Heilung erschrocken stehen, teilt sich, lässt Jesus und die Seinen ungehindert durch und folgt wie Kielwasser der Gnade, die vorausgeht.

Sie gehen etwa hundert Meter, vielleicht auch mehr – ich kann es nicht gut schätzen -, und kommen immer näher zur Stadtmitte. Eine große Menge hat sich vor einem bürgerlichen Haus versammelt. Mit lauten Stimmen wird der Todesfall im Haus beklagt und auf die lauten Rufe geantwortet, die aus der weitgeöffneten Tür kommen. Es sind schrille, auf einer Höhe bleibende Töne, und sie scheinen von einer beherrschenden Stimme vorgetragen und von einer Gruppe schwacher und einer Gruppe stärkerer Stimmen beantwortet zu werden. Ein Lärm, der auch Gesunde umzubringen imstande ist.

Jesus gibt den Seinen die Weisung, vor dem Ausgang stehenzubleiben, und ruft Petrus, Jakobus und Johannes zu sich. Mit ihnen geht er in das Haus, den weinenden Vater immer noch am Arm festhaltend.

Es scheint, dass er ihm die Gewissheit geben will, dass er da ist, und ihn glücklich machen möchte mit dieser Umklammerung. Die Klagenden (ich würde sie eher die Heulenden nennen) verdoppeln ihr Geschrei beim Anblick des Hausvaters und des Meisters. Sie klatschen in die Hände, hauen auf die Pauken, schlagen an die Triangeln, und auf diese… Musik stützen sie ihr Gejammer.

„Schweigt!“ sagt Jesus. „Hier ist kein Grund zum Weinen. Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur!“

Die Frauen stoßen noch stärkere Schreie aus, und einige wälzen sich auf der Erde, zerkratzen sich, reißen sich die Haare aus (oder besser gesagt, tun so als ob…), um zu beweisen, dass die Tochter wirklich tot ist. Die Musikanten und die Freunde schütteln den Kopf über die Illusion Jesu. Aber er wiederholt: „Schweigt“, und zwar in einem so energischen Ton, dass der Lärm zwar nicht aufhört, doch sehr abnimmt. Dann schreitet er weiter vorwärts.

Er betritt eine kleine Kammer. Auf dem Lager liegt ein totes Mädchen ausgestreckt. Mager und totenbleich liegt es mit sorgfältig geordneten Haaren da. Die Mutter steht weinend auf der rechten Seite des Bettes und hält die wächserne Hand der Toten. Jesus!… Oh, wie schön ist er jetzt! So habe ich ihn selten gesehen! Jesus nähert sich eilig. Es scheint, als schwebe er über dem Boden, so schnell eilt er auf das Bettlein zu.

Die drei Apostel stehen an der Türe und schließen sie vor den Augen der Neugierigen. Der Vater bleibt am Fußende des Bettes stehen.

Jesus geht auf die linke Seite des Lagers, streckt seine linke Hand aus und erfasst damit das leblose Händchen des Kindes. Die linke Hand. Ich habe es gut gesehen. Es ist sowohl die linke Hand Jesu als auch die linke Hand des Kindes. Er hebt den rechten Arm und bringt die geöffnete Hand bis zur Schulterhöhe. Schliesslich senkt er sie, mit einer Geste, die einem Schwur oder einem Befehl entsprechen könnte. Er sagt: „Mädchen, ich sage dir, steh auf!“

Für einen Augenblick sind alle, mit Ausnahme Jesu und des Mädchens, überrascht. Die Apostel recken die Hälse, um besser sehen zu können. Der Vater und die Mutter schauen mit traurigen Augen auf ihr Kind. Nur einen Augenblick. Dann hebt ein Atemzug die Brust der kleinen Toten. Eine leichte Röte breitet sich über das wachsbleiche Gesicht; die Totenblässe schwindet. Ein schwaches Lächeln spielt auf den noch bleichen Lippen, bevor die Augen sich öffnen, als ob das Kind etwas Schönes träumte. Jesus hält seine Hand immer noch in der seinen. Das Kind öffnet langsam die Augen und schaut umher, als ob es soeben erwacht wäre. Zuerst sieht es das Antlitz Jesu, der es mit seinen strahlenden Augen anblickt und ihm ermutigend zulächelt, worauf das Kind ebenfalls lächelt.

„Steh auf!“ wiederholt Jesus, und er schiebt mit seiner Hand die auf dem Bett ausgebreiteten Leichengeschenke zur Seite (Blumen, Schleier usw.) und hilft dem Mädchen beim Herabsteigen und bei den ersten Schritten; er hält es weiterhin an der Hand.

„Gebt ihm jetzt zu essen!“ befiehlt er. „Es ist geheilt. Gott hat es euch zurückgegeben. Dankt ihm dafür! Und sagt niemandem, was vorgefallen ist. Ihr wisst, was mit ihr geschehen war. Ihr habt geglaubt und damit das Wunder verdient. Die anderen hatten keinen Glauben; es ist zwecklos, sie überzeugen zu wollen. Dem, der das Wunder leugnet, zeigt sich Gott nicht. Und du, Mädchen, sei brav! Lebt wohl! Der Friede sei mit diesem Haus!“ Und er geht hinaus, die Tür hinter sich schließend.

Die Vision ist zu Ende.

Ich will Ihnen sagen, welche beiden Stellen mich besonders erfreut haben: die eine, wo Jesus in der Menge die Frau sucht, die ihn berührt hat, und besonders die andere, wo er die Hand des Mädchens nimmt und diesem befiehlt aufzustehen. Friede und Sicherheit haben mich erfüllt. Es ist nicht möglich, dass ein Barmherziger und ein Mächtiger wie er nicht Mitleid mit uns hat und das Übel, das uns sterben lässt, nicht besiegt.

Jesus sagt im Augenblick nichts dazu, so wie er über viele Dinge nichts sagt. Er sieht, dass ich fast am Ende bin, und findet es nicht angebracht, dass es mir heute abend besser gehe. Sein Wille geschehe! Ich bin schon froh genug, dass ich seine Vision in mir habe.

Auszug aus “Der Gottmensch″ Bd. IV von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

„Der Himmel sah schön aus“

Das Wunder am gelähmten Kinde

Die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus

„Ich bin die Erlösung“

15/03/2012

zum Evangelium des 4. Fastensonntags 2012: Joh 3,14-21

„… Ich komme, um euch mit mir zu nehmen. Kommt! Wer an den Eingeborenen Sohn glaubt, wird nicht gerichtet. Er ist schon gerettet, denn der Sohn bittet den Vater und sagt: „Dieser liebt mich.“ Doch wer nicht glaubt, dem nützen heilige Werke nicht. Er ist schon gerichtet, denn er hat nicht an den Namen des Einen Sohnes Gottes geglaubt. Kennst du meinen Namen, Nikodemus?“

„Jesus.“

„Nein, Erlöser. Ich bin die Erlösung. Wer nicht an mich glaubt, lehnt sein Heil ab und ist von der Ewigen Gerechtigkeit gerichtet. Und das Urteil wird lauten: „Das Licht war dir gesandt worden, dir und der Welt, um für euch Rettung zu sein. Du und die anderen Menschen, ihr habt dem Licht die Finsternis vorgezogen, denn ihr habt die schlechten Werke, die euch zur Gewohnheit geworden sind, den guten vorgezogen. Er hat euch diese gezeigt, damit ihr heilig werdet. Ihr habt das Licht gehasst, denn die Übeltäter lieben die Finsternis für ihre Verbrechen, und ihr seid dem Lichte entflohen, damit es eure verborgenen Wunden nicht beleuchte.“ Das gilt nicht für dich, Nikodemus. Das ist die Wahrheit. Und die Strafe wird dem Urteil entsprechen, für den Einzelnen wie für die Gemeinschaft.

Was nun sie betrifft, die mich lieben und die die Wahrheiten, die ich lehre, in die Tat umsetzen und so zum zweiten Mal im Geist geboren werden – das ist die echtere Geburt -, sage ich dir, dass sie das Licht nicht scheuen, sondern sich ihm nähern, damit ihr Licht das Licht vermehre, von dem sie erleuchtet worden sind, in einer gegenseitigen Verherrlichung, die Gott in seinen Kindern und die Kinder im Vater beglückt.

Nein, die Kinder des Lichtes fürchten nicht, erleuchtet zu werden. Sie sagen vielmehr in ihrem Herzen und durch ihre Werke: „Nicht ich, sondern Er, der Vater, Er, der Sohn, und Er, der Heilige Geist, haben in mir das Gute vollbracht! Ihnen sei Ehre in Ewigkeit.“

Und vom Himmel antwortet der ewige Hymnus der Drei Personen, die sich in vollkommener Einheit lieben: „Du seist gesegnet in Ewigkeit, wahrer Sohn unseres Willens.“ Johannes, denke an diese Worte, wenn es an der Zeit sein wird, sie niederzuschreiben…

Nikodemus, bist du nun überzeugt?“

„Ja, Meister. Wann kann ich dich wieder sprechen?“

„Lazarus wird wissen, wohin er dich führen kann. Ich werde zu ihm gehen, bevor ich mich von hier entferne.“

„Ich gehe, Meister. Segne deinen Diener!“

„Mein Friede sei mit dir!“

Nikodemus geht mit Johannes hinaus.

Auszug aus “Der Gottmensch“, Bd. II von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Steh auf, nimm dein Bett und geh!“

19/02/2012

zum Sonntagsevangelium v. 19. Februar 2012: Markus 2,1-12

(…) 

„Meister“, ruft Petrus von der anderen Seite, „hier sind die Kranken. Zwei können warten, bis du hinausgehst; aber hier ist einer eingekeilt in der Menge und hält nicht mehr stand. Wir können nicht durchkommen. Soll ich ihn fortschicken?“

„Nein, lass ihn durch das Dach herab.“

„Gut gesagt; wir werden es sofort tun.“

Man hört auf dem niederen Dach über dem Saale herumtrampeln. Da dieser Raum nicht zum eigentlichen Wohnhause gehört, hat er keine zementierte Terrasse, sondern ist nur mit schieferähnlichen Platten bedeckt. Es entsteht nun eine Öffnung, und mittels Seilen wird die Bahre mit dem Kranken hinuntergelassen. Sie wird direkt vor Jesus niedergestellt. Die Menschen drängen sich näher, um besser zu sehen.

„Du hast einen großen Glauben gehabt, wie auch jene, die dich hierhergebracht haben.“

„O Jesus, wie sollten wir nicht an dich glauben?“

„Nun wohl, so sage ich dir, Sohn (der Mann ist noch jung), alle deine Sünden sind dir vergeben.“

Der Mann schaut Jesus weinend an… vielleicht ist er enttäuscht, weil er auf eine leibliche Heilung hoffte. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten flüstern miteinander, rümpfen die Nase und verziehen Stirne und Mund mit Verachtung.

„Warum murrt ihr in euren Herzen mehr noch als mit den Lippen? Was ist nach eurer Meinung leichter, dem Gelähmten zu sagen: ‚die Sünden sind dir vergeben‘ oder ’steh auf, nimm dein Bett und geh‘? Ihr denkt, dass nur Gott Sünden vergeben kann. Doch ihr könnt nicht beantworten, was größer ist, weil der Mann da, dessen ganzer Körper krank ist, all sein Vermögen aufgewendet hat, ohne geheilt worden zu sein. Nur Gott kann ihn heilen. Nun, damit ihr wisst, dass ich alles vermag, damit ihr erkennt, dass der Menschensohn Macht über Leib und Seele, über Himmel und Erde hat, sage ich zu diesem Mann: ‚Steh auf, nimm dein Bett und geh! Geh nach Hause und sei heilig!‘ „

Den Mann erfasst ein Schütteln, er schreit auf, erhebt sich und wirft sich Jesus zu Füßen, küsst sie, weint und lacht gleichzeitig, und mit ihm die Angehörigen und die Menschenmenge, die nun einen Weg freigibt, um ihn wie im Triumph durchzulassen. Jubelnd folgt ihm das Volk, aber ohne die fünf Grollenden, die überheblich weggehen.

So kann nun die Mutter mit dem Säugling, der zum Skelett abgemagert ist, bis zu Jesus gelangen. Sie zeigt ihn ihm und sagt nur: „Jesus, du liebst sie, die Kinder. Du selbst hast es gesagt. Um dieser Liebe und um deiner Mutter willen…!“ und sie weint.

Jesus nimmt ihn, den sterbenden Säugling, drückt ihn an sein Herz und hält sein wächsernes Gesichtlein mit den violetten Lippen und den schon gesenkten Lidern an seinen Mund, einen Augenblick nur… und als er es von seinem blonden Bart wegnimmt, ist das Gesichtlein rosig, und das Mündlein umspielt ein seliges Lächeln; die Augen schauen lebhaft und neugierig um sich, und das Kind greift mit den zuvor verkrampften Händchen in die Haare und in den Bart Jesu, der dazu lacht.

„O mein Sohn!“ ruft die selige Mutter aus.

„Nimm es, Frau, sei glücklich und gut!“

Die Frau nimmt das Wiedergeborene und drückt es an ihre Brust, und das Kleine macht sofort seinen Anspruch auf Nahrung geltend; es sucht die Brust, enthüllt sie und trinkt, trinkt gierig und glücklich…

Jesus segnet und geht weiter, bis zur Schwelle, wo der Fieberkranke wartet.

„Meister, sei gut!“

„Auch du! Nütze deine wiedererlangten Kräfte in der Gerechtigkeit!“ Er streichelt ihn liebevoll und geht hinaus.

Am Ufer umgeben und preisen ihn viele, die ihm teils vorausgeeilt sind, teils nachfolgen und ihn bitten:

„Wir haben dich nicht hören können. Wir konnten nicht hineingelangen. Sprich auch zu uns!“

Jesus gibt ein bejahendes Zeichen, und da die Menge ihn fast erdrückt, steigt er in das Boot des Petrus. Auch das genügt nicht. Der Ansturm ist zu groß.

„Stoße das Boot ins Wasser und entferne es ein wenig vom Ufer!“

Die Vision ist hier zu Ende.

Auszug aus “Der Gottmensch“, Bd. II von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Der Aussätzige bei Chorazim wird geheilt

12/02/2012

zum Sonntagsevangelium v. 12.Februar 2012: Markus 1,40-45

(…)

„Bist du es, Abel?“

„Ich bin es.“

„Komm, der Meister erwartet dich hier unter dem Nußbaum!“

Der Aussätzige kriecht aus dem Graben und rutscht mühsam die Böschung hinauf bis zur Wiese. Jesus steht dort, mit dem Rücken an einen sehr hohen Nußbaum gelehnt, und erwartet ihn. 

„Meister, Messias, Heiliger, habe Erbarmen mit mir!“ ruft der Aussätzige aus und wirft sich im Grase Jesu zu Füßen. Das Gesicht noch auf dem Erdboden, ruft er noch einmal: „O mein Herr! Wenn du willst, kannst du mich rein machen!“ Dann richtet er sich auf und kniend hebt er dich knochendürren Arme mit den verkrüppelten Händen hoch und zeigt das verwüstete Gesicht… Die Tränen rinnen ihm über die Wangen und die wunden Lippen.

Jesus betrachtet ihn voller Erbarmen. Er betrachtet diese Menschenlarve, die zerstört ist durch die schreckliche Krankheit. Nur eine wahre Nächstenliebe erträgt ihre Nähe, so abstoßend und stinkend ist sie.

Doch siehe, Jesus streckt ihm eine schöne, gesunde Hand entgegen, seine rechte Hand, wie um den Armen zu streicheln.

Dieser jedoch wirft sich zurück auf die Fersen und schreit: „Berühre mich nicht! Habe Erbarmen mit dir!“

Doch Jesus macht einen Schritt vorwärts. Feierlich, voller Güte und Milde legt er seine Hand auf das vom Aussatz zerfressene Haupt und sagt mit ruhiger, liebevoller, doch auch machtvoller Stimme: „Ich will! Sei rein!“

Die Hand bleibt einige Augenblicke auf dem armen Haupt. „Steh auf, geh zum Priester und erfülle, was das Gesetz vorschreibt! Erzähle nicht, was ich dir getan habe. Bleibe nur gut! Sündige nie wieder! Ich segne dich.“

„O Herr! Abel! Du bist ganz gesund!“ ruft Samuel, der die Verwandlung des Freundes beobachtet hat, freudig aus.

„Ja, er ist gesund. Durch seinen Glauben hat er es verdient. Lebe wohl! Der Friede sei mit dir!“

„Meister! Meister! Meister! Ich gehe nicht weg von dir! Ich kann mich nicht von dir trennen!“

„Tue, was das Gesetz vorschreibt! Dann sehen wir uns wieder. Zum zweiten Mal komme mein Segen über dich!“

Jesus geht und gibt Samuel ein Zeichen, dass er bleiben soll. Die beiden Freunde weinen vor Freude, während sie im Mondschein zum letzten Mal in die Unglückshöhle zurückkehren. 

Die Vision endet hier.

Auszug aus “Der Gottmensch“, Bd. II von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Die klugen und die törichten Jungfrauen

05/11/2011

zum Sonntagsevangelium vom 6. November 2011: Mt 25,1-13

„… Die fünf Törichten gingen weinend mit den nun nutzlosen Lampen, den zerknitterten Kleidern, den zerrissenen Schleiern und den aufgelösten oder verlorenen Blumenkränzen auf der finsteren Straße fort.

Und nun hört die im Gleichnis enthaltene Lehre! Ich habe euch anfangs gesagt, dass das Himmelreich das Haus der Vereinigung der Seelen mit Gott ist. Zur himmlischen Hochzeit sind alle Gläubigen geladen, denn Gott liebt alle seine Kinder. Die einen finden sich früher, die anderen später zur Hochzeit ein, und wer dort ankommt hat großes Glück.

Nun hört weiter! Ihr wisst, wie die Mädchen es als Ehre und Glück betrachten, als Mägde der Braut eingeladen zu werden. Wir wollen in unserem Fall die Rollen verteilen, so werdet ihr besser begreifen. Der Bräutigam ist Gott. Die Braut ist die Seele eines Gerechten, die die Zeit der Verlobung im Haus des Vaters, also in dessen Fürsorge und im Gehorsam zu ihm und zur Lehre Gottes, in Gerechtigkeit verbracht hat und nun zur Hochzeit in das Haus des Bräutigams gebracht wird. Die Jungfrauen sind die Seelen der Gläubigen, die dem Beispiel der Braut folgend versuchen, zur selben Ehre zu gelangen, indem sie nach Heiligkeit streben; denn die Tatsache, dass der Bräutigam die Frau wegen ihrer Tugenden gewählt hat, ist ein Zeichen dafür, dass sie ein lebendes Beispiel der Heiligkeit war. Diese Seelen haben ein weisses, reines und frisches Gewand, weisse Schleier und sind mit Blumenkränzen gekrönt. Sie haben brennende Lampen in den Händen. Die Lampen sind gereinigt, der Docht vom feinsten Öl getränkt, damit es nicht übel riecht.

Im weissen Gewand. Die beharrlich geübte Gerechtigkeit verleiht ein weisses Gewand, und bald kommt der Tag, an dem es herrlich sein wird, ohne den leisesten Schimmer eines Makels, mit einem übernatürlichen Glanz und einer engelhaften Reinheit.

In einem reinen Gewand. Es ist nötig, durch die Demut das Kleid immer rein zu halten. Sehr leicht kann die Reinheit des Herzens getrübt werden. Und wer nicht reinen Herzens ist, kann Gott nicht sehen. Die Demut ist wie Wasser, das wäscht. Da sein Auge nicht vom Rauch des Stolzes getrübt ist, wird der Demütige sich sofort bewusst, wenn sein Gewand beschmutzt wird; er eilt zu seinem Herrn und sagt: „Ich habe mein Herz der Reinheit beraubt. Ich weine, um mich zu reinigen; ich weine zu deinen Füßen. Und du, meine Sonne, mache mit deinem gütigen Verzeihen, mit deiner väterlichen Liebe, mein Herz wieder weiss.“

In frischem Gewand. Oh, die Frische des Herzens! Die Kinder haben sie als Gabe Gottes. Die Gerechten haben sie als Gabe Gottes und durch eigenen Willen. Die Heiligen haben diese Frische als Gabe Gottes und aus eigenem, zum Heroismus gesteigerten Willen. Aber die Sünder mit ihrer zerlumpten, angesengten, vergifteten und beschmutzten Seele; werden sie nie mehr ein reines Gewand haben können? Oh doch, sie können es haben! Sie beginnen es wiederzubekommen in dem Augenblick, da sie sich mit Abscheu betrachten, und es wird um so weisser, je mehr sie sich bemühen, ihr Leben zu ändern. Sie vervollkommnen es, wenn sie sich mit der Buße reinigen und entgiften und ihre arme Seele wieder aufrichten, immer betend um die Hilfe Gottes, der seinen Beistand nie denen versagt, die darum bitten, und auch mit dem eigenen Willen, der zum Heroismus gelangen muss; denn sie haben es nicht nur nötig, das zu hüten, was sie haben, sondern sie müssen wiederaufbauen, was sie abgebrochen haben, also doppelte, dreifache, siebenfache Mühe aufwenden. Schließlich müssen sie mit unermüdlichen, unerbittlichen Bußübungen des eigenen Ich, das gesündigt hat, ihre Seele zu einer neuen Frische der Kindheit führen, die wertvoll wird durch die Erfahrung und sie zu Lehrern macht für die anderen, die Sünder sind, wie sie selbst es zuvor gewesen sind.

Die weissen Schleier. Die Demut! Ich habe gesagt: „Wenn ihr betet oder Buße tut, dann macht es so, dass die Welt nichts davon bemerkt.“ In den Büchern der Weisheit steht geschrieben: „Es ist nicht gut, das Geheimnis des Königs zu enthüllen.“ Die Demut ist der weisse Schleier, der als Schutz über das Gute, das man tut, und über das Gute, das Gott gewährt, ausgebreitet wird. Kein Rühmen für das Privileg der Liebe, die Gott gewährt; kein törichter menschlicher Ruhm! Die Gabe würde sofort entzogen. Vielmehr innerlicher Lobgesang des Herzens für seinen Gott: „Hochpreise meine Seele den Herrn, denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd gesehen.“ „

Jesus macht eine kurze Pause und wirft einen Blick auf seine Mutter, die sich fester in ihren Schleier hüllt und sich tief beugt, als wolle sie die Haare des Kindes, das zu ihren Füßen sitzt, in Ordnung bringen, in Wirklichkeit jedoch, um zu verbergen, wie tief die Erinnerung sie bewegt…

„Mit Blumen gekrönt. Die Seele muss sich schmücken mit Girlanden täglicher Tugendhaftigkeit, denn vor dem Antlitz des Allerhöchsten kann Fehlerhaftes nicht bestehen; man darf nicht nachlässig werden. Täglich, habe ich gesagt! Denn die Seele weiss nicht, wann Gott-Bräutigam erscheint, um zu sagen: „Komm!“ Daher darf sie nie müde werden, den Kranz zu erneuern. Habt keine Angst, wenn die Blumen verwelken. Die Blumen der Tugendhaftigkeit welken nicht. Der Engel Gottes, den jeder Mensch an seiner Seite hat, sammelt diese täglichen Kränze und trägt sie in den Himmel. Dort zieren sie den Thron des neuen Seligen, wenn er als Braut in den Hochzeitssaal eintritt. 

Ihre Lampen brennen. Um den Bräutigam zu ehren und für sich selbst den Weg zu beleuchten. Wie strahlend ist der Glaube und welch ein holder Freund ist er! Er ist wie eine strahlende Flamme, wie ein Stern, eine lachende Flamme, sicher ihrer Gewissheit; eine Flamme, die auch das Gefäß, das sie trägt, leuchten lässt. Auch der menschliche Körper, der vom Glauben genährt wird, scheint schon auf dieser Erde strahlender, vergeistigter und immun gegen heftige Leidenschaften; denn wer glaubt, richtet sich nach den Worten und Geboten Gottes, um Gott, sein Ziel, zu besitzen; er flieht daher alles Verderbliche und kennt keine Unruhe, Ängste und Selbstvorwürfe. Er braucht sich nicht anzustrengen, um sich seiner Lügen zu erinnern oder seine bösen Taten zu verbergen, und er bleibt schön und jung in der schönen Unberührtheit des Heiligen. Ein Fleisch und ein Blut, ein Geist und ein Herz, gereinigt von aller Unzucht, um das Öl des Glaubens zu bewahren und rauchfreies Licht zu spenden. Ein beständiger Wille, stets dieses Licht zu nähren. Das tägliche Leben mit seinen Enttäuschungen, Feststellungen, Berührungen, Versuchungen und Angriffen führt nicht zur Verminderung des Glaubens. Das darf nicht geschehen! Geht täglich zu den Quellen des sanften Öles, des weisen Öles, des göttlichen Öles.

Die wenig genährte Lampe kann vom leisesten Windhauch und den schweren Regentropfen der Nacht ausgelöscht werden. Die Nacht, die Stunde der Finsternis, der Sünde, der Versuchung, kommt für alle. Es ist die Nacht der Seele. Aber wenn diese voller Glauben ist, kann die Flamme nicht vom Wind der Welt und vom Nebel der Sinnlichkeit gelöscht werden.

Wachsamkeit, Wachsamkeit, Wachsamkeit! Wer unklug ist, vertraut unklugerweise und sagt: „Oh, Gott kommt rechtzeitig, solange noch Licht in mir ist.“ Wer schläft statt zu wachen; wer weiterschläft, ohne sich beim ersten Ruf sofort zu erheben; wer sich auf den letzten Augenblick verlässt, um sich das Öl des Glaubens oder den starken Docht des guten Willens zu verschaffen, lebt in der Gefahr, draussen bleiben zu müssen, wenn der Bräutigam kommt. Wacht also mit Klugheit, Ausdauer, Reinheit und Vertrauen, um immer bereit zu sein, wenn Gott euch ruft, denn ihr wisst wirklich nicht, wann er kommen wird.

Meine lieben Jünger, ich will nicht, dass ihr vor Gott zittert; vielmehr sollt ihr Vertrauen in seine Güte haben. Sowohl ihr, die ihr bleibt, als auch ihr, die ihr nun geht, denkt alle daran, dass ihr, wenn ihr es wie die klugen Jungfrauen macht, gerufen werdet, nicht nur um dem Bräutigam das Geleit zu geben, sondern wie die junge Esther, die anstelle Waschtis Königin wurde, auserwählte Bräute zu sein, da der Bräutigam in euch jede Anmut und Gunst vor jeder anderen gefunden hat. Ich segne euch, die ihr gehen müsst. Tragt in euch und zu den Gefährten dieses mein Wort. Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch!“

Jesus nähert sich den Landarbeitern, um sie noch einmal zu grüßen, aber Johannes von Endor flüstert im zu: „Meister, Judas ist da…“

„Das ist gleichgültig! Begleite sie zum Wagen und tue, was ich dir aufgetragen habe.“

Die Versammlung löst sich langsam auf. Viele reden noch mit Lazarus, und dieser wendet sich an Jesus, lässt die Leute stehen und sagt: „Meister, bevor du uns verlässt, sprich noch einmal zu uns. Die Leute von Bethanien wünschen es.“

„Der Abend sinkt hernieder. Er ist friedlich und klar. Wenn ihr euch auf dem gemähten Heu versammeln wollt, will ich noch einmal sprechen, bevor ich diesen freundlichen Ort verlasse. Oder sonst morgen, bei Sonnenaufgang, denn es ist schon spät.“

„Später! Aber diesen Abend!“ schreien alle.

„Wie ihr wollt. Geht nun! Zur Mitte der ersten Nachtwache werde ich zu euch reden…“

Auszug aus “Der Gottmensch“ Band IV von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Siebenundsiebzigmal verzeihen

10/09/2011

zum Sonntagsevangelium vom 11. Sept. 2011: Mt 18,21-35

„… So wird auch mein Vater mit euch verfahren, wenn ihr unbarmherzig gegen die Brüder seid; denn nachdem ihr so viel von Gott erhalten habt, seid ihr ihm mehr schuldig als ein einfacher Gläubiger. Bedenkt, dass ihr mehr als alle anderen die Pflicht habt, ohne Sünde zu sein. Bedenkt, dass Gott euch eine große Summe vorstreckt, aber auch verlangt, dass ihr Rechenschaft darüber ablegt. Denkt daran, dass niemand mehr als ihr Liebe üben und verzeihen können muss. 


Seid keine Knechte, die viel für sich haben wollen, aber nichts denen abgeben, die sie darum bitten. Wie ihr tut, so wird auch euch getan werden. Und es wird von euch auch Rechenschaft gefordert über die Taten derjenigen, die durch euer Beispiel zum Guten oder zum Bösen angeleitet worden sind. Oh, wahrlich, wenn ihr andere heiligt, werdet ihr eine große Herrlichkeit im Himmel besitzen! Aber wenn ihr Verderber oder träge im Heiligen seid, werdet ihr hart bestraft werden.

Ich sage es euch noch einmal! Wenn einer von euch sich nicht bereit fühlt, Opfer seiner eigenen Mission zu sein, soll er weggehen, aber nicht gegen sie fehlen. Er lasse es weder an seiner eigenen Ausbildung noch an der der anderen fehlen, wo es sich um wahrhaft schwerwiegende Dinge handelt. Er muss sich Gott zum Freund machen, indem er in seinem Herzen immer Vergebung für die Schwachen hegt. Denn seht, jeder, der dem Nächsten zu verzeihen weiss, wird auch von seinem Vater Verzeihung erlangen. …“

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Das neue Gesetz über die Beziehungen zum schuldigen Bruder

03/09/2011

zum Sonntagsevangelium am 4. September 2011: Mt 18,15-20

„… Und ich sage euch, dass Abneigung, Abkehr und Gleichgültigkeit schon Hass sind, und zwar aus dem einfachen Grund, weil sie nicht Liebe sind. Das Gegenteil von Liebe ist Hass. Könnt ihr der Abneigung einen anderen Namen geben? Der Abkehr von einem Menschen? Der Gleichgültigkeit? 

Wer liebt, empfindet Zuneigung zum Geliebten; wenn er ihm also abgeneigt ist, liebt er ihn nicht mehr. Wer liebt, bleibt ihm, auch wenn das Leben ihn räumlich vom Geliebten entfernt, geistig nah. Wer sich daher geistig von jemandem trennt, liebt ihn nicht mehr. Wer liebt, kennt keine Gleichgültigkeit gegen den Geliebten, sondern er interessiert sich für alles, was ihn betrifft. Wenn daher jemand einem anderen gegenüber gleichgültig wird, so ist dies ein Zeichen dafür, dass er keine Liebe mehr für ihn empfindet.

Ihr seht also, dass diese drei Dinge Äste eines einzigen Baumes sind: des Hasses. Was geschieht, sobald uns jemand, den wir lieben, beleidigt? In neunzig von hundert Fällen empfinden wir, wenn auch nicht gleich Hass, so doch Abneigung oder Gleichgütligkeit. Nein, handelt nicht so. Laßt euer Herz nicht erkalten in diesen drei Formen des Hasses. Liebt!

Aber ihr werdet euch fragen: „Wie können wir das?“ Ich antworte euch: „So wie Gott es kann, der auch den liebt, der ihn beleidigt. Eine schmerzliche, aber immer gute Liebe!“ Ihr fragt weiter: „Und wie sollen wir es machen?“ Ich gebe euch das neue Gesetz über die Beziehungen zum schuldigen Bruder und sage: „Wenn dein Bruder dich beleidigt, dann kränke ihn nicht durch öffentlichen Tadel, sondern gehe in deiner Liebe so weit, dass sie vor den Augen der Welt den Fehler verbirgt.“ Denn es wird dir als großes Verdienst in den Augen Gottes angerechnet, wenn du deinem Stolz jegliche Genugtuung vorenthälst.

Oh! Wie sehr gefällt es dem Menschen, andere wissen zu lassen, dass er beleidigt wurde und darunter leidet! Wie ein törichter Bettler geht er nicht zum König, um eine Goldmünze zu erbitten, sondern zu anderen törichten Bettlern, um sich eine Handvoll Asche, Schmutz und einen giftigen, brennenden Trunk zu erbetteln. Denn das gibt die Welt dem Beleidigten, der sich beklagt und um Trost bettelt. Gott, der König, aber gibt dem pures Gold, der nach einer Beleidigung ohne Groll zu seinen Füßen weint und von ihm, der Liebe und Weisheit ist, Kraft der Liebe und Unterweisung erbittet. Wenn ihr also getröstet werden wollt, dann geht zu Gott und handelt mit Liebe.

Ich sage euch und vervollständige damit das alte Gesetz: „Wenn dein Bruder gegen dich gefehlt hat, geh und versuche, ihn unter vier Augen auf seinen Fehler aufmerksam zu machen. Wenn er dich anhört, hast du deinen Bruder wiedergewonnen. Und gleichzeitig hast du viele Segnungen Gottes erworben. Wenn er dich aber nicht anhört, sondern zurückweist, und in seiner Schuld verharrt, dann hole…“

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Weiche von mir…!“

28/08/2011

zum Sonntagsevangelium am 28. August 2011: Mt 16,21-27

… Jesus, der sich etwas zu Petrus geneigt hat, um sein Geflüster anzuhören, richtet sich nun ernst auf, seine Augen funkeln verärgert, und er ruft so laut, dass alle hören können, was allen gilt: „Weiche von mir, der du in diesem Augenblick ein Satan bist und mir rätst, dem Vater im Himmel meinen Gehorsam zu verweigern! Um ihm zu gehorchen, bin ich gekommen, nicht um der Ehren willen! Du, der du mir zum Hochmut, zum Ungehorsam und zur lieblosen Härte rätst, versuchst, mich zum Bösen zu verführen. Geh, du bist mir ein Ärgernis! Du verstehst nicht, dass die Größe nicht in den Ehren, sondern im Opfer besteht, und dass es nichts bedeutet, in den Augen der Menschen ein Wurm zu sein, wenn Gott uns als Engel erachtet! Du törichter Mensch verstehst nicht, worin die Größe Gottes und die Weisheit Gottes bestehen, und siehst, urteilst, fühlst und sprichst aus dem, was des Menschen ist!“

Der arme Petrus, vernichtet von diesem strengen Tadel, entfernt sich beschämt und weint… und es sind nicht Tränen der Freude, wie vor einigen Tagen, sondern es ist das trostlose Weinen eines Menschen, der begreift, dass er Schuld auf sich geladen und den betrübt hat, den er liebt. Jesus lässt ihn weinen, löst die Riemen seiner Sandalen, hebt sein Gewand etwas hoch und watet durch den Bach. Die anderen machen es ihm schweigend nach. Niemand wagt, ein Wort zu sagen. Als letzter folgt Petrus, der vergeblich von Isaak und dem Zeloten getröstet wird. Andreas wendet sich mehr als einmal nach ihm um und flüstert Johannes, der sehr betrübt ist, etwas zu. Doch Johannes schüttelt nur den Kopf.

Da faßt Andreas Mut, eilt nach vorn und holt Jesus ein. Leise ruft er, mit einem merklichen Zittern in der Stimme: „Meister, Meister…!“

Jesus läßt ihn mehrmals rufen, und schließlich dreht er sich um und fragt streng: „Was willst du?“

„Meister, mein Bruder ist betrübt… Er weint…“

„Er hat es verdient!“

„Das ist wahr, Herr. Aber er ist doch nur ein Mensch… und kann nicht immer richtig reden.“

„In der Tat, heute hat er sehr schlecht geredet“, antwortet Jesus. Er ist schon weniger streng, und ein Anflug von Lächeln mildert das göttliche Auge.

Andreas faßt Mut und fährt mit seiner Fürsprache zugunsten seines Bruders fort: „Doch du bist gerecht und weißt, dass es die Liebe zu dir war, die ihn hat irren lassen…“

„Die Liebe muss Licht sein und nicht Finsternis. Er hat sie in Finsternis gewandelt und seinen Geist damit umhüllt.“

„Das ist wahr, Herr. Aber die Binden kann man entfernen, wenn man den Willen dazu hat. Es ist nicht dasselbe, wie wenn im Geist selbst Finsternis herrscht. Die Binden sind eine Hülle. Der Geist ist das Innere, der lebendige Kern… Das Innere meines Bruders ist gut.“

„Er soll also die Binden entfernen, mit denen er seinen Geist umhüllt hat.“

„Er wird es gewiss tun, Herr, und er tut es schon. Dreh dich um und schau, wie sein Gesicht entstellt ist vom Weinen, weil du ihn nicht tröstest. Warum bist du so streng mit ihm?“

„Weil er die Pflicht hat, der ‚Erste‘ zu sein, da ich ihm diese Ehre verliehen habe. Wer viel empfängt, muss auch viel geben…“

„Oh, Herr, das ist wahr. Aber erinnerst du dich nicht an Maria des Lazarus? An Johannes von Endor? An Aglaia? An die Schöne von Chorazim? An Levi? Diesen hast du alles gegeben, und sie haben dir noch nichts anderes gegeben als die Absicht, sich erlösen zu lassen… Herr…! Du hast mich erhört zugunsten der Schönen von Chorazim und der Aglaia. Willst du mich nicht für deinen und meinen Simon erhören, der aus Liebe zu dir gesündigt hat?“

Hl. Andreas

Jesus senkt seinen Blick zu dem Sanften, der eifrig und eindringlich für seinen Bruder bittet, so wie er es schweigend für Aglaia und die Schöne von Chorazim getan hat, und sein Antlitz erstrahlt. „Geh und rufe mir deinen Bruder und bringe ihn her zu mir!“ sagt er.

„Oh, danke, mein Herr! Ich gehe… „, und er eilt davon, behende wie eine Schwalbe.

„Komm, Simon! Der Meister grollt dir nicht mehr. Komm, er will dir etwas sagen.“

„Nein, nein. Ich schäme mich… Es ist noch nicht lange her, dass er mich getadelt hat… Er ruft mich, um mich noch einmal zu tadeln…“

„Wie schlecht du ihn kennst! Auf, komm! Meinst du, ich würde dir ein neues Leid antun? Wenn ich nicht sicher wäre, dass dich bei ihm eine Freude erwartet, würde ich nicht darauf bestehen. Komm!“

„Aber was soll ich ihm denn sagen?“ fragt Petrus und begibt sich etwas widerstrebend zu Jesus. Seine Menschlichkeit hält ihn zurück, jedoch sein Geist, der nicht ohne Willfährigkeit gegenüber Jesus und seiner Liebe sein kann, spornt ihn an.

„Was soll ich ihm sagen?“ fährt er fort zu fragen.

„Nichts! Zeig ihm dein Gesicht, das wird genügen“, ermuntert ihn der Bruder.

Alle Jünger, an denen die Brüder vorübergehen, schauen sie lächelnd an, denn sie verstehen, was vor sich geht.

Sie haben Jesus nun eingeholt, aber im letzten Augenblick bleibt Petrus stehen.

Andreas macht keine Geschichten mehr, und mit einem energischen Ruck, wie er es bei einem Boot tut, wenn er es ins Wasser schiebt, stößt er ihn vorwärts. Jesus bleibt stehen. Petrus erhebt sein Gesicht… Jesus senkt seinen Blick… Sie schauen einander an. Zwei dicke Tränen rollen über die geröteten Wangen des Petrus…

„Komm her, du großes, unbedachtes Kind, dass ich dir als Vater die Tränen trockne“, sagt Jesus, hebt seine Hand, auf der noch das Mal des Steinwurfs von Gischala sichtbar ist, und wischt mit seinen Fingern die beiden Tränen ab.

„O Herr, hast du mir verziehen?“ stottert Petrus zitternd, indem er die Hand Jesu in die seine nimmt und ihn mit Augen eines treuen Hündleins anschaut, das sich von seinem erzürnten Herrn verzeihen lassen will.

„Ich habe dich nie verurteilt…“

„Aber vorhin…“

„Habe ich dich geliebt! Es ist Liebe, nicht zu erlauben, dass die Verirrung des Gefühls und der Weisheit in dir Wurzel faßt. Du mußt in allem der erste sein, Simon Petrus!“

„Dann… dann… liebst du mich immer noch? Willst du mich wieder haben? Nicht, dass ich den ersten Platz haben will, weißt du? Mir genügt auch der letzte. Aber ich will bei dir sein, in deinen Diensten… und in deinem Dienste sterben, mein Herr und Gott!“

Jesus legt ihm den Arm um die Schultern und zieht ihn an seine Seite. Da bedeckt Simon, der die andere Hand Jesu noch nicht losgelassen hat, diese mit Küssen. Selig flüstert er: „Wie sehr habe ich gelitten…! Danke, Jesus!“

„Bedanke dich eher bei deinem Bruder, und wisse in Zukunft deine Last mit Gerechtigkeit und Heldenmut zu tragen. Wir wollen nun auf die anderen warten. Wo sind sie?“

Sie sind dort stehengeblieben, wo Petrus Jesus eingeholt hat, um dem Meister die Möglichkeit zu geben, mit seinem gedemütigten Apostel zu reden. Jesus winkt ihnen zu, dass sie herankommen sollen. …

Auszug aus “Der Gottmensch″ Band VI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Selig, selig, selig die, welche wahrhaftig an Mich zu glauben wissen. Immerdar.“

Bemüht euch um eine Approbation

02/08/2011

Der Herr sagt:

„Allzu viele Seelen haben im Glauben einfach deswegen kein Nest mehr, weil sie nichts wissen, weil sie Mich nicht kennen. Die armselige Erinnerung an einen Mensch-Gott, der an einem Kreuz gestorben ist, ist keine Kenntnis von mir. Kenntnis von mir haben, heißt: alle Formen der Evangelisation Christi, des Opfers Christi, der Liebe Christi, des Menschen und Gottes, zu kennen. Die Kirchen sind leer oder halb leer? Dann sollt ihr in die Häuser gehen! Steht doch auf, ihr Schläfer! Steht auf, ihr Zaghaften! Es ist keine Zeit zu schlafen. Muss Ich es denn sein, der euch Schlafenden zuruft, während das Boot Schiffbruch zu erleiden droht: „Steht auf, sonst geht ihr zu Grunde!“ Muss Ich es sein, der sagt: „Vermehrt euren Glauben!“ Das sei ferne! Schaut doch, wie viele zu Grunde gehen oder verführt werden, weil sie nur das vergiftete Brot der Häresien aller Art erhalten, oder von den Stimmen der falschen Apostel, die Diener des Tieres sind, betäubt werden. Helft dem göttlichen Meister, der Mitleid mit dieser Volksmenge hat und euch das Brot schenkt, das die Menge nicht in die Wüste sterben lassen soll. Teilt dieses Brot aus. Wie? Das habe ich seit langem gesagt und wiederhole es:

I. Bemüht euch um eine Approbation, die das Werk verteidigt und eine Garantie dafür abgibt. Bemüht euch sofort darum und lasst nicht ab, bis ihr sie gefunden habt.

II. Gebt den Evangelienzyklus, der aus drei Teilen besteht, in Druck: 1) Empfängnis, Geburt, Kindheit und Vermählung Mariens. 2) Meine Verkündigung, Empfängnis, Geburt, Kindheit und Adoleszenz. 3) Die drei Jahre des Evangelienlebens.

 

Valtorta: Der Gottmensch

Die beiden ersten Teile will Ich haben, weil das Ausmaß der unendlichen Güte Gottes, Seiner Allmacht, Seiner Vergebung, in Wahrheit bereits seit sich im Schoße Annas die Makellose gebildet hatte, ihren Anfang nehmen. Die Frohe Botschaft tut ihren ersten Herzschlag des embryonalen Herzens Mariens, der Tochter Joachims und Annas. Und ihr, Servi di Maria, solltet mehr als jeder andere Orden begreifen und fest glauben, dass es die Kenntnis Mariens ist, die die Kenntnis Christi vorbereitet. Maria ist die Siegerin. Satan entfernt sich von dem, der Maria liebt und kennt. Und wenn Satan sich entfernt, trete Ich ein und vermag zu handeln. Johannes, der Sohn des Zacharias, wird der Vorläufer genannt. Und das wurde er für kurze Jahre. Maria ist es in Ewigkeit.  Die Zwölf wurden Apostel genannt. Sie wurden es für eine mehr oder weniger lange Zeit. Maria ist Apostelin in Ewigkeit. Deshalb soll Maria Christus voraus gehen und die Seelen auf die wahre Kenntnis Christi vorbereiten.
Ich möchte, dass dieses Werk sich von dieser Nation ausgehend, über die Ich so viel Gnade ausgegossen habe, wo der Apostolische Stuhl sich befindet, wo so viel wieder aufzubauen ist, damit sie gerettet werde, verbreite.“

Petition an die Glaubenskongregation/Vatikan für die Approbation und Verbreitung des Werkes der Valtorta

Auszug aus “Die Hefte 1945-1950″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch