Posts Tagged ‘Weihnachten’

Schöne Weihnachten, liebe Leser,

24/12/2012

hier könnt ihr die schöne Vision zur Geburt Jesu von Maria Valtorta nachlesen.

Jesu Geburt

„… der Christus unser Herr ist!“

31/12/2011

zum Sonntagsevangelium vom 1. Januar 2012, Hochfest der Gottesmutter Maria: Lukas 2,16-21

Anlässlich des Lichterfestes, das der Geburtstag Jesu ist, geben die Geschwister Lazarus und Martha ein Essen zu Ehren Jesu. Anwesend sind ausserdem die Apostel und fünf der Hirten, die damals in Bethlehem auf dem Feld waren: Isaak, Jonathan, Levi, Elias, Joseph. Auf die Bitten der Apostel hin beschreibt Jesus seinen Eintritt ins Leben auf dieser Erde: die unbefleckte Empfängnis der Jungfrau, die Verkündigung durch den Erzengel Gabriel, den Traum Josephs, dann:

„… Joseph ging darauf in das heilige Haus seiner Braut und sorgte für die Bedürfnisse der Jungfrau und des Ungeborenen. Und als für alle die Zeit des Erlasses gekommen war, ging er mit Maria in das Land der Väter, und Bethlehem wies in ab, denn das Herz der Menschen ist der Nächstenliebe verschlossen. Jetzt müsst ihr weitererzählen.“

„Ich begegnete eines Abends einer jungen lächelnden Frau, die rittlings auf einem Eselchen saß. Ein Mann war mit ihr. Er bat mich um Milch und Auskunft. Ich sagte ihm, was ich wusste… Dann kam die Nacht… und ein großes Licht… und wir gingen hinaus, und Levi sah einen Engel beim Stall. Der Engel verkündete: ‚Der Retter ist geboren.‘ Es war gerade Mitternacht, der Himmel war voller Sterne. Aber ihr Licht verlor sich im Licht des Engels, der Tausende von Engeln… (Elias weint immer wieder, wenn er daran denkt.) Der Engel sagte: ‚Geht hin, um ihn anzubeten. Er ist in einem Stall, in einer Krippe inmitten zweier Tiere. Ihr werdet ein kleines Kind finden, in armselige Tücher eingewickelt….‘ Oh, wie strahlte der Engel, als er diese Worte sprach! Aber erinnerst du dich, Levi, wie seine Flügel Flammen sprühten, als er, nachdem er niedergekniet war um den Retter zu nennen, sagte „… der Christus, unser Herr ist!‘ „

„Oh, und ob ich mich erinnere! Die Stimmen der Tausende von Engeln! Oh! ‚Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind.‘ Diese Musik ist hier und trägt mich zum Himmel, jedesmal, wenn ich sie höre.“ Levi hebt sein verzücktes Gesicht, auf dem Tränen glänzen.

„Dann gingen wir hin“, sagt Isaak, „beladen wie Saumtiere, froh wie zu einer Hochzeit, und dann… als wir dein kleines Stimmchen hörten und die Stimme der Mutter, waren wir zu nichts mehr fähig, und wir stiessen den Knaben Levi vorwärts, damit er nachschaue. Wir fühlten uns wie Aussätzige neben all dieser Reinheit. Levi lauschte, weinte und lachte zugleich, und seine Stimme hörte sich an wie das Blöken eines Lämmleins, so dass das Mutterschaf des Elias darauf antwortete. Joseph kam zum Eingang und hiess uns eintreten… Oh, wie warst du klein und schön! Eine fleischfarbene Rosenknospe auf dem rauhen Heu… und du weintest… Dann lächeltest du, als du die Wärme des Lammfells spürtest, das wir dir anboten, und in der Freude über die Milch, die wir für dich gemolken hatten… deine erste Mahlzeit… Oh!… und dann… und dann küssten wir dich. Du duftetest nach Mandeln und Jasmin… und wir konnten uns nicht mehr von dir trennen…“

„Ihr habt mich nicht mehr verlassen, wirklich!“

„Das ist wahr“, sagt Jonathan. „Dein Antlitz blieb in uns, und deine Stimme und dein Lächeln… „

Auszug aus “Der Gottmensch“, Bd. III von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Schöne Weihnachten,

24/12/2010

liebe Leser und Leserinnen, wir hoffen, Ihr seid alle wohlbehalten dort angekommen, wo ihr die Feiertage verbringen möchtet.

Den Valtorta-Auszug zur Geburt unseres Herrn hatten wir ja bereits letztes Jahr wiedergegeben, HIER findet ihr ihn.

Fra Angelico


4. Dezember: Gedenktag der hl. Barbara

04/12/2010

Die heilige Barbara, Jungfrau und Märtyrerin, hat wohl Ende drittes/ Anfang viertes Jahrhundert nach Christus in der heutigen Türkei (Izmit) gelebt. Die schöne und gebildete Tochter des reichen griechischen Kaufmanns Dioscuros traf sich in heimlichen Zusammenkünften mit Christen und liess sich schliesslich gegen den Willen ihres Vaters taufen. Dieser sperrte sie daraufhin in einen Turm, um sie vor den christlichen Einflüssen fernzuhalten.

Während sich ihr Vater auf Reisen befand, veranlasste Barbara, dass anstatt zwei Fenstern drei zu Ehren der Dreifaltigkeit Gottes in den Turm eingebaut wurden; in den noch feuchten Beton ritzte sie Kreuze. Als der zurückgekehrte Vater sie daraufhin schlagen wollte, entkam die Tochter durch eine Bergspalte (daher ist sie heute u.a. die Schutzheilige für Bergleute). Schliesslich aber gelang es Dioscuros, sie dem Stadthalter zu übergeben, der sie geisseln und foltern liess. Da sie all diese Grausamkeiten auf wunderbare Weise überlebte, wurde sie schliesslich von ihrem eigenen Vater mit dem Schwert enthauptet. Der Vater selbst wurde daraufhin tödlich von einem Blitz getroffen.


Die heilige Barbara gehört zu den 14 Nothelfern, sie wird zum Schutz vor jähem Tod und als Beistand der Sterbenden angerufen. Ein alter Brauch am Barbaratag ist es, Zweige von Kirschbäumen abzuschneiden, diese über Nacht in lauwarmes Wasser zu legen und dann bis Weihnachten ins Wasser zu stellen. Genau so wie die Knospen des Barbarazweiges erblühen, soll der gläubige Christ durch die Geburt des Erlösers an Weihnachten selbst zu neuem Leben erwachen.

Es wird erzählt, dass die Heilige angesichts des Todesurteils einen verdorrten Kirschbaumzweig mit Tropfen aus ihrem Trinknapf benetzt hat und Trost darin fand, dass der Zweig in ihrer Zelle blühte.

Die Geburt Jesu, unseres Herrn

23/12/2009

 

Fra Angelico - Madonna der Demut

Joseph wirft sich neben dem Feuer auf die Knie, um nicht wieder dem Schlaf zu verfallen, und betet. Er betet mit den Händen vor dem Gesicht. Bisweilen entfernt er sie, um das Feuer zu schüren; dann kehrt er wieder zu seinem inständigen Gebet zurück. Abgesehen von dem Geräusch der Holzstücke, die im Feuer prasseln, und dem des Esels, der dann und wann mit einem Huf auf den Boden schlägt, hört man nichts.

Ein feiner Mondstrahl dringt durch einen Spalt in der Decke und scheint wie eine körperlose, silberne Klinge Maria zu suchen. Sie wird mit dem Höhersteigen des Mondes immer größer, so dass sie schließlich das Haupt der Betenden erreicht und es mit einem strahlenden Glanz umgibt.

Maria hebt das Haupt, wie einer himmlischen Stimme folgend, und wirft sich von neuem auf die Knie. Oh! Wie schön ist sie jetzt! Ihr Haupt scheint im weißen Licht des Mondes zu strahlen, und ein übernatürliches Lächeln verklärt sie. Was sieht sie? Was hört sie? Was empfindet sie? Nur sie allein könnte sagen, was sie sieht, hört und empfindet in der leuchtenden Stunde ihrer Mutterschaft. Ich sehe nur, daß um sie herum das Licht stärker und immer stärker wird. Es scheint vom Himmel zu kommen; es scheint von den ärmlichen Dingen rings um sie herum auszugehen; es scheint vor allem, daß sie selbst es ist, die es ausstrahlt.

Ihr dunkelblaues Gewand erscheint jetzt im milden Himmelsblau des Vergißmeinnichts. Die Hände und das Gesicht werden bläulich, wie unter dem Licht eines riesigen, bleichglühenden Saphirs. Diese Farbe erinnert mich, auch wenn sie zarter ist, an jene, die ich in den Visionen des heiligen Paradieses und auch bei der Ankunft der Weisen gesehen habe. Immer mehr breitet sie sich aus über die Gegenstände und Kleider und läutert sie und gibt ihnen ihren Glanz.

Immer mehr strömt dieses Licht vom Körper Marias aus. Es scheint, daß sie alles Licht anzieht, das vom Himmel kommt. Nunmehr ist sie selbst die Verwalterin des „Lichtes“, sie, die dieses Licht der Welt geben soll. Es ist das beseligende, unbezwingbare, unermessliche, ewige, göttliche Licht, das jetzt gegeben wird und das sich ankündet durch eine Morgendämmerung, einen Morgenstern, einen Chor von Lichtatomen, die anwachsen, wachsen wie eine Meeresflut, die steigen, aufsteigen wie Weihrauch, die herniederfallen wie ein Strom und sich ausbreiten wie ein Schleier…

Die Decke voller Risse, Spinngewebe, hervorspringender Trümmer, die in der Schwebe hängen wie ein statisches Wunder, rauchgeschwärzt und abstoßend, erscheint nun wie das Gewölbe eines königlichen Saals. Jeder Stein wirkt wie ein silberner Block, jeder Riß wie das Schimmern eines Opals, jedes Spinngewebe wie ein kostbarer Baldachin, durchwirkt mit Silber und Diamanten. Eine große Eidechse, die sich zwischen zwei Felsstücken im Winterschlaf befindet, scheint ein Smaragd zu sein, der dort von einer Königin vergessen wurde, und eine Traube von schlafenden Fledermäusen sieht aus wie ein kostbarer Leuchter von Onyx. Das Heu, das von der höheren Krippe herunterhängt, ist kein Gras mehr: Es sind Fäden aus reinem Silber, die in der Luft mit der Anmut aufgelöster Haare zittern.

Die darunterliegende Krippe in ihrem groben Holz ist ein Block von gebräuntem Silber geworden. Die Wände sind bedeckt mit einem Brokat, in dem der Glanz der weißen Seide unter den perlfarbigen Verzierungen verschwindet. Und der Boden? … Was ist aus dem Boden geworden? Ein von weißem Licht erhellter Kristall. Die Buckel sind wie Lichtrosen, die als Ehrenbezeigung auf den Boden gestreut wurden, und die Löcher wie kostbare Kelche, aus denen Wohlgerüche aufsteigen.

Das Licht wird stärker und stärker. Es wird für das Auge unerträglich. In ihm verschwindet, wie von einem weißglühenden Lichtschleier verhüllt, die Jungfrau… und kommt aus ihm hervor als die Mutter.

Ja, als das Licht für meine Augen wieder erträglich wird, sehe ich Maria mit ihrem neugeborenen Sohn auf den Armen. Ein Kindlein, rosig und mollig, das sich bewegt und mit seinen Händchen – gross wie Rosenknospen – herumfuchtelt und mit seinen Füßlein zappelt, die im Herzen einer Rose Platz hätten. Es wimmert mit einem zitternden Stimmlein, gerade wie ein eben geborenes Lämmlein, und zeigt beim Öffnen des Mündleins, das klein wie eine Walderdbeere ist, ein gegen den Gaumen zitterndes Zünglein. Ein Kindlein, das sein Köpfchen bewegt, das die Mutter in ihrer hohlen Hand hält, während sie ihr Kindlein betrachtet und anbetet, weinend und freudig zugleich. Sie neigt sich, um es zu küssen, nicht auf das unschuldige Haupt, sondern tiefer, mitten auf die Brust, dort, wo das Herzchen schlägt… ja, für uns schlägt… dort, wo eines Tages die Wunde sein wird. Sie heilt sie schon im voraus, die Wunde; sie, die Mutter, mit ihrem unbefleckten Kuß.

Der vom Lichtglanz geweckte Ochse erhebt sich mit großem Lärm der Hufe und mit einem lauten Muhen. Der Esel wendet seinen Kopf und schreit sein „Iah!“. Das Licht, das sie verwundert, hat sie geweckt; aber ich denke lieber, daß sie ihren Schöpfer haben grüßen wollen, in ihrem Namen und in dem aller Tiere.

Auszug aus “Der Gottmensch″, Band I von Maria Valtorta, mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.