Posts Tagged ‘wie beten’

Gott wohlgefälliges Gebet, das Jesus Maria Valtorta diktiert hat:

16/08/2014

„Vater, hilf mir, mich zu heiligen. Meine Schwachheit braucht Dich, um stark zu sein. Vater, ich möchte Dich in Vollkommenheit lieben, weiß aber nicht, wie. Lehre mich, das zu tun, Du, die Göttliche Liebe.

Vater, ich weiß und erinnere mich daran, wieviel Du mir schon geschenkt hast. Ohne Dich wäre ich elend im Leibe und noch mehr im Geiste. Danke für alles, Vater. 

Ich bitte Dich: ‚Schenk mir noch mehr, noch mehr von Deinen Wohltaten‘. Aber nicht aus dem Verlangen nach menschlichem Wohlstand. Mehr als für das Fleisch erbitte ich ’noch mehr‘ für meinen Geist, dem ich das ewige Vaterland erwerben möchte.

O heiliger Vater, dein kleines Geschöpf sehnt sich nach Deiner Brust. Stütze mich auf dem Wege, damit ich nicht auf andere Straßen abweiche, und bei Dir, meiner Ruhe und meiner Seligkeit, ankomme.“

Auszug aus “Die Hefte 1944“ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

gebet

Das Vaterunser

28/07/2013

zum Evangelium vom 28. Juli 2013: Lukas 11,1-13:

„Im Vaterunser ist die ganze Vollkommenheit eines Gebetes vorhanden“

Vaterunsergebet

Jesus betet in der Nacht

04/02/2012

zum Sonntagsevangelium vom 5. Februar 2012: Markus 1,29-39

Ich sehe, wie Jesus das Haus des Petrus in Kapharnaum verläßt und bemüht ist, dabei möglichst wenig Aufsehen zu machen. Ich verstehe, dass er dort übernachtet hat, um seinen Petrus zufriedenzustellen.

Es ist noch tiefe Nacht, und der Himmel ist voller Sterne. Der See spiegelt ihren Glanz nur schwach wider, und man würde das stille Gewässer wohl nicht bemerken, wäre nicht der Wellenschlag am kiesigen Strand, der die Aufmerksamkeit darauf lenkt. Jesus verschließt die Türe, betrachtet den Himmel, den See, die Straße. Er überlegt, dann geht er nicht den See entlang, sondern in Richtung der Ortschaft, biegt jedoch davor zu den Feldern ab und erreicht auf einem kleinen Feldweg einen Olivenhain. In diesem grünen Frieden sinkt Jesus auf die Knie, um zu beten.

Er betet inbrünstig. Zuerst kniend, dann, wie gestärkt, aufrechtstehend, immer wieder den Blick zum Himmel erhebend. Unter dem schwachen Leuchten des aufsteigenden Tages sieht sein Antlitz noch vergeistigter aus. Er betet und lächelt nun, während er zuvor schwer geseufzt hat, als trüge er eine tödliche Last. Er betet mit ausgebreiteten Armen und gleicht einem lebendigen Kreuz, hochgewachsen und engelhaft, wie er ist: ein Anblick der Güte und Milde. Es sieht aus, als ob er die ganze Landschaft segnen würde, den beginnenden Tag, die erlöschenden Sterne und den See, der langsam sichtbar wird.

„Meister, wir haben dich so gesucht! Wir haben die Türe verschlossen vorgefunden, als wir vom Fischfang zurückgekehrt sind und haben gedacht, dass du weggegangen bist. Wir konnten dich nicht finden. Endlich hat uns ein Bauer gesagt, der seine Körbe zum Markt fuhr und uns nach dir „Jesus, Jesus…“ rufen hörte: „Ruft ihr den Meister, der zu den Scharen spricht? Er ist diesen Feldweg gegangen, dem Hügel zu. Er muss im Ölgarten des Michäas sein, denn dorthin geht er öfters. Ich habe ihn dort schon andere Male gesehen.“ Er hatte recht. Warum bist du so früh fortgegangen, Meister? Warum hast du dich nicht ausgeruht? War das Bett nicht bequem?“ Petrus, der Jesus endlich gefunden hat, sagt dies alles in einem Atemzug.

„Nein, Petrus, das Bett ist gut, und der Raum ist schön. Doch ich bin gewohnt, dies öfters zu tun, um meinen Geist zu erheben und mich mit dem Vater zu vereinigen. Das Gebet ist eine Kraft für uns selbst und für die anderen. Durch das Gebet erreicht man alles. Wenn die erbetene Gnade vom Vater auch nicht immer gewährt wird, so darf man daraus nicht schließen, es sei ein Mangel an Liebe seitens des Vaters.

Man muss vielmehr immer davon überzeugt sein, dass es gemäß einer göttlichen Ordnung geschieht, die das Geschick eines jeden Menschen zu dessen eigenem Wohle leitet. Immer aber gibt das Gebet Frieden und seelisches Gleichgewicht, um vielen auf uns zukommenden Dingen entgegentreten zu können, ohne vom heiligen Wege abzukommen. Es kommt leicht vor, Petrus, du weißt es, dass die Umgebung den Geist verdunkelt und das Herz beunruhigt. Wie kann aber ein verdunkelter Geist und ein unruhiges Herz Gottes Stimme vernehmen?“

„Das ist wahr. Doch wir verstehen es nicht zu beten. Wir können nicht so schöne Worte sagen wie du.“

„Sagt das, was ihr könnt und wie ihr es könnt! Es sind nicht die Worte, sondern die Beweggründe, die sie begleiten, die dem Vater wohlgefällig sind.“

„Wir möchten so beten, wie du betest.“

„Ich werde euch auch beten lehren. …“ (…)

Auszug aus “Der Gottmensch“, Bd. II von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Im Vaterunser ist die ganze Vollkommenheit eines Gebetes vorhanden