Posts Tagged ‘Wiederkunft Christi’

Die Ankunft des Menschensohnes

26/11/2010
zum Sonntagsevangelium vom 28. November 2010: Matthäus 24,37-44

„(…) Jenen Tag aber oder die Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel des Herrn, sondern nur der Vater. Wie in den Tagen Noahs, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. In den Tagen vor der Sündflut aßen die Menschen, sie tranken, freiten und ließen sich freien, ohne auf das Zeichen zu achten bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging, die Schleusen des Himmels sich öffneten und alles Lebende und alle Dinge in den Fluten versanken. So wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Dann werden zwei Männer auf dem Feld sein: Der eine wird aufgenommen, der andere zurückgelassen; von den Feinden im Vaterland und mehr noch von den Engeln, die den guten Samen von der Spreu trennen; und sie werden keine Zeit haben, sich auf das Gericht Christi vorzubereiten.

Gustave Doré- Das zweite Kommen des Menschensohnes

Wacht also, denn ihr wißt nicht, zu welcher Stunde euer Herr kommt. Denkt über diese Worte nach: Wenn der Hausvater wüßte, zu welcher Stunde der Dieb kommt, dann würde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Daher wacht und betet. Seid immer für mein Kommen bereit. Laßt eure Herzen nicht abstumpfen durch Mißbräuche und Unmäßigkeit aller Art, laßt euren Geist nicht ablenken oder unempfänglich machen für die Dinge des Himmels durch übermäßige Sorge um die irdischen Dinge, damit ihr nicht überraschend und unvorbereitet dem Tod anheimfallt. Denn denkt daran, alle müßt ihr sterben. Alle Menschen, die geboren wurden, müssen sterben, und dieser Tod ist die Ankunft Christi für den Einzelnen und das damit verbundene Gericht, das sich dann für die ganze Welt wiederholt bei der feierlichen Ankunft des Menschensohnes. (…)“

Auszug aus “Der Gottmensch“, Band XI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR),www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch


Der Advent

25/11/2010

aus dem Missale Romanum von 1910 , dritte Auflage, Herdersche Verlagshandlung:

Der Advent ist die Zeit der Vorbereitung auf das heilige Weihnachtsfest. Der Gedanke, der die Kirche im Advent beschäftigt, ist die Ankunft Jesu Christi. Dieselbe ist eine dreifache. „Dreimal kommt der Herr zu uns hernieder: das erste Mal im Fleische, das zweite Mal im Geiste, das dritte Mal als Richter“ (Peter von Blois).

Die erste Ankunft war demütig und verborgen, die zweite ist geheim und voll Liebe, die dritte offenbar und schrecklich.

In der ersten Ankunft wurde Christus von den Menschen ungerecht verurteilt; in der zweiten macht er uns gerecht, indem er uns seine Gnade schenkt; in der dritten wird er alles richten nach seiner ewigen Gerechtigkeit. Ein Lamm in der ersten Ankunft, ein Löwe in der letzten, ist er in der zweiten ein hingebender Freund.

Die erste Ankunft ist vorüber, wir sind jetzt in der Zeit der zweiten; jedes Jahr findet diese zweite Ankunft, seine Geburt in unseren Herzen durch die Gnade, am Weihnachtsfeste statt, und eine neue Geburt des Sohnes Gottes befreit die Gläubigen von dem Joche der Sklaverei, welches der böse Feind ihnen auflegen wollte.


Wenn der Mann wiederkommt

26/02/2010

Am 26. Februar 2010 wäre Johnny Cash 78 Jahre alt geworden. Eines seiner letzten Lieder heißt „The man comes around“ und handelt von der Wiederkunft Christi. Einige Jahre zuvor hatte der Sänger einen Traum gehabt, in dem er die englische Königin trifft, die in ihrem Palast strickt und näht, in einem Korb neben ihr befinden sich Handarbeiten. Neben der Königin sitzt eine andere Frau mit der sie spricht und lacht. Als der Träumende näher kommt, sieht in die Königin an und sagt zu ihm: „Johnny Cash, you’re thorn bush in a whirlwind – du bist ein Dornbusch im Wirbelwind“. Ein interessanter Traum, vor allem, wenn man die Königin von England als Königin der Engel deutet…

Cash sagte, diese Zeile verwies ihn auf das Buch Hiob 38-41, wo Gott zweimal aus dem Wettersturm zu dem leidgeprüften Hiob spricht, und natürlich an die Stelle im 2. Buch Mose, Kap. 3, wo Gott im brennenden Dornbusch zu Mose spricht. Im Lukasevangelium dann heißt es: „Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt.“ (Lk 20,37). Die Auferstehung der Toten findet bei der Wiederkunft Christi statt und so begann sich der Musiker mit der Offenbarung des Johannes zu beschäftigen. Er schrieb insgesamt 33 Strophen, in denen er Stellen aus den Evangelien, der Offenbarung und der Apostelgeschichte verarbeitete bzw. zitierte und die er dann auf die Endfassung des Liedes kürzte.

Johnny Cash 1969

Johnny Cash, ein sehr gläubiger Christ (Baptist), der in seinen jungen Jahren ein recht wildes Leben geführt hat, war, als er das Lied geschrieben hat, bereits schwer krank und die Todesahnung ist vielleicht auch der Grund, warum er es mit den Worten der Offenbarung aus Kap. 6, Vers 8 enden läßt: „Da sah ich ein fahles Pferd; und der, der auf ihm saß, heißt ‚der Tod‘; und die Unterwelt zog hinter ihm her.“ Nichtsdestotrotz hat ihn die Hoffung auf die Wiederkunft Christi und die Auferstehung der Toten, d.h. der Sieg über den Tod erfüllt, denn danach hat er das Lied und die gesamte CD benannt. Nach dem fahlen Pferd erscheint in der Offenbarung der Reiter auf dem weißen Pferd und es heißt:

„Dann sah ich den Himmel offen, und siehe, da war ein weißes Pferd, und der, der auf ihm saß, heißt ‚Der Treue und Wahrhaftige‘; gerecht richtet er und führt er Krieg. Seine Augen waren wie Feuerflammen und auf dem Haupt trug er viele Diademe; und auf ihm stand ein Name, den er allein kennt. Bekleidet war er mit einem blutgetränkten Gewand; und sein Name heißt ‚Das Wort Gottes‘. Die Heere des Himmels folgten ihm auf weißen Pferden; sie waren in reines, weißes Leinen gekleidet.“ (Offb 19,11-14)

sowie: „Der Tod und die Unterwelt aber wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod: der Feuersee.“ (Offb 20,14)

und: „Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen“. (Offb 21,4)

Johnny Cash: The man comes around

Deutsche Übersetzung (könnte besser sein)