Posts Tagged ‘Wille Gottes’

Gehorchen heißt, den Willen Gottes tun (I)

30/08/2011

29. August 1943

Jesus sagt:
„Schauen wir zusammen die Stelle im „Buch der Könige“ an:

„Wertvoller als Opfer ist Gehorsam, Folgsamkeit besser als Widderfett, Widerspenstigkeit ist Sünde wie Zauberei, Eigensinn ist Sünde wie Götzendienst.“

(1 Sam 15, 22-23, Vulg 1 Kö, 15, 22-23)

Der Gehorsam. Die Tugend, die ihr nicht üben wollt. Ihr werdet geboren, und kaum, dass ihr ein Gefühl äußern könnt, ist es ein solches des Aufbegehrens gegen den Gehorsam. Ihr lebt im Ungehorsam. Und ihr sterbt immer noch im Ungehorsam. Die Taufe löscht zwar die Erbsünde, aber sie annulliert nicht das Toxin, das die Sünde in euch zurücklässt.

Was war denn eigentlich die Ursünde? Ein Ungehorsam. Adam und Eva haben dem Schöpfervater nicht gehorchen wollen; sie waren von dem obersten Ungehorsamen, der, weil er dem Höchsten Gott den Liebesgehorsam verweigert hatte, zum Dämon geworden war, aufgehetzt worden, diesen Akt der Lieblosigkeit zu begehen. Dieses Gift brütet in eurem Blut, und nur ein beständiger Wille eurerseits hält es nieder, damit es eurem Geist nicht tödlich schadet.

Aber, ihr Meine Kinder, was gäbe es Verdienstlicheres für euch, als im Gehorsam zu leben? Hört gut zu:
Es fällt noch leichter, ein Opfer zu bringen, auf etwas zu verzichten, ein Werk der Barmherzigkeit zu tun, als beständig dem Willen Gottes zu gehorchen. Dieser kommt Minute um Minute auf euch zu wie herbei- und vorüberfließendes Wasser, das immer neue Wellen heranschwemmt und nach diesen wieder neue. Und ihr seid wie Fische, die in diesen göttlichen Willen getaucht schwimmen, der über euch herfließt.  Wenn ihr da heraus wollt, sterbt ihr, Meine Kinder. Der Wille Gottes ist euer Lebenselement. Es gibt keinen Tropfen darin, der nicht aus einer Liebesabsicht hervorgeht. Glaubt das. 

Gehorchen heißt, den Willen Gottes tun. Es ist der Wille, der geschehen soll, worum zu bitten Ich euch im Vaterunser gelehrt habe, und den mit Wort und Beispiel zu tun Ich euch bis in den Tod gelehrt habe.“

zu Teil II

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Die Armen im Geiste

30/01/2011
(zum Sonntags-Evangelium vom 30. Januar 2011: Matthäus 5,1-12)

19. Juli [1944]

Jesus sagt:

“ (…) Die große Kategorie der „Armen im Geiste“, die Ich als erste aufgezählt habe – Ich könnte nämlich auch sagen, dass ohne eine solche Freiheit des Geistes über alle Annehmlichkeiten des Lebens die übrigen Tugenden, durch die man die Seligkeiten erlangt, nicht zu gewinnen sind – diese große Kategorie teilt und unterteilt sich in viele Formen.


Demut des Denkens, das nicht geschwollen daher kommt und sich als ein Superdenken proklamiert, sondern das Geschenk Gottes in Anerkennung seines Göttlichen Ursprungs zum Guten benutzt. Allein dafür.

Hochherzigkeit in den Anhänglichkeiten, und diesen zu entsagen wissen, um Gottes Willen zu folgen. Sogar dem Leben entsagen zu wissen. Das animalische Geschöpf hält dieses ja für den wahrsten und instinktiv festzuhaltendsten Reichtum. Meine Märtyrer sind in dieser Hinsicht alle hochherzig gewesen; ihr Geist hat arm zu werden verstanden, um „reich“ an dem einzigen ewigen Reichtum: an Gott, zu werden.

Rechtschaffenheit hinsichtlich der Liebe zu den eigenen Dingen. Es ist Pflicht, sie als Zeugnis der göttlichen Vorsehung uns gegenüber zu schätzen. Ich habe bereits in früheren Diktaten darüber gesprochen. Sie jedoch nicht mehr als Gott und Seinen Willen selbst zu lieben, sie nicht so zu lieben, dass man Gott flucht, wenn Menschenhand sie diesem entwindet.

Und schließlich wiederhole ich noch einmal: Freiheit von der Sklaverei des Geldes.

Das sind also die verschiedenen Formen der geistigen Armut, von denen Ich sagte, dass sie gerechter Weise das Himmelreich erhalten werden. Alle die labilen Reichtümer des menschlichen Lebens soll man mit Füssen treten, um die ewigen zu erhalten. Die Erde mit dem trügerischen Geschmack ihrer Früchte, die süß an der Oberfläche, aber bitter in ihrem Innern sind, auf den letzten Platz verweisen und an der Eroberung des Himmels arbeiten. Ach! Dort gibt es keine Früchte von täuschender Würze. Dort gibt es nur die unaussprechliche Frucht des Gottesgenusses. (…) „

Auszug aus “Die Hefte 1944″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com,dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Auszug aus „Der Gottmensch“: Die Seligpreisungen


„Im Vaterunser ist die ganze Vollkommenheit eines Gebetes vorhanden“ (2)

11/08/2010

Jesus sagt (Fortsetzung):

„Geheiligt werde dein Name.“

Wiederholt mit der gleichen Regung der Seraphim und aller Engelchöre, mit denen ihr euch in dem Lobpreis des Heiligen aller Heiligen vereint, diesen jubelnden, dankenden, gerechten Preisgesang. Wiederholt ihn, indem ihr daran denkt, dass Ich, Gott, der Sohn Gottes, ihn vor euch mit höchster Ehrerbietung und höchster Liebe dargebracht habe. Wiederholt ihn in Freude und Schmerz, in Licht und Finsternis, im Frieden und im Krieg. Selig die Kinder, die niemals an dem göttlichen Vater gezweifelt haben und in jeglicher Stunde, bei allem, was geschah, Ihm zu sagen wußten: „Gebenedeit sei Dein Name!“

„Dein Reich komme.“

Diese Vaterunser-Bitte sollte der Pendelschlag eures ganzen Lebens sein, und alles sollte sich um diese Bitte drehen. Das Reich Gottes in den Herzen, und von den Herzen in die Welt ausstrahlen, bedeutet nämlich: Wohlbefinden, Frieden und jede andere Tugend. Euer Leben soll ein immerwährendes Skandieren der Anrufung sein, dass dieses Reich komme. Es sollen freilich lebendige Anrufungen sein, das heißt, ihr sollt euer Leben lang so handeln, dass ihr euer stündliches Opfer auf dieses Ziel hin ausrichtet: Gut handeln bedeutet ja, die eigene Natur zu diesem Zweck aufzuopfern.


„Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.“

Das Himmelreich wird dem gehören, der den Willen des Vaters getan, nicht dem, der Worte über Worte gehäuft und sich schließlich gegen den Willen des himmlischen Vaters aufgelehnt und so die vorher gesagten Worte Lügen gestraft hat. Auch hiermit vereint ihr euch mit dem ganzen Paradies, welches den göttlichen Willen des Vaters ausführt. Und wenn die Bewohner des Himmelreiches diesen Willen erfüllen, wie könnt ihr euch dann eurerseits verweigern, die ihr doch einmal Bewohner dieses Reiches werden sollt?

Wer den Willen des Vaters tut, lebt in Gott. Wenn er in Gott lebt, kann er nicht irregehen, kann er nicht sündigen, kann er seine Wohnung im Himmel nicht verlieren, denn der Vater läßt euch nichts anderes als das Gute tun, und da es gut ist, euch vom Sündigen abhält und euch zum Himmel führt. Wer sich den Willen Gottes zu eigen macht und den eigenen aufgibt, erfährt schon auf Erden den göttlichen Frieden, die Mitgift der Seligen. Wer den Willen des Vaters tut und den eigenen perversen und verderbten Willen abtötet, ist kein bloßer Mensch mehr: er ist bereits ein von der Liebe und dem Leben in der Liebe bewegter Geist.

Ihr sollt mit gutem Willen euren Eigenwillen aus eurem Herzen reißen und an seine Stelle den Willen des göttlichen Vaters setzen.

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Auszug aus “Die Hefte 1943“ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Das Gebet ist ein Akt der Liebe