Posts Tagged ‘Zehn Gebote’

Das Gesetz Gottes dreht sich ganz und gar um die Liebe: um die Gottes- und die Nächstenliebe

04/11/2012

zum Evangelium vom 4. November 2012: Mk 12,28b-34

21. Oktober [1943]

Jesus sagt:

„(…) Im ersten Gebot gebiete ich euch mit aller Feierlichkeit, die die Würde meiner göttlichen Natur gegenüber eurer Nichtigkeit erfordert, verehrungsvolle Liebe: „Ich bin der Herr, dein Gott“.

Allzu oft vergesst ihr das, o ihr Menschen, die ihr euch Götter glaubt, und wenn der Geist in euch nicht von der Gnade belebt ist, seid ihr doch nichts anderes als Staub und Fäulnis, Lebewesen, die ihrer Tierheit lediglich die Gerissenheit der von dem TIER besessenen Intelligenz beigesellen, die euch tierische Werke, ja, schlimmere als tierische, vollbringen lässt: dämonische.

Sagt euch am Morgen und am Abend, sagt euch am Mittag und zur Mitternacht, sagt euch, wenn ihr esst, wenn ihr trinkt, wenn ihr schlafen geht, wenn ihr erwacht, wenn ihr arbeitet, wenn ihr ruht, sagt euch, wenn ihr liebt, wenn ihr Freundschaften schließt, sagt euch, wenn ihr befehlt und wenn ihr gehorcht, sagt euch immer: „Ich bin nicht Gott. Speise und Trank und Schlaf sind nicht Gott. Die Arbeit, die Ruhe, die Beschäftigungen, die Werke des Genies sind nicht Gott. Die Frau, oder schlimmer: die Frauen sind nicht Gott. Die Freundschaften sind nicht Gott. Die Vorgesetzten sind nicht Gott.

Einer nur ist Gott: Er ist mein Herr, der mir das Leben gegeben hat, damit ich damit das ewige unsterbliche Leben verdiene, der mir Kleider, Speisen, Wohnung gegeben hat, damit ich mir damit den Lebensunterhalt verdiene, die Genialität, damit ich bezeuge, König der Erde zu sein, der mir Liebesfähigkeit gegeben hat und Geschöpfe, die ich ‚in Heiligkeit‘, nicht aber in Begierlichkeit lieben darf, der mir Vollmacht und Autorität verliehen hat, damit ich sie zum Mittel der Heiligung und nicht der Verdammnis mache. Ich darf ihm ähnlich werden, denn Er hat gesagt: ‚Ihr seid Götter‘, freilich nur, wenn ich Sein göttliches Leben, das heißt, Seine Liebe lebe. Einer nur ist Gott: Ich bin Sein Kind und Untergebener, der Erbe Seines Königreiches. Wenn ich jedoch fahnenflüchtig und zum Verräter werde, wenn ich mir ein eigenes Reich schaffe, in dem ich auf menschliche Weise König und Gott sein will, verliere ich das wahre Königreich, und meine Bestimmung des Gotteskindes verfällt und sinkt herab auf die des Satanskindes, da man nicht gleichzeitig dem Egoismus und der Liebe dienen kann, und der, welcher dem Ersteren dient, dem Feind Gottes dient und die göttliche Liebe, das heißt Gott, verliert.“

Entfernt all die falschen Götter aus eurem Sinn und eurem Herzen, die ihr dort inthronisiert habt, angefangen von dem Gott des Schlammes, der ihr selbst seid, wenn ihr nicht in Mir lebt. Bedenkt, was ihr Mir schuldet für all das, was Ich euch gegeben habe – und Ich hätte euch noch mehr gegeben, wenn ihr nicht eurem Gott durch eure Lebensweise die Hände gebunden hättet – für das alltägliche und das ewige Leben. Für dieses hat Gott euch Seinen eigenen Sohn hingegeben, der wie ein fleckenloses Lamm hingeopfert werden und mit Seinem Blut eure Schuld abwaschen sollte und so nicht, wie zu den Zeiten des Mose, die Schuld der Väter bis in die vierte Generation auf die Söhne der Sünder als „die, die Mich hassen“ zurückfalle, denn die Sünde ist Beleidigung Gottes, und wer beleidigt, hasst.

Errichtet keine Altäre für falsche Götter. Stellt auf den lebendigen Altar eures Herzens – und nicht so sehr auf die steinernen Altäre – einzig und allein euren Herrgott. Ihm sollt ihr dienen und Ihm einen wahren Kult der Liebe, der Liebe, nur der Liebe darbringen, ach, ihr Kinder, die ihr nicht zu lieben wisst, die ihr nur und immer nur Lippengebete zu murmeln wisst, bloße Worte, nicht aber eure Liebe zum Gebet macht, zu dem einzigen, das Gott wohlgefällt.

Denkt daran, dass ein wahrer Herzschlag der Liebe, der wie eine Weihrauchwolke aus den Flammen eures in Mich verliebten Herzens aufsteigt, für Mich einen unendlich viel größeren Wert hat als tausend und abertausend Gebete und Zeremonien, die mit lauem oder kaltem Herzen verrichtet werden. Ihr zieht Meine Barmherzigkeit durch eure Liebe auf euch. Wenn ihr wüsstet, wie tätig und groß Meine Barmherzigkeit für den ist, der Mich liebt! Sie ist eine Woge, die über euch hinflutet und jeden Flecken von euch abwäscht. Sie schenkt euch eine schneeweiße Stola, um in die heilige Stadt des Himmels einzutreten, in der die Liebe des Lammes, das sich für euch hingeopfert hat, als Sonne strahlt. (…)“

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Die in die Flammen des Fegefeuers getauchten Seelen leiden einzig und allein aus Liebe

„Die Liebe wird euch Freude schenken“

22/10/2011

zum Sonntags-Evangelium vom 23. Oktober 2011 (Mt 22,34-40)

„(…) Die Liebe wird euch Freude schenken, und euch sagen: „Fürchte dich nicht.“ Sie wird euch eine wirksame Kraft zu ihrer Verbreitung in der Welt verleihen, wie ich selbst nicht hatte. Die Liebe der künftigen Gerechten soll nicht mehr als ein Siegel auf Herz und Arm gedrückt werden, wie es im Hohenlied geschrieben steht, sondern sie muss ins Herz gesenkt werden und der Antrieb sein, der die Seele zu jeder Tat befähigt. 

Jede Handlung muss ein Überströmen von Liebe sein, die sich nicht damit begnügt, Gott oder den Nächsten nur in Gedanken zu lieben, sondern die sich zum Kampf gegen die Feinde Gottes aufmacht, um Gott und den Nächsten auch mit der Tat zu lieben, durch immer weitreichendere und vollkommenere Handlungen, die schließlich in der Rettung und Heiligung der Brüder gipfeln. 

 


Durch die Betrachtung liebt man Gott, und durch die Tat liebt man den Nächsten, und diese beiden Arten der Liebe sind nicht zu trennen; denn es gibt nur eine Liebe, und indem wir den Nächsten lieben, lieben wir Gott, der uns diese Liebe befiehlt und uns den Nächsten als Bruder gegeben hat. (…)“

Auszug aus “Der Gottmensch″ Bd. VII von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Lasst keinen Zorn in euch aufkommen“

13/02/2011
(zum Sonntags-Evangelium vom 13. Februar 2011: Matthäus 5,17-37)

„(…) So gross ist das Gebot der Nächstenliebe, die Vervollkommnung des Gebotes der Nächstenliebe, dass ich nicht mehr sage, wie euch geboten wurde: „Ihr sollt nicht töten“, denn wer tötet, wird durch die Menschen verurteilt werden. Ich sage euch vielmehr: „Lasst keinen Zorn in euch aufkommen“, denn ein weit höheres Gericht steht über euch und erwägt auch die verborgenen Taten. Wer den Bruder beleidigt, wird vom Hohen Rat verurteilt. Vergebens ist es, am Altar zu opfern, wenn man nicht vorher im Inneren seines Herzens aus Liebe zu Gott seinen Groll zum Opfer gebracht und den heiligsten Akt des Verzeihens vollzogen hat.

Wenn du also Gott ein Opfer darbringen willst, und dich erinnerst, dass du gegen deinen Bruder gefehlt hast oder dass du ihm wegen einer Schuld seinerseits grollst, dann lasse deine Gabe vor dem Altar, opfere zuerst deine Eigenliebe und versöhne dich mit deinem Bruder. Dann komm zum Altar, und dann, erst dann, wird dein Opfer heilig sein. Ein gutes Einvernehmen ist immer die beste Lösung. Fragwürdig ist immer das Urteil des Menschen, und wer hartnäckig einen Rechtstreit herausfordert, könnte den Prozess verlieren und dem Gegner alles bis zum letzten Heller bezahlen oder im Gefängnis schmachten müssen.

Rubens: Versöhnung von Jakob und Esau

Erhebt in allen Dingen den Blick zum Himmel. Fragt euch: „Habe ich das Recht zu tun, was Gott nicht mit mir tut?“ Denn Gott ist nicht so unerbittlich und unnachgiebig, wie ihr es seid. Wehe euch, wenn er es wäre! Kein einziger würde gerettet werden. Diese Überlegung führe euch zu sanftmütigen, demütigen, barmherzigen Gefühlen. So wird die Vergeltung Gottes hier auf Erden und im Himmel nicht ausbleiben.

Hier vor mir steht ein Mann, der mich haßt und es nicht wagt, zu sagen: „Heile mich“; denn er weiß, dass ich seine Gedanken kenne. Doch ich sage: „Es geschehe dir nach deinem Wunsche. Und wie dir die Schuppen von den Augen fallen, so mögen auch Rachsucht und Finsternis aus deinem Herzen weichen.“

Geht alle mit meinem Frieden! Morgen werde ich wieder zu euch sprechen.“

Die Menschenmenge zerstreut sich langsam, vielleicht in Erwartung eines Freudenschreis über ein Wunder, der aber ausbleibt.

Auch die Apostel und die älteren Jünger, die auf dem Berge bleiben, fragen: „Wen hast du gemeint? Ist er vielleicht nicht geheilt worden?“ Sie bedrängen den Meister, der mit verschränkten Armen stehengeblieben ist und den Leuten nachsieht, die hinuntersteigen.

Jesus antwortet zuerst nicht. Dann sagt er: „Die Augen sind geheilt, die Seele nicht, es ist nicht möglich, weil sie voller Haß ist.“

„Aber um wen handelt es sich? Vielleicht um den Römer?“

„Nein, um einen Unglücklichen.“

„Aber warum hast du ihn denn geheilt?“ fragt Petrus.

„Sollte ich alle seinesgleichen vom Blitz treffen lassen?“

„Herr, ich weiss, dass du nicht willst, dass ich „Ja“ sage, und darum sage ich es nicht, aber… ich denke es… und das ist dasselbe.“

„Es ist dasselbe, Simon des Jonas, aber wisse, dass dann… Oh, wie viele Herzen, mit Schuppen des Hasses bedeckt, umgeben mich!

Komm, lass uns auf den Gipfel steigen, um aus der Höhe unser schönes galiläisches Meer zu bewundern. Ich und du allein…“

Auszug aus “Der Gottmensch”, Band III von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch


Danke, Eva Herman,

26/07/2010

für Ihre deutlichen Worte bzgl. der sogenannten „Love-Parade„! Sie trauen sich, die Dinge beim Namen zu nennen, was heutzutage eine Seltenheit ist.

Stellungnahme unsererseits, nachdem einige Kommentare zu dem Artikel eingetroffen sind:

Frau Herman zu unterstellen, sie empfände kein Mitleid, ist daneben, sie drückt ihr Beileid für die betroffenen Familien und Angehörigen in dem Artikel aus. Wenn jemand mutig Klartext schreibt, der im Widerspruch zum vorherrschenden Meinungsdiktat steht, wird er gleich als Unmensch oder Nazi abgestempelt, das ist die übliche Masche, um jemanden mundtot zu machen. Sünder sind wir, nebenbei bemerkt, alle, deshalb müssen wir aber nicht unseren Mund halten.

Eva Herman hat mit ihrem Artikel in ein Wespennest gestochen: indem sie die sog. Love-Parade charakterisiert und aufzeigt, wie dekadent es dort zugeht, werden wir mit unserer heutigen verqueren, selbstgefällig-triebhaften Lebensweise konfrontiert, das ruft empörte aufgebrachte Reaktionen hervor. Da wird unschuldig und harmlos getan, aber diese Veranstaltung ist keineswegs ein friedliches, fröhliches Fest für junge Menschen, und es ist gleichzeitig naiv und überheblich zu glauben, dass solche Art Zusammenkünfte keine unguten Auswirkungen haben. Auch wenn da sicher nicht alle unter Drogeneinfluss stehen, die allgemeine Energie geht in eine ungute Richtung- im Ernst: würden Sie Ihre Kinder da guten Gefühls hinlassen?

Das vorherrschende Denken und Benehmen ist so, als gäbe es keinen Gott und keine verbindliche Wahrheit, sprich Gebote, die doch in unser Herz gelegt sind, das sich mit der Stimme des Gewissens meldet. Die empörten Reaktionen zeigen, dass es aktiv ist, sonst würde dieser Artikel nicht so hohe Wellen schlagen, so viel Interesse finden, wie auch der überlastete Server des Kopp-Verlags zeigt. Wenn es diese verbindlichen Gebote gibt, ist es unmöglich, dass es keine Auswirkungen hat, wenn diese übertreten werden. Aus Ordnung entsteht dann Unordnung/ Chaos mit verheerenden, selbst eingebrockten Konsequenzen, das können wir heute an allen Ecken und Enden sehen.

Geleugnet wird heute allgemein auch die Existenz Satans, des gefallenen Engels. Es fehlt das Bewusstsein dafür, dass ein Kampf zwischen Gut und Böse im Gang ist, dass dieser Feind uns hasst und den ewigen Tod für unsere Seelen will. Er greift uns über unsere Schwachstellen an: Gier nach Macht, Geld und Sinnlichkeit. Zur letzten Kategorie gehört eindeutig die sog. Love-Parade mit ihrem Missbrauch des Begriffs „Liebe“, wo es doch um Triebe geht.

„Die Zeit“ erstellt statistischen Sündenatlas für Deutschland

26/07/2010

„Die Zeit“ hat unter der irreführenden Überschrift „Die sieben Todsünden“ eine Infografik zur regionalen Verteilung derselben in Deutschland erstellt, indem sie Statistiken konsultiert und daraus einen Index für die knapp 100 Regionen Deutschlands berechnet.

Sie schreibt: „Was wir als die sieben Todsünden bezeichnen, das sind zunächst einmal überhaupt keine Sünden, sondern Laster“. Das ist nicht falsch, was wirklich mit Todsünde gemeint ist, interessiert aber anscheinend nicht weiter. Es wird nur herablassend gefragt, warum die sieben Todsünden nicht mit den Zehn Geboten, „dem kompletten Verbotskatalog für Christenmenschen“, übereinstimmen. Die auf der Hand liegende Frage, warum die Bezeichnung TODsünde lautet, wird sich allerdings nicht gestellt, lapidar heißt es „Aber selbst die können nach christlicher Lehre vergeben werden“. Ach so, na dann ist ja gut. Jetzt aber erstmal die Ergebnisse laut „Zeit“:

Hochmut: München (29 Schönheitschirurgen pro einer Million Einwohner)
Geiz: Hamburg (mittleres verfügbares Einkommen von 1.496 € pro Person, jedoch Armutsanteil von 14,1 Prozent)
Neid: Bremen (5.313 Einbrüche pro einer Million Einwohner)
Zorn: Berlin (12.958 Körperverletzungen pro einer Million Einwohner)
Wollust: Düsseldorf (21 Beate-Uhse-Läden und ähnliches auf eine Million Einwohner)
Völlerei: Oberbayern (14 Restaurants mit Michelin-Sternen auf eine Million Einwohner)
Trägheit: Uckermark (weniger als 14 Einwohner von einer Million sozial engagiert)

Wir wollen hier nicht darauf eingehen, ob das ganze hieb- und stichfest ist, sondern die Gelegenheit beim Schopf ergreifen und den wahren Standpunkt der katholischen Kirche in Erinnerung rufen: Die richtigen Namen der sieben HAUPTsünden (so lautet nämlich die richtige Bezeichnung) sind: Stolz, Habsucht, Neid, Zorn, Unkeuschheit, Unmäßigkeit, Trägheit/ Überdruß.

Hieronymus Bosch - Sieben Hauptsünden

Hauptsünden (oder Wurzelsünden/ Hauptlaster) heißen sie deshalb, weil sie weitere Sünden und weitere Laster erzeugen, die dann entweder läßlich oder schwer sind. Die letzteren, die schweren Sünden, sind dann die sogenannten Todsünden.

Todsünden heißen diese, weil sie den Verlust der Liebe und der Gnade nach sich ziehen, die den Ausschluß aus dem Reich Christi und den ewigen Tod in der Hölle verursachen, sofern sie nicht durch Reue und göttliche Vergebung (Beichte für die Katholiken) wieder gutgemacht werden. Diese verheerenden Konsequenzen sind es der „Zeit“ nicht wert, auch nur erwähnt zu werden, die Oberflächlichkeit des Artikels ist eine wahre Schande!

Hierzu die Auszüge aus dem Katechismus der Katholischen Kirche:

Die Todsünde zerstört die Liebe im Herzen des Menschen durch einen schweren Verstoß gegen das Gesetz Gottes. In ihr wendet sich der Mensch von Gott, seinem letzten Ziel und seiner Seligkeit, ab und zieht ihm ein minderes Gut vor. Die läßliche Sünde läßt die Liebe bestehen, verstößt aber gegen sie und verletzt sie. (KKK1855)

Damit eine Tat  eine Todsünde ist, müssen gleichzeitig drei Bedingungen erfüllt sein: „Eine Todsünde ist jene Sünde, die eine schwerwiegende Materie zum Gegenstand hat und die dazu mit vollem Bewußtsein und bedachter Zustimmung begangen wird“. (KKK1857)

Was eine schwerwiegende Materie ist, wird durch die zehn Gebote erläutert, entsprechend der Antwort Jesu an den reichen Jüngling: „Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen … ehre deinen Vater und deine Mutter“ (Mk 10,19). (KKK1858)

Da die Todsünde in uns das Lebensprinzip, die Liebe, angreift, erfordert sie einen neuen Einsatz der Barmherzigkeit Gottes und eine Bekehrung des Herzens, die normalerweise im Rahmen des Sakramentes der Versöhnung erfolgt. (KKK1856)

Die Todsünde ist wie auch die Liebe eine radikale Möglichkeit, die der Mensch in Freiheit wählen kann. Sie zieht den Verlust der göttlichen Tugend der Liebe und der heiligmachenden Gnade, das heißt des Standes der Gnade, nach sich. Wenn sie nicht durch Reue und göttliche Vergebung wieder gutgemacht wird, verursacht sie den Ausschluß aus dem Reiche Christi und den ewigen Tod in der Hölle, da es in der Macht unseres Willens steht, endgültige und unwiderrufliche Entscheidungen zu treffen. Doch wenn wir auch beurteilen können, daß eine Handlung in sich ein schweres Vergehen darstellt, müssen wir das Urteil über die Menschen der Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit Gottes überlassen. (KKK 1861)

Supreme Court spricht Amerikanern Recht auf freien Waffenbesitz zu

29/06/2010

Wie bereits im März hier berichtet, haben Chicagoer Bürger gegen die strengen Gesetze der Stadt für privaten Waffenbesitz geklagt. Der oberste US-Gerichtshof hat nun gestern das endgültige Urteil gesprochen: er bestätigt das Recht alle Amerikaner (die bisher keine kriminellen oder psychologischen Auffälligkeiten aufweisen) auf freien unbeschränkten Waffenbesitz. Gleichzeitig betonte Bundesrichter Alito, dass Selbstverteidigung ein Grundrecht sei und ebnet so den Weg zu weiterer enthemmter Benutzung der Waffen in Wildwest-Manier und zur Verletzung des 5. Gebotes.

Vermutlich wird sich das Urteil schnell auf andere Städte und Bundesstaaten mit bisher strengen Restriktionen ausweiten und zu noch mehr Schiessereien und Toten führen. Zur Zeit kommen in den USA jedes Jahr ca. 30.000 Menschen durch Schusswaffen um, die 300 Millionen US-Bürger besitzen bereits 200 Millionen Schusswaffen. Wenn es dann noch zu vermehrter Unzufriedenheit und Unruhen aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der zunehmenden Verarmung/ Arbeitslosigkeit  in den USA kommt – womit durchaus zu rechnen ist, wie die ständig steigende Zahl der Bezieher von Lebensmittelmarken zeigt –  wird es dort übel zugehen, das mag man sich gar nicht ausmalen.

Wie bitte?? Frau Käßmann als Bundespräsidentin?

02/06/2010

Nach dem überraschenden Rücktritt Horst Köhlers hat die „Welt“ auf ihrer Internetseite am 1. Juni sofort eine Umfrage unter ihren Lesern gestartet, wer nun dessen Nachfolger werden soll: auf Platz 1 ist heute immer noch Margot Käßmann (31%)! Sie liegt deutlich vor Ursula von der Leyen (15% – urgs!) und Peer Steinbrück (12%). Hallo Deutschland, geht’s noch gut?! Die geschiedene protestantische Bischöfin, die neulich noch im katholischen Münchner Liebfrauendom auf übelste Weise für die oftmals kindstötende Pille Propaganda gemacht hat und somit uns(ere Jugend) zu Sex ohne Verantwortung auffordert? Die wegen einer Fahrt mit ziemlich viel Alkohol im Blut von ihrem Amt als Vorsitzende der EKD zurücktreten mußte? Die schon lange vor der Hamburger Bischöfin die apostolische Überzeugung, dass die Mutter Jesu Jungfrau ist, öffentlich in Frage gestellt hat? Die die Gender-Mainstreaming-Irrlehre und die „Bibel in gerechter Sprache“ (die auch vom Rat der EKD abgelehnt wird) vertritt und in ihrer hannoverschen Landskirche der Bibel zum Trotz Schwule oder Lesben mit ihrem Partner im Pfarrhaus wohnen lässt? Die Frau, die sich dafür einsetzt, dass in den EKD-Beratungsstellen weiterhin Scheine für straflose Kindstötungen ausgestellt werden?  Die soll ins Schloß Bellevue einziehen, uns Deutsche repräsentieren und offizielles deutsches Staatsoberhaupt werden? Noch ist es ja, Gott sei Dank, nicht soweit, aber das schlüge dem Faß doch den Boden aus. Was hat Herr Ulfkotte in seinem Artikel über die Armenier neulich gesagt: Diese Bundesregierung „ist moralisch am Ende“. Anscheinend auch ein Großteil der Bundesbürger.

„Weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe der Vielen erkalten“ (2)

10/08/2009

Jesus sagt: „Liebe kann jedoch nicht da sein, wo die Gesetzlosigkeit herrscht. Denn die Liebe ist Gott, und Gott lebt nicht mit dem Bösen zusammen. Wer also das Böse liebt, hasst Gott. Im Gotteshass vermehrt er seine Bosheit und trennt sich immer mehr von Gott, der Liebe ist. Das ist ein Teufelskreis, dem man nicht entrinnt, und der euch immer quälender einschnürt.

Ihr Mächtigen und ihr Untergebenen, ihr habt eure Schuld aufgehäuft. Habt das Evangelium vernachlässigt, die Zehn Gebote verlacht, Gott vergessen- derjenige, der nach dem Fleisch lebt, der im geistigen Hochmut lebt, der nach den Ratschlägen Satans lebt, darf nicht sagen, dass er sich an Gott erinnert- ihr habt die Familie mit Füssen getreten, habt gestohlen, gelästert, gemordet, falsches Zeugnis gegeben, gelogen, gehurt, habt das Unrecht zum Recht erklärt. Hier: indem ihr eine Stellung, eine Ehefrau, ein Gut gestohlen habt; dort, auf höherer Ebene: indem ihr die Macht oder eine nationale Freiheit an euch gerissen habt und euren Raub auch noch durch die Schuld der Lüge vermehrt habt, damit euer Werk vor den Völkern, die ihr damit in den Tod führt, gerechtfertigt erscheint. Die armen Völker, die nichts anderes verlangen, als in Ruhe zu leben! Und die ihr mit giftigen Lügen gegen einander aufhetzt, um euch um den Preis des Blutes, der Tränen und der Opfer ganzer Nationen einen unrechtmässigen Wohlstand zu garantieren.

Aber wieviel Schuld haben die Einzelnen an der grossen Schuld der Grossen! Es ist der Haufe der kleinen Schuld der Einzelnen, der die Grundlage der grossen Schuld bildet. Wenn ein jeder heiligmässig ohne Fleischesgier, Geldgier, Machtgier lebte, wie könnte sich dann die grosse Schuld herausbilden? Es würde immer Verbrecher geben. Aber sie würden unschädlich gemacht werden, weil niemand ihnen dienen würde. Sie würden wie Verrückte isoliert weiterhin ihren unanständigen Träumen der Übermächtigung nachphantasieren. Diese Träume würden sich jedoch niemals verwirklichen. So sehr Satan ihnen auch hülfe, würde doch seine Hilfe von der vereinten Gegnerschaft der nach dem Willen Gottes lebenden, geheiligten Menschheit zunichte gemacht werden. Und die Menschheit hätte zudem Gott auf ihrer Seite. Gott, den Gütigen, auf der Seite seiner gehorsamen und guten Kinder. Die Liebe würde also lebendig und heiligend in den Herzen herrschen. Und die Bosheit würde fallen.“

 

Auszug aus dem Band “Die Hefte 1944″  von Maria Valtorta, mit  der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.

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