Posts Tagged ‘Menschwerdung’

… den Du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast.

08/05/2012

Eine kleine Betrachtung des Freudenreichen Rosenkranzes aus dem Goldenen Buch des hl. Grignion de Montfort:

Erstes Geheimnis: Verkündigung der Menschwerdung –

Frucht des Geheimnisses: Demut

Betrachte mit Maria die wunderbare Erniedrigung, die der Sohn Gottes, der Abglanz des ewigen Lichtes, der fleckenlose Spiegel der göttlichen Güte, auf sich nimmt, indem er sich zur Sühne für deinen Stolz von einem Geschöpf abhängig macht.

Die Tiefe der Demut Mariens hat sie zur Würde einer Gottesmutter erhoben.

O wie eitel bist du noch, wie begierig nach der Achtung der Welt! Ergreife doch alle Mittel, die Tugend der Demut zu erflehen und zu üben, ohne die alle anderen keine Bedeutung haben.

Wir opfern Dir auf, Herr Jesus Christus, diesen ersten Zehner zu Ehren Deiner Menschwerdung im Schoße der reinsten Jungfrau; wir bitten Dich durch dieses Geheimnis und die Fürsprache Mariens um eine tiefe Demut.

Vater unser im Himmel…, 10 Gegrüßet seist du Maria…, Ehre sei dem Vater…, O Jesus…

Durch das Geheimnis der Menschwerdung steige herab, o Heiliger Geist, in unsere Seelen. Amen.

Anleitung zum Rosenkranzbeten

zur entsprechenden Valtorta-Vision

weiter zum zweiten freudenreichen Geheimnis

Werbeanzeigen

3. Juni: Fronleichnam – Hochfest des Leibes und Blutes Christi

03/06/2010

“Die Heilige Messe wiederholt die drei wichtigsten Punkte meines Lebens.”

18. Mai 1944

Jesus sagt:

“ (…) Mein Blut hört nicht auf, sich auf die Erde zu ergießen. Schon zwanzig Jahrhunderte erglänzt es als Zeugnis der Liebe vor der Schöpfung und fällt wie Tau überall dorthin, wo ein Kreuz steht und sagt: „Hier ist Christi Territorium“.

Die Engel eines jeden Gläubigen, ja, die jedes Menschen, der den Namen „Christ“ trägt, tun nichts anderes als zwischen Himmel und Erde einher zu eilen, um für jeden ihrer Schutzbefohlenen aus den göttlichen Schatzkammern zu schöpfen. Aber das macht nicht das ganze Wirken der Engel aus. denn auch das übrige ungezählte Engelvolk betet auf ewige Anordnung für die Nichtchristen an, die nicht den wahren Gott verehren, und fleht mein Göttliches Blut an, sich auf alle Geschöpfe zu ergießen, damit Es von diesen angebetet wird.

Die Engel der Gerechten beten frohlockend an, vereint mit den Seelen derer, die schon auf Erden die ewige Anbetung vorwegnehmen. Die Engel der Nichtchristen beten hoffend an; sie hoffen, im Zeichen des Kreuzes deren Beschützer werden zu können. Die Engel der Sünder, die nicht mehr Gotteskinder sind, beten weinend an. Und weinend flehen sie das göttliche Blut an, es möge jene Herzen durch seine Kraft erlösen. Und schließlich beten die Engel alle auf der Erde verstreuten Kirchen an, indem sie das in jeder hl. Messe Mir zum Gedächtnis erhobene Blut zu Gott tragen.

In unaufhörlichem Rhythmus fließt das Kostbare Blut herab und steigt wieder zum Himmel hinauf. Es gibt keinen Augenblick des Tages, in dem nicht Mein Blut zu Gott hinaufsteigt und in dem es nicht von Gottes Thron auf die Erde herabfließt.

Darüber hast du niemals nachgedacht, Maria. Die hl. Messe wiederholt die drei wichtigsten Punkte Meines Lebens als Jesus Christus, das Fleischgewordene Wort Gottes.


Simone Martini

Wenn in der Wandlung die Gestalten Fleisch und Blut werden, inkarniere Ich Mich wie damals. Nicht im Schoss der hl. Jungfrau. Aber in den Händen eines Jungfräulichen. Deshalb sollen Meine Priester von engelgleicher Jungfräulichkeit sein. Wehe den Entweihern (Profanierern), die mit von fleischlicher Verunreinigung besudeltem Körper den Leib Gottes berühren!

Wenn nämlich euer Körper der Tempel des Heiligen Geistes ist und deshalb heilig und keusch gehalten werden soll, so muss der Körper des Priesters, auf dessen Befehl hin Ich vom Himmel herabsteige, um göttliches Fleisch und Blut zu werden, und Mich wie in eine Wiege in seine Hände lege, reiner als eine Lilie sein. Und mit dem Körper der Sinn, das Herz und die Zunge.

In der Erhebung (der hl. Gestalten) geschieht die Kreuzigung. „Wenn ich erhöht sein werde, werde ich alles an mich ziehen“ (vgl. Joh 12,32), und wenn Ich von einem Altar erhoben werde, ziehe Ich alle Herzschläge der Anwesenden, alle ihre Bedürfnisse, alle ihre Schmerzen, alle ihre Gebete an Mich und stelle Mich so dem himmlischen Vater vor und sage: „Hier bin Ich, der von der Liebe Verzehrte bittet Dich, Vater, diesen ‚Meinen‘ alles zu gewähren, denn Ich habe für sie alles hingegeben“.

Und wenn das Opfer mit dem Verzehr der hl. Gestalten beendet wird, dann kehre Ich zu Meinem Vater zurück und sage euch wie am Morgen der Himmelfahrt: „Ich segne euch. Ich bleibe bei euch bis ans Ende der Welt“.

Aus Liebe nehme Ich Fleisch an, aus Liebe verzehre Ich Mich, aus Liebe fahre Ich zum Himmel auf. Um zu euren Gunsten zu beten. Immer ist es die Göttliche Liebe, die in allen Meinen Werken vorherrscht. (…)“

Diktat Jesu an Maria Valtorta am 18. Mai 1944. Auszug aus „Die Hefte 1944“ , veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Das Brot, das Gott ist und der Wein, der Blut ist“

Die Passionszeit des heiligen Joseph

17/03/2010

Maria sagt:

„Auch mein Joseph hatte seine Passionszeit (Matth 1,18-25); sie begann in Jerusalem, als ihm mein Zustand klar wurde. Und sie dauerte tagelang, wie für Jesus und für mich. Und es war kein geringer seelischer Schmerz. Nur wegen der Heiligkeit des Gerechten, meines Bräutigams, verlief sie in einer Weise, die so würdig und geheim war, daß sie im Laufe der Jahrhunderte wenig Beachtung gefunden hat.

Oh! Wie schmerzlich war unsere erste Passionszeit! Wer könnte ihre tiefe, stille Intensität beschreiben! Wer meinen Schmerz, da ich feststellen mußte, daß der Himmel mich noch nicht erhört und mein Geheimnis noch nicht enthüllt hatte; daß Joseph es nicht kannte, sah ich an seinem Verhalten mir gegenüber, das wie üblich war.

Wenn er gewußt hätte, daß ich in mir das Wort Gottes trug, hätte er dieses in meinem Schoß verschlossene Wort mit Akten der Verehrung, wie sie Gott gebühren, angebetet; er hätte sie nicht unterlassen, ebenso wie ich mich nicht geweigert hätte, sie entgegenzunehmen, nicht für mich, sondern für den, den ich in mir trug, so wie die Bundeslade die steinernen Tafeln und die Gefäße mit Manna in sich barg.

Wer kann meinen Kampf gegen die Niedergeschlagenheit beschreiben, die mich überwältigen wollte, um mich zu überzeugen, daß ich vergeblich auf den Herrn gehofft hatte? Oh! Ich glaube, es war die Wut Satans! Ich fühlte, wie der Zweifel hinter meinen Schultern auftauchte und mit seinen kalten langen Krallen meine Seele zu umklammern und zu halten versuchte, um sie vom Gebet fernzuhalten. Zweifel ist gefährlich, ja tödlich für den Geist. Tödlich, weil der Zweifel der erste Ausdruck der tödlichen Krankheit ist, die „Verzweiflung“ heisst. Gegen sie muß der Geist sich mit aller Kraft wehren, um nicht seelisch zugrunde zu gehen und Gott zu verlieren.

Josephs Traum (Gaetano Gandolfi)

Wer kann den Schmerz Josephs wahrheitsgetreu beschreiben, seine Gedanken und die Verwirrung seiner Gefühle? Wie eine kleine, von einem großen Sturm ergriffene Barke befand er sich in einem Wirbel sich widersprechender Gedanken, in einem Netz peinlicher und grausamer Überlegungen, eine schmerzhafter als die andere. Er war ein Mann, der dem Schein nach von seiner Frau verraten worden war. Er sah seinen guten Namen und die Achtung der Welt zusammenbrechen; er stellte sich schon vor, daß man ihretwegen mit Fingern auf ihn zeigen und ihm im ganzen Ort bedauern würde. Er sah seine Liebe und Hochachtung zu mir zu Tode getroffen durch die Offensichtlichkeit der Tatsache.

Seine Heiligkeit erstrahlt hier noch erhabener als die meine. Und ich gebe dies Zeugnis mit meiner Liebe als Frau, weil ich will, daß ihr ihn liebt, meinen Joseph, diesen weisen und klugen, diesen geduldigen und guten Menschen, der vom Geheimnis der Erlösung nicht ausgeschlossen ist, sondern mit ihm aufs innigste verbunden, denn er litt den Schmerz für das Geheimnis und verzehrte sich selbst dafür; er rettete euch den Erlöser durch den Preis seines Opfers und seiner großen Heiligkeit. Wäre er weniger heilig gewesen, so hätte er menschlich gehandelt und mit als Ehebrecherin verklagt, damit ich gesteinigt würde, und die Frucht meiner Sünde mit mir zugrunde ginge. Wäre er weniger heilig gewesen, so hätte ihm Gott das Licht der Erleuchtung in dieser Prüfung nicht geschenkt.

Aber Joseph war heilig. Sein reiner Geist lebte in Gott. Die Liebe in ihm war glühend und stark. Und durch diese Liebe rettete er euch den Erlöser, da er mich nicht bei den Ältesten verklagte; und später ließ er in bereitwilligem Gehorsam alles zurück, um Jesus nach Ägypten zu führen und zu retten. Wenig der Zahl nach, aber furchtbar in der Intensität waren die drei Tage der Passion Josephs, die auch die meine war. Meine erste Passion. Obwohl ich seinen Schmerz kannte, konnte ich ihn in keiner Weise davon befreien aus Gehorsam gegenüber dem Beschluß Gottes, der mir gesagt hatte: „Schweige!“

Und als wir in Nazareth angekommen waren und ich sah, wie er nach einem kurzen Gruß wegging, gebeugt und wie in kurzer Zeit gealtert, und abends nicht mehr zu mir kam, wie es sonst seine Gewohnheit war: Ich sage euch, meine Kinder, mein Herz weinte in heftigem Schmerz. Eingeschlossen in meinem Haus, allein, im Haus wo mich alles an die Verkündigung und Menschwerdung erinnerte – und an Joseph, der in einer unversehrten Jungfräulichkeit mit mir verlobt war, mußte ich der Entmutigung widerstehen, den Einflüsterungen Satans, und hoffen, hoffen und hoffen. Und beten, beten und beten. Und verzeihen, verzeihen und verzeihen, dem Verdacht Josephs, dem Aufwallen seiner scheinbar berechtigten Entrüstung.

Kinder, man muß hoffen, beten und verzeihen, um die Gnade zu erhalten, daß Gott zu unseren Gunsten eingreift. Auch ihr habt eure Passion durchzumachen. Ihr verdient sie wegen eurer Sünden. Ich lehre euch, wie man sie durchsteht und in Freude umwandelt. Hofft ohne Maß! Betet ohne Mißtrauen! Verzeiht, um Verzeihung zu erhalten! Die Vergebung Gottes wird der Friede sein, nach dem ihr strebt, meine Kinder.“

Auszug aus “Der Gottmensch″ (Band I) von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz:book@parvis.ch, www.parvis.ch

Maria von Nazareth spricht sich mit Joseph aus