Posts Tagged ‘Fürsprecherin’

Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel

14/08/2012

„Dies ist das vollkommene Werk des Schöpfers.

Dies ist, was ich mir unter allen Menschenkindern zum wahren Bild und Gleichnis schuf, die Frucht eines schöpferischen und göttlichen Meisterwerkes, das Wunder des Universums, das in einem einzigen Wesen durch die wie Gott ewige, geistige, vernunftbegabte, freie und heilige Geistseele das Göttliche vereint mit dem materiellen Geschöpf im unschuldigsten, heiligsten Fleisch, vor dem alles Lebende in den drei Reichen der Schöpfung sich verneigen muss.

Dies ist der Beweis meiner Liebe zum Menschen, für den ich ein vollkommenes Wesen und das selige Los des ewigen Lebens in meinem Reich wollte. 

Dies ist der Beweis meiner Vergebung für den Menschen, dem ich durch den Willen einer dreifachen Liebe die Wiedergutmachung und Wiederherstellung vor meinen Augen gewährt habe. 

Dies ist der mystische Prüfstein.

Dies ist das Verbindungsglied zwischen Mensch und Gott.

Dies ist sie, die die ersten Tage der Zeit wiederbringt und meinen göttlichen Augen die Freude gewährt, eine Eva zu betrachten, wie ich sie erschaffen hatte und die nun noch viel schöner und heiliger ist, denn sie ist die Mutter meines Wortes und die Märtyrerin der großen Vergebung. Um ihres unbefleckten Herzens willen, das keinen Makel, auch nicht den geringsten, kannte, öffne ich nun die Schätze des Himmels, und um ihres Hauptes willen, in dem nie der Hochmut wohnte, fasse ich meinen Glanz in einen Stirnreif und kröne sie, denn sie ist mir heilig und soll eure Königin sein!“

Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. XII von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Die Aufnahme Marias in den Himmel

Das Heil der Welt liegt in Maria

Die demütige und große Königin der Welt

Werbeanzeigen

… den Du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast.

08/05/2012

Eine kleine Betrachtung des Freudenreichen Rosenkranzes aus dem Goldenen Buch des hl. Grignion de Montfort:

Erstes Geheimnis: Verkündigung der Menschwerdung –

Frucht des Geheimnisses: Demut

Betrachte mit Maria die wunderbare Erniedrigung, die der Sohn Gottes, der Abglanz des ewigen Lichtes, der fleckenlose Spiegel der göttlichen Güte, auf sich nimmt, indem er sich zur Sühne für deinen Stolz von einem Geschöpf abhängig macht.

Die Tiefe der Demut Mariens hat sie zur Würde einer Gottesmutter erhoben.

O wie eitel bist du noch, wie begierig nach der Achtung der Welt! Ergreife doch alle Mittel, die Tugend der Demut zu erflehen und zu üben, ohne die alle anderen keine Bedeutung haben.

Wir opfern Dir auf, Herr Jesus Christus, diesen ersten Zehner zu Ehren Deiner Menschwerdung im Schoße der reinsten Jungfrau; wir bitten Dich durch dieses Geheimnis und die Fürsprache Mariens um eine tiefe Demut.

Vater unser im Himmel…, 10 Gegrüßet seist du Maria…, Ehre sei dem Vater…, O Jesus…

Durch das Geheimnis der Menschwerdung steige herab, o Heiliger Geist, in unsere Seelen. Amen.

Anleitung zum Rosenkranzbeten

zur entsprechenden Valtorta-Vision

weiter zum zweiten freudenreichen Geheimnis

8. Dezember: Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria

08/12/2011

Die demütige und große Königin der Welt

In Kapitel 122 des „Gottmensch“ spricht Jesus zu Anfang seines öffentlichen Wirkens mit seinem Apostel Simon, dem Zeloten, über seine Heimat Galiläa und drückt aus, wie sehr er den See, Nazaret, die Berge, die Ebenen usw. liebt. Und er fügt hinzu:

„… Und dann… und dann, oh, Simon! Dort blüht eine Blume! Eine Blume, die einsam leuchtet und duftet in Reinheit und Liebe für ihren Gott und ihren Sohn! Dort ist meine Mutter, und du wirst sie kennenlernen, Simon, und mir dann sagen, ob es auf dieser Erde ein anderes Geschöpf gibt, das ihr, auch in menschlicher Anmut, gleichkommt.

Sie ist schön, doch alles wird von dem übertroffen, was ihr Inneres ausstrahlt. Wenn ein Rohling sie entkleiden, sie verunstalten und sie zum Umherirren verurteilen würde, sie wäre immer noch die Königin in königlichem Gewand, weil ihre Heiligkeit sie mit einem Mantel der Herrlichkeit umkleiden würde. 

Alles kann mir die Welt an Bösem antun, aber alles werde ich der Welt verzeihen, denn um auf die Welt zu kommen und um diese zu erlösen, hatte ich sie: die demütige und große Königin der Welt, welche die Welt nicht kennt, durch die aber der Welt das Heil gewährt wurde und in allen Jahrhunderten gewährt werden wird. …“

Auszug aus “Der Gottmensch“, Bd. II von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Um Fleisch zu werden, bedurfte ich einer Mutter“

Die heilige Jungfrau Maria ist das vollkommene Werk des Schöpfers

„Das Heil der Welt liegt in Maria“

Königin und Herrscherin und Mutter des Königs der Engel

27/07/2011

Die Braut (Birgitta) sah die Himmelskönigin, Gottes Mutter, die eine unbeschreiblich schöne und kostbare Krone auf dem Haupt hatte. Das wunderbar schöne Haar war über die Schultern geschlagen, und sie trug einen goldenen Rock, der in einem unsagbaren Glanz erstrahlte, mit einer blauen Kappe aus Azur oder klarer Himmelsfarbe.


Als die Braut sich nun über einen so herrlichen Anblick wunderte und in dieser Verwunderung in einer inneren Verzückung ganz hingerissen dastand, zeigte sich ihr plötzlich der hl. Johannes der Täufer, der zu ihr sagte:

„Hör genau zu, was dies bedeutet. Die Krone bedeutet, dass sie (Maria) Königin und Herrscherin und Mutter des Königs der Engel ist; das ausgebreitete Haar bedeutet, dass sie rein und eine unbefleckte Jungfrau ist. Die Kappe mit Himmelsfarbe besagt, dass alle zeitlichen Dinge wie tot für sie sind. Der goldene Rock, dass sie vor Gottesliebe brannte und glühte, innerlich und äußerlich. 

Aber in die Krone setzt ihr Sohn sieben Lilien, und zwischen diese Lilien setzte er sieben Edelsteine. Die erste Lilie ist ihre Demut, die zweite ihre Gottesfurcht, die dritte ihr Gehorsam, die vierte ihre Geduld, die fünfte ihre Standhaftigkeit, die sechste ihre Milde, (denn sie ist mild und gibt allen, die sie bitten), die siebente ihre Barmherzigkeit in Drangsal (denn in welcher Drangsal sich auch der Mensch befindet, wird ihm geholfen, wenn er sie von ganzem Herzen anruft).“

(Brigitta von Schweden, Himmlische Offenbarungen, Buch I, Kapitel 31)

Hl. Rafael Arnaiz Baron (14)

09/04/2011

Heute, am 9. April 2011, ist der 100. Geburtstag des spanischen Trappisten Rafael Arnaiz Baron, der am am 11. Oktober 2009 heilig gesprochen wurde. Er ist einer (der jüngste) der Patrone des Weltjugendtages in Madrid.

Dieser mit 27 Jahren in der Abtei San Isidro de Duenas an Diabetes verstorbene Mystiker beeindruckt vor allem durch seine tiefe Spiritualität und sein einfaches und frohgemutes Wesen, mit dem er vertrauensvoll sein Kreuz auf sich nahm. Dank der freundlichen Genehmigung  der Herausgeberin und des Bernardus-Verlags, bei dem die Gesamtausgabe der Schriften des Heiligen bestellt werden können („Nur Gast auf Erden?“),  veröffentlichen wir hier Auszüge aus denselben.

Den folgenden Brief schrieb er von seinem Elternhaus aus an seine Tante (mit der er verabredet hatte, sich gegenseitig mit ‚Bruder‘ und ‚Schwester‘ anzureden), nachdem er ca. 2 Jahre vorher die Abtei aufgrund seiner Erkrankung  verlassen musste. Seine Rückkehr in die ‚Trapa‘ stand kurz bevor:

An seine Tante Maria, Herzogin von Maqueda, von Oviedo aus

26. November 1935 – Dienstag – im Alter von 24 Jahren

Meine liebste Schwester! Ich weiss nicht, wie ich beginnen soll. Dein Brief heute war für mich etwas, wofür ich weder Gott noch Dir genug danken kann. Er möge Dich segnen!

Ich sage Dir nur, dass ich in diesen Tagen eine Stelle aus der Sext des Offiziums betrachtet habe, die lautet: „Helft euch gegenseitig beim Tragen der Lasten. So werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“ (Gal 6,2).

Wie tröstlich, nicht wahr? Und was machen wir? Ich weiss nicht, aber in Deinem Brief habe ich heute morgen eine ganz zarte, von Christus herrührende Liebe gesehen. Du möchtest mir helfen, mich trösten und ein wenig mein Kreuz tragen helfen; Du möchtest mein Mann aus Cyrene sein. Gepriesen sei die Liebe der Geschöpfe, die solche Dinge vollbringt! Gelobt sei der Herr, der uns ein Herz schenkt, das uns manchmal leiden, aber auch viele reine und übernatürliche Freuden erfahren lässt! Das geschieht, wenn wir Seelen begegnen, die uns derart lieben, wie du mir in Deinem Brief zeigst. Liebe Schwester, Du bist ein Engel, den mir der Herr in genau dem Augenblick schickt, da ich es am dringendsten benötige… Es soll Dir nicht sehr wichtig sein, dass ich es Dir sage, aber ich sehe es wirklich so.

Gerade jetzt, da ich dir zu schreiben beginne, komme ich vom Kloster der ‚Esclavas‘ zurück. Es ist halb sieben. Dort, vor dem Herrn und mit Deinem Brief in der Tasche, habe ich vor Freude fast geweint… Wie sehr liebst du mich, Herr! Wenn  Du wüsstest, Schwesterlein, wie glücklich ich bin! Du auch, nicht wahr?

Sieh, ich ging hin zu Jesus, um Ihm alles zu erzählen, so wie ich es immer tue, wenn ich einen Brief von Dir erhalte. Zuerst hielt ich einen Akt der Danksagung. Gott behandelt mich auf eine Weise, wie ich es nicht verdiene. Kurz und gut, warum sollte ich Dir alles nochmals aufzählen? Danach überdachte ich einige Dinge, die Du mir schreibst und von denen Du mich bittest, nicht böse darüber zu sein. Um Gottes willen, ich werde doch nicht ärgerlich darüber und habe Dir nichts zu verzeihen! Du meinst das nur. Du glaubst, dass ich so gut bin. Ich erzählte es dem Herrn, und wir lachten beide ein wenig. Ich sage es Dir in aller Einfachheit. Jesus gab mir zu verstehen, dass ich weder von Ihm noch vor Seiner Mutter etwas gewinne oder verliere durch die Meinung, die Du vielleicht von mir hast – das sei unwichtig.

Du bist wirklich ein ‚goldiges Fräuchen‘, liebe Schwester. Ich finde das ganz lustig und beneide fast Deine Treuherzigkeit. Du kannst mir mitteilen, was Du willst… Gott weiss alles, und ich erzähle Ihm schliesslich auch alles.

Als ich das heute nachmittag tat und merkte, dass der Herr mir zuhörte und auch lächelte, empfand ich plötzlich eine so grosse Freude, dass ich – hätte ich die Leute um mich herum nicht bemerkt – zu lachen angefangen hätte wie ein Irrer; mehr brauche ich Dir wohl nicht zu sagen.

Anschliessend konzentrierte ich mich sehr, und diese etwas unpassende Äusserung der Freude verwandelte sich in einen ganz grossen Frieden… Wenn Du sehen könntest, Schwester, wie gut Gott ist! Ich vergass alles: mich, Dich, alles… Jesus liebt mich so sehr, liebe Schwester! Liebe auch Du Gott ganz innig! Könntest Du doch auch diese Erfahrung machen! Nun gut…

 

Später liess Er mich merken, dass immer noch eine arme alte Frau in der Kirche war, die neben mir kniete und ganz fürchterlich anfing zu husten. Zuerst machte sie mich ungeduldig, dann aber war ich so beschämt über meine Ungeduld, dass ich die arme Frau bei der Hand nahm und sie der Jungfrau Maria vorstellte. Ich bat die Herrin, sich ihrer anzunehmen – und der Husten hörte auf. Dann betete ich für sie. Ich begann mit dem alten Frauchen neben mir, und schliesslich stellte ich alle Glaubenden unter den Schutzmantel der Gottesmutter. Hin und wieder habe ich derartige innere Anwandlungen, und ich sage Dir: dann fällt es mir schwer, stillzuhalten. Gut, versteh mich bitte recht!

Ich blieb in der Kirche, bis man mich hinauswarf (ich weiss nicht, wie man dieses Wort schreibt; verzeih meinen Fehler!) [Er schreibt ‚hecharon‘ statt ‚echaron‘, streicht das ‚h‘ aber durch.] Ich ging sehr fröhlich fort, weil ich eine Weile bei Jesus verbracht hatte, und hätte den Küster am liebsten umarmt. Wie glücklich bin ich doch, Schwesterlein! Wie sehr liebt mich Jesus!

Du, ja Du musst mir die Dinge verzeihen, die ich Dir erzähle. Aber ich möchte Dich teilnehmen lassen sowohl an meinen Freuden als – ich würde sagen – auch an meinen Leiden… Aber gut, was meine Leiden angeht, lassen wir es. Sie gehen rasch vorüber; der Herr lässt nicht zu, dass ich mich lange damit aufhalte. Er will nicht, dass ich egoistisch sei. Und wenn Du in meinen vorhergehenden Briefen eine Spur von Traurigkeit gefunden hast, verzeih mir, denn ich bin immer noch recht armselig.

Da Du mir in Deinem Brief davon sprichst, dass wir mit unserer Liebe zu Gott frohe Menschen sein müssen, konnte ich nicht anders und musste den Herrn loben mit heiliger Freude in dem Bewusstsein, dass wir Ihm gehören, im Bewusstsein darüber, dass wir von ihm brennend geliebt werden. Weg mit der Traurigkeit und mit den Sorgen! Gott, und Gott allein! Ich kann Dir sagen, dass unser Leben – wenn wir das immer so sähen – ein vorweggenommener Himmel wäre. Alles würde sich darauf beschränken, Gott zu lieben und zu wissen, dass Er uns liebt. Was würden wir dann nicht alles erreichen, nicht wahr? Uns mit den Engeln, mit den Heiligen, mit Maria vereinigen! Ja, dann könnten wir wirklich nicht stillhalten, wenn wir zum Gebet gingen. Und dann würden sich diese inneren Anwandlungen mit solcher Häufigkeit wiederholen, dass wir in einer davon… O Herr, wie lange noch belässt Du mich hier, wo ich mich dahinschleppe, Dich suche und nach Dir rufe, ohne dass das Herz entlastet würde oder zur Ruhe kommen könnte? … Es erkennt unser Elend, das uns daran hindert, uns ein für allemal an Dir zu erfreuen.

Wie egoistisch sind wir, Herr! Tu mit mir, was Du willst, nimm keine Rücksicht auf mich! Ich habe Deine Liebe nicht verdient. Aber Herr, diese Worte gibt nicht mein Herz mir ein; das Herz bittet Dich um Liebe, und dass Du es für immer nimmst und es weit machst oder es einfach zum Stillstand bringst… Herr, so ist das kein Leben. Mein Leben bist Du, und manchmal scheinst Du so fern zu sein. O mein Herr und mein Gott!

Schau, liebe Schwester, heute habe ich nichts als eines: Gott…; ich schicke Ihn Dir.

Ich möchte, dass der Brief heute weggeht. Es ist halb acht, und um halb neun wird der Briefkasten geleert. Ich möchte nämlich – auch wenn es nicht mehr als ein paar Zeilen sind -, dass Du morgen das erhältst, was ich Dir schicken möchte.

Der nächste Brief wird länger, und darin werde ich Dir sagen, was ich mir für die hl. Adventszeit vorgenommen habe. Heute abend fange ich an, Dir zu schreiben und ausführlich auf Deinen Brief zu antworten. Ich sehe in ihm tatsächlich unsere gute Mutter und dass Du sie sehr liebst.

Wie gut bist Du Schwesterchen! Gott möge es Dir lohnen.

Denk nicht daran, dass ich wieder in die ‚Trapa‘ zurückkehre… Was soll’s! Für Dich bin ich immer derselbe, meinst Du nicht?

Heute weiss ich Dir nichts mehr zu sagen. Es steckt etwas in mir, dass mich nicht lässt.

Es schickt Dir seine ungeheuer grosse Liebe Dein armer, verrückter Bruder,

Bruder Maria Rafael O.C.R.

Verzeih ihm!!

P.S. Ich schicke Dir einen Brief aus meiner ‚Trapa‘. Er sagt nichts aus, und doch sagt er mir viel… Wie gut ist Jesus! Alles ist mir ein Trost.

Heiliger Rafael Arnaiz Baron, bitte für uns und ganz besonders für die Jugend dieser Erde. Nimm uns, genau wie das ‚alte Frauchen‘ in Deinem Brief, an die Hand und stelle uns der Gottesmutter vor, damit sie uns alle unter ihren Mantel nehme, uns zu ihrem Sohn führe und ihn uns lieben lehre. Amen.

zurück an den Anfang der Bruder Rafael-Reihe

 

weiter zum nächsten Auszug der Schriften von Bruder Rafael

Katastrophe in Japan

14/03/2011

Wir alle schauen nach Japan, wie wird es dort weitergehen für die Leute vor Ort, was bedeutet das alles für die anderen Länder der Erde, kommt die Radioaktivität auch zu uns? Das ganze Szenario macht umso betroffener, als das Land bereits in seiner Vergangenheit (als einziges der Erde) unter zwei Atombombenabwürfen zu leiden hatte.

Es ist fast nicht bekannt, dass damals am 6. August 1945 (Fest der Verklärung Christi!) in Hiroshima vier Jesuiten, darunter der Frankfurter Pater Hubert Schiffer, die Atombombenexplosion relativ unversehrt überlebten– und das nur acht Häuserblocks vom Zentrum des Einschlags entfernt. Sie waren die einzigen im Umkreis von 1,5 Kilometern, die mit dem Leben davon kamen, und sie wurden wunderbarerweise und zum permanenten Erstaunen der Mediziner nicht durch radioaktive Strahlung geschädigt. Pater Hubert Schiffer starb erst 1982 siebenundsechzigjährig in Frankfurt.

Er schrieb seine Rettung der Gnade Gottes, dem Rosenkranz und der Jungfrau Maria zu: „Als Missionare wollten wir in unserem Leben einfach die Botschaft der Gottesmutter von Fatima leben und deshalb beteten wir täglich den Rosenkranz“ war seine Antwort, wenn er nach einer Erklärung für das Wunder gefragt wurde. Später wurde an dieser Stelle die Hiroshima Memorial Cathedral for World Peace gebaut.

Marienstatue in der Hiroshima Memorial Cathedral

Das Christentum in Japan hat eine sehr bewegte Zeit hinter sich (man denke an die Kreuzigung der Märtyrer in Nagasaki im 16. Jahrhundert) und leider hat auch die wunderbare Errettung dieser Patres nicht zu vielen Bekehrungen geführt. Laut Wikipedia gibt es dort heute schätzungsweise nur zwischen 1 und 6 % Christen, unwillkürlich fragt man sich, wo die Menschen dort in dieser bedrohlichen Situation Halt finden.

Beten wir also täglich Rosenkränze für unsere Mitmenschen da in Japan… und für uns, denn wer weiss, was da alles auf uns zukommt nun. Oh Maria, hilf!

Die Geheimnisse von Fatima

Rosenkranz beten

Japans Ruhe: A. Riebel erklärt in der Tagespost die japanische Mentalität

Hl. Rafael Arnaiz Baron (10)

22/12/2010

Am 11. Oktober 2009 wurde der spanische Trappist Rafael Arnaiz Baron (1911-1938) heilig gesprochen. Dieser mit 27 Jahren in der Abtei San Isidro de Duenas verstorbene Mystiker beeindruckt durch seine tiefe Spiritualität und sein einfaches und frohgemutes Wesen, mit dem er vertrauensvoll sein Kreuz auf sich nahm. Dank der freundlichen Genehmigung  der Herausgeberin und des Bernardus-Verlags, bei dem die Gesamtausgabe der Schriften des Heiligen bestellt werden können („Nur Gast auf Erden?“),  veröffentlichen wir hier Auszüge aus denselben.


An seine Tante Maria, Herzogin von Maqueda, von Oviedo aus

23. Juli 1934 – Montag – im Alter von 23 Jahren

(…) Wenn Du wüsstest, wie beschämt ich war, dass ich über so lange Zeit die Jungfrau Maria nicht wirklich verehrt hatte! Das Kleine Offizium reicht nicht aus, auch nicht der Rosenkranz, noch eine halbe Million Novenen. Man muss sie sehr, sehr lieben; man muss ihr alles erzählen, ihr alles anvertrauen. Sie ist eine wahre Mutter.

Und ich bin der Meinung, dass wir – nehmt es wirklich als eine Äusserung von mir und daher als nicht so wichtig -, je mehr wir die Jungfrau lieben, ohne es selbst zu bemerken, Gott mehr lieben; mit anderen Worten: unsere Liebe zu Gott nimmt in dem Maß zu , wie unsere Hingabe an die heiligste Jungfrau wächst. Und das ist ganz normal: wie sollte man die Mutter lieben und nicht auch ihren Sohn? Unmöglich! Und was sollte Gott uns versagen, wenn wir Ihn auf die Fürsprache Mariens darum bitten? Nichts…

Sein erstes Wunder wirkte Jesus auf die Bitten Mariens hin, und ich stelle mir ihr Gesicht vor, wie sie Jesus anschaut und Ihm sagt: „Sie haben keinen Wein mehr“ [Joh 2,3]. Es ist eines der Wunder, das mich am stärksten berührt, weil Maria dabei vermittelt. (…)

weiter zum nächsten Auszug aus den Schriften Bruder Rafaels

zurück zum ersten Auszug

8. September: Fest Mariä Geburt

07/09/2010

„Das Heil der Welt liegt in Maria“

4. Juli 1943

Jesus sagt:

„Die Eucharistie ist Mein Blut und Mein Fleisch. Aber habt ihr je bedacht, dass dieses Blut und dieser Leib von dem Blut und der Milch Mariens gebildet wurden?

Sie, die Allerreinste, die in ihrem Schoße den Himmel empfing und das göttliche Wort des Vaters nach der göttlichen Hochzeit mit dem Heiligen Geist mit der unbefleckten Weiße ihres Fleisches umkleidete, hat sich nicht darauf beschränkt, den Heiland auf die Welt zu bringen. Sie hat Ihn mit ihrer Muttermilch genährt. Daher saugt auch ihr Menschen, die ihr euch von Mir nährt, die Milch Mariens, die zu Meinem Blut wurde, in euch auf.

Die jungfräuliche Milch. Wie könnt ihr denn so häufig Sklaven des Fleisches bleiben, wo doch zusammen mit Meinem Blut jene unbefleckte Milch in euch herabfliesst? Das ist, als ob ein Springbrunnen himmlischer Reinheit seine Fluten in euch ergösse. Und ihr verbleibt davon nicht gereinigt? Wie könnt ihr so sein, wenn in euch die Milch der Jungfrau und das Blut des Erlösers zirkuliert? Wenn ihr zu Meinem Tisch hintretet, ist es so, als ob ihr euren Mund an die keusche Brust der himmlischen Mutter legtet.

Denkt doch daran, ihr Kinder, die ihr Uns so wenig liebt. Ich bin froh, dass ihr an jener Brust, die Mich genährt hat, saugt. Aber ich möchte, dass in euch das Leben sich aufbaut wie bei Kindern, die an der Mutterbrust genährt werden. Ich möchte, dass ihr wachst und kräftig werdet. Die Milch der Amme überträgt außer dem physischen Leben auch sittliche Neigungen. Wie könnt ihr also, die ihr an dieser reinsten Brust genährt werdet, nicht auch geistige Ähnlichkeit von Maria annehmen? Sie drückt euch an ihr Herz, so abgezehrt, krank und schmutzig ihr auch seid. Sie reinigt euch, nährt euch und trägt euch zu ihrem Erstgeborenen, denn sie möchte, dass ihr Ihn liebt.

Ohne die Fürsorge Mariens und die Gebete Mariens würde es die menschliche Rasse nicht mehr geben. Ich würde sie auslöschen, denn eure Lebensweise hat die Tiefe des Bösen erreicht, und die göttliche Gerechtigkeit ist verletzt, die göttliche Geduld erschöpft, und die Bestrafung steht euch bevor. Aber da ist Maria, die sie mit ihrem Mantel abhält, und wenn Ich auch mit einem einzigen Blick das Paradies auf die Knie niederfallen und die Gestirne erzittern lassen kann, so vermag Ich nichts gegen meine Mutter.

Ich bin ihr Gott, aber Ich bin immer auch ihr kleines Kind. An diesem Herzen habe Ich in meinem ersten Kindesschlummer und im letzten meines Todes geruht, und von diesem Herzen kenne Ich alle Geheimnisse. Ich weiß also, dass es der Mutter des Menschengeschlechtes, seiner wahren Mutter, die unaufhörlich hofft, euch zu ihrem göttlichen Sohn führen zu können, ein durchdringender Schmerz wäre, euch zu strafen.

Ich bin ihr Gott, aber Sie ist meine Mutter. Und Ich, der Ich in allem vollkommen bin, bin euch auch darin Lehrmeister: in der Liebe zur Mutter. Dem, der in der Welt noch glaubt, sage Ich: „Das Heil der Welt liegt in Maria.“

 

Fra Angelico

Wenn ihr wüsstet, wie Gott sich angesichts der immer steigenden Flut der von euch begangenen Verbrechen, o ihr Gottesmörder, Brudermörder, Gesetzesübertreter, Hurer, Ehebrecher, Diebe, und ihr, die ihr zu einem einzigen Lasterpfuhl geworden seid, in Seine Tiefe zurückzieht, würdet Ihr erzittern. Aber ihr seid Toren geworden.

Zuerst war Ich die Brücke zwischen Erde und Himmel. Aber wahrhaftig, angesichts eurer Hartnäckigkeit im Bösen zieht Christus sich wie damals von Jerusalem zurück, denn „die Stunde ist noch nicht gekommen“, und in Erwartung dieser Stunde überlässt Christus euch eurem Bösen, damit ihr es bis zum Äußersten vollbringt.

Nun bleibt als einzige Brücke Maria. Aber wenn ihr auch Sie verachtet, werdet ihr zerschmettert werden. Ich lasse nicht zu, dass Diejenige herabgesetzt wird, in die der Heilige Geist hinabstieg, um Mich, den Sohn Gottes und Heiland der Welt zu erzeugen.“

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

O Jesus, Du bist die kaum erblühte Blume.
Ich betrachte Dich in Deinem ersten Erwachen;
O Jesus, Du bist die entzückende Rose,
Die frische Knospe, anmutig und rot.
Die reinen Arme Deiner geliebten Mutter
Bilden Dir eine Wiege, einen königlichen Thron.
Deine sanfte Sonne ist der Leib Mariens,
Und Dein Tau ist die jungfräuliche Milch.

Mein Geliebter, mein kleiner göttlicher Bruder,
In Deinem Blick erkenne ich die Zukunft,
Bald wirst Du für mich Deine Mutter verlassen,
Schon drängt Dich die Liebe zum Leiden!
Aber auf dem Kreuz, o entfaltete Blume!
Ich erkenne Deinen morgendlichen Duft;
Ich erkenne die Perlen Mariens,
Dein göttliches Blut ist die jungfräuliche Milch!

Dieser Tau ist im Heiligtum,
Auch der Engel wollte davon trinken;
Gott sein erhabenes Gebet aufopfernd,
sagt er wie Johannes; „Seht, hier ist Er!“
Ja, hier ist das zur Hostie gemachte Wort,
Ewiger Priester, priesterliches Lamm!
Der Sohn Gottes ist der Sohn Mariens …
Das Brot der Engel ist die jungfräuliche Milch!

 

Der Seraph ernährt sich vom Ruhm,
Von der reinen Liebe und vom vollkommenen Glück;
Ich, schwaches Kind, sehe in der Monstranz,
Nur die Farbe, die Gestalt der Milch.
Die Milch aber passt mit der Kindheit zusammen,
Die Liebe des göttlichen Herzens ist unvergleichlich …
O zärtliche Liebe, unergründliche Macht!
Die weisse Hostie ist die jungfräuliche Milch!

(Gedicht der Hl. Therese vom Kinde Jesus und dem Heiligen Antlitz, 2. Februar 1893)

Maria kann die Zweitgeborene des Vaters genannt werden

Die heilige Jungfrau Maria ist das vollkommene Werk des Schöpfers

Besondere Aufgaben Mariä für die letzten Zeiten (5)

16/04/2010

Gott hat aber nicht nur Feindschaft gestiftet zwischen Maria und dem Teufel. Gott hat auch Hass und Zwietracht gesät zwischen den wahren Kindern und Dienern Mariä und den Sklaven Satans. Wahre Liebe ist zwischen ihnen unmöglich, da sie keine inneren Beziehungen zu einander haben. Wie Kain einst seinen Bruder Abel und Esau seinen Bruder Jakob verfolgte, treffliche Vorbilder der Verworfenen und der Auserwählten, so haben auch die Kinder Belials, die Knechte Satans oder die Freunde dieser Welt bisher die Kinder und Anhänger der allerseligsten Jungfrau stets verfolgt und werden es in Zukunft noch mehr tun als je zuvor.

Maria, die demütige Jungfrau, wird aber über ihren stolzen Feind immer den Sieg behaupten und zwar so glänzend, dass sie ihm sogar das Haupt, den Sitz seines Stolzes, zertreten wird. Sie wird jederzeit seine Schlangenbosheit und seine höllischen Anschläge enthüllen, seine diabolischen Pläne zunichte machen, und bis zum Ende der Zeiten ihre treuen Diener vor seiner grausamen Kralle beschützen.

Die Macht Mariä über alle Teufel wird besonders in den letzten Zeiten offenbar werden, wenn Satan ihrer Ferse nachstellen wird, womit ihre demütigen Diener und ihre bescheidenen Kinder gemeint sind, welche Maria anrufen werden, um ihn zu bekämpfen. Es werden unscheinbare, arme Menschen sein in den Augen der Welt, von allen erniedrigt, getreten und gedrückt, wie die Ferse im Vergleich zu den übrigen Gliedern des Körpers. Aber dafür werden sie reich an Gnaden vor Gott, die ihnen Maria im Überfluss zuwenden wird. Infolge ihrer Heiligkeit werden sie gross dastehen in den Augen Gottes und durch ihren Feuereifer über alle Geschöpfe erhaben sein. Machtvoll wird Gott sie unterstützen, damit sie im Verein mit Maria durch ihre Demut der Schlange den Kopf zertreten und den Triumph Jesu Christi vervollständigen.

 †

Auszug aus “Das Goldene Buch” vom hl. Ludwig Maria Grignion v. Montfort, zu beziehen über den Lins-Verlag,  A-6804 Feldkirch

zurück zu Teil 1