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Die Rede über das Himmelsbrot: „Ich bin das Brot des ewigen Lebens“ (3)

25/08/2012

zum Evangelium vom 26. August 2012: Johannes 6,60-69

„Aber dieser ist ja wahnsinnig! Wer kann denn auf solche Weise leben? In unserer Religion ist es nur der Priester, der rein sein muss, um das Opfer darzubringen. Dieser hier aber will aus uns lauter Opfer seines Wahnsinns machen. Seine Lehre ist zu mühselig und diese Sprache ist zu hart! Wer kann sie anhören und sie verwirklichen?“ flüstern mehrere Anwesende, und viele von diesen gelten bereits als seine Jünger.

Das Volk geht diskutierend weg und die Anzahl der Jünger scheint sich sehr verringert zu haben, als in der Synagoge nur noch der Meister und seine Getreuesten zurückbleiben. Ich zähle sie nicht, aber ich kann sagen, dass es grob geschätzt kaum mehr als hundert sind. Auch in den Reihen der alten Jünger, die schon im Dienste Gottes standen, muss der Abfall bedeutend gewesen sein. Unter den Übriggebliebenen sind die Apostel, der Priester Johannes und der Schriftgelehrte Johannes, Stephanus, Hermas, Timoneus, Ermastheus, Agapus, Joseph, Salomon, Abel von Bethlehem in Galiläa und Abel, der frühere Aussätzige von Chorazim mit seinem Freund Samuel, Elias (jener, der das Begräbnis seines Vaters der Nachfolge Jesu hintangestellt hatte), Philippus von Arbela, Aser und Ismael von Nazareth. Ferner sind hier noch andere, deren Namen ich nicht kenne. Sie alle reden leise miteinander und machen Bemerkungen über den Abfall der vielen und über die Worte Jesu, der nachdenklich mit verschränkten Armen dasteht und sich an ein hohes Lesepult lehnt.

„Ihr nehmt Anstoß an dem, was ich gesagt habe? Und wenn ich euch sagen würde, dass ihr eines Tages den Menschensohn zum Himmel, wo er zuvor gewesen ist, auffahren und ihn zur Rechten des Vaters sitzen sehen werdet? Was habt ihr denn bis zu dieser Stunde verstanden, aufgenommen und geglaubt? Und womit habt ihr gehört und aufgenommen? Nur mit eurer Menschheit? Der Geist ist es, der lebendig macht und Wert hat. Das Fleisch nützt zu nichts. Meine Worte sind Geist und Leben und müssen mit dem Geist angehört und verstanden werden, um durch sie das Leben zu erlangen. Aber viele sind unter euch, deren Geist abgestorben ist, weil er ohne Glaube ist. Viele von euch glauben nicht wahrhaft, und so folgen sie mir vergeblich. Sie werden nicht das ewige Leben, sondern den Tod ernten. Denn wie ich schon im Anfang gesagt habe, sind sie entweder aus Neugierde, aus menschlichem Interesse, was noch schlimmer ist, oder aus noch viel unwürdigeren Absichten hier.

Sie sind nicht vom Vater hergeführt worden als Belohnung für ihren guten Willen, sondern vom Satan. Wahrlich, niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht von meinem Vater gewährt wird. Geht nur, ihr, da es euch schwer fällt, bei mir zu bleiben und ihr euch nur schämt, mich zu verlassen; die ihr euch aber andererseits noch mehr schämt, weil ihr im Dienste eines Meisters steht, der euch „verrückt und hart“ vorkommt. Geht! Besser ist es, ihr seid weit weg, als dass ihr hier bleibt, um zu schaden!“

Viele weitere Jünger ziehen sich zurück, unter ihnen der Schriftgelehrte Johannes und Markus, der einst besessene Gerasener, der geheilt wurde, nachdem die Dämonen in Schweine gefahren waren. Die guten Jünger beraten sich und laufen hinter diesen Treubrüchigen her, um sie zurückzuhalten. In der Synagoge sind jetzt Jesus, der Synagogenvorsteher und die Apostel…

Jesus wendet sich an die Zwölf, die niedergeschlagen in einer Ecke stehen, und fragt ohne Bitterkeit und Traurigkeit, doch sehr ernst: „Wollt auch ihr gehen?“

Petrus antwortet ihm in einem schmerzlichen Ausbruch: „Herr, wohin sollen wir gehen? Zu wem? Du bist unser Leben und unsere Liebe. Nur du hast Worte des ewigen Lebens. Wir haben erkannt, dass du Christus, der Sohn Gottes, bist. Wenn du willst, jage uns fort. Aber von uns aus werden wir dich nicht verlassen, selbst… selbst, wenn du uns nicht mehr lieben würdest…“ Und Petrus weint lautlos viele Tränen… Auch Andreas, Johannes und die beiden Söhne des Alphäus weinen ohne es zu verbergen, und die anderen, bleich oder rot vor Erregung weinen nicht, leiden jedoch sichtlich.

„Warum sollte ich euch fortjagen? Habe ich euch Zwölft nicht selbst erwählt…?“

Jairus hat sich klugerweise zurückgezogen, um Jesus die Freiheit zu lassen, seine Apostel zu trösten oder zu tadeln. Jesus, der den schweigenden Rückzug bemerkt hat, sagt, indem er sich bedrückt niedersetzt, als ob die Offenbarung seine Kräfte übersteigen würde, müde, angeekelt und schmerzvoll: „Und doch ist einer unter euch ein Dämon.“

Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. VI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

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Die Rede über das Himmelsbrot: „Ich bin das Brot des ewigen Lebens“ (1)

11/08/2012

zum Evangelium vom 12. August 2012: Johannes 6,41-51

„… In mir sind alle Schätze Gottes, und mir ist alles auf Erden gegeben. Daher sind in mir die glorreichen Himmel und die streitende Erde vereinigt, und sogar die leidenden, wartenden Seelen der in der Gnade Gottes Verschiedenen sind in mir, denn in mir und bei mir ist alle Gewalt. Ich sage es euch: Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und ich verjage den nicht, der zu mir kommt; denn ich bin vom Himmel herabgestiegen, nicht um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Der Wille meines Vaters aber, der mich gesandt hat, ist dieser: dass ich nicht einen einzigen von denen verliere, die er mir gegeben hat, sondern sie auferwecke am Jüngsten Tag. Nun will der Vater, der mich gesandt hat, dass wer immer den Sohn kennt und an ihn glaubt, das ewige Leben habe und am Jüngsten Tag von mir auferweckt werde, wenn ich ihn genährt sehe vom Glauben an mich und gezeichnet mit meinem Siegel.“

Ein Murmeln geht durch die Menge in und außerhalb der Synagoge wegen der neuen und gewagten Worte des Meisters. Dieser wendet, nachdem er einen Augenblick Atem geschöpft hat, seine vor Verzückung leuchtenden Augen dorthin, wo das Murmeln am stärksten ist, also zu den Gruppen, in denen sich die Judäer befinden. Dann fährt er fort zu reden.

„Warum murrt ihr unter euch? Ja, ich bin der Sohn Marias von Nazareth, der Tochter Joachims aus dem Geschlechte Davids, der im Tempel geweihten Jungfrau, die sich dann mit Joseph des Jakobus aus dem Geschlecht Davids vermählte. Viele von euch haben die Gerechten gekannt, die Joseph, dem königlichen Zimmermann, und Maria, der jungfräulichen Erbtochter aus königlichem Geschlecht, das Leben schenkten, und dies veranlasst euch zu sagen: „Wie kann dieser behaupten, er sei vom Himmel herabgestiegen?“ und Zweifel steigen in euch auf.

Ich erinnere euch an die Propheten, an ihre Weissagungen über die Menschwerdung des Wortes, und daran, dass für uns Israeliten mehr als für jedes andere Volk feststeht, dass der, den wir nicht zu nennen wagen, nicht nach den Gesetzen der Menschheit, und noch dazu einer gefallenen Menschheit, Fleisch werden konnte. Der Reinste, der Unerschaffene, der sich aus Liebe zu den Menschen dazu erniedrigt hat, Menschengestalt anzunehmen, konnte nur den Schoß einer Jungfrau wählen, die keuscher war als Lilien, um seine Gottheit mit Fleisch zu umhüllen. Das zur Zeit des Moses vom Himmel herabgekommene Brot wurde aufbewahrt in der goldenen Schublade, bedeckt mit der Versöhnungsplatte und bewacht von Cherubim, hinter den Vorhängen des Bundeszeltes. Mit dem Brot war auch das Wort Gottes dort. Es war gerecht, dass es so war, denn höchste Achtung gebührt den Gaben Gottes und den Tafeln seines heiligsten Wortes. Aber was wird Gott erst für sein eigenes Wort und das wahre Brot, das vom Himmel gekommen ist, vorbereitet haben? Eine viel unversehrtere und kostbarere Lade als die goldene Bundeslade, bedeckt mit dem kostbaren Mantel ihrer keuschen Opferbereitschaft, behütet von den Cherubim Gottes, umhüllt vom Schleier jungfräulicher Reinheit, von vollkommener Demut, erhabener Liebe und allen heiligsten Tugenden.

Also? Habt ihr noch nicht verstanden, dass mein Vater im Himmel ist, und dass ich daher von dort komme? Ja, ich bin vom Himmel herabgestiegen, um den Beschluss meines Vaters zu erfüllen, den Beschluss zur Rettung der Menschen, gemäß seinem Versprechen im Augenblick der Verurteilung, das er den Patriarchen und Propheten wiederholte. Aber das ist Glaubenssache, und der Glaube wird von Gott nur dem gegeben, der guten Willens ist. Daher kann niemand zu mir kommen, wenn ihn mein Vater nicht zu mir führt, da er ihn in der Finsternis sieht, jedoch mit dem sehnlichsten Verlangen nach Licht. Bei den Propheten heisst es: „Sie werden alle belehrt werden von Gott.“ Das ist es! Gott zeigt ihnen, wohin sie gehen sollen, um von Gott unterrichtet zu werden. Wer immer also in der Tiefe seines Herzens Gottes Stimme hören konnte, hat vom Vater gelernt, zu mir zu kommen.“

„Und wer hat Gott gehört und sein Antlitz gesehen?“ fragen einige, die bereits Anzeichen von Gereiztheit und Ärgernis geben, und fügen hinzu: „Entweder bist du in einem Wahn befangen oder du bist ein Träumer.“

„Niemand hat Gott geschaut, außer dem, der von Gott kommt: dieser hat den Vater gesehen, und ich bin es! Nun hört das Glaubensbekenntnis vom künftigen Leben, ohne das niemand selig werden kann.

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ich bin das Brot des ewigen Lebens.

Eure Väter verzehrten das Manna in der Wüste und sind gestorben, denn das Manna war wohl eine heilige, jedoch zeitliche Speise und gab das Leben, dessen sie bedurften, um in das von Gott seinem Volke verheissene Land zu gelangen. Aber das Manna, das ich bin, wird weder Grenzen der Zeit noch der Macht haben. Nicht nur himmlisch, sondern göttlich ist es, und bewirkt, was göttlich ist: die Unverweslichkeit, die Unsterblichkeit dessen, den Gott nach seinem Ebenbild erschaffen hat. Dieses göttliche Brot wird nicht nur vierzig Tage, vierzig Monate, vierzig Jahre oder vierzig Jahrhunderte, sondern so lange dauern, als die Zeiten dauern, und es wird allen gegeben werden, die heiligen und dem Herrn wohlgefälligen Hunger haben. Frohlocken wird der Herr darüber, sich grenzenlos den Menschen hinzugeben, für die er Fleisch geworden ist, auf dass sie das ewige Leben erlangen, das unsterbliche Leben.

Ich kann mich verschenken, ich kann mich verwandeln aus Liebe zu den Menschen, damit das Brot Fleisch und das Fleisch Brot werde für den geistigen Hunger der Menschen, die ohne diese Nahrung an Hunger und geistigen Krankheiten sterben würden. Wenn jemand würdig von diesem Brot isst, wird er ewig leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, geopfert für das Leben der Welt; es wird meine Liebe sein, ausgegossen in den Gotteshäusern, auf dass alle, die sich nach Liebe sehnen oder unglücklich sind, zum Tisch des Herrn kommen und Erquickung finden in ihrem Verlangen, sich mit Gott zu vereinen, und Trost in ihrem Leiden.“

Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. VI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

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“Die Heilige Messe wiederholt die drei wichtigsten Punkte meines Lebens”

„Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.“

04/08/2012

(zum Sonntags-Evangelium vom 05. August 2012: Joh 6,24-35)

Auch das Beispiel Adams, die göttlichen Strafgerichte durch die Sintflut, die Zerstreuung der Völker nach dem Übermut des Turmbaus zu Babel, die Zerstörung von Sodom und Gomorra, die Unterdrückung in Ägypten hielten das Volk nicht davon ab, zu sündigen. Das Erbarmen Gottes, das sie von der Unterdrückung durch den Pharao befreite und dem Volk ein auserlesenes Vaterland und eine göttliche Gesetzgebung schenken wollte, hielt die Menschen nicht dazu an, aus Dankbarkeit gegen Gott von der Sünde zu lassen. Sie sündigten sogar auf dem Weg zu dem Land der Verheißung, während Gott als wahrer Vater sie mit Seinen Gaben überhäufte.

Der Mensch bleibt immer der Mensch. In der alten wie in der neuen Religion, die doch beide von Gott kommen, gleichgültig ob er nun der alten „Kirche“ oder der neuen Kirche angehört. „Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.“ (*)

Die Menschheit bleibt immer dieselbe. Sie wird viel mehr von äußeren, wunderbaren Dingen angezogen, von dem, was neu erscheint oder auch, was materiellen Genuss verspricht, von rein menschlichen Hoffnungen und Verheißungen, die zu erlangen man sich verspricht, als von inneren, übernatürlichen Dingen, die ganz gewiss nicht weniger, sondern viel mehr Wunderbares, Freudvolles für sich haben, und die viel sicherer und vor allem dauerhafter, nämlich ewig sind.

Judas ist der vollkommene Prototyp derer, die sich von materiellen Wundern und von menschlichen Hoffnungen und Ehren verführen lassen, die geeignet sind, die intellektuelle Habgier oder die der Augen zu befriedigen. Deren vollkommener und unbekehrbarer Prototyp.

Auch die übrigen Apostel und Jünger waren ja nicht unberührt von dieser menschlichen Schwäche, von der sie allerdings nicht ganz und gar beherrscht wurden und von der sie sich bis zu dem Grade befreiten, dass sie alle Demütigungen und Verfolgungen ertrugen bis zur Hingabe selbst des Lebens, um das ewige Leben zu erhalten. 

(*) Joh 6,26

Auszug aus “Die Hefte 1945-1950″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

„Das Brot, das Gott ist und der Wein, der Blut ist“

„Wahrlich, er hat all unsere Leiden auf sich genommen, unsere Schmerzen hat er getragen“

05/04/2012

Nachfolgend die Links zu den Valtorta-Auszügen aus Band XI des „Gottmensch“ zur Passion unseres Herrn:

Das Passahmahl

Die Todesangst unseres Herrn Jesus Christus in Gethsemane

Die Geisselung unseres Herrn Jesus Christus

Die Dornenkrönung

„Vor Liebe sterben im Anblick meines leidenden Jesus“

Die Kreuzigung unseres Herrn Jesus Christus

31. Januar: Gedenktag Hl. Johannes Bosco

31/01/2012

Die Vision des Hl. Don Bosco vom Mai 1862

„Stellt euch vor, wir befinden uns an der Küste des Meeres oder besser noch auf einer einsamen Klippe und sehen kein Land außer dem Boden unter unseren Füssen. Auf dem weiten Meer erkennen wir eine unzählbare Menge von Schiffen, die sich für eine Seeschlacht geordnet haben. Sie verfügen über eiserne Schiffsschnäbel und sind mit Kanonen, Gewehren, sonstigen Waffen jeglicher Art und Brandsätzen ausgerüstet. Sie nähern sich einem Schiff, das viel größer ist als das ihrige und versuchen, dieses mit ihren spitzigen Schnäbeln zu beschädigen, es anzuzünden und ihm jeden nur möglichen Schaden zuzufügen. Das große Schiff wird von vielen kleinen Booten begleitet, die von ihm Befehle empfangen und das majestätische Schiff gegen die feindliche Flotte verteidigen. Sie haben starken Gegenwind und das aufgewühlte Meer scheint die Angreifer zu begünstigen.

Don Bosco im Jahr 1886

Mitten im weiten Meer stehen in geringem Abstand voneinander zwei mächtige Säulen. Die eine wird von einer Statue der Immaculata gekrönt, zu deren Füssen steht: „Auxilium christianorum“ (Helferin der Christen), auf der zweiten, viel höheren und mächtigeren Säule sehen wir eine übergroße Hostie, darunter auf einem Schild die Worte: „Salus credentium“ (Heil der Gläubigen).

Der Papst als Kommandant des großen Schiffes erkennt die Wut der Feinde und damit die Gefahr, in der sich seine Getreuen befinden. Er ruft deshalb die Steuermänner der Begleitboote zur Beratung auf sein Schiff. Der Sturm wird immer heftiger; die Kommandanten müssen auf ihre Boote zurückkehren. Nach Beruhigung der See ruft der Papst die Kommandeure ein zweites Mal zu sich. Plötzlich bricht der Sturm von Neuem los. Der Papst steht am Steuer und versucht mit aller Kraft sein Schiff zwischen die beiden Säulen zu lenken, an denen viele Anker und große Haken angebracht sind. Die feindlichen Schiffe beginnen nun mit dem Angriff und wollen das päpstliche Schiff versenken. Immer wieder versuchen sie Brandmaterial an Bord des großen Schiffes zu schleudern und feuern mit ihren Bordgeschützen aus allen Rohren. Trotz des leidenschaftlichen Kampfes der feindlichen Schiffe und des Einsatzes aller Waffen scheitert jedoch der Angriff, und das päpstliche Schiff durchpflügt, obwohl auf beiden Seiten bereits schwer angeschlagen, frei und sicher das Meer, denn kaum getroffen, schließt ein sanfter Wind, der von den beiden Säulen ausgeht, sofort jedes Leck.

Auf den Schiffen der Angreifer platzen jetzt die Kanonenrohre, die Schiffsschnäbel zerbrechen, viele Schiffe bersten auseinander und versinken im Meer. Plötzlich wird jedoch der Papst von einer feindlichen Kugel getroffen. Seine Helfer stützen ihn und richten ihn wieder auf, wenig später trifft ihn erneut ein feindliches Geschoss, und er sinkt tot zu Boden.

Bei der feindlichen Flotte erhebt sich ein Freuden- und Siegesgeschrei. Die auf dem päpstlichen Schiff versammelten Kommandeure wählen in solcher Eile einen neuen Papst, dass die Nachricht vom Tod des Steuermanns zugleich mit der Nachricht von der Wahl des Nachfolgers bei den Feinden ankommt. Jetzt verlieren diese plötzlich allen Mut, das päpstliche Schiff aber überwindet alle Hindernisse und fährt sicher zwischen die beiden Säulen, wo es vor Anker geht. Die Feinde flüchten, rammen sich gegenseitig und gehen zugrunde. Die kleinen Begleitboote des päpstlichen Schiffes rudern mit voller Kraft ebenfalls zu den beiden Säulen und machen dort fest. Auf dem Meer tritt eine große Stille ein.“

An dieser Stelle fragte Don Bosco seinen späteren Nachfolger als Generaloberer, Don Michael Rua: „Was hältst Du von dieser Erzählung?“ Don Rua antwortete: „Mir scheint, das Schiff des Papstes ist die Kirche, deren Oberhaupt er ist. Die andern Schiffe sind die Menschen, das Meer ist die Welt. Jene, die das große Schiff verteidigen, sind die treuen Anhänger des Papstes, die anderen seine Feinde, die mit allen Mitteln die Kirche zu vernichten suchen. Die beiden Säulen bedeuten, wie mir scheint, die Verehrung Mariens und der hl. Eucharistie.“

Don Bosco sagte: „Du hast gut gesprochen. Nur ein Ausdruck muss richtig gestellt werden: Die feindlichen Schiffe bedeuten die Verfolgungen der Kirche. Sie bereiten schwerste Qualen für die Kirche vor. Das, was bisher war, ist beinahe nichts im Vergleich zu dem, was noch kommen wird. Die Schiffe symbolisieren die Feinde der Kirche, die das Hauptschiff zu versenken versuchen, wenn es ihnen gelänge. Nur zwei Mittel verbleiben uns zur Rettung in dieser Verwirrung: Die Verehrung der Gottesmutter und die häufige hl. Kommunion.“

Kurzbiografie Don Bosco

Valtorta-Auszug: „Das Heil der Welt liegt in Maria

Valtorta-Auszug: „Meine durch die eigenen Priester aus den Angeln gehobene Kirche“

Der Zölibat ist gottgewollt

05/07/2011

18. Mai 1944 

Jesus sagt:

Wenn in der Wandlung die Gestalten Fleisch und Blut werden, inkarniere Ich mich wie damals. Nicht im Schoß der hl. Jungfrau. Aber in den Händen eines Jungfräulichen. Deshalb sollen Meine Priester von engelgleicher Jungfräulichkeit sein. Wehe den Entweihern (Profanierern), die mit von fleischlicher Vereinigung besudeltem Körper den Leib Gottes berühren!

Wenn nämlich euer Körper der Tempel des Heiligen Geistes ist und deshalb heilig und keusch gehalten werden soll, so muss der Körper des Priesters, auf dessen Befehl hin Ich vom Himmel herabsteige, um göttliches Fleisch und Blut zu werden, und Mich wie in eine Wiege in seine Hände lege, reiner als eine Lilie sein. Und mit dem Körper der Sinn, das Herz und die Zunge.

Auszug aus “Die Hefte 1944″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz:book@parvis.ch, www.parvis.ch

Padre Pio da Pietrelcina

27/05/2011

„Ich leide immer. Doch am meisten leide ich, wenn ich das hl. Messopfer darbringe, denn dann bin ich auf Golgotha.“

Von Pater Pio wird berichtet, er habe u.a. die Gabe der Bilokation besessen. Seine (sichtbare oder unsichtbare) Anwesenheit wurde oftmals von einem wunderbaren Duft begleitet. Maria Valtorta, eine Zeitgenössin des Paters, ist ihm mehrfach im Traum begegnet. Sie schreibt hierzu:

„Dagegen habe ich (im Traum) Padre Pio aus Pietrelcina gesehen und mit ihm gesprochen. Ich habe ihn immer im Traum gesehen, wie er nach der hl. Messe in Ekstase war; habe seinen durchdringenden Blick gesehen und, als er mich bei der Hand nahm, die Narbe der Stigmen auf seiner Hand bemerkt. Und, nicht im Traum, sondern hellwach, habe ich auch seinen Duft verspürt. Kein noch so blühender Garten kann die paradiesischen Wohlgerüche verströmen, die mein Zimmer in der Nacht vom 25. zum 26. Juli 1941 und am Nachmittag des 21. September 1942 erfüllten, gerade während einer unserer Freunde mit dem Pater über mich sprach (ich wusste gar nicht, dass er nach S. Giovanni Rotondo gereist war). Beide Male habe ich darauf die erbetenen Gnaden erhalten. Der Duft ist auch von Marta* verspürt worden. Er war so stark, dass sie davon erwachte. Dann verschwand er ebenso plötzlich wie er gekommen war.“

*Marta Diciotti kümmerte sich um die schwerkranke Maria Valtorta und lebte auch bei ihr, von 1935 bis zu Valtortas Tod 1961. 

Auszug aus “Die Hefte 1943″  von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Pater Pio im Heiligenlexikon

Das Heilige Messopfer

18/05/2011

Sobald ein Priester mit den heiligen Gewändern bekleidet an den Altar tritt, kommen Engel in hellem Lichtglanz vom Himmel und umfluten den Altar. Wenn der Priester das Evangelium verlesen und die Opfergaben auf dem Altar bereitgelegt hat, singt er den Lobpreis des allmächtigen Gottes.

Mit dem „Sanctus, Dominus, Deus Sabaoth“ beginnt das unaussprechliche Mysterium. In diesem Augenblick öffnet sich der Himmel. Ein feuriges Blitzen von lichter Klarheit fällt auf die Opfergaben nieder und durchströmt sie ganz mit Herrlichkeit. Und der blitzende Schein trägt sie in unsichtbare Höhen und lässt sie wieder auf dem Altar nieder.

Obwohl nun die Opfergaben für das Auge der Menschen noch das Aussehen von Brot und Wein haben, sind sie doch in wahres Fleisch und Blut verwandelt.

(Hl. Hildegard von Bingen)


Tausende Moslems in Indonesien ausgerastet

08/02/2011

Wie Asianews berichtet, sind heute Morgen Tausende Moslems auf Java gewalttätig geworden, weil sie mit dem Urteilsspruch für einen Christen nicht einverstanden waren: dieser war letzten Oktober festgenommen worden, weil er gedrucktes missionarisches Material bei sich hatte, das teilweise islamische Symbole lächerlich machte. Statt 5 Jahren Gefängnis forderten die wütenden Menschen in und vor dem Gericht die Todesstrafe.

Sie demolierten das Gebäude und zogen dann los, um Christen und deren Einrichtungen anzugreifen. In der katholischen Kirche St. Peter und Paul wurde der mutige Priester stark verletzt, als er den Tabernakel und die Eucharistie vor der wütenden Menge schützen wollte. Nach dieser Schändung wurde noch eine Kirche der Pfingstgemeinde und eine protestantische Kirche niedergebrannt, sowie ein katholisches Waisenhaus und ein katholisches Gesundheitszentrum zerstört.

Aber es wird wohl trotzdem weiterhin Leute geben, die behaupten, dass im Islam nur die Terroristen das Problem sind.


Hl. Rafael Arnaiz Baron (9)

16/12/2010

Am 11. Oktober 2009 wurde der spanische Trappist Rafael Arnaiz Baron (1911-1938) heilig gesprochen. Dieser mit 27 Jahren in der Abtei San Isidro de Duenas verstorbene Mystiker beeindruckt durch seine tiefe Spiritualität und sein einfaches und frohgemutes Wesen, mit dem er vertrauensvoll sein Kreuz auf sich nahm. Dank der freundlichen Genehmigung  der Herausgeberin und des Bernardus-Verlags, bei dem die Gesamtausgabe der Schriften des Heiligen bestellt werden können („Nur Gast auf Erden?“),  veröffentlichen wir hier Auszüge aus denselben.

Apologie eines Trappisten (Manuskript). Oviedo

19. September 1934 – Mittwoch – im Alter von 23 Jahren

(…) wie schwer fällt es mir jetzt, wo ich in der Welt lebe und da ich Trappist bin, den Eindruck zu schildern, den ich habe. Er ist so anders und so vielfältig… Es gibt so viele Anlässe, die mir Stoff zur Meditation bieten. Jetzt befinde ich mich schon mehrere Monate ausserhalb meiner Abtei… Ich sehe, beobachte und schweige, aber in meiner Seele und in meinem Geist, der seit einiger Zeit sehr sensibel ist, gibt es neue Eindrücke ohne Ende. Häufig, ohne dass ich es will, vergleiche ich mein Leben als Zisterziensernovize mit dem Leben um mich herum. Es ist so anders in allem: in der Art und Weise zu handeln, zu denken, eine Meinung zu äussern. Die Interessen sind nicht dieselben. Es sieht aus, als sei Gott fern. Jedenfalls scheint es mir so, auch wenn es nicht zutrifft. Aber Gott entfernt sich nicht; es sind die Menschen, die dermaßen mit ihren armseligen Interessen beschäftigt sind, dass sie ihn allmählich vergessen. Gott ist für sie eine Angelegenheit zweiter Klasse, und das ist sehr schmerzlich!

Heute ging ich aus dem Haus, als es anfing dunkel zu werden. Ich durchlief die großen Straßen der Stadt, und etwas betäubt vom Wirrwarr des Menschengewühls, der Autos und der Lichter, lenkte ich meine Schritte zu dem Ort, nach dem sich mein Geist sehnte…: zum Haus Gottes. Es war wie ausgestorben. Eine fromme Frau murmelte Gebete vor einem schlecht erleuchteten Altar, eine weitere Gruppe von Frauen tuschelte heimlich neben einem Beichtstuhl, und der Herr, Gott der Schöpfung, Richter der Lebenden und der Toten, weilte im Tabernakel, von den Menschen vergessen…

Das beschämte mich, denn ich bin Mensch und daher Sünder, und obwohl ich die Beleidigungen des alleingelassenen Tabernakels wiedergutmachen möchte, sehe ich mich nicht in der Lage, es zu tun. Es ist schon reichlich viel, dass Gott mich vor sich treten läßt. Was kann ich tun, ich Unglücklicher, wenn ich der Erste bin, der seine Sohnespflichten einem solch guten Vater gegenüber nicht erfüllt? Mein Gebet ist so schwach und kraftlos, dass ich nicht weiß, ob es bei Gott ankommt. Und doch höre ich nicht auf, mich an Ihn zu wenden.

Im Frieden und in der Stille des Gotteshauses überließ sich meine Seele Gott. In meinem Geist sah ich alles Elend und alles Leid der Menschen vorüberziehen, ihren Haß und ihre Kämpfe. Ich dachte, dass die Menschen glücklicher wären, wenn sie diesen Gott, der sich unter der Gestalt von ein wenig Brot verbirgt, nicht so allein ließen, aber sie wollen nicht…

Da überkam mich Traurigkeit. Warum sollte ich es nicht bekennen? Vielleicht waren meine Sinne beeinflußt von dem grauen Nachmittag in dieser feuchten Stadt. Vielleicht war es meine Seele, die meine eigenen Sünden und die meiner Mitmenschen sah; ich weiß es nicht. Aber meine Traurigkeit wurde größer in jener Einsamkeit des Gotteshauses. Ich erinnerte mich an den Palmengesang in der ‚Trapa‘, sah meine Brüder, die Mönche, vor Gott singen und mich getrennt von ihnen und einsam. Ich sah mich ohne Kraft und schwach in meiner Liebe zu Gott. Ich möchte gern heilig sein und kann es nicht. (…)


„Ihr, die ich so oft um eure Hilfe für die armen Kinder und allen Verlassenen ersucht habe, erlaubt mir heute, euch um eure Aufmerksamkeit und Mithilfe zu Gunsten des Verlassensten aller Armen zu bitten: dem Allerheiligsten Sakrament. Ich bitte euch um eine Liebesspende für Jesus in seinem Heiligsten Sakrament …, um der Liebe der Unbefleckten Jungfrau und dieses verlassenen Herzens willen, bitte ich euch, zu Marien dieser verlassenen Tabernakel zu werden.“

(Sel. Manuel Gonzalez Garcia (1877-1940), Gründer der Eucharistischen Missionsschwestern von Nazareth)

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