Aufruf für die Kirche und für die Welt

11/05/2020

Der Aufruf „Veritas liberabit vos“ beginnt mit den folgenden Worten:

„In einer Zeit schwerster Krise erachten wir Hirten der katholischen Kirche, aufgrund unseres Auftrags, es als unsere heilige Pflicht, einen Appell an unsere Mitbrüder im Bischofsamt, an den Klerus, die Ordensleute, das heilige Volk Gottes und alle Männer und Frauen guten Willens zu richten. Dieser Aufruf ist auch von Intellektuellen, Medizinern, Anwälten, Journalisten und anderen Fachleuten unterzeichnet, die dem Inhalt zustimmen. Er kann von allen unterzeichnet werden, die ihn sich zu eigen machen möchten.“

Zu den bisherigen Unterzeichnern gehören u.a. die Monsignori Athanasius Schneider, Andreas Laun, Carlo Maria Viganò und die Kardinäle Gerhard Ludwig Müller und Joseph Zen Ze-kiun. Wir unterstützen den Aufruf.

immacolata


Die Bedeutung der Eucharistie

27/04/2020

Nun sind es bereits mehrere Wochen, dass wir Katholiken aufgrund der sog. Pandemie die Heilige Eucharistie nicht mehr empfangen dürfen und unsere Sehnsucht danach ist sehr groß. Es gibt leider sogar bischöfliche Stimmen, die von einer Fixierung oder Überbewertung der Eucharistie sprechen! Tatsächlich sollten die Gläubigen möglichst täglich das Himmelsbrot empfangen, so hat es Jesus im Band 12 in „Der Gottmensch“ von Maria Valtorta zu den Aposteln nach seiner Auferstehung gesagt, so hat es auch die katholische Kirche vor allem seit Pius X. immer wieder betont.

Wir möchten hier die Bedeutung des Himmelsbrotes herausstellen, und zwar indem wir uns an der Enzyklika „Mysterium Fidei“ des Papstes Paul VI. orientieren. Der Papst veröffentlichte sie im September 1965, um seiner Sorge und Beunruhigung darüber Ausdruck zu verleihen, dass es unter den Priestern „einige“ gibt, die „über die privat gefeierten Messen, das Dogma der Wesensverwandlung und den eucharistischen Kult Ansichten verbreiten, die die Gläubigen beunruhigen und in ihnen nicht geringe Verwirrung bezüglich der Glaubenswahrheiten verursachen“ und um dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

Paul VI. spricht gleich im ersten Satz vom „unermeßlichen Geschenk der Eucharistie“ und nennt sie den „kostbarsten Schatz“ der katholischen Kirche.

Er erinnert daran, dass im 2. Vatikanischen Konzil festgehalten ist, dass für das Gesamtwohl der katholischen Kirche nichts wichtiger ist, als dass die Gläubigen an der Feier dieses hochheiligen Geheimnisses teilnehmen.

Das eucharistische Mysterium ist das Herz und der Mittelpunkt der Liturgie, „weil es der Lebensquell ist, durch den gereinigt und gestärkt wir nicht mehr für uns, sondern für Gott leben und untereinander geeint sind durch die engsten Bande der Liebe.“

Dann zitiert er das Konzil von Trient, das die Eucharistie folgendermaßen benennt: „das Sakrament huldvollen Erbarmens, das Zeichen der Einheit, das Band der Liebe, das Ostermahl, in dem Christus genossen, das Herz mit Gnade erfüllt und uns das Unterpfand der künftigen Herrlichkeit gegeben wird“.

Der Papst betont weiterhin, das die Eucharistie ein ganz großes Glaubensgeheimnis ist und erinnert an die Worte Leo XIII.: „In ihm allein sind in einzigartiger Fülle und Vielfalt der Wunder alle übernatürlichen Wirklichkeiten enthalten“.

Als Gipfel der Lehre beruft sich Paul VI. nochmals auf das Konzil von Trient: „Durch das eucharistische Mysterium wird auf wunderbare Weise das Kreuzesopfer gegenwärtig, das einmal auf Kalvaria vollbracht wurde; es wird immer ins Gedächtnis zurückgerufen, und seine heilbringende Kraft kommt in der Vergebung der Sünden, die täglich von uns begangen werden, zur Wirkung.“ 

Eucharistie 1

Der Apostel Paulus sagt, dass das eucharistische Opfer „nicht nur für die Sünden der lebenden Gläubigen, für ihre Strafen, Genugtuungen und andere Nöte, sondern auch für die in Christus Verstorbenen, die noch nicht vollkommen gereinigt sind“ dargebracht wird. 

Im Brief an die Korinther schreibt der Apostel: „Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot“. Der heilige Lukas berichtet, dass die Gemeinde der Gläubigen, die am Brechen des Brotes und den Gebeten festhielten, „ein Herz und eine Seele“ war.

Um das Geheimnis der Eucharistie weiter zu illustrieren, heisst es dann in der Enzyklika: „Die ganze Kirche, die mit Christus zusammen das Amt des Priesters und Opfers ausübt, bringt das Messopfer dar und wird in ihm auch selbst ganz dargebracht.“

Aus diesem Grunde fordert Paul VI. die Priester auf, „dass sie täglich würdig und andächtig die Messe feiern, damit sie selbst und die übrigen Christgläubigen die Zuwendung der Früchte genießen, die aus dem Kreuzesopfer überreich hervorgehen. So werden sie auch am meisten zum Heil des Menschengeschlechtes beitragen.“

Sodann betont der Papst: „Der Herr wird ja dann im Messopfer – in welchem das Kreuzesopfer vergegenwärtigt und dessen heilbringende Kraft zugewendet wird – unblutig geopfert, wenn er kraft der Wandlungsworte beginnt, sakramental gegenwärtig zu sein, gleichsam als geistige Speise der Gläubigen, unter den Gestalten von Brot und Wein.“

Auch wenn es mehrere Weisen gibt, in denen Christus in seiner Kirche gegenwärtig ist, so ist die Gegenwart Christi in der Eucharistie eine besondere, „weil sie wesentlich ist, wodurch der ganze und unversehrte Christus, Gott und Mensch, gegenwärtig wird“. Das Konzil von Trient präzisiert: „Deswegen ist unser Erlöser nach seiner Menschheit gegenwärtig nicht nur zur Rechten des Vaters, nach der natürlichen Existenzweise, sondern zugleich auch im Sakrament der Eucharistie, in einer Daseinsweise, die wir zwar kaum in Worten auszudrücken vermögen, dennoch mit der vom Glauben erleuchteten Vernunft als für Gott möglich erkennen können und standhaft glauben müssen“.

Nach dem heiligen Chrysostomus enthält das Sakrament der Eucharistie nämlich „Christus selbst und ist gewissermaßen die Vollendung des geistlichen Lebens und das Ziel aller Sakramente.“

Anschließend weist Paul VI. darauf hin, dass dem Sakrament der Eucharistie sowohl innerhalb als auch außerhalb der Messfeier ein Kult der Anbetung gebührt und dass „wir sündigen, wenn wir es nicht anbeten“ (Augustinus).

Die weiteren Worte des Papstes an die Priester sind sehr eindringlich und deutlich: „Die Gläubigen mögen so oft wie möglich, am besten täglich, tätig am Messopfer teilnehmen, mit reinem und frommem Herzen sich durch die heilige Kommunion stärken und Christus, dem Herrn, auch gebührend für ein so großes Geschenk danken.“

Die tägliche Teilnahme am Heiligen Messopfer „hat vor allem den Sinn, dass sie – durch das Sakrament mit Gott verbunden – daraus Kraft schöpfen, die Leidenschaften zu beherrschen, die täglichen lässlichen Sünden zu tilgen und sich vor dem Fall in schwere Sünden, dem die menschliche Schwachheit immer ausgesetzt ist, zu bewahren“.

„Außerdem sollen sie es nicht unterlassen, das allerheiligste Sakrament – das an einem bevorzugten Ort und mit größter Ehrfurcht den liturgischen Gesetzen entsprechend in den Kirchen aufzubewahren ist – tagsüber zu besuchen; eine solcher Besuch ist ein Beweis der Dankbarkeit und ein Zeichen der Liebe und der schuldigen Verehrung gegenüber Christus, dem Herrn, der hierin gegenwärtig ist.“

„Jeder, der eine besondere Andacht zur heiligen Eucharistie hat und sich bemüht, die unendliche Liebe Christi zu uns vorbehaltlos und großmütig zu erwidern, erfährt daher und erfasst zutiefst mit großer innerer Freude und Frucht, welchen hohen Wert ein Leben hat, das mit Christus in Gott verborgen ist und was es bedeutet, mit Christus Zwiesprache zu pflegen: hier auf Erden das Beglückendste und auf dem Weg zur Heiligkeit das Wirksamste.“

Eucharistie 2

Schließlich drängt „der Kult der heiligen Eucharistie nachdrücklich zur ,,sozialen“ Liebe (…), aufgrund derer wir das Gemeinwohl dem Privatwohl vorziehen, die Sache der Gemeinschaft, der Pfarrei, der Gesamtkirche zu der unsrigen machen und die Liebe auf die ganze Welt ausdehnen, weil wir wissen, dass es überall Glieder Christi gibt.“

Abschließend bittet der Papst den Herrn, die Gottesmutter und die Heiligen darum, dass „aus dem uns gemeinsamen Glauben und dem gemeinsamen eucharistischen Kult die vollkommene Einheit der Gemeinschaft aller, die sich Christen nennen, entstehe und erblühe. Es mögen sich unserem Geist die Worte des heiligen Märtyrers Ignatius einprägen, mit denen er die Gemeinde von Philadelphia vor dem Übel der Trennungen und Spaltungen warnte, deren Heilmittel in der Eucharistie besteht: ,,Bemüht euch daher“, sagt er, ,,die eine Danksagung zu feiern. Es gibt nur ein Fleisch unseres Herrn Jesus Christus; es gibt nur einen Kelch in der Einheit seines Blutes, nur einen Altar, einen Bischof …““. —

Paul VI. hat in dieser Enzyklika das Allerheiligste ganz wunderbar beschrieben und dessen unermessliche Bedeutung für uns Menschen herausgestellt. Wir beten darum und bitten unsere Oberhirten, dass wir es möglichst bald wieder empfangen können, denn: sine domenico non possumus!

Link zum vollständigen Text der Enzyklika „Mysterium Fidei“

 


Die vollkommenste aller Mütter

22/04/2020

Mutter MARIA

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„Ich möchte, dass ihr Meiner Mutter für den Schmerz, der sie um euretwillen zermartert hat, Liebe schenkt. Tiefe, zärtlichste Kindesliebe zu der vollkommensten aller Mütter, der himmlischen Mutter, die noch nicht zu leiden und über die Kinder ihrer Liebe himmlische Tränen zu weinen aufgehört hat, über die Kinder, die das Vaterhaus verleugnen und sich zu Hütern unreiner Bestien, den Lastern, machen, anstatt Königskinder, Gotteskinder, zu bleiben.“ 

Auszug aus “Die Hefte 1943“ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben, bitte an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz, wenden: book@parvis.ch, www.parvis.ch


„Ich will euch auferwecken.“

13/04/2020

8. Oktober 1943

Jesus sagt:

„Meine Barmherzigkeit ist so unendlich, dass sie Wunder wirkt – deren Kraft und Form ihr erst in dem anderen Leben erkennen werdet – um die größte Anzahl von Seelen für die Auferstehung des Fleisches in Christus zu gewinnen.

Ich will nicht, dass ihr, die ihr mit Meinem Namen bezeichnet seid, für die Ewigkeit sterbt. Ich will euch auferwecken. Ich bin gestorben, um euch auferwecken zu können. Ich habe Mein Blut wie eine gekelterte Traube aus Meinem Fleisch gepresst, um euch auferwecken zu können. Meine Blutstropfen sind in euch und verlangen danach, in das Herz, aus dem sie hervorkamen, zurückzukehren.

Ich wiederhole das, was Ich gestern sagte. Es gibt nur Wenige, in denen Mein Blut nicht jenes Minimum an Verdiensten erbringt, das die Seele retten kann. Das hängt nicht von dem Heiligen Blut ab, sondern davon, wie der Mensch darauf erwidert. Die Judasse sind nicht die große Masse, denn oftmals gibt es nach dem schändlichen Leben eines Körpers, in dem die Seele als Sklavin gehalten wurde, einen Triumpf der Seele über die Materie durch die Tatsache, dass diese Seele in ihrer äußersten Stunde, an der Schwelle des Todes, der den Geist aus dem Fleisch befreit, sich zu Gott hinwendet, von dem sie eine Erinnerung behalten hat, und sich zu Ihm hinflüchtet.

Und glaubt Mir: Es genügt wahrhaftig ein Herzschlag der Liebe, des Vertrauens und der Reue, um das Bad Meiner Verdienste auf den Sünder niederfließen zu lassen und ihn in Sicherheit zu bringen.

Meine Gerichtigkeit ist nämlich nicht die eure, und Mein Mitleid ist ganz anders als das eure.

Dann, wenn man die Geretteten Meiner göttlichen Liebe, die ganz Erbarmen ist, sehen wird, werden die Tugenden des Gotteslammes von allen in Seinem Reich lebenden Geistern jubelnd verkündet werden. Ihr seid ja die von dem Lamme Geretteten, das sich für euch hat hinopfern lassen. Und wenn die, welche allezeit in Ihm und von Ihm so gelebt haben, dass sie die Sinnlichkeit nicht kannten, dem Lamme folgen und das Lied, das nur sie kennen, singen werden, so werden die in ihrer letzten Erdenstunde Geretteten Seiner Barmherzigkeit Ihn, in Liebesanbetung verneigt, in Ewigkeit beneiden, denn Er ist in doppelter Weise ihr Erretter, Erretter in Gerechtigkeit und Erretter in Liebe. Um der Gerechtikeit willen ist Er gestorben, um euch in Seinem Blut zu reinigen. Um der Liebe willen schenkt Er euch Sein geöffnetes Herz hin, um euch, noch von Schuld verunstaltet, dort aufzunehmen und in dem Feuer Seiner Liebe zu reinigen, wenn ihr Ihn, der euch liebt, auch nur im Tode ruft, Ihn, der euch ein Königreich verheisst.“

Jan van Eyck, Anbetung Lamm Gottes

Auszug aus “Die Hefte 1943“ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben, bitte an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz, wenden: book@parvis.ch, www.parvis.ch


Unser Bischof sagt,

13/05/2015

in seiner Botschaft zu Christi Himmelfahrt, wenn alle Christen ab dem Fest, also morgen, mit wahrer Inbrunst eine Pfingstnovene beten würden, dann würde ein Feuer der Liebe diese Erde entzünden.

Nötig hat sie’s, unsere Erde und alles was auf ihr lebt! Hier zum Beispiel ein Vorschlag.

brennender Dornbusch


„Schweigt, ihr Ungläubigen!

04/04/2015

Auch mir sagt die menschliche Vernunft: ‚Er ist tot und wird nicht auferstehen.‘ Doch mein Geist, sein Geist – denn ich habe von ihm einen neuen Geist erhalten – jubelt wie der Klang silberner Posaunen: ‚Er steht auf! Er steht auf!‘ Warum treibt ihr mich wie ein Schifflein gegen das Riff eurer Zweifel? Ich glaube! Ich glaube, mein Herr!“

Worte der Maria Magdalena an die Apostel Petrus und Johannes am frühen Ostermorgen.

Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. XI von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

2Auferstehung Valtorta

Frohe Ostern, liebe Leser und liebe Nicht-Leser!

Christus ist auferstanden!

Wir freuen uns, Herr Jesus Christus,

dass du auferstanden bist

vom Tod.

Das Grab ist leer!

Halleluja!

Valtorta-Auszug: Die Auferstehung

unseres Herrn Jesus Christus


Die Passion unseres Herrn

02/04/2015

Liebe Leser,

unter der Kategorie Valtorta – Die Passion findet ihr viele Auszüge zu dieser Leidenszeit unseres Herrn Jesus.

Auch Kreuzwegsandachten haben wir hier schon wiedergegeben, wir empfehlen euch ebenfalls die Suchfunktion hier oben links.

Jesus Dornenkrone

Herr Jesus Christus, wir preisen Dich und loben Dich, denn durch Dein Heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.


Schmerz, Gebet und Buße Jesu (6 – letzter Teil)

02/04/2015

Vision Maria Valtortas: Mitte Dezember des Jahres 28 müssen zwei neubekehrte Jünger Jesu in Sicherheit gebracht werden, da das jüdische Synedrium nach einem Hinweis des Judas Iskariot diesen nachstellt. Ein Teil der Apostel begleitet ohne das Wissen des Iskariot die Jünger nach Antiochien. Während Jesus auf die Rückkehr der Apostel wartet, zieht er sich alleine für fast drei Wochen zu Buße und Gebet für seinen verräterischen Apostel in eine Höhle bei Jiphtael, in der Nähe des heutigen Yodfat, zurück.

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Jesus am Boden

„Ich wollte, dass niemand mein Verräter wäre…Niemand!… Nicht einmal der Entfernteste in den nördlichsten eisigen Zonen oder im Feuer der heissesten Gegenden… Ich wollte, dass der Opfernde du allein seist… wie du es schon andere Male gewesen bist, als du mit deinem Feuer die Brandopfer entzündet hast. Da ich jedoch durch Menschenhand sterben muss, durch die Henkershand eines verräterischen Freundes, des Schamlosen, der die Fäulnis Satans in sich hat und schon danach trachtet, mir an Macht gleich zu sein – so denkt er in Hochmut und Unzucht – da ich durch Menschenhand sterben muss; Vater, gewähre, dass nicht er es sei, den ich Freund genannt und als solchen geliebt habe. 

Vermehre, Vater, meine Qualen, aber gib mir die Seele des Judas. Ich lege diese Bitte auf den Altar meiner selbst als Sühneopfer… Vater, nimm sie an!…

Der Himmel ist stumm und verschlossen!… Wird dies also das Schweigen und der Kerker sein, in dem ich meinen Geist aushauchen werde?

Der Himmel ist stumm und verschlossen!… Wird dies also die größte Pein des Märtyrers sein?…

Vater, dein Wille geschehe, nicht mein Wille… Doch um meiner Leiden willen, oh, wenigstens dies! Um meiner Leiden willen gib Frieden und Hoffnung dem anderen Märtyrer des Judas, Johannes von Endor (*)! Mein Vater… er ist wahrlich besser als viele andere. Er ist einen Weg gegangen, den wenige gehen und gehen werden können. Für ihn ist die Erlösung schon vollzogen. Verleihe ihm daher deinen vollkommenen Frieden, damit ich ihn einst bei mir in meiner Herrlichkeit habe, wenn auch für mich alles erfüllt sein wird zu deiner Ehre und im Gehorsam gegen dich… Mein Vater…!“

Jesus ist allmählich auf die Knie gesunken und weint, das Gesicht am Boden.

Er betet, während das Licht des kurzen Wintertages in der dunklen Höhle rasch abnimmt und das Rauschen des Gießbaches scheinbar um so lauter wird, je länger die Schatten im Tal werden…

(*) Anm.: Es handelt sich um einen der beiden gefährdeten neubekehrten Jünger, gegen den der Iskariot das jüdische Synedrium aus Eifersucht aufgehetzt hat.

Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch


Schmerz, Gebet und Buße Jesu (5)

29/03/2015

Vision Maria Valtortas: Mitte Dezember des Jahres 28 müssen zwei neubekehrte Jünger Jesu in Sicherheit gebracht werden, da das jüdische Synedrium nach einem Hinweis des Judas Iskariot diesen nachstellt. Ein Teil der Apostel begleitet ohne das Wissen des Iskariot die Jünger nach Antiochien. Während Jesus auf die Rückkehr der Apostel wartet, zieht er sich alleine für fast drei Wochen zu Buße und Gebet für seinen verräterischen Apostel in eine Höhle bei Jiphtael, in der Nähe des heutigen Yodfat, zurück.

zurück zu Teil 1

„Noch nicht zufrieden damit, die abstoßenden und gotteslästerlichen Triebe der Lüge, der Lieblosigkeit, des Blutdurstes, der Geldgier, des Stolzes und der Unzucht in sich herumzutragen, hat er sich mit Satan verbündet; dieser Mensch, der ein Engel hätte werden können, wird zum Dämon… ‚Luzifer wollte gleich Gott sein, und daher wurde er aus dem Paradies vertrieben und wohnt, in einen Dämon verwandelt, in der Hölle.‘

Aber Vater! Oh, mein Vater! Ich liebe ihn… ich liebe ihn noch. Er ist ein Mensch… Einer von denen, derentwegen ich dich verlassen habe… Um meiner Verdemtütigung willen rette ihn… Allerhöchster Herr, gewähre mir, ihn zu erlösen. Diese Buße möge mehr für ihn als für die anderen bestimmt sein! Oh, ich weiß, wie unangebracht es ist, darum zu bitten, ich, der ich alles weiß!… Doch, mein Vater, schaue nur einen Augenblick nicht auf mich als dein Wort, betrachte nur meine Menschlichkeit des Gerechten… und lass mich nur für einen Augenblick ‚der Mensch‘ in deiner Gnade sein, ein Mensch, der das unvermeidliche Schicksal nicht kennt und deshalb mit absoluter Hoffnung beten kann, um dir das Wunder zu entreissen.

Ein Wunder! Ein Wunder für Jesus von Nazareth, für Jesus der Maria von Nazareth, der von uns ewig Geliebten! Ein Wunder, das die Vorherbestimmung außer Kraft setzt und sie nichtig macht! Die Rettung des Judas! Er hat an meiner Seite gelebt, hat meine Worte in sich aufgenommen, die Nahrung mit mir geteilt und an meiner Brust geruht… Nicht er, nicht er sei mein Satan!...

Gustave Doré Verrat des Judas

Ich bitte dich nicht darum, nicht verraten zu werden… Dies muss sein und wird sein… denn durch meinen Schmerz, verraten zu werden, mögen alle Lügen vergeben werden, durch meinen Schmerz, vekauft worden zu sein, möge alle Habgier gesühnt und ausgelöscht werden, durch meinen Schmerz als Verfluchter mögen alle Gotteslästerungen wiedergutgemacht werden, dafür, dass man nicht an mich glaubt und nicht glauben wird, möge den Glaubenlosen der Glaube geschenkt werden, und durch meine Qual mögen die Menschen von allen Sünden des Fleisches gereinigt werden. Aber ich bitte dich: nicht er, nicht er, Judas, mein Freund und mein Apostel!“

weiter zu Teil 6 – letzter Teil

Auszug aus “Der Gottmensch″, Bd. V von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch


Palmsonntag

29/03/2015

Hier geht es zur Palmsonntags-Vision von Maria Valtorta

Palmsonntag Valtorta