Posts Tagged ‘Genesis’

Woher kommt der Mensch? (6)

10/05/2011

Gott hat jeden Funken von Leben entzündet. Er leuchtet in den Gewässern und brennt in Sonne, Mond und Sternen. In aller Wirklichkeit ruht er verborgen als feurige Kraft. Er ist das heile Leben, alles Gedeihen hat seine Wurzel in ihm.


Jedes seiner Werke lässt er aufblühen im Menschen, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Jedes seiner Geschöpfe zeichnet er nach festem Maß in diesen Menschen. Vollendet übergab er ihm die ganze Schöpfung, mit ihr zu wirken nach seiner Weise. Aus Erde ist er gebildet, wie Wasser durchdringt die Seele den Leib, Vernunft west in ihm so wie in der Gottheit Sonne und Mond strahlen.

Gott hat den Menschen so sehr geliebt, dass er ihn für den Platz bestimmte, aus dem der gefallene Engel geschleudert ward.

(Hl. Hildegard von Bingen)


Valtorta-Auszug: „Eure Wissenschaft ist mir ein Abscheu“  

Woher kommt der Mensch?: Charles Darwin/ Dr. Poppelbaum

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„Seid vollkommen wie Mein himmlischer Vater“

20/02/2011
(zum Sonntags-Evangelium vom 20. Februar 2011: Matthäus 5,38-48)

„(…) Die weit verbreitete Unkenntnis unter den Gläubigen ruft falsche Vorstellungen über das Abbild Gottes hervor. Es ist kein physisches Abbild. Gott, der Geist, hat weder ein Gesicht, noch eine Gestalt oder Körperbildung. Vielmehr trägt der Mensch das Abbild dessen an sich, was der Schöpfergott sich von ihm vorgestellt hat.

Der Allmächtige und Unendliche hatte gewiss nicht nötig, den Menschen in einer Jahrhunderte langen Evolution aus den Vierhändern (Affen) zu gewinnen. Der Vierhänder war von dem Augenblick seiner Erschaffung an Vierhänder und machte seine ersten Sprünge auf den Bäumen des irdischen Paradieses. Der Mensch war hingegen Mensch von dem Augenblick an, da Gott ihn aus dem Schlamm erschaffen (1) und ihm – was Er bei keinem anderen Geschaffenen tat – den Geist in sein Angesicht gehaucht hatte.

Chagall: Erschaffung des Menschen

Die Gottähnlichkeit besteht also in diesem übernatürlichen, unkörperlichen, ewigen Geist, den ihr in euch habt. In diesen engen, vorläufigen Kerker eingeschlossen, wie es der Geist als ein Atom des unendlichen Gottesgeistes ist, erwartet und ersehnt er die Wiedervereinigung mit seiner göttlichen Quelle, mit der er Freiheit, Freude, Frieden, Licht, Liebe und Ewigkeit teilen möchte.

Das Bild besteht hingegen auch dort fort, wo es keine (Gott)ähnlichkeit mehr gibt. Denn in seinem körperlichen Aussehen bleibt der Mensch in den Augen der Menschen das, was er ist, wenn er auch in den Augen Gottes und der übernatürlichen Himmelsbewohner und einiger weniger irdischer Auserwählter sein neues Dämonenaussehen annimmt. Sein wahres Aussehen, seitdem die Todsünde ihn der Gottähnlichkeit beraubt, weil sein Geist in ihm das Leben verloren hat.

Der Mensch, der durch Schuld die Gnade verloren hat, ist nur noch ein Grab, in dem der tote Geist verwest. Wenn deshalb bei der Auferstehung des Fleisches auch alle Menschen ein gleiches körperliches Aussehen haben werden, so werden sie unter einander doch gänzlich verschieden sein. Halbgöttlich werden die Seligen aussehen, dämonisch die Verdammten. Das, was insgeheim in ihrem Gewissen war, wird dann nach außen dringen. Ein furchtbares Wiedererkennen!

Der Mensch wird Gott umso ähnlicher, je mehr er in der Gnade lebt und diese, die für sich genommen schon unendlich ist, durch die Verdienste seines heiligmäßigen Lebens vermehrt. Es gilt, sich anzustrengen, um die Vollkommenheit der Gottähnlichkeit zu erreichen. Ihr werdet sie niemals ganz erreichen, denn das Geschöpf kann dem Schöpfer nicht gleichen; ihr dürft euch aber, soweit es euch gewährt wird, dieser übernatürlichen Schönheit annähern.

Ich habe gesagt: „Seid vollkommen wie Mein himmlischer Vater“. (2) Ich habe euch keine Grenze der Vervollkommnung gesetzt. Je mehr ihr euch anstrengt, diese Vollkommenheit zu erlangen, desto mehr fallen die Scheidewände des Menschlichen wie eine von siegreichen Kräften erstürmte Mauer, vermindert sich die Distanz, nimmt der Ausblick zu und mit ihm die Fähigkeit, Gott zu verstehen und Ihn zu erkennen.

Aber es gilt, mit allen euren Kräften nach dieser Vollkommenheit zu streben, mit all eurer Hochherzigkeit. Ohne nach dem, was man erlässt, „zurückzuschauen“. (3) Ohne jemals anzuhalten. Ohne zu ermüden. Der Lohn rechtfertigt das Heldentum, denn der Lohn ist das Eintauchen in den Genuss der göttlichen Liebe, und Gott damit so zu besitzen, wir ihr Ihn im Himmel besitzen werdet.

O selige Vereinigung und wunderbarer Besitz! Sie gehören euch, ihr getreuen Kinder! Kommt doch, und sättigt euch daran!“

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(1) Vgl. Gen 2,7

(2) Vgl. Mt 5,48

(3) Vgl. Lk 9,62

Auszug aus “Die Hefte 1944″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

„Eure Wissenschaft ist Mir ein Abscheu“

Besondere Aufgaben Mariä für die letzten Zeiten (4)

08/04/2010

2. Der Kampf Mariä und ihrer Kinder gegen Satan und seinen Anhang

Hauptsächlich von jenen letzten grausamen Angriffen des Teufels, welche sich bis zur Herrschaft des Antichristen von Tag zu Tag vermehren, ist jene erste und berühmte Weissagung und jener Fluch Gottes zu verstehen, der schon im irdischen Paradies gegen die Schlange geschleudert wurde. Es ist sicher angebracht, in diesem Zusammenhang zum Ruhme der allerseligsten Jungfrau, zum Heile ihrer Kinder und zur Beschämung des bösen Feindes näher auf die erste frohe Botschaft einzugehen. „Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deiner Nachkommenschaft und ihrer Nachkommenschaft; sie wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihrer Ferse nachstellen.“ (Gen. 3,15).

Nur einmal hat Gott eine Feindschaft und zwar eine unversöhnliche Feindschaft gestiftet, welche fortdauern, ja sogar zunehmen soll bis ans Ende der Zeiten: die Feindschaft zwischen Maria, der Mutter Gottes, und dem Teufel und damit auch zwischen ihren beiderseitigen Anhängern.

Die furchtbarste und stärkste Gegnerin, welche Gott dem Satan gegenüberstellen konnte, ist Maria, die gebenedeite Jungfrau und Mutter des Erlösers. Gott verlieh ihr schon vom Paradiese an, obgleich sie damals nur in seiner Idee existierte, einen solchen Haß gegen diesen verfluchten Feind Gottes, einen so großen Eifer, die Bosheit dieser alten Schlange aufzudecken, und so große Macht, um diesen stolzen und ruchlosen Geist zu besiegen, niederzuwerfen und zu zertreten, daß dieser Maria mehr fürchtet, als alle Engel und Menschen, ja in einem gewissen Sinn sogar mehr als Gott selbst.

 
 
 
 
 

Botticelli: Madonna Magnifikat

Damit soll gewiss nicht gesagt sein, daß die Feindschaft, der Haß und die Macht Gottes nicht unendlich größer wären, als die der heiligen Jungfrau, deren Vollkommenheiten begrenzt sind.  Es soll vielmehr besagen, daß Satan in seinem Hochmut unendlich mehr leidet, von einer geringen und demütigen Magd des Herrn als von diesem selbst besiegt und bestraft zu werden, und daß ihre Demut für ihn vernichtender wirkt, als die Allmacht Gottes. Zudem hat Gott der allerseligsten Jungfrau eine solche Gewalt über die Teufel verliehen, daß diese einen ihrer Seufzer zugunsten einer Seele mehr fürchten als die Fürbitten aller übrigen Heiligen und durch eine einzige ihrer Drohungen mehr zu leiden haben als durch alle anderen Qualen, wie dies die Teufel selbst schon oft genug wider Willen durch den Mund der Besessenen bekennen mußten.

Was Luzifer durch seinen Stolz verloren hat, das hat Maria durch ihre Demut zurückerobert. Was Eva durch ihren Ungehorsam verdorben und eingebüßt hat, das hat Maria durch ihren Gehorsam wieder gutgemacht. Indem Eva der Schlange folgte, hat sie alle ihre Kinder mit sich ins Verderben gerissen und sie der Schlange überliefert; indem Maria sich vollständig Gott unterwarf, hat sie alle Kinder und Diener gerettet und mit sich der göttlichen Majestät geweiht.

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Auszug aus “Das Goldene Buch” vom hl. Ludwig Maria Grignion v. Montfort, zu beziehen über den Lins-Verlag,  A-6804 Feldkirch

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Woher kommt der Mensch? (5)

08/01/2010

Die Ungläubigen sagen ferner, der Mensch stamme vom Tiere ab; denn er sei den Tieren ähnlich; er werde deshalb auch ein Ende nehmen wie das Tier. Aber das ist eine ganz törichte Behauptung.

Erstens ist der Mensch nur dem Leibe nach dem Tiere ähnlich; seine Seele dagegen ist von der Seele des Tieres himmelweit verschieden. Die Seele des Menschen ist ein Geist, der Vernunft und freien Willen besitzt; die Tierseele ist kein Geist, sie kann weder vernünftig denken noch frei wollen.  Die Tiere haben keine Sprache, treiben keine Wissenschaft, machen auch in der Kunstfertigkeit, die ihnen angeboren ist, aus sich selbst keine Fortschritte.

Das Tier kann man zwar durch Gewöhnung abrichten, aber man kann es nicht durch Erklärung von Wahrheiten unterrichten. Die Tiere wissen nichts von Religion, von Tugend und Laster, von Ehre und Unehre. Will man sie dazu bringen, dass sie einen Fehler ablegen, so wendet man sich nicht an ihr Gewissen, sondern an ihr Gefühl; denn jedermann weiss, dass sie kein Gewissen haben und sich bloss vom Gefühl leiten lassen.

Beim Tiere ist die Seele für den Leib da und nimmt darum auch mit dem Leib ein Ende; beim Menschen dagegen ist der Leib für die Seele da, und weil die Seele ein unsterblicher Geist ist, so wird auch der Leib im anderen Leben teilnehmen an der Unsterblichkeit der Seele. Also wegen der gänzlichen Verschiedenheit der Menschenseele von der Tierseele ist es einfach unmöglich, dass der Mensch vom Tiere abstamme.

Aber selbst wenn man bloss den Leib des Menschen mit dem der Tiere vergleicht, so findet sich nach dem Urteil der Gelehrten, welche die Sache genau untersucht haben, noch immer ein so grosser Unterschied zwischen den Menschen und allen lebenden und ausgestorbenen Tierarten, dass man vernünftigerweise nicht sagen kann, der Mensch stamme vom Tiere ab.

Der eigentliche Grund, weshalb die Ungläubigen von einer solchen Abstammung des Menschen reden, ist dieser: wenn der Mensch nicht vom Tiere abstammt, dann muss er von Gott erschaffen sein; davon aber wollen die Ungläubigen um keinen Preis etwas wissen; sie wollen lieber an jede noch so törichte Meinung glauben als an die Wahrheit, dass es einen Gott gibt.

 

aus „Die Wahrheit der katholischen Religion“ von Jacob Linden S. J. Wiederauflage der Originalausgabe von 1912 erschienen im Petrus-Verlag, Kirchen/ Sieg. Wir bedanken uns für die Genehmigung der Veröffentlichung.

Woher kommt der Mensch? (3)

02/09/2009

Was den zeitlichen Ablauf bei der Erschaffung des Menschen betrifft, so bekommt bei Dr. Poppelbaum das beschriebene Stauungs-Phänomen einen stammesgeschichtlichen Aspekt: Der Mensch ist vom Uranfang der Entstehung der Erde geistig (‘keimhaft’) dabei, sein leibliches Auftreten wird  jedoch zurückgehalten. Er macht während des Erschaffens der Mineralien/ Pflanzen/ Tieren keine Entwicklungsschritte mit und vervollkommnet sich dadurch.

Bildlich ausgedrückt: die Entwicklung des Menschen bildet den Urstamm, von dem alle physischen Formen aufsteigend entspringen. Die Formen der Tiere sind nach Mineralien und Pflanzen an immer höher gelegenen Stellen als Seitenäste aus dem aufstrebenden Menschenstammbaum entsprungen. So ist dann an dem Kopf eines Affen sichtbar, wie hier der Augenblick der Menschwerdung eben gerade verfehlt ist.

Stammesgeschichte nach Poppelbaum

Stammesgeschichte nach Poppelbaum

Im Gegensatz zu Poppelbaums Lehre  entwickelte sich nach Darwin der Mensch als einer der vielverzweigten Äste eines gemeinsamen Stammes, beginnend vom Einzeller:

menschlicher Stammbaum nach Darwin

menschlicher Stammbaum nach Darwin

Poppelbaum zeigt auf, dass sich in der Embryologie erkennen lässt, wie die Menschenform ihr Universelles behält, indem sie den Ursprüngen nahe bleibt, die Tiere hingegen sich immer stärker spezialisieren und menschenunähnlicher werden, je weiter und tiefer sie ‘hinuntersteigen’:

Embryonen: Krokodil - Huhn - Affe - Mensch

Embryonen: Krokodil – Huhn – Affe – Mensch

Während alle Embryonen ganz früh noch Ähnlichkeit mit dem menschlichen Embryo besitzen und wohlproportioniert wirken, bilden sich in der weiteren Entwicklung extrem aussehende körperliche Merkmale heraus. Der Affe, der am Stammbaum direkt unter dem Menschen sitzt, behält die längste Zeit Ähnlichkeit mit dem Menschen, enwickelt dann jedoch auch spezifische Ausstülpungen. Der menschliche Embryo hingegen bleibt von Anfang an seinem ausgeglichen proportionierten Bild treu.

Man könnte also sagen, dass – im krassen Gegensatz zum Darwinismus – bei Poppelbaum das Tier vom Menschen abstammt. Die Ahnschaft des Menschen ist somit das innere Band, das die ganze Schöpfung zusammenhält.

Der Biologe ist anthroposophisch geprägt, das Wort ‘Gott’ kommt ihm leider in diesem Buch nicht über die Lippen. Trotzdem ist seine Lehre einleuchtend und lässt sich mit dem ehrfürchtigen christlichen Verständnis des Menschen als Bild und Gleichnis Gottes und der biblischen Schöpfungsgeschichte vereinbaren. Es wäre hochinteressant und an der Zeit, in diesem Sinn weiter zu forschen.

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Woher kommt der Mensch? (2)

11/08/2009

Eine Abstammungslehre, die mit der Bibel im Einklang stehen könnte, hat der Biologe Dr. Hermann Poppelbaum 1928 in seinem Buch ‚Mensch und Tier‘ veröffentlicht. Er plädiert dafür, sich von dem althergebrachten Gedanken, dass das Niedere unentwickelt und das Höhere entwickelt sei, freizumachen und legt dar, dass ein Fortschritt in der leiblichen Entwicklung mit einer Einbuße erkauft wird.

Die menschlichen Hand zum Beispiel ist, leiblich gesehen, eine primitivere Bildung als alle Tierextremitäten wie Flügel, Pranke, Flosse usw., weil sie weniger spezialisiert ist. Das Geheimnis ihrer Vielseitigkeit liegt eben in diesem Stehenbleiben der Entwicklung,  sie hat nun durch die Hinzuziehung von künstlichen Instrumenten (Ruder zum Schwimmen etc.) einen erhöhten Handlungsspielraum.

Poppelbaum geht also von einem Stehenbleiben der menschlichen Bildung aus, er nennt dies  ‚Stauungsprinzip‘: „Der Mensch hat in seinem Leibe die Möglichkeit zur Tierbildung, aber sie ist zurückgestaut und kommt nicht zutage.“ Demnach ist auch der Tierkopf das fortentwickelte, der menschliche Kopf das zurückgebliebene Gebilde: „Dem Menschenhaupt fehlt, was dem Tier so überreichlich gegeben ist“ (ausgeprägtes Maul, Gebiss usw.), der Tierkopf stellt sich sozusagen als Verzerrung des menschlichen Urbildes dar.

Weiterhin fragt sich der Biologe, ob die heutzutage verwendeten Ahnenformen wirklich ein solches sind, da sie – trotz sogenannter primitiver Merkmale – durchgebildet, hochentwickelt und  ‚fertig‘ waren und die oben beschriebene ‚Primitivität‘ des Menschen bisher nicht berücktsichtigt wurde. Er geht davon aus, dass die Urformen der höheren Tiere dem menschlichen Bild ähnlicher waren als der heutigen tierischen Form.

Wie sieht nun der zeitliche Ablauf seiner Meinung nach aus?

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Woher kommt der Mensch? (1)

09/08/2009

Die 150 Jahre alte Evolutionstheorie Darwins wird heute gemeinhin als gültig anerkannt und in den Schulen unterrichtet. Das ist um so befremdlicher als von dem angeblichen gemeinsamen Vorfahr von Mensch und Affe (missing link) immer noch nicht das kleinste Knöchelchen gefunden wurde. Auch die Entdeckungen des 20. Jahrhunderts wie z.B. die Erbinformation,  stellen Darwins Theorie in Frage, da sich die faszinierenden Vorgänge in den Zellen nicht mit seiner Theorie der natürlichen Selektion und dem Zufall erklären lassen.

Warum ist die Frage nach unserem Ursprung überhaupt so wichtig ? Deshalb, weil das Verständnis unserer Herkunft entsprechende Konsequenzen für unser Verhalten und somit für die Geschehnisse nach unserem Ableben hat:

Sind wir, wie Darwin meinte, tierischen Ursprungs, kann dies benutzt werden als Rechtfertigung für triebgesteuertes Verhalten, das alle erdenklichen Verhängnisse nach sich ziehen kann, nach dem Motto: was sollen wir machen, wir sind nichts weiter als körperlich höher entwickelte Tiere. Wir hätten nicht groß die Wahl, uns anders zu verhalten und wären somit von jeglicher Schuld mehr oder weniger freigesprochen. Seele, Geist, Moral, Schuld… wären alles Hirngespinste, die dem Überleben dienen sollten, unsere Handlungen ohne gerechte Konsequenzen. Darwin sagte gegen Ende seines Lebens: „Der Ekel vor Bösewichten (sollte) nicht mehr sein als der Ekel, den jemand bei faulem Essen empfindet. Mitleid sollte Ekel vertreiben. Denn Gemeinheit ist genauso wenig des Menschen Fehler wie körperliche Krankheit!“. Wer Gott als Schöpfer leugnet, die physikalische Welt über alles stellt und den Menschen auf das Niveau eines Tieres herabwürdigt, erreicht die völlige Verantwortungslosigkeit des Menschen.

Sind wir hingegen göttlichen Ursprungs, geschaffen von Gott als sein Ebenbild (Genesis 1,27), Krone der Schöpfung und ausgestattet mit einem freien Willen, Gewissen, Verstand, einer Seele und dem sie belebenden göttlichen Geist, müssen wir unseren heutigen Lebensstil, der sich häufig durch Triebhaftigkeit und Verantwortungslosigkeit auszeichnet, stark in Frage stellen, da er eines Ebensbildes Gottes unwürdig ist. Mehr noch, wir bringen uns in Gefahr, das ewige Leben, für das wir geschaffen wurden, zu verlieren. Jesus selbst hat in Johannes 10,34 gesagt: „Heißt es nicht in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter?“. Er zitiert hier den Psalm 82, in dem es heißt: „Ihr seid Götter, ihr alle seid Söhne des Höchsten“. Gottes Söhne und mutierte Affenwesen – das lässt sich unmöglich vereinbaren!

Darwins  Theorie, in der Natur und Materie alles sind, leugnet und beleidigt den Schöpfer, der reiner Geist ist und auch den Menschen mit seinem Geist beschenkt hat. Sie entwürdigt den Menschen, in dem Gott Wohnung nehmen möchte und bringt seine (immaterielle) Seele in Gefahr. Mit dem christlichen Glauben ist die Evolutionstheorie nach wie vor nicht vereinbar. Sowohl auf naturwissenschaftlichem als auch auf spirituellem Gebiet ist sie unzureichend und irreführend.

Gibt es Abstammungstheorien, die  mit der biblischen Schöpfungsgeschichte übereinstimmen könnten?

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