Posts Tagged ‘Wissenschaft’

„Sie hat alles gegeben“

10/11/2012

Sonntagsevangelium vom 11. November 2012: Mk 12,38-44

Zum entsprechenden Valtorta-Auszug „Das Scherflein der Witwe“ geht es hier.

Nachstehend ein dazu passender und berührender Auszug aus der Selbstbiographie der Hl. Therese vom Kinde Jesu, gefunden auf evangeliumtagfuertag.org:

„Ich will dich im Buch des Lebens lesen lassen, das die Wissenschaft der Liebe enthält“. Die Wissenschaft der Liebe, o ja, dies Wort tönt süß im Ohr meiner Seele; nur diese Wissenschaft begehre ich. Nachdem ich alle meine Schätze für sie dahingab, habe ich, wie die Braut des Hohenliedes (vgl. Hld 8,7), die Empfindung, nichts gegeben zu haben… Ich begreife so gut, dass nur die Liebe uns dem lieben Gott wohlgefällig zu machen vermag, und so ist diese Liebe das einzige Gut, das ich begehre.

Jesus gefällt es, mir den einzigen Weg zu zeigen, der zu diesem göttlichen Glutofen führt; dieser Weg ist die Hingabe des kleinen Kindes, das angstlos in den Armen seines Vaters einschläft… „Wer unerfahren ist, kehre hier ein“ (Spr 9,4), hat der Heilige Geist durch den Mund Salomos gesagt, und derselbe Geist der Liebe hat ferner gesagt: „Der Geringe erfährt Nachsicht und Erbarmen“ (Weish 6,6). In seinem Namen verkündet uns der Prophet Jesaja, dass am letzten Tage der Herr „wie ein Hirt seine Herde zur Weide führt und die Lämmer auf dem Arm trägt“ (Jes 40,11)…

Ach! Fühlten doch alle schwachen und unvollkommenen Seelen, was die kleinste aller Seelen empfindet, die Seele Ihrer kleinen Therese; so würde keine einzige daran verzweifeln, den Gipfel des Berges der Liebe zu erreichen; denn Jesus fordert keine großen Taten, sondern nur Hingabe und Dankbarkeit. Sagt er doch im Psalm 50: „Ich nehme von dir Stiere nicht an noch Böcke aus deinen Hürden. Denn mir gehört alles Getier des Waldes, das Wild auf den Bergen zu Tausenden. Ich kenne alle Vögel des Himmels… Hätte ich Hunger, ich brauchte es dir nicht zu sagen, denn mein ist die Welt und was sie erfüllt. Soll ich denn das Fleisch von Stieren essen und das Blut von Böcken trinken? Bring Gott als Opfer dein Lob“ (Ps 50,9-13). Das ist alles, was Jesus von uns fordert. Er bedarf unserer Werke nicht, sondern nur unserer Liebe; denn derselbe Gott, der erklärt, er brauche es uns nicht zu sagen, wenn er hungere, hat sich nicht gescheut, von der Samariterin ein wenig Wasser zu erbitten (Joh 4,7). Ihn dürstete… Er hatte Durst nach Liebe. Ach! Mehr denn je fühle ich: Jesus dürstet. Er trifft nur auf Undankbare und Gleichgültige unter den Jüngern der Welt, und unter seinen eigenen Jüngern findet er – ach! – so wenig Herzen, die sich ihm ohne Rückhalt hingeben und die ganze Zärtlichkeit seiner unendlichen Liebe verstehen.

Die Samariterin Fotinai

Eine kleine weiße Blume

Werbeanzeigen

Und er konnte dort keine Wunder wirken

08/07/2012

zum Evangelium vom 8. Juli 2012: Markus 6,1b.2-6.

31. Dezember [1943]

Jesus sagt:

Markus sagt im Kap. 6,  Vers 5 seines Evangeliums: „Und er konnte dort keine Wunder wirken und heilte nur wenige Kranke“.

Mit wie großer Liebe war Ich in Mein Vaterland gekommen. Das kann nur der verstehen, der an die Vollkommenheit des Gott-Menschen denkt, der die menschlichen Leidenschaften sublimiert und geheiligt hat, wie es Seiner Natur entsprach. Gott verleugnet und verbietet eure Gefühle nicht, wenn sie aufrichtig und heilig sind. Er verurteilt einzig und allein die, welche ihr fälschlich Gefühle nennt, die aber in Wirklichkeit Abirrungen sind.

Ich liebte also mein Vaterland, und in ihm mit besonderer Liebe Meine Heimatstadt. Jeden Tag kehrte Mein Herz in liebevollen Gedanken nach Nazaret zurück, von wo Ich ausgegangen war, um zu evangelisieren, und Ich kehrte auch tatsächlich dorthin zurück, weil Ich es segnen und heiligen wollte, obwohl Ich wußte, dass es sich gegen Mich verschlossen hatte und Mir feindselig gegenüber stand. Wenn Ich auch überall Meine Wundermacht reichlich ausübte, so hätte Ich doch gewünscht, dass diese Macht in Nazaret keinen einzigen Fall physischer, seelischer und geistiger Krankheit ungeheilt ließe, Ich hätte gern jegliches Elend getröstet, jedem Herzen Licht geschenkt. 

Aber der Unglaube Meiner Mitbürger stand dagegen. Deswegen wurde nur den wenigen, die mit Glauben und ohne hochmütiges Urteil zu Mir kamen, das Wunder gewährt.

Ihr klagt Mich so und sooft an, nicht auf euch zu hören und euch nicht zu erhören. Aber prüft euch, Meine Kinder. Wie kommt Ihr denn zu Mir? Wo findet sich in euch jener beständige, absolute, unschuldige Kinderglaube, der weiß, dass der ältere Bruder, der liebevolle Vater, der geduldige Großvater ihm helfen und ihn in seinen kindlichen Bedürfnissen zufriedenstellen können, weil sie das Kind sehr liebhaben? Bin Ich nicht unter euch so fremd, wie Ich es in Nazaret war, von wo der Unglaube und die Kritiksucht Mich als Bürger vertrieben?

Ihr betet. Es gibt noch einige, die beten. Aber während ihr eine Gnade von Mir erbittet, denkt ihr schon, ohne euch das selbst einzugestehen, aber im tiefsten Herzen denkt ihr doch: „Gott hört mich nicht. Diese Gnade kann Gott mir ja doch nicht gewähren“.

Er kann nicht! Was kann Gott nicht! Bedenkt, dass Er das Universum aus dem Nichts geschaffen hat, bedenkt, dass Er seit Jahrtausenden die Planeten in die Räume schleudert und ihre Bahnen regelt, bedenkt, dass Er die Gewässer ohne Barrieren und Dämme an ihren Uferstränden festhält, bedenkt, dass Er aus dem Schlamm euren Organismus geschaffen hat, bedenkt, dass in diesem Organismus ein Samen und einige Blutstropfen, die sich vermischen, einen neuen Menschen hervorbringen, der in seiner Heranbildung unter dem Einfluß von Sternphasen steht, die, wenn auch tausende Kilometer entfernt, sich dennoch nicht außerhalb dieses Werks der Formung eines Wesens befinden, wie sie auch mit ihrem Äther und ihrem Auf- und Untergehen an euren Himmeln das Keimen des Getreides und die Baumblüte regeln; bedenkt, dass Er in Seiner weisen Macht die Blumen erschaffen hat, die mit ihren Organen andere Blumen zu befruchten geeignet sind, die ihrerseits von Winden und Insekten bestäubt werden. 

Bedenkt, dass es nichts gibt, das nicht von Gott erschaffen, und von der Sonne bis zum Protozoon (Urtierchen) so vollkommen erschaffen wurde, dass ihr einer solchen Vollkommenheit nichts hinzufügen könnt. Bedenkt, dass Seine Weisheit von der Sonne bis zum Protozoon alle Lebensgesetze angeordnet hat, und überzeugt euch doch, dass Gott nichts unmöglich ist, der nach Seinem Belieben über alle Kräfte des Kosmos verfügen, sie vermehren, sie anhalten, sie beschleunigen kann, wenn nur Sein göttlicher Gedanke das beschließt. 

Wie oft im Laufe der Jahrtausende sind nicht die Bewohner der Erde von Gestirnsphänomenen unbegreiflicher Großartigkeit verblüfft worden: Meteore mit seltsamen Lichtern, Mitternachtssonne, Kosmeten und Gestirne, die wie Blumen in einem Garten, in Gottes Garten, entstehen und wie ein Kinderspiel, um euch in Erstaunen zu setzen, in die Räume geschleudert werden?!

Eure Wissenschaftler geben gewichtige Erklärungen von Disgregationen und Zellennukleationen oder Gestirnskörpern ab, um die unbegreiflichen himmlischen Vorgänge menschlich zu machen. Nein. Schweigt. Sagt ein einziges Wort: Gott. Er ist der Bildner dieser leuchtenden, kreisenden, glühenden Leben! Gott ist es, der euch Vergeßlichen als Mahnung sagt, dass Er hinter den Nordlichtern, den sprühenden Meteoren steht, die den von ihnen durchfurchten Äther saphirblau, smaragdgrün, rubinrot oder topasgold färben, hinter den Kometen mit dem flammenden Schweif, der wie die Schleppe einer himmlischen Königin über die Firmamente wogt, hinter dem Sich-Öffnen eines neuen Sternenauges am Himmelsgewölbe, hinter dem Kreisen der Sonne, das in Fatima wahrzunehmen war, um euch von Gottes Wollen zu überzeugen. Alle eure anderen Induktionen sind Qualm menschlicher Wissenschaft, um mit ihrem Qualm vernebeln sie den Irrtum.

Alles ist Gott möglich. Aber was euch betrifft, so sollt ihr wissen, dass Gott von euch einzig und allein Glauben fordert, um Selbst zu handeln. Mit eurem Mißtrauen setzt ihr einen Damm gegen Gottes Allmacht. Aber eure Gebete sind von Mißtrauen verseucht. Ich zähle schon gar nicht die, die nicht beten, sondern fluchen.

Auszug aus “Die Hefte 1943″ von Maria Valtorta. Veröffentlicht mit Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.chwww.parvis.ch

Jesus wird in Nazareth schlecht empfangen

Das Sonnenwunder von Fatima

Das Wunder am gelähmten Kinde

Das Gebet ist ein Akt der Liebe

Kommt doch, arme Kinder, kommt zu Mir

Jesus betet in der Nacht

Ihr folgt den Stimmen der Unordnung

„Ich glaube, dass auch Jesus kein guter Rechner ist“

21/09/2011

In ihrer Autobiographie spricht Maria Valtorta u.a. von ihrer Schulzeit; der Auszug passt in gewisser Weise auch zum heutigen Gedenktag des Apostels Matthäus, der ein Zöllner, ein Rechner, war:

 


Ohne große Mühe und mit wenig Verdienst, denn die Arbeit war mir sehr leicht vorgekommen, wurde ich in Italienisch, Französisch und den mündlichen Fächern zur Klassenbesten erklärt.

In Mathematik blieb ich weiterhin meiner Dummheit treu. Als ich geschaffen wurde, hat man wahrscheinlich vergessen, mir die Mathematik-Zellen in den Kopf zu setzen. Da herrscht eine absolute Leere, die weder durch meine Anstrengungen noch durch die Bemühungen anderer je ausgefüllt worden ist. Was das Rechnen betrifft, bin ich völlig unbrauchbar.

Aber ich bedauere es nicht besonders. Ich glaube, dass auch Jesus kein guter Rechner ist. Wenn er einer wäre, dann wäre er nicht das, was er ist. Dafür ist er ein Dichter, das zeigt sein Evangelium; er ist ein geschickter Diplomat, auch das geht aus dem Evangelium hervor; er ist Arzt, Lehrer, Freund und Heiland, alles, nur kein Rechner. Und wie alle Nicht-Rechner ist er über alle Maßen großzügig, geduldig und gütig. Und daraus schöpfe ich die große Hoffnung… Bei einem Idealisten kann man immer hoffen. Bei einem Rechner nie. Wenn Gott ein Mathematiker wäre, immer auf genaue Rechnungen bedacht, wer könnte dann auf Rettung hoffen? Aber Jesus ist kein Mathematiker. Er läßt nicht die Wissenschaft, sondern das Herz sprechen. Er überlegt nicht mit der Vernunft, sondern mit dem Herzen, oder besser gesagt, er überlegt einzig und allein mit der Vernunft des Herzens, und wer ihn von dieser Seite zu nehmen versteht, erhält von ihm alles. 

Auch ich gebrauche im praktischen wie im geistigen Leben die Vernunft des Herzens. Ich bin eine Idealistin, eine Großzügige, die nie die Summen von Soll und Haben berechnet. 

Auszug aus „Maria Valtorta – Autobiographie“. Veröffentlicht mit der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören. Um die Bücher Maria Valtortas in deutscher Sprache zu erwerben bitte wenden an den Parvis-Verlag, 1648 Hauteville, Schweiz: book@parvis.ch, www.parvis.ch

Woher kommt der Mensch? (6)

10/05/2011

Gott hat jeden Funken von Leben entzündet. Er leuchtet in den Gewässern und brennt in Sonne, Mond und Sternen. In aller Wirklichkeit ruht er verborgen als feurige Kraft. Er ist das heile Leben, alles Gedeihen hat seine Wurzel in ihm.


Jedes seiner Werke lässt er aufblühen im Menschen, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Jedes seiner Geschöpfe zeichnet er nach festem Maß in diesen Menschen. Vollendet übergab er ihm die ganze Schöpfung, mit ihr zu wirken nach seiner Weise. Aus Erde ist er gebildet, wie Wasser durchdringt die Seele den Leib, Vernunft west in ihm so wie in der Gottheit Sonne und Mond strahlen.

Gott hat den Menschen so sehr geliebt, dass er ihn für den Platz bestimmte, aus dem der gefallene Engel geschleudert ward.

(Hl. Hildegard von Bingen)


Valtorta-Auszug: „Eure Wissenschaft ist mir ein Abscheu“  

Woher kommt der Mensch?: Charles Darwin/ Dr. Poppelbaum

Vision der hl. Hildegard von Bingen

16/03/2011

(… aus dem 12. Jahrhundert wohlgemerkt!)

„Und ich hörte, wie sich die vier Elemente mit einem wilden Geschrei bei Gott beklagten: ‚Wir können nicht mehr laufen und unsere Arbeit nach unserem Auftrag erfüllen, denn die Menschen kehren uns mit ihren schlechten Taten wie in einer Mühle von unten nach oben. Wir stinken schon wie die Pest und vergehen vor Hunger nach Gerechtigkeit. Der Mensch ist ein Rebell. Er liegt quer zur Schöpfung. Er zerreißt die Schöpfung in ihre Einzelteile und vergisst seinen Schöpfer und hat keine Freude mehr an der Schöpfung.‘ Gott aber antwortet ihnen:

‚Mit meinem Besen will ich euch reinigen und die Menschen so lange heimsuchen, bis sie sich wieder zu mir wenden. Mit den Qualen derer, die euch verunreinigt haben, will ich euch reinigen, sooft ihr besudelt werdet. Doch nun stinken alle Winde wie Moder, und die Luft ist verschmutzt, sodass die Menschen nicht einmal mehr wagen, den Mund aufzumachen. Seht ihr mich denn nicht mehr bei Tag und bei Nacht? Seht ihr mich denn nicht, wenn ihr sät und die Saat aufgeht? Jedes andere Geschöpf erkennt seinen Schöpfer, nur der Mensch ist ein Rebell!'“

Hildegard v. Bingen: Der Kosmosmensch

„Ihr folgt den Stimmen der Unordnung“

Woher kommt der Mensch? (4)

28/09/2009

„Eure Wissenschaft ist Mir ein Abscheu.“

Jesus sagt :

« Einer der Punkte, in dem euer Hochmut im Irrtum Schiffbruch erleidet, ist der der Darwin’schen Theorie (*), die obendrein euren Hochmut eigentlich kränken müsste, da sie euch eine Abstammung zuspricht, die ihr als erniedrigend zurückweisen müsstet, wenn ihr weniger durch euren Stolz entgleist wäret.

Um Gott nicht annehmen zu müssen, der in Seiner Allmacht sehr wohl das Weltall aus dem Nichts und den Menschen aus dem schon geschaffenen Schlamm geschaffen haben kann, nehmt ihr ein Tier als euren Stammvater an. Bemerkt ihr denn nicht einmal, wie ihr euch herabwürdigt, denn, bedenkt das doch, ein Tier, so vollkommen, selektioniert, in Form und Instinkt verbessert, und, wenn ihr wollt, auch in der Verstandesbildung entwickelt es auch wäre, bleibt doch immer ein Tier? Bemerkt ihr das nicht? Das spricht zu Ungunsten eures Stolzes als Pseudo-Übermenschen. Aber wenn ihr das nicht bemerkt, dann werde ich es nicht sein, der Worte darauf verschwendet, euch darauf aufmerksam zu machen und von dem Irrtum zu bekehren. Ich stelle euch nur eine Frage, die ihr euch, so zahlreich ihr seid, nie gestellt habt. Und wenn ihr Mir mit Tatsachen darauf antworten könnt, werde Ich eure erniedrigende Theorie niemals mehr bekämpfen.

Wenn der Mensch vom Affen abstammt, der durch fortschreitende Evolution zum Menschen geworden ist, wie kommt es dann, das es euch in so vielen Jahren, die ihr diese Theorie schon aufrecht haltet, noch nie gelungen ist, nicht einmal mit den jetzigen fortschrittlichen Werkzeugen und Methoden, aus einem Affen einen Menschen zu machen? Ihr hättet von einem intelligenten Affenpaar die intelligentesten Jungen und dann die intelligenten Jungen dieser Jungen, und so weiter, nehmen können. Dann hättet ihr nun viele Generationen selektionierter, dressierter und von der geduldigsten und beharrlichsten und umsichtigsten wissenschaftlichen Methode betreute Affen. Aber ihr würdet immer wieder Affen bekommen. Wenn es jemals eine Mutation gäbe, wäre es die: dass die Tiere physisch weniger stark als die ersten und moralisch lasterhafter wären, denn mit all euren Methoden und Instrumenten würdet ihr jene Affenvollkommenheit, die Mein Vater diesen Vierhändern eingeschaffen hat, zerstören.

Und noch eine Frage. Wenn der Mensch vom Affen hergekommen ist, wie kommt es dann, dass er jetzt auch durch Pfropfungen und widerwärtige Kreuzungsmanöver nicht wieder zum Affen wird? Ihr wäret fähig, auch diesen Gräuel zu versuchen, wenn ihr wüsstet, dass das eure Theorie bestätigen könnte. Ihr tut das freilich nicht, weil ihr wisst, dass es euch nicht gelingen würde, aus einem Menschen einen Affen zu machen. Ihr würdet ein hässliches Menschenkind daraus machen, ein degeneriertes, vielleicht einen Verbrecher. Aber niemals einen wahren Affen. Ihr versucht das nicht, weil ihr im voraus wisst, dass es ein übler Fehlschlag würde und euer Ruf dadurch ruiniert wäre.

Nur deshalb tut ihr es nicht. Aus keinem anderen Grunde. Denn einen Menschen auf das Niveau eines wilden Tieres herabzuwürdigen empfändet ihr weder Gewissensbisse noch Abscheu, um nur eine Theorie von euch aufrecht zu halten. Dazu und zu vielem anderen wärt ihr fähig. Ihr seid ja schon selbst wilde Tiere, da ihr Gott leugnet und den Geist, der euch von den Tieren unterscheidet, umbringt.

Eure Wissenschaft ist mir ein Abscheu. Ihr erniedrigt euren Intellekt, aber wie Verrückte, bemerkt ihr noch nicht einmal, wie sehr ihr ihn erniedrigt. Ich sage euch in Wahrheit, dass viele der (sogenannten) primitiven Menschen mehr Mensch sind als ihr. »

_______________________

(*) Die Evolutionstheorie Charles Robert Darwins (1809-1882)

Auszug aus dem Band “Die Hefte 1943″  von Maria Valtorta, mit  der Genehmigung des Herausgebers Centro Editoriale Valtortiano srl. Isola del Liri (FR), www.mariavaltorta.com, dem die Rechte für die Werke Maria Valtortas gehören.

zurück zu Teil 1

Woher kommt der Mensch? (3)

02/09/2009

Was den zeitlichen Ablauf bei der Erschaffung des Menschen betrifft, so bekommt bei Dr. Poppelbaum das beschriebene Stauungs-Phänomen einen stammesgeschichtlichen Aspekt: Der Mensch ist vom Uranfang der Entstehung der Erde geistig (‘keimhaft’) dabei, sein leibliches Auftreten wird  jedoch zurückgehalten. Er macht während des Erschaffens der Mineralien/ Pflanzen/ Tieren keine Entwicklungsschritte mit und vervollkommnet sich dadurch.

Bildlich ausgedrückt: die Entwicklung des Menschen bildet den Urstamm, von dem alle physischen Formen aufsteigend entspringen. Die Formen der Tiere sind nach Mineralien und Pflanzen an immer höher gelegenen Stellen als Seitenäste aus dem aufstrebenden Menschenstammbaum entsprungen. So ist dann an dem Kopf eines Affen sichtbar, wie hier der Augenblick der Menschwerdung eben gerade verfehlt ist.

Stammesgeschichte nach Poppelbaum

Stammesgeschichte nach Poppelbaum

Im Gegensatz zu Poppelbaums Lehre  entwickelte sich nach Darwin der Mensch als einer der vielverzweigten Äste eines gemeinsamen Stammes, beginnend vom Einzeller:

menschlicher Stammbaum nach Darwin

menschlicher Stammbaum nach Darwin

Poppelbaum zeigt auf, dass sich in der Embryologie erkennen lässt, wie die Menschenform ihr Universelles behält, indem sie den Ursprüngen nahe bleibt, die Tiere hingegen sich immer stärker spezialisieren und menschenunähnlicher werden, je weiter und tiefer sie ‘hinuntersteigen’:

Embryonen: Krokodil - Huhn - Affe - Mensch

Embryonen: Krokodil – Huhn – Affe – Mensch

Während alle Embryonen ganz früh noch Ähnlichkeit mit dem menschlichen Embryo besitzen und wohlproportioniert wirken, bilden sich in der weiteren Entwicklung extrem aussehende körperliche Merkmale heraus. Der Affe, der am Stammbaum direkt unter dem Menschen sitzt, behält die längste Zeit Ähnlichkeit mit dem Menschen, enwickelt dann jedoch auch spezifische Ausstülpungen. Der menschliche Embryo hingegen bleibt von Anfang an seinem ausgeglichen proportionierten Bild treu.

Man könnte also sagen, dass – im krassen Gegensatz zum Darwinismus – bei Poppelbaum das Tier vom Menschen abstammt. Die Ahnschaft des Menschen ist somit das innere Band, das die ganze Schöpfung zusammenhält.

Der Biologe ist anthroposophisch geprägt, das Wort ‘Gott’ kommt ihm leider in diesem Buch nicht über die Lippen. Trotzdem ist seine Lehre einleuchtend und lässt sich mit dem ehrfürchtigen christlichen Verständnis des Menschen als Bild und Gleichnis Gottes und der biblischen Schöpfungsgeschichte vereinbaren. Es wäre hochinteressant und an der Zeit, in diesem Sinn weiter zu forschen.

weiter zu Teil 4

zurück zu Teil 1

Woher kommt der Mensch? (2)

11/08/2009

Eine Abstammungslehre, die mit der Bibel im Einklang stehen könnte, hat der Biologe Dr. Hermann Poppelbaum 1928 in seinem Buch ‚Mensch und Tier‘ veröffentlicht. Er plädiert dafür, sich von dem althergebrachten Gedanken, dass das Niedere unentwickelt und das Höhere entwickelt sei, freizumachen und legt dar, dass ein Fortschritt in der leiblichen Entwicklung mit einer Einbuße erkauft wird.

Die menschlichen Hand zum Beispiel ist, leiblich gesehen, eine primitivere Bildung als alle Tierextremitäten wie Flügel, Pranke, Flosse usw., weil sie weniger spezialisiert ist. Das Geheimnis ihrer Vielseitigkeit liegt eben in diesem Stehenbleiben der Entwicklung,  sie hat nun durch die Hinzuziehung von künstlichen Instrumenten (Ruder zum Schwimmen etc.) einen erhöhten Handlungsspielraum.

Poppelbaum geht also von einem Stehenbleiben der menschlichen Bildung aus, er nennt dies  ‚Stauungsprinzip‘: „Der Mensch hat in seinem Leibe die Möglichkeit zur Tierbildung, aber sie ist zurückgestaut und kommt nicht zutage.“ Demnach ist auch der Tierkopf das fortentwickelte, der menschliche Kopf das zurückgebliebene Gebilde: „Dem Menschenhaupt fehlt, was dem Tier so überreichlich gegeben ist“ (ausgeprägtes Maul, Gebiss usw.), der Tierkopf stellt sich sozusagen als Verzerrung des menschlichen Urbildes dar.

Weiterhin fragt sich der Biologe, ob die heutzutage verwendeten Ahnenformen wirklich ein solches sind, da sie – trotz sogenannter primitiver Merkmale – durchgebildet, hochentwickelt und  ‚fertig‘ waren und die oben beschriebene ‚Primitivität‘ des Menschen bisher nicht berücktsichtigt wurde. Er geht davon aus, dass die Urformen der höheren Tiere dem menschlichen Bild ähnlicher waren als der heutigen tierischen Form.

Wie sieht nun der zeitliche Ablauf seiner Meinung nach aus?

zurück zu Teil 1

weiter zu Teil 3

Der Mensch denkt, Gott lenkt

16/07/2009

„Des Menschen Herz plant seinen Weg, doch der Herr lenkt seinen Schritt“ (Sprüche 18,9).

Als die vom Guinness Buch der Rekorde zur ältesten Erstgebärenden ernannte Spanierin sich 2006 einer medizinischen Behandlung unterzog und im Alleingang Zwillinge zur Welt brachte, trotzte sie ihren Kritikern: ihre eigene Mutter war über 100 Jahre alt geworden, folglich habe sie selbst gute Chancen, ihre Kinder aufziehen zu können und auch Enkel zu erleben (gelesen im Spiegel).

Nun ist die 69jährige einer schweren Erkrankung erlegen.

In der Bibel wird von wundersamen Schwangerschaften und Geburten im hohen Alter berichtet – diese sind aber von ganz anderem Charakter als die heutigen durch medizinischen Eingriff erzwungenen. Ihnen gehen eine Prüfung in Gottvertrauen, Gebet und Treue voraus, denn Jesus sagt: „Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich“ (Lk 18, 27).

Die Wissenschaft hingegen, mit ihren oft zweifelhaften Experimenten am menschlichen Leben, erhebt den Anspruch, Gott gleich zu sein bzw. leugnet Seine Existenz. Stolz setzt sie sich über die Aussage Jesu hinweg und behauptet: der Wissenschaft sei heutzutage -fast- alles möglich.

Doch wie das bizarre Beispiel der Spanierin zeigt, haben wir Menschen eben nicht alles unter Kontrolle. Die Leidtragenden sind, wie so oft, die unschuldigen Kinder.

Wann ist ein Mensch ein Mensch?

09/07/2009

Die Debatte um Stammzellenforschung mittels Opferung menschlichen Lebens hält an und zeigt auf, dass dies keineswegs ein Thema ist, das sich durch naturwissenschaftliche Rechtfertigungsversuche und legislative Maßnahmen vom Tisch fegen lässt. Als der neue US-Präsident Anfang März der Stammzellenforschung an menschlichen Embryonen uneingeschränkte staatliche Förderung zusprach, regte sich lautstark Protest aus christlichen Kreisen (tagesschau.de).

Die kritischen Stimmen verstummen nicht, da Barack Hussein Obama weiter auf diesem Kurs fährt. Leichtfertig verspielt er seine Glaubwürdigkeit, in dem er einerseits von sich behauptet, Christ zu sein, sich gleichzeitig aber als Abtreibungsbefürworter bekennt und Organisationen, die diese durchführen und propagieren, mit öffentlichen Geldern unterstützen lässt. Überaus bizarr erscheint in diesem Licht, dass er trotz einer 65 000 Unterschriften starken Petition, von der größten katholischen Universität der Vereinigten Staaten die Ehrendoktorwürde verliehen bekam, im Anschluß an eine Rede, in der er seine ‚Pro-Choice‘-Haltung zur Abtreibung erneut herausstellte (tagesspiegel.de).

Es heißt „ein bisschen schwanger gibt es nicht“. Dieser Zustand ist absolut und kompromisslos. Vom Moment der Empfängnis an besteht die Schwangerschaft und existiert somit ein lebendiges menschliches Wesen. Jene, die vom Menschen als beseeltes Wesen ausgehen, müssen sich in Konsequenz die Frage stellen, wann die Seele in den Menschen gelangt. Die Seele ist der essentielle Teil des Menschen, sein unsterblicher geistiger Teil. Ist es hier nicht die logischste und rationalste aller Überlegungen, den Zeitpunkt der Empfängnis als Moment der ‚ganzheitlichen‘ Menschwerdung zu begreifen?

Ebenso wenig wie „ein bisschen schwanger“ gibt es „ein bisschen Mensch“. Daran ändert auch nichts, wenn der wenige Tage oder Wochen alte ungeborene Mensch als ‚Embryo‘ bezeichnet wird, um ihn zu anonymisieren, ihm die Persönlichkeit abzusprechen, oder sei es nur, um das eigene Schuldbewusstsein wegzuwischen.

Wenn also Barack Obama Richtlinien zur Stammzellenforschung erarbeiten lässt, nach denen zwar keine menschlichen Wesen zu diesem Zweck ‚hergestellt‘ werden dürfen, sondern nur solche ‚verwendet‘, die „gespendet, überschüssig und nicht brauchbar“ seien (zenit.org), geht er einen Kompromiss ein, wo es keinen geben kann. Gerne spricht er von „Respekt und Toleranz“, empfindet selbst offenbar aber keinen Respekt vor dem menschlichen Leben, und zeigt, trotz angeblicher Gläubigkeit, keine Ehrfurcht vor der alleinigen Macht des Schöpfers, Leben zu geben oder zu nehmen. Es stellt sich die Frage, wie lange die Amerikaner und mit ihnen die Weltöffentlichkeit den hohlen Lippenbekenntnissen dieses Präsidenten noch zujubeln.